Kopfschmerzen

Von Fabian Seyfried
und , Medizinjournalistin
Aktualisiert am
Sabine Schrör

Sabine Schrör ist freie Autorin der NetDoktor-Medizinredaktion. Sie studierte Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit in Köln. Als freie Redakteurin ist sie seit mehr als 15 Jahren in den verschiedensten Branchen zu Hause. Die Gesundheit gehört zu ihren Lieblingsthemen.

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Kopfschmerzen (Cephalgie) sind nach Rückenschmerzen die zweithäufigste Schmerzform. Sowohl Kinder als auch Erwachsene leiden darunter. Meist sind Kopfschmerzen nur vorübergehend und harmlos. Dann helfen Hausmittel oder einfache Schmerzmittel gegen die Beschwerden. Migräne und schwere chronische Kopfschmerzen erfordern hingegen eine spezielle Therapie. Das Gleiche gilt, wenn die Kopfschmerzen Symptom einer ernsten Erkrankung sind. Lesen Sie hier alles Wichtige über Kopfschmerzen.

Kopfschmerzen

Kurzübersicht

  • Ursachen: Auslöser wie Stress, Flüssigkeitsmangel, Bildschirmarbeit, Rauchen, Bluthochdruck, Virusinfekte, Entzündungen, Schlaganfall, Kopfverletzungen, Medikamente, Medikamenten-Entzug
  • Wann zum Arzt? Immer bei Kindern und Schwangeren mit Kopfschmerzen, nach Kopfverletzungen, bei wiederkehrenden oder plötzlichen starken Kopfschmerzen, bei Begleitsymptomen wie Erbrechen
  • Behandlung: Je nach Art und Schwere der Kopfschmerzen, z.B. Stress-Abbau, Sport, Medikamente, Hausmittel und komplementäre Verfahren, ggf. psychotherapeutische Behandlung
  • Diagnostik: Krankengeschichte, körperliche und neurologische Untersuchung, evtl. Bluttests, bildgebende Untersuchungen, Untersuchung des Nervenwassers, Untersuchungen beim Augen-, Zahn- oder HNO-Arzt
  • Vorbeugen: Genug Schlaf, gesunde Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Alkohol und Nikotin meiden, gleichbleibender Koffein-Konsum, regelmässige Bewegung, Bürogymnastik, Entspannungsübungen

Welche Formen von Kopfschmerzen gibt es?

Kopfschmerzen beginnen manchmal schleichend oder ganz plötzlich. Mitunter sind sie dumpf oder stechend, sehr intensiv oder kaum wahrnehmbar. Fast niemand bleibt von ihnen verschont, die meisten Menschen leiden ein- oder mehrmals im Jahr darunter.

Frauen sind insgesamt etwas häufiger von Kopfschmerzen betroffen als Männer. Doch es gibt Unterschiede: Während Frauen häufiger unter Migräne leiden, treten bei Männern eher sogenannte Cluster-Kopfschmerzen auf.

Auch Kinder entwickeln manchmal Kopfschmerzen und Migräne. Mit zunehmendem Alter sinkt jedoch die Anzahl der Fälle: Wer älter als 45 Jahre ist, erleidet statistisch betrachtet weniger Kopfschmerzattacken.

Kopfschmerzen werden in zwei Gruppen unterteilt: Primäre Kopfschmerzen haben keine erkennbare Ursache und bilden ein eigenständiges Krankheitsbild. Sekundären Kopfschmerzen liegt dagegen eine andere Erkrankung zugrunde.

220 verschiedene Kopfschmerzarten

90 Prozent aller Menschen mit Kopfschmerzen leiden unter Spannungskopfschmerzen. Die zweithäufigste Kopfschmerzform ist die Migräne. Beide Formen gehören zu den primären Kopfschmerzen.

Deutlich seltener treten sekundäre Kopfschmerzen auf. Ursachen für diese sind zum Beispiel Medikamenten-Nebenwirkungen, übermässiger Arzneimittel-Konsum, Erkrankungen oder Verletzungen.

Die internationale Klassifikation unterscheidet über 220 Kopfschmerzarten. Die meisten davon hängen mit einer bestimmten Grunderkrankung zusammen.

Spannungskopfschmerz

Diese leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen treten gelegentlich auf und steigern sich allmählich. Grund ist vermutlich eine gestörte Schmerz-Hemmung, die etwa nach einer Reizung auftritt. Sie treten zwar auf beiden Kopfhälften auf, betreffen aber oft nur Regionen wie Stirn, Schläfen oder Scheitel.

Spannungskopfschmerzen sind dumpf und drücken wie ein Band um Stirn und Hinterkopf. Manche verspüren den Schmerz auch an der oberen Schädeldecke.

Begleitbeschwerden sind selten. Die Schmerzen halten zwischen einer halben Stunde und wenigen Tagen an. Selten bestehen sie an zehn oder mehr Tagen im Monat. Dann spricht man von chronischen Spannungskopfschmerzen.

Migräne

Migräne sucht Betroffene im Durchschnitt ein- bis sechsmal pro Monat heim. Ein einzelner Migräneanfall dauert in der Regel vier bis 72 Stunden. Er beginnt allmählich mit meist einseitigen Kopfschmerzen. Mitunter wechselt der Schmerz auch die Seite oder besteht später beidseitig.

Migräne-Schmerzen werden als pochend und pulsierend beschrieben und sind meist mässig bis stark. Zum Krankheitsbild gehören immer Begleit-Erscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Lärm- oder Licht-Empfindlichkeit.

Zwischen zehn und 15 Prozent aller Migräne-Patienten erleben vor einer Schmerz-Attacke eine sogenannte Aura, die zum Beispiel mit Sehstörungen wie Flimmern vor den Augen, mit Kribbeln in Armen und Beinen sowie Wortfindungsstörungen einhergeht.

Es ist möglich, dass Migräne und Spannungskopfschmerzen kombiniert auftreten.

Medikamenteninduzierter Kopfschmerz

Wer zu häufig bestimmte Medikamente – vor allem Schmerzmittel – einnimmt, ist anfällig für Kopfschmerzen. Diese sogenannten medikamenteninduzierten Schmerzen steigern sich mit der Zeit zu mittelstarken bis starken, dumpfen Beschwerden, die beidseitig auftreten. Zu Übelkeit oder Erbrechen kommt es dabei selten.

Die Schmerzen treten immer dann auf, wenn der Betroffene Medikamente eingenommen hat. Oft entwickelt sich ein Teufelskreis: Aus Angst vor Schmerzen werden Schmerzmittel geschluckt, die dann die Kopfschmerzen erst verursachen.

Daraufhin steigern die Betroffenen häufig die Dosis. Auch andere Medikamente, zum Beispiel einige Blutdrucksenker, lösen mitunter Kopfschmerzen aus (Nitrat-Kopfschmerzen).

Cluster-Kopfschmerz

Cluster-Kopfschmerzen sind sehr starke Kopfschmerzen, die einseitig und stechend hinter dem Auge beginnen. Meist tränt zugleich das betroffene Auge, das Augenlid rötet sich, schwillt an und die Nase verstopft.

Cluster-Kopfschmerzen treten oft mehrmals täglich auf, um dann wieder für Monate zu verschwinden. Der Schmerz steigert sich innerhalb weniger Minuten bis zu seinem Maximum und hält meist zwischen 15 Minuten und drei Stunden an.

Auch wenn die Ursache dieser Kopfschmerzen unklar ist, scheinen bei einigen Betroffenen Alkohol, Zigarettenrauch oder flackerndes Licht die Anfälle auszulösen. Insgesamt treten Cluster-Kopfschmerzen verglichen mit Spannungskopfschmerzen und Migräne nur selten auf.

Die verschiedenen Kopfschmerzarten
Kopfschmerzformen
Kopfschmerzen treten an verschiedenen Stellen auf. Die Lokalisation und Schmerzcharakter geben Aufschluss über die Kopfschmerzart.

Begleiterscheinungen von Kopfschmerzen

Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen, Lärm- und Licht-Empfindlichkeit begleiten Kopfschmerzen in manchen Fällen ebenso wie Sehstörungen oder Depressionen. Diese Begleiterscheinungen sowie Ort, Art und Dauer der Kopfschmerzen geben dem Arzt erste Hinweise auf Ursache oder Auslöser der Beschwerden.

Was hilft gegen Kopfschmerzen?

Die Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der Kopfschmerzen. Prinzipiell stehen nicht-medikamentöse und medikamentöse Therapien zur Verfügung.

Bei sekundären Kopfschmerzen sind je nach Ursache weitere Behandlungsmethoden sinnvoll, zum Beispiel ein operativer Eingriff bei einem Hirn-Aneurysma.

Medikamente gegen Kopfschmerzen

Es gibt mehrere Medikamente, die gegen die verschiedenen Kopfschmerzformen einsetzbar sind.

Medikamente gegen Spannungskopfschmerz

Die folgenden Mittel lindern häufig Spannungskopfschmerzen:

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker bezüglich Auswahl und Dosierung eines geeigneten Schmerzmittels beraten. Fragen Sie auch nach möglichen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die Sie eventuell einnehmen.

Nehmen Sie Schmerzmittel nicht länger als an drei aufeinander folgenden Tagen und maximal an zehn Tagen im Monat ein. Wer zu oft Schmerzmittel einnimmt, riskiert eine Gewöhnung und damit medikamenteninduzierte Kopfschmerzen.

Um Entzugssymptome bei einer Schmerzmittel-Abhängigkeit zu lindern, verschreibt der Arzt eventuell sogenannte trizyklische Antidepressiva. Sie kommen manchmal auch zum Einsatz, um Kopfschmerzen zu verhindern, wenn Patienten die Medikamenten-Einnahme aussetzen müssen.

Medikamente gegen Migräne

Die folgenden Mittel helfen manchen Betroffenen bei leichter Migräne:

  • Acetylsalicylsäure (ASS)
  • Ibuprofen
  • Paracetamol
  • Diclofenac
  • Kombinationspräparate aus Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol und Koffein
  • Anti-Emetika gegen Übelkeit

Schwere Migräne-Attacken werden oft mit sogenannten Triptanen in Tablettenform, als Nasenspray oder Spritze behandelt. Alternativ verabreicht der Arzt Lysinacetylsalicylat (ASS-Lysinat) als Injektion.

Zur Migräne-Prophylaxe dienen Betablocker wie Metoprolol, Propanolol oder Flunarizin (diese werden auch bei Bluthochdruck eingesetzt). Sinnvoll ist diese Prophylaxe, wenn Migräne-Anfälle öfter als dreimal pro Monat auftreten, nicht effektiv behandelbar sind, die Anfälle lange andauern sowie bei einem Schmerzmittel-Entzug.

Ausserdem finden zur Vorbeugung von Migräne auch die Wirkstoffe Valproinsäure, Topiramat und Amitriptylin Anwendung. Sie zählen zur Gruppe der Antikonvulsiva: Das sind Mittel, die etwa gegen Epilepsie eingesetzt werden.

Medikamente gegen Cluster-Kopfschmerzen

Bei den extremen Cluster-Kopfschmerzen verschreibt der Arzt mitunter ebenfalls Triptane. Akute Anfälle lassen sich zudem unterbrechen, indem man reinen Sauerstoff inhaliert. Manchen Patienten hilft es auch, ein lokales Betäubungsmittel in das Nasenloch der betroffenen Seite zu sprühen.

Injektionen mit Botulinum-Toxin (Botulinum-Neurotoxin, Botox)

Stark betroffenen Migräne-Patienten helfen mitunter Botox-Injektionen. Dazu wird das Mittel an verschiedenen Punkten in Kopf-, Nacken- und Schulter-Bereich injiziert. Das Nervengift lähmt die Nerven und wirkt Verspannungen entgegen. So lassen sich Schwere und Anzahl der Migräne-Attacken reduzieren.

Da der Körper Botox nach und nach abbaut, sind wiederholte Anwendungen erforderlich.

Sonderfall Medikamenten-Kopfschmerz

Schmerzmittel lindern nicht nur Schmerzen. Wer zu viele zu häufig nimmt, löst dadurch Kopfschmerzen aus. Sie lassen sich dann nur durch einen Entzug stoppen. Dieser erfolgt ambulant, teilstationär (Tagesklinik) oder stationär (zum Beispiel in einer Schmerzklinik).

Auf keinen Fall ist es ratsam den Entzug auf eigene Faust zu versuchen – ärztliche Hilfe ist hier unerlässlich und erleichtert die Entwöhnung.

Nicht-medikamentöse Behandlung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Kopfschmerzen ohne Medikamente entgegenzuwirken. Diese Massnahmen wirken vor allem vorbeugend: Mit ihnen lässt sich die Zahl und Häufigkeit von Kopfschmerz-Attacken reduzieren.

Entspannung gegen Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind häufig stressbedingt. Für Menschen, die oft Stress ausgesetzt sind, ist es hilfreich, eine Entspannungstechnik zu erlernen. Regelmässig praktiziert lassen sich die Zahl und Schwere der Kopfschmerz-Tage reduzieren. Geeignete Entspannungsmethoden sind, beispielsweise:

  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung
  • Meditation
  • Tai-Chi
  • Chi-Gong

Biofeedback gegen Migräne

Ergänzend lässt sich bei Migräne viel mit Biofeedback bewirken. Mithilfe eines Computerprogramms, das die Hirnströme abbildet, lernt der Patient diese willentlich zu beeinflussen. Insbesondere Kinder sprechen sehr gut auf dieses nicht-medikamentöse Verfahren an.

Auch wenn während der Schwangerschaft bestimmte Medikamente tabu sind, ist Biofeedback eine Option gegen Migräne.

Akupunktur gegen Kopfschmerzen

Bei häufigen Spannungskopfschmerzen ist mitunter Akupunktur einen Versuch wert. Dazu setzt der Akupunkteur Nadeln in bestimmte Punkte. Eine grosse Studie des Cochrane-Institut zeigt, dass eine Akupunktur-Behandlung mit mindestens sechs Behandlungssitzungen gute Chancen bietet, diese dauerhaft zu lindern.

Manuelle Therapie und Chirotherapie

Man vermutet, dass in manchen Fällen Verspannungen und Blockaden im Bewegungsapparat die Spannungskopfschmerzen verursachen. In solchen Fällen lockert der Physiotherapeut mithilfe von Techniken zur Mobilisation und speziellen Handgriffe die Muskulatur und löst Blockaden.

Dieses Ziel hat auch die Chirotherapie, die zu den alternativmedizinischen Behandlungsformen gehört. Sie beseitigt vor allem Blockaden in der Wirbelsäule.

Manche Therapeuten wenden auch Akupressur an und üben dabei sanften Druck auf bestimmte Punkte am Kopf aus.

Ob die Chirotherapie tatsächlich gegen Kopfschmerzen hilft, ist derzeit noch nicht eindeutig belegt. Grössere Übersichtsstudien kamen zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Sport

Auch sportliche Betätigung wirkt sich deutlich positiv auf die Stärke, die Häufigkeit und die Dauer von Kopfschmerz-Attacken aus. Das gilt für Spannungskopfschmerzen ebenso wie für Migräne. Der Grund: Wer sich bewegt, baut Stress-Hormone ab und die Anspannung lässt nach. Insbesondere Ausdauersport hat sich bewährt.

Homöopathie bei Kopfschmerzen

Manche Patienten schwören auch auf Homöopathie, um ihre Kopfschmerzen zu lindern. Die Art der Globuli soll von der genauen Schmerzform und -ursache abhängen, zum Beispiel davon, ob links- oder rechtsseitig, nach Alkoholkonsum oder zu viel Sonne.

Allerdings fehlt der wissenschaftliche Beleg, dass Homöopathie gegen Kopfschmerzen wirkt.

Das Konzept der Homöopathie und ihre spezifische Wirksamkeit sind umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.

Transkutane Elektrische Nerven-Stimulation (TENS)

Die Transkutane Elektrische Nerven-Stimulation (TENS) wird zur Behandlung von Kopfschmerzen eingesetzt. Elektroden leiten über bestimmte Hautbereiche schwachen Strom in den Körper. Das Verfahren ist schonend, kostengünstig und nebenwirkungsarm. Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit fehlen jedoch bislang.

Psychotherapie bei Kopfschmerzen

Psychologische Faktoren spielen bei der Entstehung, aber auch bei der Aufrechthaltung von Spannungskopfschmerzen und Migräne oft eine zentrale Rolle. Verhaltenstherapeutische Massnahmen, die etwa auf einen gesünderen Umgang mit Stress abzielen, lindern oftmals die Schwere und Häufigkeit der Attacken deutlich.

Kopfschmerz-Tagebuch / Kopfschmerz-Kalender

Wenn Sie häufiger unter Kopfschmerzen oder Migräne leiden, ist es sinnvoll ein Schmerz-Tagebuch zu führen. Dort notieren Sie, wann die Schmerzen begonnen haben und wie lange sie anhielten. Ausserdem lassen sich mögliche Auslöser wie Nahrungsmittel, Stress, Wetter und gegebenenfalls das Zyklusstadium festhalten.

Notieren Sie dort auch Begleitsymptome und eingenommene Medikamente.

Aus den Aufzeichnungen lassen sich womöglich die Art des Kopfschmerzes sowie mögliche Auslöser ableiten. Ihrem Arzt erleichtert das Kopfschmerz-Tagebuch die Diagnose und hilft ihm, die richtige Behandlung gegen die Kopfschmerzen zu finden.

Hausmittel gegen Kopfschmerzen

Bei Kopfschmerzen ist nicht immer gleich ein Schmerzmittel erforderlich – auch Hausmittel helfen mitunter. Aber was hilft gegen Kopfschmerzen wirklich?

Nicht selten kommt es zu Kopfschmerzen, weil man zu wenig getrunken hat – eine wirksame Massnahme gegen Kopfschmerzen ist daher oft, den Wasserhaushalt auszugleichen. Wenn das nicht ausreicht, sind Behandlungen mit ätherischen Ölen, Kälte und auch Tees wirksam.

Kälte gegen Kopfschmerzen

Viele Patienten empfinden Kälte als lindernd. Deshalb bessern verschiedene kühlende Hausmittel Kopfschmerzen mitunter.

Kühle Kompressen auf Stirn und Nacken beruhigen das überreizte Gehirn und sind deshalb ein geeignetes Hausmittel gegen Kopfschmerzen. Doch auch andere Wickel sind teilweise gegen Kopfschmerzen hilfreich. Geeignet sind:

Kühle Stirnkompresse

Eine kühlende Stirnkompresse leitet Wärme ab und lindert so Kopfschmerzen. Das Hausmittel ist leicht anzuwenden: Ein Tuch oder einen Waschlappen in kaltes Wasser legen, auswringen und auf die Stirn legen. Mit einem zweiten Tuch abdecken und so lange wirken lassen, wie es angenehm ist. Bei Bedarf wiederholen.

Wadenwickel

Auch Wadenwickel wirken manchmal gegen Kopfschmerzen – vor allem wenn sie eine Begleit-Erscheinung eines fiebrigen Infekts sind. Zwei Baumwolltücher in kühles (nicht eiskaltes!) Wasser eintauchen, auswringen und um die Waden legen. Mit einem trockenen Tuch abdecken und etwa zehn Minuten wirken lassen.

Mehr zur richtigen Anwendung lesen Sie im Beitrag Wadenwickel.

Pulswickel

Auf ähnliche Weise wirken Pulswickel. Vier dünne Streifen eines Baumwolltuchs in lauwarmes Wasser legen. Die Wassertemperatur sollte bei Säuglingen maximal fünf Grad Celsius unter der gemessenen Körpertemperatur liegen, bei älteren Kindern darf es etwas kühler sein.

Die vollgesogenen Streifen auswringen, um die Pulsstellen an Hand- und Fussgelenken wickeln und jeweils mit einem trockenen Handtuch abdecken. Zehn Minuten wirken lassen, dann zweimal erneuern (insgesamt die Pulswickel also dreimal anlegen).

Mehr Informationen zu Wickeln und Ihrer Anwendung finden Sie im Beitrag Wickel (Umschläge) und Auflagen.

Kaltes Körnerkissen

Ein kaltes Körnerkissen (Kirschkernkissen) auf Stirn und Nacken ist bei Kopfschmerzen ebenfalls geeignet. Es kühlt lange und kontinuierlich. Das Kissen in eine Plastiktüte stecken und eine Stunde lang ins Gefrierfach legen. Anschliessend auf die Stirn legen und wirken lassen, solange die Kälte angenehm ist.

Kalte Güsse

Auch kalte Güsse an Armen oder Beinen oder im Gesicht lassen sich als Hausmittel gegen Kopfschmerzen einsetzen.

Arm- und Beingüsse

Kalte Güsse an Armen und Beinen regen Kreislauf und Durchblutung an und lindern mitunter Kopfschmerzen. Am besten geeignet ist etwa 18 Grad kaltes Wasser. Führen Sie kalte Güsse etwa einmal täglich durch.

Mit dem Wasserstrahl in der Dusche an der Hand beziehungsweise dem Fuss beginnen und auf der Aussenseite des Arms oder Beins langsam bis zur Schulter oder dem Knie fahren. Dann an der Innenseite wieder Richtung Hand oder Fuss wandern. Danach das Wasser abstreifen (nicht abtrocknen).

Gesichtsguss

Dazu bei vorgebeugtem Oberkörper etwa 18 Grad kaltes Wasser über die rechte Schläfe, Stirn, linke Schläfe und dann wieder zurückfliessen lassen. Dann die rechte und linke Gesichtshälfte mit dem Wasserstrahl dreimal auf- und abfahren. Am Schluss das Gesicht dreimal umkreisen. Wasser abstreifen oder leicht abtupfen, nicht abtrocknen.

Mehr zu den Behandlungen erfahren Sie im Beitrag Hydrotherapie.

Ätherische Öle lindern Kopfschmerzen

Verschiedene ätherische Öle sind für manche Betroffenen eine schnelle Hilfe bei Kopfschmerzen.

So vertreiben mitunter belebende und kühlende Öle von Pfefferminze, Lavendel, Rosmarin oder Teebaum die Kopfschmerzen.

Stirn-Einreibung

Eine Stirn-Einreibung mit verdünntem Lavendel-, Teebaum- oder Pfefferminzöl wirkt unter anderem entkrampfend und lindert dadurch Kopfschmerzen. Dazu die Stirn (und eventuell Schläfen und Nacken) mit wenigen Tropfen verdünntem Öl sanft einreiben. Danach am besten ruhen.

Fuss-Einreibung

Eine Fuss-Einreibung mit verdünntem Lavendel- oder Rosmarinöl fördert erholsamen Schlaf, entspannt, wärmt kalte Füsse und lindert mitunter Kopfschmerzen. Dazu wenige Tropfen Öl in den Händen erwärmen und sanft den Fuss vom Knöchel zu den Zehen hin drei bis fünf Minuten lang ohne viel Druck einreiben.

Ein- bis zweimal täglich durchführen, am besten nach dem Erwachen oder vor dem Schlafengehen.

Das ätherische Öl darf nicht in die Augen oder an die Schleimhäute geraten. Ätherische Öle sind ausserdem nicht für Babys und Kinder geeignet – es besteht ein Risiko für gefährliche Reaktionen.

Meerrettich-Auflage

Ein weiteres Hausmittel gegen Kopfschmerzen ist eine Meerrettich-Auflage. Dafür einen Esslöffel frisch geriebenen Meerrettich auf eine Mullkompresse geben. Die Kompresse einschlagen und zukleben. Die Meerrettich-Auflage wenige Sekunden bis maximal vier Minuten auf die Stirn oder die Wagen legen.

Anschliessend die gerötete Hautpartie mit Pflanzenöl (z.B. Olivenöl) einreiben und 30 Minuten bis eine Stunde nachruhen. Es ist ratsam eine Meerrettich-Auflage nur einmal am Tag durchzuführen.

Die Inhaltsstoffe reizen die Schleimhäute. Deshalb die Augen mit Vaseline und Wattepads bedecken.

Senfmehl-Fussbad

Mitunter tut ein Senfmehl-Fussbad bei Kopfschmerzen gut.

Wie Sie das Fussbad richtig anwenden lesen Sie im Heilpflanzen-Beitrag Senf.

Kaffee und Tee gegen Kopfschmerzen

In manchen Fällen scheint eine Tasse Kaffee gegen Kopfschmerzen zu helfen. Das enthaltene Koffein regt den Kreislauf an, weitet die Gefässe im Gehirn und steigert dadurch die Durchblutung. Das lindert den Schmerz. Vor allem starke Kaffeesorten wie Mocca oder Espresso sollen helfen. Auch Kaffee mit einem Spritzer Zitrone soll den Schmerz vertreiben.

Ähnlich wie Kaffee soll Tee bei Kopfschmerzen lindernd wirken. Schwarzer Tee enthält ebenfalls Koffein und weitet dadurch die verengten Gefässe im Gehirn.

Melissen-Tee

Auch Tee aus Melisse kommt mitunter als Hausmittel gegen Kopfschmerzen zum Einsatz. Dazu einen Aufguss aus getrockneten losen Blättern oder Teebeuteln mit heissem Wasser übergiessen und zehn bis 15 Minuten ziehen lassen. Sie können zwei- bis dreimal täglich eine Tasse Melissen-Tee trinken.

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, nicht besser oder sogar schlimmer werden, ist es wichtig einen Arzt aufzusuchen.

Hilft Sex gegen Kopfschmerzen?

Es handelt sich zwar nicht um ein klassisches Hausmittel, aber sexuelle Aktivität – egal ob mit einem Partner oder alleine – lindert in einzelnen Fällen Kopfschmerzen. Zumindest scheint dies bei Migräne und Cluster-Kopfschmerzen der Fall zu sein. Das hat eine Studie der Universität Münster ergeben.

Etwa 60 Prozent der befragten Migräne-Patienten empfanden die Schmerzen nach der sexuellen Aktivität als weniger stark. Ebenso wirkte sie auf 37 Prozent der Personen mit Cluster-Kopfschmerzen. Allerdings hatte Sex nicht nur positive Effekte: Bei manchen Patienten verschlimmerter er die Kopfschmerzen.

Was sind mögliche Ursachen von Kopfschmerzen?

Wie Kopfschmerzen genau entstehen, ist trotz intensiver Forschung nicht eindeutig geklärt. Man vermutet, dass Prozesse der Schmerz-Entstehung, -Weiterleitung und -Hemmung gestört sind.

Primäre Kopfschmerzen haben keine erkennbare Ursache. Sie werden aber meist durch verschiedene Faktoren ausgelöst, zum Beispiel durch:

  • Stress
  • Flüssigkeitsmangel
  • Schlecht belüftete Räume
  • Bildschirmarbeit
  • Wetterwechsel
  • Schlafmangel und unregelmässigen Schlaf
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Bei Frauen: Hormon-Schwankungen während des Zyklus
  • Anstrengung (z. B. nach Sport)

Sekundäre Kopfschmerzen lassen sich dagegen immer auf eine Krankheit oder äussere Einflüsse zurückführen. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

  • Kopf- und Halswirbelsäulen-Verletzungen, z. B. Schädelhirntrauma
  • Entzündungen: Hirnhaut-Entzündung (Meningitis), Gehirn-Entzündung (Enzephalitis), Arteriitis temporalis (Entzündung der Schläfen-Arterien), Nasennebenhöhlen-Entzündung (typische Kopfschmerzen beim Bücken), Zahnwurzel-Entzündung
  • Virus-Infektionen wie Grippe
  • Verminderte Sauerstoff-Aufnahmefähigkeit des Bluts, beispielsweise bei schwerem Asthma bronchiale, COPD, chronischer Bronchitis
  • Bluthochdruck
  • Bandscheiben-Vorfall an der Halswirbelsäule
  • Verspannung der Nackenmuskulatur
  • Unterzuckerung bei Diabetes mellitus
  • Trigeminusneuralgie, Craniomandibuläre Dysfunktion (früher auch Costen-Syndrom)
  • Hitzschlag
  • Akuter Grüner Star (Glaukom-Anfall)
  • Hirn-Aneurysma (krankhafte Ausweitung der Wand einer Hirnarterie)
  • Schlaganfall (ischämischer Schlaganfall oder Hirnblutung)
  • Hirntumor
  • Unverträglichkeit bestimmter Nahrungsmittel, etwa Glutamat ("China-Restaurant-Syndrom")
  • Bestimmte Medikamente wie Nitrate, Östrogene zur Verhütung; häufige Schmerzmittel-Einnahme
  • Drogen-Entzug

Hirntumoren sind äusserst selten verantwortlich für Kopfschmerzen. Selbst stärkste Kopfschmerzen haben meist harmlose Auslöser. Zudem treten bei Hirntumoren meist zusätzliche Beschwerden auf. Kopfschmerzen, die vor allem nach dem Liegen (etwa morgens) auftreten und mit der Zeit stärker werden, sind mitunter ein Hinweis auf eine Geschwulst. Dann ist ärztliche Abklärung ratsam!

Kopfschmerzen: Wann müssen Sie zum Arzt?

Wenn Sie nur selten an Kopfschmerzen leiden, diese erträglich sind und nicht lange anhalten, helfen meist Hausmittel oder leichte Schmerzmittel. Es ist ratsam einen Arzt aufzusuchen,

  • wenn die Kopfschmerzen ständig oder über Wochen und Monate hinweg immer wieder auftreten
  • wenn sich die Schmerzen nach einer Kopfverletzung entwickeln beziehungsweise ein oder mehrere Tage nach einer Gehirnerschütterung auftreten
  • wenn Übelkeit und Erbrechen hinzukommen
  • wenn Fieber und/oder ein steifer Nacken die Schmerzen begleiten

Plötzlich einsetzende, sehr starke Kopfschmerzen sind in manchen Fällen ein Alarmzeichen für einen akuten, lebensbedrohenden Vorgang im Gehirn – besonders in Verbindung mit anderen Symptomen wie Seh-, Hör- oder Sprachstörungen, motorischen Ausfällen, Verwirrtheit, Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit. Rufen Sie dann sofort den Notarzt!

Kopfschmerzen bei Kindern

Kinder und Jugendliche leiden ähnlich häufig wie Erwachsene unter Kopfschmerzen. Meist handelt es sich auch bei ihnen um harmlose Spannungskopfschmerzen oder Migräne. Es ist ratsam, Kopfschmerzen bei Kindern immer von einem Arzt abklären zu lassen. Das gilt insbesondere dann, wenn sie regelmässig auftreten.

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Migräne ist während der Schwangerschaft seltener. Besonders in den letzten beiden Trimestern haben schwangere Migräne-Patientinnen seltener mit den chronischen Kopfschmerzen zu kämpfen. Anders ist es zu Beginn der Schwangerschaft: Hormonelle Veränderungen erhöhen die Anfälligkeit für Kopfschmerz-Attacken.

Ob Schmerzmittel erlaubt sind, sollten Sie immer mit Ihrem Arzt besprechen, um ihr Kind nicht zu gefährden. Oft kommt der Wirkstoff Paracetamol bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft zum Einsatz. Denn Schwangere dürfen Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac und andere sogenannte NSAR nicht einnehmen.

Eine wirksame und sichere Hilfe sind bewährte Hausmittel gegen Kopfschmerzen, zum Beispiel Pfefferminzöl zum Betupfen der Schläfen, Entspannungsübungen und leichte Bewegung an frischer Luft.

Seltener stecken ernstere Komplikationen wie eine Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) hinter Kopfschmerzen in der Schwangerschaft. Im Zweifel ist es immer ratsam, sich von einem Arzt beraten zu lassen.

Was tut der Arzt zur Diagnose von Kopfschmerzen?

Um die Art der Kopfschmerzen abzuklären, befragt der Arzt Sie zuerst zu Ihrer Krankengeschichte (Anamnese):

  • Wo genau sind die Schmerzen lokalisiert?
  • Wie fühlt sich der Schmerz an und wie intensiv sind die Beschwerden?
  • Wie oft treten die Kopfschmerzen auf und wie lange halten sie an?
  • Kennen Sie mögliche Auslöser, z. B. Unfall, Stress, intensive körperliche Anstrengung oder Wetterfühligkeit?
  • Welche Erkrankungen und familiäre Vorbelastungen gibt es?
  • Welche Medikamente (Schmerzmittel etc.) nehmen Sie ein?

Wenn Sie ein Kopfschmerz-Tagebuch (siehe oben) führen, liefern die enthaltenen Notizen ebenfalls wertvolle Infos zu Ihrer Krankengeschichte.

Danach folgt eine körperliche Untersuchung. Dabei misst der Arzt etwa Ihren Puls und Blutdruck und hört Lunge und Herz ab. Sinnvoll ist auch eine neurologische Untersuchung, bei der er Reflexe, Empfindlichkeit auf Reize und Koordinationsfähigkeit überprüft. Das liefert Hinweise auf eventuelle Grunderkrankungen als Ursache.

Die Ergebnisse der Anamnese sowie körperliche und neurologische Untersuchung genügen oft, um Art und Auslöser der Kopfschmerzen zu klären – insbesondere bei Spannungskopfschmerzen und Migräne. Selten sind weitere Untersuchungen nötig, etwa bei Verdacht auf eine schwerwiegendere Grunderkrankung.

Zum Einsatz kommen dann zum Beispiel:

  • Blut-Untersuchungen
  • Ultraschall-Untersuchung, insbesondere der Halsorgane und Halsarterien
  • Röntgen der Wirbelsäule und des Schädels (bei Verdacht auf Verletzungen)
  • Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT)
  • Computertomografie (CT)
  • Elektroenzephalografie (EEG)
  • Positronenemissionstomografie (PET): eine nuklearmedizinische Methode (Untersuchung mithilfe einer schwach radioaktiven Substanz)
  • Lumbal-Punktion (Gewinnung von Rückenmarksflüssigkeit) bei Verdacht auf Entzündungen der Nerven oder Hirnhaut
  • Angiografie (Gefässdarstellung mit Kontrastmittel im Röntgenbild) der Gehirngefässe auf Missbildungen, Aneurysmen und Thrombosen
  • Weitere fachärztliche Untersuchungen, zum Beispiel Augen-Untersuchung, HNO-Untersuchung oder zahnärztliche Untersuchung

Kopfschmerzen vorbeugen

Mit einfachen Massnahmen lässt sich in vielen Fällen verhindern, dass Kopfschmerzen überhaupt erst entstehen:

  • Ausreichend Schlaf mit gleichbleibenden Schlafenszeiten
  • Ausgewogene und regelmässige Ernährung
  • Reichlich trinken, vor allem Wasser, Tee oder Saftschorlen
  • Gleichbleibender Koffein-Konsum
  • Wenig Alkohol
  • Verzicht auf Nikotin
  • Regelmässige Bewegung an der frischen Luft
  • Ausdauersport
  • Bürogymnastik, mehrmals täglich fünf Minuten
  • Stress-Abbau, etwa mithilfe von Entspannungstechniken wie Autogenem Training oder Progressiver Muskelentspannung

Reduzieren Sie zudem auch andere Risikofaktoren, die bei Ihnen erfahrungsgemäss Kopfschmerzen auslösen, wie Aufenthalt in stickigen oder lauten Räumen oder der Genuss bestimmter Lebensmittel.

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Wissenschaftliche Standards:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Autoren:
Fabian Seyfried
Sabine Schrör
Sabine Schrör

Sabine Schrör ist freie Autorin der NetDoktor-Medizinredaktion. Sie studierte Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit in Köln. Als freie Redakteurin ist sie seit mehr als 15 Jahren in den verschiedensten Branchen zu Hause. Die Gesundheit gehört zu ihren Lieblingsthemen.

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