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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Brustkrebs Ursachen & Symptome
In Österreich erkrankt statistisch gesehen jede 8. Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. (klebercordeiro / iStockphoto)

Brustkrebs ist die Bezeichnung für einen bösartigen Tumor in der Brustdrüse, Mediziner sprechen auch von einem Mammakarzinom.

Kurzfassung:

  • Brustkrebs (auch Mammakarzinom genannt) ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.
  • Bösartige Veränderungen der Brust gehen meist von den Zellen der Milchgänge aus, manchmal auch vom Drüsengewebe.
  • Zu verdächtigen Symptome bei Brustkrebs zählen u.a.: Knoten, Verhärtungen, Verfärbungen und optische Veränderungen der Brust.   
  • Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind bis heute unklar. Häufig tritt ein Mammakarzinom zufällig auf. Brustkrebs kann zudem familiär gehäuft auftreten.
  • Die Behandlung wird immer individuell an die Krankheit und die betroffene Frau angepasst.
  • Behandlungsoptionen sind u.a.: operative Entfernung, Chemo-, Strahlen-, Hormon- und Immuntherapie (zielgerichtete Therapie).
  • Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten der Behandlung.
  • Ultraschalluntersuchungen und die Mammografie tragen dazu bei, bösartige Gewebsveränderungen der Brust frühzeitig zu erkennen.

Informationen auf dieser Seite:

Hinweis: Wenn einer Frau Veränderungen an der Brust (z.B. Knoten, Rötung, blutiges Sekret, Einziehung der Brustwarze oder Vorwölbungen) auffallen, sollte sie den Arzt des Vertrauens aufsuchen. Oft handelt es sich um harmlose Ursachen, die jedoch einer weiteren Abklärung bedürfen.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Österreich erkrankt statistisch gesehen jede 8.-10. Frau im Laufe ihres Lebens daran. In seltenen Fällen tritt die Erkrankung auch bei Männern auf.

Wie entsteht Brustkrebs?

Die meisten Körperzellen haben nur eine begrenzte Lebensdauer und werden regelmäßig erneuert. Die Zellen durchlaufen daher einen Zyklus aus Wachstum, Zellteilung und Absterben. In gesunden Zellen läuft dieser Zyklus sehr kontrolliert ab. Zahlreiche komplexe Regulationsmechanismen sorgen dafür, dass der Lebenszyklus einer Zelle kontrolliert vonstattengeht und die absterbenden Zellen durch neue ersetzt werden.

Bei der Krebsentstehung kommt es durch Störungen in der Zellteilung zu einer bösartigen Transformation der Zelle, die dann unkontrolliert wächst und die Fähigkeit entwickelt, auch Metastasen in anderen Körperteilen zu bilden. Durch das invasive Wachstum wird das umliegende Gewebe zerstört. Sind lebenswichtige Organe wie Leber, Lunge, Hirn etc. betroffen, kann dieses ungehemmte Wachstum zum Verlust der Organfunktion und damit zum Tod führen.

+++ Mehr zum Thema: Was ist Krebs? Was sind Metastasen? +++

Wer ist von Brustkrebs betroffen?

In Österreich wird die Erkrankung jährlich bei rund 5.600 Frauen diagnostiziert; Männer sind mit etwa 50 Erkrankungsfällen jährlich vergleichsweise selten betroffen. Drei Viertel aller Erkrankten sind älter als 50 Jahre. Frauen sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung im Durchschnitt 64 Jahre alt, bei Frauen unter 35 Jahren tritt Brustkrebs nur sehr selten auf.

 

+++ Weitere Videos zum Thema Krebs finden Sie hier! +++

Brustkrebs

Welche Arten von Veränderungen der Brust gibt es?

Prinzipiell abgegrenzt werden müssen Mammakarzinome – bösartige (maligne) Tumoren – von gutartigen (benignen) Tumoren der Brust.

Gutartige Veränderungen der Brust

Drei Viertel aller Veränderungen in der Brust sind gutartig (benigne). Diese wachsen nur langsam und verdrängen umliegendes Gewebe, wachsen aber nicht in dieses ein und bilden keine Metastasen. Zu den gutartigen Veränderungen zählen unter anderem:

  • Lipome (Tumoren des Fettgewebes)
  • Fibrome (Tumoren des Bindegewebes)
  • Papillome (Tumoren der obersten Hautschicht)
  • Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Blase in der Brustdrüse)

Bösartige Veränderungen der Brust

Beim Mammakarzinom handelt es sich um einen bösartigen (malignen) Tumor. Das heißt, dass Zellen der Brust bzw. eines bestimmten Brustgewebes der normalen Wachstumskontrolle des Organismus entzogen sind. Diese entarteten Krebszellen teilen sich mehr oder minder ungebremst, wachsen in umliegendes Gewebe ein und zerstören es.

Über die Blut- und Lymphgefäße, aber auch über Nervenscheiden können die Tumorzellen auch in andere Körperregionen gelangen und dort Metastasen bilden. Aufgrund ihrer Nähe zur Brust können die Lymphknoten im Bereich der Achsel (Axilla) betroffen sein, weshalb im Rahmen der Therapie auch immer axilläre Lymphknoten mit entfernt werden.

Über die weiterführenden Lymph- und Blutwege können sich die Tumorzellen allerdings weiter ausbreiten und zu Fernmetastasen führen. Diese betreffen bei Brustkrebs am häufigsten das Skelett – und hier vor allem die Knochen von Wirbelsäule und Becken – gefolgt von der Lunge und der Leber. Grundsätzlich kann ein Mammakarzinom jedoch in jedes Organ streuen.

Mammakarzinome gehen in den meisten Fällen von Zellen der Milchgänge oder vom Drüsenanteil der Brust aus. Die häufigste Form von Brustkrebs (über 70 Prozent) sind invasiv duktale Karzinome, die sich aus der inneren Epithelschicht der Milchgänge entwickeln.

Bei etwa 20 Prozent der Fälle handelt es sich um lobuläre Karzinome, die ihren Ursprung von den Zellen der Drüsenläppchen nehmen. Darüber hinaus gibt es noch einige seltene Brustkrebsformen, wie etwa den Morbus Paget, ein Karzinom im Bereich der Brustwarze, oder die vom Bindegewebe ausgehenden Sarkome.

Einteilung von Mammakarzinomen im Überblick:

•  Duktale Karzinome:

70–80% aller Mammakarzinome entwickeln sich aus den Zellen der Milchgänge.

•  Lobuläre Karzinome:

10–15% aller Mamakarzinome entwickeln sich aus den Zellen der Drüsenläppchen.

•  Seltene Formen:

Mischformen, Morbus Paget (Karzinom im Bereich der Brustwarze), Sarkome (vom Bindegewebe der Brust ausgehend).

Was bedeutet Brustkrebs in frühem und fortgeschrittenem Stadium?

Brustkrebsvorstufen

Aufgrund der immer häufiger in Anspruch genommenen Vorsorgeuntersuchungen können Veränderungen in der Brust entdeckt werden. Diese werden als Krebsvorstufen bezeichnet und werden meist durch den typischen Mikrokalk im Rahmen der Mammographie entdeckt.

Diese sogenannten In-situ-Karzinome (nicht-invasive Karzinome) sind noch nicht in das umliegende Gewebe eingewachsen und können gut behandelt werden. Ihre Langzeitheilungsrate liegt bei nahezu 100 Prozent, allerdings haben davon betroffene Frauen für den Rest ihres Lebens ein etwas erhöhtes Risiko, eine Brustkrebsvorstufe oder auch einen invasiven Brustkrebs zu entwickeln.

Es werden folgende Brustkrebsvorstufen unterschieden:

  • Intraduktale atypische Hyperplasie (ADH): veränderte Zellen in den Milchgängen
  • Lobuläre intraepitheliale Neoplasie (LIN): veränderte Zellen in den Drüsenläppchen
  • Flache epitheliale Atypie (FEA): veränderte Zellen im Deckgewebe von Milchgängen und/oder Drüsenläppchen
  • Duktales Karzinom in situ (DCIS): veränderte Zellen in den Milchgängen; im Vergleich zu anderen Frühformen besteht hier das größte Risiko, dass sich daraus Krebs entwickelt (30–50 Prozent).

Brustkrebs im frühen Stadium

Von Brustkrebs im frühen Stadium spricht man, wenn der tumor auf die Brust oder die axillären Lymphknoten beschränkt ist und keine Fernmetastasen vorliegen.

Brustkrebs im fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium

Vom fortgeschrittenen Brustkrebs spricht man, wenn der Tumor in der Brust sehr groß ist und die Haut oder die Muskulatur bereits infiltriert hat und/oder wenn mehr als drei axilläre Lymphknoten befallen sind, aber noch keine Fernmetastasen nachzuweisen sind.

Beim metastasierten Brustkrebs sind bereits Absiedelungen (Metastasen) in anderen Organen nachweisbar. Am häufigsten betroffen sind:

  • Knochen (Wirbelsäule und Becken
  • Lunge
  • Leber
  • Gehirn

Ursachen & Risikofaktoren bei Brustkrebs

Warum es zu einer Fehlsteuerung des Zellwachstums in der Brust kommt, kann meist nicht geklärt werden. In großen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte allerdings eine Reihe von Faktoren nachgewiesen werden, die das Erkrankungsrisiko erhöhen.

Die wichtigsten Risikofaktoren im Überblick:

•  Alter:

Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Wahrscheinlichkeit, an einem Mammakarzinom zu erkranken, mit jedem Lebensjahrzehnt zu. Die Mehrzahl der Patientinnen (65 Prozent) erkrankt nach dem 60. Lebensjahr am Mammakarzinom, doch auch jüngere Frauen vor den Wechseljahren können betroffen sein.

•  Persönliche Vorbelastung:

Brustkrebs in einer Brust erhöht das Risiko für die andere Brust.

•  Familiäre Vorbelastung: 

Brustkrebserkrankungen naher Verwandter (Mutter, Schwester, Tochter) erhöhen das eigene Risiko etwas. Bei etwa 3 von 10 Patientinnen kommt Brustkrebs familiär gehäuft vor.

•  Genetische Veränderungen:

Rund fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebsfälle sind genetisch bedingt. Veränderungen in bestimmten Genen (z.B. BRCA1 und/oder BRCA2, PALB2, RAD51C, CHEK2 oder PTEN) können das Brustkrebsrisiko auf 50–80 Prozent erhöhen

•  Ionisierende Strahlung

Bestrahlung (z.B. Röntgenstrahlung, Strahlentherapie) in jungen Jahren kann das spätere Brustkrebsrisiko erhöhen. Mammografieuntersuchungen über 40 Jahren führen zu keiner Risikoerhöhung. 

•  Gewebedichte der Brust:

Frauen mit sehr dichtem Brustgewebe (weniger Fett- und mehr Drüsen-und Bindegewebe) haben ein etwas erhöhtes Krebsrisiko.

•  Ungesunder Lebensstil:

Übermäßiger Alkoholkonsum (für Frauen liegt die Grenze bei einem Viertelliter Bier oder einem Achtelliter Wein täglich), ungesunde Ernährung, Übergewicht (BMI über 25), Diabetes Typ II, verminderte körperliche Aktivität begünstigen die Entstehung von Brustkrebs.

•  Hormone:

◦          Frauen, bei denen die erste Regelblutung früh (vor dem 12. Lebensjahr) eingesetzt hat

◦          Frauen, bei denen die Wechseljahre spät (nach dem 55. Lebensjahr) eingesetzt haben

◦          Frauen mit höherem Alter bei der ersten Geburt

◦          Frauen, die eine Fehlgeburt hatten

◦          Frauen, die keine Kinder geboren oder nicht gestillt haben

◦          Frauen, die eine Hormonersatztherapie über 10 Jahre oder länger eingenommen haben

In-situ-Karzinome

"In-situ Karzinome" weisen kein invasive Wachstum in die Umgebung auf, daher werden sie auch nicht-invasive Karzinome genannt.

In-situ-Karzinome haben also - im Gegensatz zu invasiven Karzinomen - die Basalmembran, welche Milchgänge und Drüsenläppchen vom umliegenden Brustgewebe trennt, noch nicht durchbrochen und wachsen noch innerhalb der Milchgänge und Drüsenläppchen. Deshalb werden sie auch „Oberflächenkarzinome“ genannt.

In-situ-Karzinome wachsen zu 95 Prozent in den Milchgängen, den Duktus (duktales Carcinoma in situ, DCIS) und zu 5 Prozent in den Drüsenläppchen, den Lobuli (lobuläres Carcinoma in situ, CLIS). Ältere Daten zeigen auf, dass In-situ-Karzinome ohne Therapie mit einer Wahrscheinlichkeit von 30-50 Prozent in ein invasives Karzinom übergehen. Sie werden demnach auch als Präkanzerosen (Krebsvorstufen sieh oben) bezeichnet.

Das duktale Carcinoma in-situ kann mit Mikrokalkablagerungen einhergehen und wird häufig im Rahmen einer Mammografie entdeckt. Definitiven Aufschluss, ob sich hinter dem Befund eine gutartige Veränderung oder ein in-situ-Karzinom verbirgt, erlaubt nur eine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem verdächtigen Gebiet.

Welche Anzeichen und Symptome von Brustkrebs gibt es?

Brustkrebs verursacht vor allem am Beginn der Erkrankung meist weder Beschwerden noch Schmerzen. Dennoch gibt es Anzeichen, die auf eine mögliche Brustkrebserkrankung hindeuten können.

Wichtig: Folgende Beschwerden können Hinweise auf Brustkrebs sein, können aber auch im Zusammenhang mit völlig anderen Erkrankungen auftreten. Wichtig ist in jedem Fall, jegliche Veränderung an der Brust ärztlich abklären zu lassen, wie etwa:

•  Knoten oder Verhärtungen an der Brust oder in der Achselhöhle

•  Größen- oder Formveränderung der Brust

•  Beim Heben der Arme verformt sich eine Brust anders als die andere.

•  Veränderungen an der Haut der Brust oder der Brustwarze (z.B. Orangenhaut, Bluterguss, Rötung, Schwellung)

•  kleine Entzündungen oder Wunden an der Brust, die nicht abheilen

•  Eingezogene Brustwarze

•  Klare oder blutige Absonderung aus der Brustwarze

Allgemeinsymptome, die auf eine schwerwiegende Erkrankung hinweisen können, treten in der Regel erst auf, wenn der Brustkrebs bereits fortgeschritten ist. Dazu gehören:

•  Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust

•  Nachtschweiß

•  Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit

•  Knochenschmerzen durch Metastasen im Skelett

•  Chronischer Husten, blutiger Auswurf, Luftnot, Schmerzen in der Brust bei Lungenmetastasen

•  Bauchwassersucht (Aszites) bei Metastasen im Bauchfell

Wir wird Brustkrebs diagnostiziert?

Brustkrebs verursacht meist keine typischen Symptome. Der Verdacht auf Brustkrebs ergibt sich in der Regel, weil der Arzt einen Knoten in der Brust ertastet oder weil Zellveränderungen bei der Mammografie oder der Ultraschalluntersuchung der Brust sichtbar werden.

Besteht der Verdacht auf Brustkrebs, wird der Arzt verschiedene Untersuchungen anordnen.

Zunächst muss abgeklärt werden:

•  ob es sich um eine gutartige Veränderung oder um einen bösartigen Brusttumor handelt.

•  in welchem Stadium sich der Tumor befindet (lokal begrenzt oder metastasiert).

•  um welche Art von Tumor es sich handelt.

•  welchen Differenzierungsgrad der Tumor hat.

Auch andere Faktoren wie das Alter, Vor- und Begleiterkrankungen sowie der Menopausenstatus fließen in die weiteren Überlegungen mit ein.

Erhebung der Krankengeschichte

Am Beginn der Diagnostik steht ein ausführliches Gespräch. Im Zuge dessen erkundigt sich der Arzt nach den aktuellen Beschwerden, eventuell bestehenden Vorerkrankungen und den Lebensgewohnheiten. Dabei stehen vor allem Risikofaktoren im Fokus, die mit einem Mammakarzinom assoziiert werden, z.B.:

•  innerfamiliäre Brustkrebsfälle

•  Hormonersatztherapie

Körperliche Untersuchung

Es folgt eine eingehende körperliche Untersuchung. Dabei werden die Brüste, Brustwarzen und Warzenvorhöfe genau untersucht und abgetastet. Durch Druck auf die Brustwarze wird überprüft, ob die Milchgänge Flüssigkeit absondern. Im nächsten Schritt werden die Achsellymphknoten abgetastet.

Weiterführende Untersuchungen

Mammografie

Die Mammografie ist eine spezielle Untersuchung, bei der kleinste Verdichtungen und Kalkablagerungen (weit unterhalb der tastbaren Größe) in der Brust mithilfe von Röntgenstrahlen sichtbar gemacht werden können. Routinemäßig werden dabei zwei verschiedene Aufnahmen der Brust angefertigt (von oben nach unten und von außen nach innen). Ergeben sich daraus weitere Hinweise auf ein tumoröses Geschehen, folgen weitere Untersuchungen.

Ultraschalluntersuchung

Mittels Ultraschalluntersuchung können vor allem Weichteilstrukturen (z.B. Bindegewebe, Fett, Gefäße, dichte und flüssigkeitsgefüllte Strukturen, Lymphknoten) dargestellt werden. Sie dient insbesondere der Feststellung von Größe und Lage der Gewebeveränderung.

Biopsie

Um feststellen zu können, ob es sich um eine gut- oder bösartige Veränderung handelt, wird eine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem verdächtigen Gebiet entnommen und anschließend unter dem Mikroskop untersucht.

Man unterscheidet zwischen der sogenannten minimal-invasiven und der offenen chirurgischen Biopsie:

•   Minimal-invasive Biopsie

Bei der minimal-invasiven Biopsie wird so wenig Gewebe wie möglich verletzt. Der Arzt – meist ein Radiologe – macht das verdächtige Brustareal mit einem Ultraschall- oder Röntgengerät sichtbar und entnimmt mit einer Nadel eine Gewebeprobe (Stanz- oder Vakuumbiopsie). Die Gewebeentnahme wird unter örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt, Patienten können normalerweise anschließend wieder nach Hause gehen.

•   Offene chirurgische Exzisionsbiopsie

In seltenen Fällen ist eine „offene“ Biopsie nötig. Dabei handelt es sich um einen operativen Eingriff, der meist unter Vollnarkose vorgenommen wird. Eine größere Gewebemenge wird hier über einen Hautschnitt entnommen und die Wunde mit einer Naht verschlossen. Der Eingriff macht einen Krankenhausaufenthalt von etwa zwei bis drei Tagen notwendig.

Die entnommenen Proben werden anschließend an ein Labor geschickt. Dort wird das Gewebe unter dem Mikroskop begutachtet und biochemisch sowie molekularbiologisch untersucht.

Wie wird auf Metastasen untersucht?

Mittels Magnetresonanztomografie (MRT)Computertomografie (CT), Knochenszintigrafie können Metastasen im Körper gefunden werden.

Klassifikation und Grading von Brustkrebs

Um die Behandlung bestmöglich und individuell planen zu können, wird der Tumor nach international gebräuchlichen Kriterien klassifiziert.

Vor der Operation erfolgt eine vorläufige Einstufung. Erst nach der Entnahme der Gewebeprobe und der anschließenden mikroskopischen Untersuchung ist eine genauere Einordnung des Tumors (Ausbreitung und Bösartigkeit) möglich. Wie weit der Brustkrebs fortgeschritten ist, geben Ärzte mit der sogenannten TNM-Klassifikation an.

Staging (TNM-System, Ausbreitung des Tumors, Tumorstadium)

Die Behandlung einer Erkrankung im Frühstadium wird anders angelegt sein als die Behandlung einer Brustkrebserkrankung mit Fernmetastasen. Im Staging wird daher beschrieben, wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat. Dafür werden die Tumorgröße (T), Zahl und Lage der befallenen Lymphknoten (N) und das Fehlen oder Vorhandensein von Metastasen (M) erfasst. Die Zahlen hinter den Buchstaben geben noch genauere Hinweise und beschreiben die jeweiligen Einzelbefunde.

 T steht für das englische „tumor“, die Größe des Tumors wird von T0 bis T4 angegeben.

N steht für das englische Wort für Lymphknoten „node“ und gibt die Anzahl der befallenen Lymphknoten an (N0 bis N3). N1 steht etwa für ein bis drei befallene Lymphknoten in der Achselhöhle.

M für „metastasis“ gibt die Anzahl der Fernmetastasen an, die sich z.B. in der Lunge, in den Knochen oder im Gehirn bilden (M0 steht für keine Metastasenbildung, M1 dafür, dass bereits Tochtergeschwülste vorliegen).

Ist der Tumor nach dem TNM-System klassifiziert, werden die Ergebnisse zusammengefasst und daraus das Stadium der Krebserkrankung ermittelt. Die Einordnung in sogenannte UICC-Stadien gibt Auskunft über die Prognose der Krebserkrankung. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Zahl, desto besser ist die Prognose.

•  Stadium 0, 1A, 1B, 2A, 2B, 3A, 3B, 3C, 4

Stadieneinteilung im Überblick

T

Tumorgröße

T1

größte Tumorausdehnung höchstens 2 cm

T2

größte Tumorausdehnung mehr als 2 cm, aber höchstens 5 cm

T3

größte Tumorausdehnung mehr als 5 cm

T4

Tumor jeder Größe mit direkter Ausdehnung auf die Brustwand oder Haut

N

Befall der Lymphknoten

N1

befallene, aber bewegliche Lymphknotenmetastasen in der Achselhöhle

N2

befallene, nicht bewegliche Lymphknotenmetastasen (miteinander verbacken)

N3

Lymphknoten hinter dem Brustbein befallen

M

Bildung von Metastasen

M0

Es liegen keine Fernmetastasen in andere Organe vor.

M1

Es liegen Fernmetastasen in andere Organe vor.

Grading

Beim Grading wird die Beschaffenheit bzw. die Aggressivität des Tumors beurteilt. Dabei werden die Tumorzellen unter dem Mikroskop betrachtet und beurteilt, wie stark sie sich von einer gesunden Zelle unterscheiden. Je größer die Abweichung, desto bösartiger ist die Zelle und desto schneller ist meist ihr Wachstum.

  • G1: gut differenziert (einer gesunden Zelle sehr ähnlich, weniger bösartig)
  • G2: mäßig differenziert
  • G3: schlecht differenziert
  • G4: nicht differenziert (sehr bösartig)

Die Wachstumsgeschwindigkeit eines Tumors kann auch durch einen sogenannten Proliferationsmarker (Ki-67) angegeben werden. Bei einem Wert unter 15% handelt es sich um einen langsam wachsenden Tumor, bei einem Wert über 30% um einen schnell wachsenden Tumor.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

In der Behandlung von Brustkrebs gibt es keine „Standardtherapie“, sondern immer eine individuell an die Krankheit und die betroffene Frau angepasste Behandlungsstrategie. Die Behandlungsoptionen reichen von Operation bis zu Chemo-, Strahlen- und Immuntherapie.

Brustkrebszentren

Die bestmögliche Behandlung erhalten betroffene Frauen in sogenannten Brustkrebszentren. In diesen zertifizierten Einrichtungen arbeiten alle erforderlichen Fachärzte unter einem Dach zusammen, auch ergänzende Fachbereiche wie Physiotherapie, Psychologie und Ernährungsberatung sind vertreten.

Die Therapie wird üblicherweise in der sogenannten „Tumorkonferenz“ (Tumorboard) geplant. Dabei handelt es sich um die Zusammenkunft von Spezialisten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen wie:

  • Chirurgen
  • Gynäkologen
  • Pathologen
  • Onkologen
  • Strahlentherapeuten 

Unter Einbeziehung aller krankheitsrelevanten Fakten wird die bestmögliche Therapie für die jeweilige Patientin ausgewählt.

Therapieplanung

In der Brustkrebsbehandlung gibt es heutzutage bereits eine Vielzahl an Möglichkeiten. Welche Therapien zum Einsatz kommen, hängt nicht nur von der Art des Tumors, sondern auch vom Krankheitsstadium ab. Nicht zuletzt werden auch weitere Faktoren wie das Alter der betroffenen Frau sowie eventuell vorhandene Begleiterkrankungen in die Entscheidung miteinbezogen. 

Grundsätzlich wird zwischen der kurativen und der palliativen Behandlung unterschieden:

   Kurative Therapie

Die kurative Behandlung zielt darauf ab, den Krebs zu entfernen und zu heilen. Dies ist in frühen Stadien der Erkrankung meist auch möglich. 

   Palliative Therapie

Ist der Krebs bereits weit fortgeschritten oder hat er Metastasen gebildet, ist eine Heilung oft nicht mehr möglich. Die palliative Therapie hat zum Ziel, die Beschwerden zu lindern und die Lebenszeit bei möglichst hoher Lebensqualität zu verlängern.

1. Behandlung des örtlich begrenzten Brustkrebses

In der Behandlung des frühen (örtlich begrenzten) Brustkrebses kommen Operation, Bestrahlung und medikamentöse Therapien zum Einsatz. Diese können einzeln oder auch in Kombination angewendet werden. Das Ziel ist, den Krebs vollständig zu heilen. 

Operation

In den meisten Fällen erfolgt die Operation brusterhaltend. Nur selten ist es notwendig, die gesamte Brust zu entfernen. Wenn der Tumor vollständig entfernt werden kann, ist das Risiko für einen Rückfall gering. Manchmal ist es notwendig, die gesamte Brust zu amputieren. Etwa weil sich mehrere Krebsherde in der Brust befinden oder weil der Tumor trotz einer Nachoperation noch immer nicht vollständig entfernt werden konnte.

In diesem Fall stehen nach Beendigung der Therapie verschiedene Möglichkeiten des Brustaufbaus zur Verfügung – entweder mit Silikon oder Brustaufbau mit körpereigenem Gewebe. Während der Brustoperation werden in der Regel auch die Lymphknoten, die dem Krebs am nächsten liegen (Wächterlymphknoten bzw. Sentinel-Lymphknoten) entfernt. Der Verlauf der weiteren Therapie richtet sich auch danach, ob in diesen Lymphknoten Tumorzellen gefunden werden oder nicht.

Bestrahlung (Radiotherapie)

Die meisten Brustkrebspatientinnen erhalten ergänzend zur Operation eine Bestrahlung (adjuvante Strahlentherapie) mit energiereicher, radioaktiver Strahlung. Diese soll bösartige Zellen, die bei der Operation möglicherweise nicht entfernt wurden, zerstören. Damit soll ein Rückfall bzw. die Bildung von Metastasen verhindert werden. Bestrahlt wird dabei die gesamte Brust, wobei die Tumorstelle eine zusätzliche Strahlendosis erhält. Die Bestrahlung beginnt in der Regel innerhalb von acht Wochen nach der Operation und wird mehrmals wöchentlich durchgeführt.

Durch die Verbesserung der Strahlentherapie in den vergangenen Jahren ist es heute möglich, das umliegende Gewebe weitgehend zu schonen und Nebenwirkungen zumeist auf Hautirritationen zu reduzieren. Studien zeigen, dass jüngere Frauen mehr von einer Strahlentherapie profitieren als ältere.

Nach einer Mastektomie ist eine Bestrahlung oft nicht erforderlich.

Wann erfolgt eine Strahlentherapie?

Die Brust kann erst dann bestrahlt werden, wenn die Wundheilung abgeschlossen ist. Sie müssen nach der Operation also sechs bis acht Wochen warten, ehe Sie mit der Strahlentherapie beginnen können. Ist gleich im Anschluss an die Operation eine Chemotherapie erforderlich, werden die Ärzte noch länger mit der Strahlentherapie warten. Im Gegensatz dazu können Sie eine Hormontherapie gleichzeitig mit der Bestrahlung erhalten.

Medikamente

Krebsmedikamente sollen den Erfolg der Operation unterstützen und den Krebs in seinem Wachstum behindern. Die Wirkstoffe können einzeln, aber auch in Kombination verordnet werden.

1. Antihormontherapie: 

Voraussetzung für eine Antihormontherapie ist, dass es sich um einen hormonabhängigen Brusttumor handelt. Mithilfe der Medikamente wird die körpereigene Hormonproduktion ausgeschaltet und damit das Wachstum des Tumors behindert. Welche Hormontherapie infrage kommt, hängt davon ab, ob sich die Patientin vor oder nach den Wechseljahren befindet. Nach den Wechseljahren – also wenn die  Periode bereits seit über einem Jahr ausgeblieben ist – produzieren die Eierstöcke nämlich keine Geschlechtshormone mehr.

Für die Hormontherapie stehen unterschiedliche Wirkstoffe zur Verfügung. Es ist möglich, dass nur eine Substanz für die Dauer von fünf Jahren verschrieben wird oder eine Kombination aus unterschiedlichen Wirkstoffen für zwei bis drei Jahre. Die Medikamente werden als Tablette eingenommen.

Wirkstoffe:

  • Tamoxifen: vor den Wechseljahren 
  • GnRH-Analoga: vor den Wechseljahren
  • Aromatasehemmer: nach den Wechseljahren

Nebenwirkungen der Hormontherapie

Frauen vor der Menopause müssen mit klassischen Wechselbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Gewichtszunahme rechnen. Durch die Unterdrückung von Östrogen steigt zudem die Wahrscheinlichkeit, Osteoporose (Knochenschwund) zu entwickeln. Es wird daher auch die Knochendichte zu messen sein und allenfalls eine entsprechende Therapie zur Vermeidung einer Osteoporose eingesetzt. Auch Muskel- und Gelenkbeschwerden oder ein erhöhtes Thromboserisiko gehören zu den möglichen Begleiterscheinungen. Welche Nebenwirkungen auftreten können, hängt in erster Linie von der Wahl des Wirkstoffes ab. 

2. Chemotherapie: 

Können bei der Operation nicht alle Krebszellen entfernt werden, kann eine Chemotherapie bewirken, dass der Krebs nicht weiterwächst.

Bei der Chemotherapie kommen sogenannte Zytostatika zum Einsatz. Sie werden als Infusion, manchmal auch als Tablette verabreicht. Diese Therapieform dauert üblicherweise zwischen 18 und 24 Wochen.

Erfolgt die Chemotherapie nach der Operation, wird sie als adjuvante Chemotherapie bezeichnet. Erfolgt die Chemotherapie bereits vor der Operation, wird sie neoadjuvante Chemotherapie genannt. Sie soll den Tumor verkleinern, sodass er besser zu operieren ist.

Wirkstoffe:

  • Taxane: Docetaxel, Paclitaxel
  • Anthrazykline: Doxorubicin, Epirubicin
  • Platinsalze: Cisplatin, Carboplatin

Um die Wirkung zu verbessern und Nebenwirkungen zu reduzieren, erhalten Frauen mit Brustkrebs meist eine Kombination verschiedener Wirkstoffe. Dennoch gelingt es in der Regel meist nicht, Nebenwirkungen ganz zu verhindern, denn die Zytostatika greifen auch körpereigene, sich schnell teilende Zellen an, z.B. die Haarwurzeln oder die Zellen in der Magen- und Darmschleimhaut. Nebenwirkungen wie Haarausfall und Erbrechen sind daher leider keine Seltenheit. 

3. Antikörpertherapie: 

Die Antikörpertherapie wirkt spezifisch gegen ganz spezielle Eigenschaften der Krebszellen und wird daher auch zielgerichtete Therapie („Targeted Therapy“) genannt. Die in der Krebstherapie verwendeten Antikörper greifen auf verschiedene Weise in das Tumorwachstum ein, indem sie zum Beispiel bestimmte Wachstumssignale im Stoffwechsel der Krebszellen unterdrücken. Die Antikörpertherapie wird in der Regel mit einer Chemotherapie kombiniert (Chemoimmuntherapie) und im Anschluss an diese als Einzelbehandlung fortgesetzt. Damit sollen Rückfälle verhindert und eine Heilung erreicht werden. Die Therapie erfolgt als Injektion in eine Vene oder ins Fettgewebe und dauert etwa ein Jahr. Für Patientinnen, die an HER2-positivem Brustkrebs erkrankt sind, stehen mehrere spezielle Antikörper zur Verfügung.

Wirkstoffe bei HER2-positivem Brustkrebs:

  • Trastuzumab
  • Pertuzumab

Auch eine Therapie vor der Operation ist möglich. Bei metastasiertem Brustkrebs kommen ebenfalls mehrere Antikörper zum Einsatz, die das Metastasenwachstum bremsen sollen. Bei Triple negativem, fortgeschrittenen Brustkrebs kann die Krebsimmuntherapie in Kombination mit einer Chemotherapie die Zeit, bis die Krankheit weiter voranschreitet, verlängern.  

Die Nebenwirkungen der Antikörpertherapie sind abhängig vom jeweiligen Medikament und können in manchen Fällen schwerwiegend sein – etwa eine Schädigung von Herz oder Nieren.

2. Behandlung der fortgeschrittenen Erkrankung: Rezidiv und Metastasierung

Die Therapie des fortgeschrittenen Brustkrebses hängt davon ab, ob ein Rezidiv (Wiederauftreten des Tumors) oder Metastasen vorliegen.

Rezidivierter Brustkrebs

Tritt der Brustkrebs am ursprünglichen Ort des Tumorgeschehens wieder auf, handelt es sich um ein Lokalrezidiv. Als lokoregionäres Rezidiv wird ein Rezidiv im Bereich der Brustkorbwand, der Achselhöhle oder in der Nähe des Schlüsselbeins nach vollständiger Entfernung der Brust bezeichnet. 

Ziel der Behandlung ist, den Tumor vollständig zu entfernen und dadurch eine vollständige Heilung zu erreichen. Folgende Verfahren können – ähnlich wie bei der Ersterkrankung – zum Einsatz kommen:

  • Operation
  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie
  • Antihormontherapie
  • Antikörpertherapie

 Metastasierter Brustkrebs

Ziel der Therapie bei metastasiertem Brustkrebs ist, das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten. Dank neuer Therapieformen hat sich die Prognose in den letzten Jahren auch im metastasierten Stadium deutlich verbessert. 

Operation

Hat der Brustkrebs bereits Metastasen gebildet, so ist es nicht mehr möglich, ihn vollständig zu entfernen. Eine Operation ist dann meist nicht mehr zielführend. Nur in Einzelfällen ist es möglich, Metastasen operativ zu entfernen.

Systemische Behandlung

Bei Brustkrebs mit Fernmetastasen wird in der Regel der ganze Körper medikamentös behandelt (systemische Therapie).

Unterschiedliche Medikamente werden nacheinander eingesetzt. Die Krebszellen können jedoch mit der Zeit gegen den Wirkmechanismus eines Medikaments unempfindlich werden. Dann beginnt der Krebs erneut zu wachsen.

1.    Antihormontherapie bei hormonabhängigem Tumor

  • GnRH-Analoga: werden als Spritze verabreicht und unterbinden die Östrogenproduktion. Sie werden bei Frauen angewendet, die noch nicht in den Wechseljahren sind.
  • Tamoxifen: wird als Tablette verabreicht und verhindert, dass Östrogene in den Tumorzellen wirksam werden
  • Fulvestrant: Antiöstrogen; wird angewendet, wenn Tamoxifen nicht mehr wirkt
  • Aromatasehemmer: blockiert ein Enzym, das zur Östrogenproduktion nötig ist; Anwendung nach den Wechseljahren
  • Gestagene: nur in Ausnahmefällen

2. Chemotherapie

Chemotherapeutika (Zytostatika) verhindern die Zellteilung der Krebszellen, wodurch das Krebswachstum gebremst wird. Auch wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist, kann eine Chemotherapie die Lebenszeit verlängern. 

Sie wird bei rasch fortschreitender Erkrankung oder bei negativem Hormonrezeptor-Status (bzw. wenn die Krebszellen unempfindlich gegen Hormone geworden sind) eingesetzt.

  • Anthrazykline
  • Taxane
  • Capecitabin
  • Gemcitabin
  • Vinorelbin

3. Zielgerichtete Therapie

Bestimmte Brustkrebsarten lassen sich auch mit sogenannten zielgerichteten Therapien behandeln. Diese wirken gezielt gegen bestimmte Eigenschaften von Krebszellen.

  • Trastuzumab: HER2-Hemmer
  • Bevacizumab: monoklonaler Antikörper
  • Small Molecules (Tyrosinkinasehemmer): Lapatinib gegen HER2-positive Zellen; wird unterstützend zu einer Chemotherapie verabreicht, dann als Monotherapie fortgesetzt

 Behandlung der Metastasen

Knochenmetastasen können unter Umständen bestrahlt werden, Metastasen in inneren Organen oder in der Haut werden unter bestimmten Voraussetzungen chirurgisch entfernt.

Unterstützende Therapie

Neben der operativen und der medikamentösen Therapie spielen auch unterstützende Maßnahmen eine große Rolle in der Behandlung. Ziel dieser Behandlung ist es, Schmerzen sowie Nebenwirkungen der Therapie zu lindern und damit die Lebensqualität zu erhöhen.

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Autoren:
,
Medizinisches Review:
Univ. Doz. Dr. Michael Medl, Prim. Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda
Redaktionelle Bearbeitung:
,

Stand der medizinischen Information:
Quellen

Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Stand: 2020; https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-045OLl_S3_Mammakarzinom_2020-02.pdf (letzter Zugriff: 04.11.2020)
 
Patientenleitlinie „Brustkrebs im frühen Stadium“, Stand: 12/2018; https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Patientenleitlinien/Patientenleitlinie_Brustkrebs_im_fruehen_Stadium.pdf_v01-2020.pdf (letzter Zugriff: 04.11.2020)
 
Gesundheit.gv.at: Brustkrebs – was ist das?, Stand: 09/2017; https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/krebs/brustkrebs/symptome (letzter Zugriff: 04.11.2020)
 
Krebsinformationsdienst: Brustkrebs — Klassifikation und Stadieneinteilung, Stand: 03/2018 ; https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/stadieneinteilung.php (letzter Zugriff: 04.11.2020)
 
Lippincott, Williams, Wilkins: Gynecology. Philadelphia 2007.
American Cancer Society (www.cancer.org/docroot/home/index.asp)
 
Singer CF, Tea MK, Pristauz G, Hubalek M, Rappaport C, Riedl C: Leitlinie zur Prävention und Früherkennung von Brust- und Eierstockkrebs bei Hochrisikopatientinnen, insbesondere bei Frauen aus HBOC (Hereditary Breast and Ovarian Cancer) Familien; Wiener klinische Wochenschrift, DOI 10.1007/s00508-012-0173-6.

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