Krätze

Von , Arzt
und , Biologin und Medizinredakteurin
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Marian Grosser

Marian Grosser studierte in München Humanmedizin. Daneben hat der vielfach interessierte Arzt einige spannende Abstecher gewagt: ein Philosophie- und Kunstgeschichtestudium, Tätigkeiten beim Radio und schließlich auch für Netdoktor.

Dr. Monique Amey-Özel

Dr. Monique Amey-Özel hat Biologie an der Universität Bonn studiert und in den Neurowissenschaften promoviert. Sie war mehrere Jahre in der Forschung und als Lehrbeauftragte u.a. im Fach Anatomie an medizinischen Ausbildungseinrichtungen tätig. Sie beriet als Pharmareferentin Ärzte in verschiedenen Indikationen und ist nun als Medizinredakteurin verantwortlich für die Erstellung medizinischer Texte sowohl für Fachkreise als auch interessierte Laien.

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Die Krätze (Scabies) ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch Milben verursacht wird. Zur Infektion kommt es meist durch engen Hautkontakt mit Erkrankten. Die Parasiten und deren Ausscheidungen lösen eine Immunreaktion mit Ausschlag und starkem Juckreiz aus. Krätze lässt sich aber sehr wirksam behandeln. Lesen Sie hier das Wichtigste zu Symptomen, Ansteckung und Therapie der Krätze.

Krätz; Kratzen am Fuß

Kurzübersicht

  • Symptome: Kleine Pusteln/Bläschen, kleine, rötlich-braune Milbengänge an warmen Körperstellen (zwischen Fingern und Zehen, innere Fussränder, Achselbereich, um die Brustwarzenvorhöfe, Penisschaft, Analregion), starker Juckreiz, Brennen (nachts verstärkt) allergieähnlicher Hautausschlag
  • Behandlung: Äusserlich angewendete Insektizide (Ganzkörperbehandlung), ggf. Tabletten
  • Ursachen und Risikofaktoren: Ausbreitung bestimmter Milben in der Haut und eine darauf folgende Immunreaktion; Immunschwäche und immunschwächende Erkrankungen erhöhen das Erkrankungsrisiko; Ansteckung über längeren, intensiven Körperkontakt
  • Untersuchungen und Diagnose: Mikroskopische Untersuchung der Haut, Klebe- und selten noch Tintentest
  • Prognose: Meist sehr schneller und zuverlässiger Behandlungserfolg, Hautirritationen bleiben ggf. länger bestehen; keine Immunität, wiederholte Infektionen möglich
  • Vorbeugung: Keine vorbeugenden Massnahmen möglich; zeitgleiche Mitbehandlung aller Kontaktpersonen des Erkrankten senkt das Ansteckungsrisiko

Was ist Krätze?

Bei Krätze (Scabies) handelt es sich um eine Hautkrankheit, die die Menschheit schon seit Urzeiten plagt. Der Begriff bedeutet "sich kratzen" und beschreibt damit bereits das Problem: Betroffene erleben einen schier unerträglichen Juckreiz und kratzen sich deshalb ständig.

Scabies gehört zu den parasitären Erkrankungen (Parasitosen); Kleinstlebewesen verursachen die Krankheit. Als Parasiten benötigen die Milben einen anderen Organismus, um sich zu ernähren beziehungsweise fortzupflanzen.

Die weiblichen Krätzmilben erreichen eine Grösse von 0,3 bis 0,5 Millimetern und sind damit gerade noch mit blossem Auge als Punkt zu sehen. Die Männchen hingegen sind kleiner und nicht mehr sichtbar. Ein Weibchen erreicht ein Alter von vier bis sechs Wochen und legt ab der zweiten Lebenswoche täglich bis zu vier Eier.

Ausserhalb des Wirts, also beispielsweise auf Möbeln, überleben die Milben maximal zwei Tage. Bei ungünstigen Bedingungen (warme Temperaturen, geringe Luftfeuchtigkeit) sterben sie schon nach einigen Stunden.

Wie äussert sich Krätze?

Die Krätze-Symptome sind zwar typisch, Betroffene erkennen sie aber trotzdem oftmals nicht und verwechseln sie mit Allergien oder anderen Krankheiten. Das liegt mitunter daran, dass die Krätze in den vergangenen Jahren eher selten vorkam. Inzwischen ist sie jedoch auch in den Industrieländern der Welt wieder auf dem Vormarsch.

Symptomatik der Haut

Die Antwort des menschlichen Immunsystems auf die Krätzmilben ist meistens der Auslöser der Hauptsymptome. Juckreiz ist das klassische Krätze-Symptom, das Kratzen hat der Krankheit ihren Namen gegeben. Folgende Symptome betreffen vor allem die Haut:

  • Starker Juckreiz (Pruritus) oder/und leichtes Brennen der Haut
  • Bläschen und Pusteln, eventuell auch Knötchen. Die Bläschen sind mit Flüssigkeit oder Eiter gefüllt, enthalten aber keine Milben. Sie liegen einzeln oder in Gruppen vor.
  • Hautausschläge (Exantheme)
  • Krusten (nach dem Aufplatzen der flüssigkeitsgefüllten Bläschen)

Wie bei einigen anderen Hauterkrankungen auch ist der Juckreiz bei Krätze nachts im warmen Bett meist viel stärker als tagsüber.

Milbengänge

Die Parasiten graben kleine Tunnel in die obere Hautschicht, die sich als bräunlich-rötliche oder gräulich-weisse, maximal zwei bis drei Zentimeter lange, unregelmässig gewundene ("kommaförmige") Linien zeigen – die sogenannten Milbengänge. Sie sind meist mit blossem Auge sichtbar.

Manchmal lassen sich trotz einer Infektion keine Gänge mit blossem Auge entdecken. Zum Beispiel, wenn sie von anderen Hauterscheinungen überdeckt sind, oder die Hautfarbe sehr dunkel ist.

Die Zahl der Milbengänge variiert in Abhängigkeit des Krankheitsstadiums. Ein ansonsten gesunder Mensch hat normalerweise nicht mehr als elf bis zwölf Milbengänge, während in der Haut von immungeschwächten Patienten manchmal mehrere zehntausend oder sogar Millionen (Scabies crustosa) vorhanden sind.

Auch bei Menschen mit gesundem Immunsystem liegen zeitweise einige hundert Milbengänge vor, meist ist das etwa drei bis vier Monate nach der Ansteckung der Fall. Nach kurzer Zeit geht die Anzahl der Milbengänge aber stark zurück.

Die Körperhygiene hat nur einen geringen Einfluss auf die Milbenzahl. Schlecht gepflegte Menschen haben eventuell einige Milben mehr in ihrer Haut.

Wo zeigen sich die Krätze-Symptome?

Die trächtigen Milbenweibchen bohren die Gänge in die Haut, um dort ihre Eier abzulegen. Sie suchen dafür bevorzugt Stellen auf, an denen die Haut dünn und besonders warm ist. Dazu zählen:

  • Die Bereiche zwischen den Fingern und Zehen (Interdigitalfalten) sowie die inneren Fussränder
  • Die Handgelenke
  • Die Achselregionen
  • Die Brustwarzenvorhöfe und der Nabel
  • Der Penisschaft und der Bereich um den Anus

Der Rücken ist nur selten betroffen, Kopf und Nacken bleiben für gewöhnlich verschont. Bei Babys und Kleinkindern dagegen tritt der Milbenbefall mitunter auch im Gesicht, am behaarten Kopf sowie an den Hand- und Fusssohlen auf.

Die typischen Krätze-Symptome sieht man hauptsächlich dort, wo die Milben sitzen. Sie gehen aber auch manchmal darüber hinaus und betreffen dann sogar den gesamten Körper. Letzteres gilt vor allem für die Hautausschläge (Exantheme).

Sonderformen der Krätze und ihre Symptome

Die Krätze lässt sich, je nach Ausprägung und Art der Symptome, in bestimmte Sonderformen einteilen:

  • Krätze bei Neugeborenen und Säuglingen
  • Gepflegte Scabies
  • Nodöse Scabies
  • Bullöse Scabies
  • Scabies norvegica (crustosa), auch Borkenkrätze genannt

Im Rahmen einiger Sonderformen der Erkrankung variieren die genannten Krätze-Symptome oder es kommen weitere dazu.

Gepflegte Scabies

Bei Betroffenen, die eine intensive Körperpflege inklusive Einsatz von Kosmetika betreiben, zeigen sich die beschriebenen Hautveränderungen oft nur sehr dezent, was die Diagnose erschwert. Mediziner sprechen dann von einer gepflegten Scabies.

Nodöse und bullöse Scabies

Die nodöse Scabies zeichnet sich durch die Entstehung stark juckender rötlich-bräunlicher Knötchen (Nodi) aus. Diese enthalten keine Milben und bleiben manchmal noch Monate nach dem erfolgreichen Abtöten der Parasiten bestehen.

Bilden sich im Rahmen der Krätze besonders viele kleinere und grössere Blasen (Vesiculae, Bullae), ist von einer bullösen Scabies die Rede. Diese Verlaufsform findet sich vermehrt bei Kindern.

Scabies norvegica (Scabies crustosa)

Die oben bereits erwähnte Borkenkrätze (Scabies norvegica oder S. crustosa) unterscheidet sich aufgrund des massiven Milbenbefalls deutlich von der normalen Variante der Krätze. Es kommt zu einer Hautrötung am ganzen Körper (Erythrodermie) sowie zur Bildung von kleinen und mittelgrossen Schuppen (psoriasiformes Bild).

An den Hand- und Fussflächen entstehen dicke Hornhautschichten (Hyperkeratosen). Bevorzugt an Fingern, Handrücken, Handgelenken und Ellenbogen bilden sich bis zu 15 Millimeter dicke Borken. Unter diesen Krusten (die übrigens nicht von aufgeplatzten Bläschen herrühren) erscheint die Haut rot und feucht-glänzend. Die Borken sind meist auf ein bestimmtes Areal begrenzt, breiten sich aber manchmal auch Richtung Kopfhaut, Rücken, Ohren und Fusssohlen aus.

Zu beachten ist, dass hier der Juckreiz – das typischste der Krätze-Symptome – oftmals völlig fehlt.

Wie wird Krätze behandelt?

Die Krätze-Behandlung geht schnell, schmerzlos und unkompliziert – zumindest in den meisten Fällen. Unter bestimmten Umständen bereitet die Therapie der parasitären Hauterkrankung allerdings Schwierigkeiten, beispielsweise wenn mehrere Menschen innerhalb einer Gemeinschaftseinrichtung betroffen sind. Auch der Zustand des Immunsystems der Patienten spielt eine Rolle, und bei einigen Patientengruppen gibt es Abweichungen im Behandlungskonzept.

Wichtigstes Ziel der Krätze-Behandlung ist es, die Parasiten abzutöten, die die Erkrankung verursachen. Dafür stehen verschiedene Medikamente bereit, die mit einer Ausnahme alle direkt auf die Haut aufzutragen sind:

Permethrin: Das Insektizid tragen Betroffene als Creme auf die gesamte Körperoberfläche auf. Es ist laut Leitlinie das Mittel der ersten Wahl. In Fällen, in denen es nicht wirksam ist oder Gegenanzeichen vorliegen, greift der Arzt zu Alternativen.

Benzylbenzoat: Der Wirkstoff hat eine hohe Wirksamkeit gegen die Milben und gilt neben Permethrin und Crotamiton als Hauptarzneimittel zur Behandlung von Krätze.

Ivermectin: Das Mittel ist im Gegensatz zu den anderen Medikamenten in Tablettenform einzunehmen und findet auch als Wurmmittel Anwendung.

Bis vor einigen Jahren galt auch Lindan noch häufiger als Alternative zu Permethrin, jedoch verzichten Ärzte mittlerweile weitestgehend darauf, da dieses Insektizid ziemlich giftig ist.

In Entwicklungsländern verwenden Ärzte in der Krätze-Behandlung neben dem kostengünstigen Benzylbenzoat noch vermehrt schwefelhaltige Präparate. In Europa beispielsweise spielen letztere aufgrund des unangenehmen Geruchs beim Auftragen und der möglichen Giftigkeit keine Rolle mehr.

Studien zufolge rufen die gängigen Medikamente zur Krätze-Behandlung nur sehr selten Nebenwirkungen wie Hautausschläge, Durchfall und Kopfschmerzen hervor.

So funktioniert die Krätze-Behandlung

Die genannten Wirkstoffe zielen direkt auf die Milben ab. Permethrin und Benzylbenzoat ziehen nach dem Auftragen in die Haut ein, verbreiten sich dort und töten die Parasiten ab. Die exakte Anwendung variiert je nach Medikament:

Bei Permethrin genügt in der Regel ein einmaliges Auftragen, wobei die gesamte Körperoberfläche mit der Creme zu behandeln ist. Allerdings sind Schleimhäute und Körperöffnungen auszusparen, da an diesen Stellen keine Milben vorhanden sind und der Körper dort wesentlich sensibler auf den Wirkstoff reagiert. Der Kopf und damit auch die Gesichtshaut bleiben aus diesen Gründen ebenfalls von der Behandlung ausgespart. Ärzte empfehlen, die Permethrin-Creme abends aufzutragen und sie am nächsten Morgen (frühestens nach acht Stunden) mit Seife abzuwaschen.

Wenn zwei Wochen nach der Erstbehandlung immer noch (beziehungsweise erneut) Zeichen eines aktiven Milbenbefalls zu sehen sind, etwa Milbengänge oder andere typische Hautveränderungen, dann ist die Behandlung zu wiederholen. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist das häufig notwendig. Ausserdem scheint die Wirkung dieses Mittels seit einigen Jahren wegen zunehmender Resistenzen abzunehmen, weshalb einige Ärzte vermehrt zu alternativen Wirkstoffen greifen.

Bei ansonsten gesunden Menschen ohne Immunschwäche ist in der Regel bereits nach der ersten ordnungsgemässen Krätze-Behandlung kein Ansteckungsrisiko für andere mehr gegeben. Kinder und Erwachsene dürfen dementsprechend nach der ersten acht- bis zwölfstündigen Therapie wieder in die Schule beziehungsweise zur Arbeit gehen.

Bei Benzylbenzoat ist das Anwendungsschema vergleichbar. Allerdings ist in manchen Fällen der Wirkstoff mehrmals aufzutragen.

Im Falle des Ivermectins, das als Tablette zu schlucken ist, gelangt die Substanz quasi "von innen" zu den Milben. Ivermectin nehmen Sie zweimal im Abstand von acht Tagen ein.

Allgemeine Massnahmen zur Krätze-Behandlung

Neben der eigentlichen Therapie mit den genannten Medikamenten gibt es einige Massnahmen, die die Krätze-Behandlung unterstützen und weiteren Ansteckungen vorbeugen:

  • Das behandelnde und sonstiges Kontaktpersonal trägt Handschuhe, im Falle einer Borkenkrätze (Scabies crustosa) auch Schutzkittel.
  • Sowohl Patienten als auch Personal halten die Nägel kurz und bürsten die Bereiche unter den Fingernägeln gründlich aus.
  • Die äusserlich anzuwendenden Anti-Milben-Mittel wirken besser, wenn sie etwa 60 Minuten nach einem Vollbad aufgetragen werden.
  • Während der Einwirkzeit trägt der Patient am besten Baumwollhandschuhe und darüber Plastikhandschuhe.
  • Nach dem Abwaschen des Medikaments ziehen Erkrankte vollständig frische Kleidung an.
  • Engen Körperkontakt mit Erkrankten vermeiden.
  • Intensive Körperhygiene ist wichtig um zu vermeiden, dass sich die Milben übermässig vermehren.

Grundsätzlich sind alle Kontaktpersonen auf Symptome einer Krätze zu untersuchen und gegebenenfalls zeitgleich mitzubehandeln.

Kleidung, Bettwäsche und sonstige Gegenstände, mit denen der Patient längeren Körperkontakt hatte, sind bei mindestens 60 °C zu waschen.

Wenn waschen nicht möglich ist, dann genügt es, die Sachen mindestens vier Tage trocken und bei Raumtemperatur (mindestens 20 °C) zu lagern. Bei kühlerer Lagerung würden die Krätzmilben über mehrere Wochen ihre Ansteckungsfähigkeit behalten.

Krätzemilben lassen sich nicht durch heisses Baden oder in der Sauna abtöten. Diese Hausmittel sind zur Behandlung einer Krätzeinfektion nicht geeignet, wobei heisses Badewasser zudem die Gefahr von Verbrennungen birgt.

Sonderfälle bei der Krätze-Behandlung

Bestimmte Umstände erfordern ein Abweichen von der gängigen Krätze-Behandlung, wobei die eingesetzten Medikamente aber meist die gleichen sind.

Schwangere, Stillende und Kinder

In der Schwangerschaft sind alle verfügbaren Krätze-Medikamente problematisch. Ärzte wenden sie deshalb nur an, wenn es zwingend erforderlich ist und auch dann erst nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft.

Das Standardmedikament Permethrin ist bei schwangeren Frauen nicht oder nur unter vorheriger Absprache mit einem Arzt zu verwenden. Es gibt zwar keinen Hinweis auf schädliche Wirkungen, Nebenwirkungen und Schädigungen des Embryos/Fötus sind aber nicht auszuschliessen.

Wenn stillende Frauen Permethrin anwenden – nur unter ärztlicher Aufsicht –, legen sie zudem eine Stillpause von einigen Tagen ein, da der Wirkstoff möglicherweise in die Muttermilch übergeht. Bei diesen Patientengruppen ist die Dosierung in der Regel reduziert, damit weniger Wirkstoff in den Körperkreislauf gelangt.

Neugeborene sowie Kleinkinder unter drei Jahren sind ebenfalls nur unter strenger ärztlicher Kontrolle mit (einer reduzierten Dosis) Permethrin zu behandeln. Das Anwendungsschema gleicht dem bei Erwachsenen, wobei hier auch der Kopf mit zu behandeln ist, ausgenommen die Bereiche um Mund und Augen. Tragen Sie die Creme nicht auf, wenn das Kind gerade frisch gebadet ist, da durch die dann gesteigerte Hautdurchblutung unter Umständen eine kritische Menge des Wirkstoffs über die Haut in den Körper aufgenommen wird.

Ivermectin ist für die Behandlung bei bestehender Schwangerschaft nicht zugelassen.

Vorschädigungen der Haut

Die Haut stellt eine natürliche Barriere dar, die das Eindringen äusserer Faktoren in das Körperinnere verhindert beziehungsweise erschwert. Wenn die Haut geschädigt ist, etwa durch Ausschläge oder nach starkem Kratzen, gelangen neben Krankheitserregern auch äusserlich aufgetragene Medikamente leichter in den Körper. Durch die verstärkte Resorption der Substanzen kommt es dann unter Umständen zu vermehrten Nebenwirkungen.

Bei grösseren Hautdefekten ist es deshalb wichtig, diese zunächst zu behandeln, zum Beispiel mit Kortikosteroiden (Cortisol), bevor Sie die Medikamente zur Krätze-Behandlung auftragen. Wenn das nicht möglich ist, ist die systemische Therapie mit Ivermectin zu wählen.

Scabies norvegica (S. crustosa)

Bei dieser Sonderform der Krätze kommt es zu einem extremen Milbenbefall, meist aufgrund einer Immunschwäche. Die Zahl der Milben geht hier mitunter in die Millionen, und die Patienten leiden unter der Bildung von Borken und dicken Schuppenschichten auf der Haut. Deshalb empfehlen Ärzte, Permethrin mindestens zweimal im Abstand von zehn bis 14 Tagen anzuwenden und die Therapie zusätzlich mit der Einnahme von Ivermectin zu ergänzen.

Es empfiehlt sich, die dicken Borkenschichten im Vorfeld mit speziellen Substanzen (zum Beispiel harnstoffhaltigen Cremes) aufzuweichen (Keratolyse), damit der Wirkstoff besser in die Haut einzieht. Ein warmes Vollbad vor der Krätze-Behandlung, am besten mit Öl, unterstützt die Ablösung der Schuppen. Achten Sie aber darauf, dass das Wasser nicht zu heiss ist, andernfalls besteht die Gefahr, sich zu verbrühen.

Superinfektionen

Zur Behandlung von Superinfektionen, also im Fall einer Ansteckung mit anderen Erregern (in der Regel Pilzen oder Bakterien), kommen bestimmte Antibiotika zum Einsatz.

Krätze-Behandlung in Gemeinschaftseinrichtungen

Wenn es in Gemeinschaftseinrichtungen wie Pflegeheimen oder Krankenhäusern zu Krätze-Infektionen kommt, sind oft mehrere Patienten betroffen, in ungünstigen Fällen kommt es sogar zu Endemien (örtlich begrenztes, aber zeitlich unbegrenztes Auftreten der Erkrankung). Die Krätze-Behandlung gestaltet sich dann oft schwierig. Es ist wichtig, nach strengen Richtlinien zu behandeln, um dauerhaft erfolgreich zu sein:

  • Alle Bewohner beziehungsweise Patienten der Einrichtung sowie Personal, Angehörige und sonstige Kontaktpersonen sind auf mögliche Infektionen zu untersuchen.
  • Patienten mit einer Krätze sind zu isolieren.
  • Alle Patienten und Personen, die mit Infizierten Kontakt hatten, sind gleichzeitig zu behandeln, auch wenn keine Symptome sichtbar sind.
  • Bei Infizierten ist die Krätze-Behandlung nach einer Woche zu wiederholen.
  • Bett- und Unterwäsche aller Bewohner/Patienten sind zu wechseln und zu reinigen.
  • Personal und Angehörige müssen Schutzkleidung tragen.

Während Ärzte bislang auch in Gemeinschaftseinrichtungen vor allem mit Permethrin behandelten, geht der Trend inzwischen mehr zu einer Behandlung mit Ivermectin. Beobachtungen ergaben nämlich, dass eine Massentherapie aller Patienten und Kontaktpersonen mit der einmaligen Einnahme von Ivermectin gute Erfolgsaussichten hat und die Rückfallquoten am geringsten sind.

Ausserdem ist die Einnahme von Ivermectin deutlich weniger aufwendig als das Auftragen von äusserlichen Medikamenten, weshalb sich eine Krätze-Behandlung mit diesem Wirkstoff leichter durchführen lässt.

Welche Komplikationen gibt es?

Neben den genannten Symptomen entstehen bei Krätze manchmal zusätzliche Komplikationen. Ein Beispiel sind sogenannte Superinfektionen. So nennt man die zusätzliche Ansteckung mit weiteren Erregern bei einer bereits vorliegenden Erkrankung.

Bei Krätze dringen zum Beispiel verschiedene Bakterien leichter in die Haut ein und verursachen dort Infektionen (Impetiginisierung), weil die oberen Hautschichten durch das ständige Kratzen beschädigt sind. Die Bakterien, meistens Streptokokken oder Staphylokokken, verursachen in ungünstigen Fällen:

  • Ein Erysipel: Diese auch Wundrose genannte Entzündung der Haut tritt innerhalb eines scharf begrenzten Hautbereichs auf und geht oft mit Fieber und Schüttelfrost einher.
  • Eine Entzündung der Lymphgefässe (Lymphangitis) sowie starke Schwellung von Lymphknoten (Lymphadenopathie)
  • Rheumatisches Fieber, manchmal auch eine bestimmte Form der Nierenentzündung (Glomerulonephritis). Diese Komplikationen treten meist einige Wochen nach der Infektion mit Streptokokken der Gruppe A auf, sind aber insgesamt selten.

Wenn Bakterien in die Blutbahn gelangen, besteht ausserdem die Gefahr einer Blutvergiftung (Sepsis).

Eine weitere mögliche Komplikation bei Krätze ist ein durch Anti-Milben-Mittel ausgelöster Hautausschlag (Ekzem). Die Haut ist gerötet und meist auch rissig, was in diesem Fall aber keine Folge der Krätze mehr ist, sondern durch den austrocknenden Effekt der Anti-Milben-Mittel verursacht wird. Die Patienten verspüren ein leichtes Brennen und Jucken.

Weil während der laufenden Erkrankung bestimmte Nervenfasern durch den ständigen Juckreiz permanent aktiviert werden, erfolgt möglicherweise eine Sensibilisierung und Umprogrammierung von Nervenzellen im Rückenmark. Die Nerven sind nun sozusagen dauergereizt und vermelden einen anhaltenden Juckreiz, obwohl längst kein Auslöser mehr vorhanden ist.

Spätestens nach einigen Monaten klingt normalerweise mit dem Juckreiz auch das letzte der Krätze-Symptome ab.

So entsteht Krätze

Die Krätzmilben pflanzen sich auf der menschlichen Haut fort. Nach der Begattung sterben die Männchen, während die Weibchen mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen kleine Tunnel in die äusserste Hautschicht (Stratum corneum) bohren. In diesen Gängen verweilen die Milben einige Wochen, legen ihre Eier darin ab und scheiden viele Kotballen aus, die Mediziner auch als Skybala bezeichnen. Nach einigen Tagen schlüpfen aus den Eiern Larven, die nach weiteren zwei Wochen geschlechtsreif sind. Somit beginnt der Zyklus von vorne.

Die Milben produzieren weder Gift noch greifen sie den Körper in einer anderen Weise direkt an. Auch die gegrabenen Gänge in der Haut verursachen an sich keine Schmerzen oder Juckreiz. Zu den Symptomen kommt es lediglich deshalb, weil das körpereigene Immunsystem auf die Milben und deren Abfallprodukte reagiert. Dabei aktiviert der Körper bestimmte Zellen und Botenstoffe, die Schwellungen, Rötungen und Juckreiz verursachen. Die betroffenen Hautareale entzünden sich mitunter und das Kratzen irritiert die Haut zusätzlich.

Weil es beim ersten Kontakt mit den Milben einige Wochen dauert, bis der Körper die speziellen "Anti-Milben"-Immunzellen produziert hat, treten auch die Symptome erst nach dieser Dauer auf.

Das Immunsystem hat ein "Krätze-Gedächtnis". Bei erneuten Infektionen "erinnert" es sich schnell wieder an die Parasiten und reagiert bereits nach wenigen Tagen.

Risikofaktoren

Innerhalb mancher Gruppen tritt Scabies häufiger auf als in der Gesamtbevölkerung. Dazu zählen:

  • Kinder, da diese vor allem untereinander viel Körperkontakt haben und das kindliche Immunsystem noch nicht so gut ausgebildet ist wie das Erwachsener.
  • Alte Menschen, vor allem wenn sie bereits Vorerkrankungen haben und in Heimen leben. Auch bei ihnen ist das Immunsystem oft geschwächt.
  • Menschen mit verminderter Juckreizwahrnehmung, wie zum Beispiel bei Down-Syndrom (Trisomie 21) sowie Zuckerkranke.
  • Auch eine Demenz begünstigt oft Krätze.

Daneben gibt es einige Erkrankungen, mit denen Krätze verhältnismässig oft gemeinsam vorkommt. Grundsätzlich ist ein geschwächtes Immunsystem ein Risikofaktor. Betroffen sind hiervon zum Beispiel:

Selbst eine Ganzkörpertherapie mit Cortisol erhöht in ungünstigen Fällen das Risiko für Krätze.

Hygiene spielt nur eine geringe Rolle.

Wo steckt man sich mit Krätze an?

Infektionskrankheiten sind ansteckend, das gilt auch für die Krätze. Bei Krätze sprechen Mediziner im Zusammenhang von "Ansteckung" beziehungsweise "Infektion" auch von "Infestation", ein Begriff, der eine Besiedlung des Körpers mit Parasiten beschreibt.

Die Übertragung der Krätze erfolgt durch direkten Hautkontakt mit erkrankten Personen. Es gibt also in der Regel keinen (tierischen) Zwischenwirt, wie das bei vielen anderen Parasitenerkrankungen der Fall ist. Für die Übertragung braucht es zudem einen längeren Körperkontakt, während dem die Milben von einem Wirt auf den nächsten wandern. Das ist zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr der Fall, weshalb Krätze zu den sexuell übertragbaren Krankheiten zählt.

Typische Übertragungswege sind zudem beispielsweise:

  • Gemeinsames Schlafen in einem Bett
  • Körperpflege von Kleinkindern durch die Eltern oder von Kranken durch Pflegende
  • Liebkosen und Kuscheln
  • Gemeinsames Spielen

Entgegen der weitverbreiteten Meinung spielen kontaminierte Gegenstände als Ansteckungsweg eine geringere Rolle. Denn die Milben verlieren bei Raumtemperatur innerhalb weniger Stunden ihre Infektiosität. Dennoch ist eine Ansteckung beispielsweise über einen kontaminierten Teppichboden, gemeinsam genutzte Bettwäsche, Kleidung oder Handtücher möglich. Auch Möbel oder medizinische Instrumente, mit denen der Patient in Kontakt kam, sind immer gründlich zu reinigen.

Körperhygiene spielt nur eine geringe Rolle

Was laut neueren Studien hingegen weit weniger ins Gewicht fällt als gedacht, ist die Körperhygiene. So lässt sich das Infektionsrisiko auch bei intensiver Körperhygiene kaum senken. Bei der Stärke der Ausprägung der Krätze spielt die Köperpflege allerdings sehr wohl eine Rolle. Denn je schlechter die Körperhygiene, desto mehr Milben tummeln sich auf der Haut.

Kurze Berührungen wie etwa Händeschütteln reichen in der Regel nicht aus, um sich mit Krätze anzustecken. Dennoch ist der Körperkontakt mit Infizierten ohne Schutzkleidung nach Möglichkeit gänzlich zu meiden.

Vorsicht bei der Borkenkrätze

Eine Besonderheit stellt die Scabies norvegica dar. Bei dieser Form der Krätze leiden die Betroffenen unter einem sehr dichten Milbenbefall, meistens aufgrund einer Immunschwäche. Während bei Patienten mit einer normalen Krätze selten mehr als zwölf bis 30 Milbengänge gleichzeitig zu finden sind, treten bei der Borkenkrätze mitunter mehrere Millionen aktive Tiere auf.

Je mehr Milben, desto höher die Ansteckungsgefahr. Jede Hautschuppe, die ein Mensch mit Scabies norvegica verliert, ist dabei mit bis zu mehreren tausend Milben besetzt. Umso wichtiger ist es dann, Erkrankte zu isolieren und im Umgang mit ihnen sowie in ihrer Umgebung Schutzkleidung zu tragen.

Mehrwöchige Inkubationszeit

Bei Krätze beträgt die Inkubationszeit meist mehrere Wochen: Die typischen Krätze-Symptome treten also erst zwei bis fünf Wochen nach der ersten Infektion auf. Bei erneuten Ansteckungen hingegen kommt es bereits nach wenigen Tagen zu Krankheitszeichen. Ohne Therapie lässt sich die Krätze meist nicht vollständig heilen, obwohl Fälle von spontanen Heilungen beschrieben sind.

Besteht bei Krätze Meldepflicht?

In der Schweiz besteht keine Meldepflicht. Kontaktpersonen sind nach Diagnose jedoch umgehend zu informieren. Kinder, die einen Kindergarten oder eine Schule besuchen, dürfen die Einrichtung erst 24 Stunden nach Behandlungsbeginn und mit Bestätigung des Arztes wieder besuchen.

Vorkommen der Krätze

In manchen Regionen in Entwicklungsländern sind bis zu 30 Prozent der Bevölkerung mit Krätze infiziert. In Mitteleuropa ist Scabies dagegen weniger häufig; es kommt jedoch auch hier immer wieder zu Ausbrüchen, vorwiegend in Gemeinschaftseinrichtungen wie Altersheimen, Kindertagesstätten oder Krankenhäusern. In ungünstigen Fällen entwickeln sich hier sogar Endemien, also chronische Zustände, wobei es innerhalb des begrenzten Bereichs immer wieder zu Infektionen kommt. Problemfällen dieser Art ist dann nur schwer und unter hohem Aufwand beizukommen.

Insgesamt schätzen Mediziner die Zahl der Krätze-Infizierten weltweit auf ungefähr 300 Millionen, allerdings gibt es keine Daten für einzelne Länder, da es nicht überall eine Meldepflicht gibt, insbesondere nicht bei Einzelfällen ausserhalb von Gemeinschaftseinrichtungen.

Wie erfolgt die Diagnose von Krätze?

Die Krätze ist trotz ihrer meist ausgeprägten Symptome nicht immer leicht zu erkennen. Die Milbengänge, die bis zu einem Zentimeter lang sind und aussehen wie kleine Kommata, sind oft aufgekratzt oder von anderen Hauterscheinungen verdeckt. Bei dunkleren Hauttypen sind sie generell schwer oder gar nicht zu sehen.

Wenn der Verdacht auf eine Krätze gegeben ist, ist dieser mit dem Nachweis von Milben oder deren Larven beziehungsweise Milbenprodukten zu bestätigen. Dafür gibt es verschiedene Diagnosemöglichkeiten:

Häufig wird mit einem scharfen Löffel Haut abgeschabt (Kürettage), um sie mikroskopisch zu untersuchen. Idealerweise eröffnet der Arzt dafür zuvor einen Milbengang. Wenn er keinen findet, wählt er zumindest ein Hautareal aus, in dem sich viele Symptome zeigen.

Eine mögliche Alternative zur Kürettage ist die Auflichtmikroskopie. Wenn sich ein Milbengang gut erkennen lässt, blickt der Arzt bei dieser Methode mit einem speziellen Mikroskop oder einer stark vergrössernden Lupe darauf und erkennt möglicherweise die Milben direkt.

Sensitiver ist die Diagnose mit dem Dermatoskop. Hier sucht der Arzt nach einer bräunlichen Dreiecksform, dem Kopf und dem Brustschild beziehungsweise den vorderen zwei Beinen der weiblichen Milbe.

Eine weitere Methode ist der Klebebandtest oder auch Tesafilmabriss. Dafür legt der Arzt ein durchsichtiges Klebeband fest auf die mutmasslich befallenen Körperstellen, zieht es ruckartig ab und untersucht es anschliessend unter dem Mikroskop.

Eine der ältesten Methoden ist der Tintentest (Burrow Ink Test). Dort, wo der Arzt Milbengänge vermutet, träufelt er Tinte auf die Haut und entfernt die überschüssige Flüssigkeit mit einem Alkoholtupfer. An Stellen, an denen tatsächlich Milbengänge sind, dringt die Tinte ein und wird zu einer unregelmässigen schwarzen Linie. Darüber, wie spezifisch oder sensitiv diese Methode ist, gibt es allerdings keine wissenschaftlich fundierten Aussagen.

Wie lang dauert es bis zur Heilung?

Bei "normaler" Krätze ist ein Krankenhausaufenthalt nicht erforderlich. Lediglich bei starken Verkrustungen aufgrund einer Erkrankung mit Scabies crustosa oder im Fall von Säuglingen, Kleinkindern oder bei Menschen, bei denen das Immunsystem unterdrückt ist (zum Beispiel bei AIDS-Patienten) ist eine stationäre Therapie im Krankenhaus ratsam.

Ansonsten lassen sich jedoch mit der richtigen und konsequenten Therapie die Milben innerhalb weniger Tage mittels Creme oder Medikamenteneinnahme abtöten.

Die Symptome der Krätze, vor allem der Juckreiz, bleiben allerdings oftmals darüber hinaus noch einige Wochen bestehen. Besonders, wenn die Haut der Betroffenen durch Austrocknung und intensives Kratzen zusätzlichen Schaden genommen hat, zieht sich der Heilungsprozess oft hin.

Wiederholte Infektionen mit Krätze stellen besonders in Gemeinschaftseinrichtungen ein Problem dar. Die strenge Behandlung ist ein äusserst zeitaufwendiges Unterfangen, da sowohl alle Patienten als auch das enge Umfeld beziehungsweise sämtliche Kontaktpersonen mit einbezogen werden sollten.

Lässt sich Krätze vorbeugen?

Massnahmen, die einer Infektion mit Krätzemilben gesichert vorbeugen, gibt es im Grunde nicht. Wichtig ist aber, dass sich alle Kontaktpersonen ebenfalls untersuchen und mitbehandeln lassen, um eine Ausbreitung zu vermeiden und das Risiko einer erneuten Ansteckung zu verringern.

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Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Dr. rer. nat. Monique Amey-Özel
Dr.  Monique Amey-Özel

Dr. Monique Amey-Özel hat Biologie an der Universität Bonn studiert und in den Neurowissenschaften promoviert. Sie war mehrere Jahre in der Forschung und als Lehrbeauftragte u.a. im Fach Anatomie an medizinischen Ausbildungseinrichtungen tätig. Sie beriet als Pharmareferentin Ärzte in verschiedenen Indikationen und ist nun als Medizinredakteurin verantwortlich für die Erstellung medizinischer Texte sowohl für Fachkreise als auch interessierte Laien.

ICD-Codes:
B86
ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen.
Quellen:
  • Bernigaud, C. et al.: The Management of Scabies in the 21st Century: Past, Advances and Potentials, in: Acta Derm Venereol 2020; 100(9): adv00112
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): KRÄTZE (SKABIES), unter: www.infektionsschutz.de (Abrufdatum: 16.02.2022)
  • Hackenberg, B. et al.: Skabiestherapie in Deutschland, in: Hautarzt 2020;71:374-379
  • Kämmerer, E.: Skabies: Erfahrungen aus der Praxis, in: Dtsch Arztebl 2018; 115(15): A-700 / B-604 / C-605
  • Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen: Merkblatt Skabies (Krätze) (Stand: 16.02.2021), unter: www.lzg.nrw.de (Abrufdatum: 14.06.2022)
  • Pharmazeutische Zeitung Online / PTA Forum Online: Krätze oder Scabies – Beim zweiten Mal schlimmer; unter: ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de (Abrufdatum: 14.06.2022)
  • Robert Koch-Institut (RKI): Ratgeber Skabies (Krätze), unter: www.rki.de (Abrufdatum: 16.02.2022)
  • S1-Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V. (DDG): Diagnostik und Therapie der Skabies (Stand: Januar 2016, in Überarbeitung), unter: www.awmf.org (Abrufdatum: 14.06.2022)
  • Walter de Vásquez B.: Diagnose, Epidemiologie und sozialmedizinische Aspekte der Skabies. Ergebnisse von Untersuchungen in Brasilien und Deutschland; Dissertation / Institut für Mikrobiologie und Hygiene der Medizinischen Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin; 2015
  • Welch, E. et al.: Recent advances in understanding and treating scabies, in: Faculty Reviews 2021;10:(28)
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