Seminom

Von , Arzt
und , Medizinredakteurin und Biologin
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Florian Tiefenböck

Florian Tiefenböck hat Humanmedizin an der LMU München studiert. Im März 2014 stieß er als Student zu NetDoktor und unterstützt die Redaktion seither mit medizinischen Fachbeiträgen. Nach Erhalt der ärztlichen Approbation und einer praktischen Tätigkeit in der Inneren Medizin am Uniklinikum Augsburg ist er seit Dezember 2019 festes Mitglied des NetDoktor-Teams und sichert unter anderem die medizinische Qualität der NetDoktor-Tools.

Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für NetDoktor - zuerst als Redakteurin und seit 2012 als freie Autorin.

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Das Seminom ist die häufigste Form von Hodenkrebs. Es wird im Allgemeinen operiert und – je nach Stadium – weitergehend behandelt, etwa mittels Chemotherapie oder Bestrahlung. Das Seminom hat insgesamt eine bessere Prognose als andere bösartige Hodentumoren. Lesen Sie hier mehr über das Seminom.

Seminom: Hodenkrebs

Kurzübersicht

  • Prognose: Im Allgemeinen sehr gut behandelbar; in den meisten Fällen erfolgreiche Heilung möglich; eine der höchsten Krebs-Überlebensraten; Rückfälle sind selten; Fruchtbarkeit und Libido bleiben meist erhalten
  • Symptome: Tastbare, schmerzlose Verhärtung im Hodensack; vergrösserter Hoden (mit Schweregefühl); vergrösserte, schmerzende Brüste; fortgeschrittene Symptome etwa Husten und Brustschmerzen bei Lungenmetastasen
  • Ursachen und Risikofaktoren: Genaue Ursache unbekannt, genetische Faktoren vermutet; entsprechend familiäres erhöhtes Risiko; ausserdem erhöhtes Risiko bei Hodenhochstand oder Fehlanlage der Harnröhrenmündung
  • Diagnose: Krankengeschichte; Tastuntersuchung der Hoden und der Brust; Ultraschall; Blutuntersuchung, Magnetresonanztomografie, Computertomografie; eventuell Freilegen des Hodens
  • Behandlung: Entfernung des befallenen Hodens; anschliessend je nach Tumorstadium und Hodenkrebs-Form Überwachung, Chemotherapie oder Strahlentherapie; eventuell Entfernung befallener Lymphknoten
  • Vorbeugen: Regelmässiges Selbstabtasten der Hoden; Vorsorgeuntersuchung für Risikogruppen

Was ist ein Seminom?

Das Seminom ist die häufigste Form von Hodenkrebs. Es zählt zu den sogenannten Keimzelltumoren (germinalen Tumoren) und entwickelt sich aus den Spermatogonien. Das sind Vorläufer der männlichen Keimzellen (Spermien). Andere Keimzelltumoren des Hodens fasst man unter dem Begriff Nicht-Seminom zusammen. Sie entstehen aus verschiedenen anderen Gewebetypen.

Forscher gehen davon aus, dass sowohl Seminome als auch Nicht-Seminome aus der gleichen Vorstufe hervorgehen – entarteten Zellen der embryonalen Entwicklung im Mutterleib. Diese Vorstufe von Hodentumoren wird testikuläre intraepitheliale Neoplasie (TIN) genannt. Eine Ausnahme bildet das sehr seltene "spermatozytische Seminom": Es entwickelt sich nicht aus der TIN, sondern direkt aus samenbildenden Zellen, also erst während der endgültigen Spermienbildung.

Die Weltgesundheitsorganisation unterscheidet noch weitere Untertypen des Seminoms. Dazu zählen etwa das klassische Seminom und Seminome, die auch Zellen anderer Gewebearten (wie dem Binde- und Stützgewebe) enthalten. Letztere sind aber sehr selten. Um welchen Typ von Hodenkrebs es sich im Einzelfall genau handelt, stellt ein Pathologe bei der Untersuchung von entnommenem Tumorgewebe fest.

Das Durchschnittsalter von Seminom-Patienten liegt bei etwa 40 Jahren.

Mehr über andere Formen des Hodenkrebs lesen Sie in unserem Beitrag Hodenkrebs.

Was ist die Prognose?

Das Seminom hat selbst im fortgeschrittenen Stadium eine relativ gute Prognose — und insgesamt eine bessere als die zweite Hauptgruppe von Hodenkrebs (Nicht-Seminome). Ein Grund dafür ist, dass das Seminom weniger stark zur Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) tendiert als ein Nicht-Seminom.

Deshalb lassen sich praktisch alle Patienten mit einem Seminom im Stadium I mithilfe der Standardtherapie heilen. In den Stadien IIA und IIB liegt die Heilungsrate bei über 95 Prozent. In höheren Seminom-Stadien (ab IIC) lassen sich noch 80 bis 95 Prozent der Patienten erfolgreich behandeln.

In einigen Fällen kommt es nach abgeschlossener Behandlung zu einem Rückfall (Rezidiv). Die Wahrscheinlichkeit dafür richtet sich zum einen nach dem Stadium des ersten Seminoms zum Zeitpunkt der Diagnose: Je weiter fortgeschritten das erste Seminom war, desto eher kommt es später zu einem Rückfall.

Zum anderen wird das Rückfall-Risiko von der Art der Erstbehandlung beeinflusst. Wenn etwa ein Seminom im Stadium I nach der Operation lediglich überwacht wird (Überwachungsstrategie), ist das Rückfallrisiko höher, als wenn sich an die Operation eine Strahlentherapie anschliesst.

Insgesamt kommt es bei einem Seminom (und anderen Formen von Hodenkrebs) aber nur selten zu einem Rückfall.

Symptome

Ein tastbare, schmerzlose Verhärtung im Hodensack ist eines der wichtigsten Anzeichen für Hodenkrebs (wie einem Seminom). Meist ist nur ein Hoden betroffen, seltener sind beide krankhaft verändert.

Auch ein vergrösserter Hoden ist eventuell ein Hinweise auf einen Hodentumor. Er ist oft von einem Schweregefühl begleitet. Ausserdem tritt in manchen Fällen ein Ziehen auf, das eventuell bis in die Leiste ausstrahlt.

Ein mögliches Anzeichen für Hodenkrebs (wie Seminom) sind zudem vergrösserte Brüste, die unter Umständen auch schmerzen. Für das Brustwachstum sind Hormone verantwortlich, die von vielen Hodentumoren produziert werden.

Wenn der Krebs bereits Metastasen gebildet hat, kommen Symptome hinzu, die spezifisch für die befallenen Organe sind. Beispielsweise Husten und Brustschmerzen, wenn sich Tochtergeschwülste in der Lunge gebildet haben.

Mehr über die Anzeichen von Hodenkrebs (wie einem Seminom) lesen Sie im Beitrag Hodenkrebs unter "Was sind die Symptome?".

Ursachen und Risikofaktoren

Warum manche Männer an einem Seminom (oder einer anderen Hodenkrebs-Form) erkranken, weiss man nicht genau. Man kennt mittlerweile aber mehrere Risikofaktoren, die einen solchen bösartigen Tumor begünstigen:

Demnach sind vor allem Männer gefährdet, die eine frühere Hodenkrebserkrankung hinter sich haben. Auch ein Hodenhochstand erhöht das Risiko für einen bösartigen Hodentumor — selbst dann noch, wenn der Hochstand operativ behoben wurde.

Genetische Faktoren scheinen ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Seminomen (beziehungsweise Hodenkrebs) zu spielen. So tritt in manchen Familien der gleiche Tumor gehäuft auf.

Mehr über diese und weitere Risikofaktoren für Hodenkrebs lesen Sie im Beitrag Hodenkrebs.

Wie lässt sich ein Seminom diagnostizieren?

In einem ausführlichen Gespräch (Anamnese) befragt der Arzt den Patienten zu den auftretenden Symptomen (wie Knoten im Hoden). Er fragt auch nach möglichen Risikofaktoren wie eine frühere Hodenkrebs-Erkrankung oder Hodenhochstand. Der Arzt fragt ausserdem nach eventuellen Hodenkrebs-Erkrankungen bei nahen Verwandten.

Danach folgt eine körperliche Untersuchung. Dabei tastet der Arzt unter anderem die beiden Hoden und die Brust ab. Wichtige Informationen liefert zudem eine umfassende Blutuntersuchung. Wenn etwa der Blutspiegel des Eiweisses AFP (alpha-Fetoprotein) erhöht ist, deutet dies eventuell auf Hodenkrebs hin — besonders auf ein sogenanntes Nicht-Seminom. Bei einem Seminom dagegen ist der AFP-Wert unauffällig.

In rund zehn bis 15 Prozent der Seminom-Fälle ist der Wert für sogenanntes beta-humanes Choriongonadotropin (beta-HCG) erhöht. Dieses Hormon ist eigentlich für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft zuständig und wird von manchen Seminom-Zellen produziert.

Bildgebende Verfahren wie Computertomografie helfen, die Ausbreitung des Tumors festzustellen.

Mehr über notwendige Untersuchungen bei Verdacht auf ein Seminom beziehungsweise Hodenkrebs lesen Sie im Beitrag Hodenkrebs.

Behandlung

Wie bei anderen Arten von Hodenkrebs ist bei einem Seminom die Operation der erste Behandlungsschritt: Der Chirurg entfernt den erkrankten Hoden, seinen Nebenhoden und den Samenstrang. Dieser zwingend erforderliche Eingriff wird Ablatio testis oder Orchiektomie genannt.

In wenigen Fällen ist es möglich, nicht den ganzen Hoden, sondern nur den entarteten Teil zu entfernen. Ratsam ist dieses Vorgehen vor allem bei Patienten, die nur noch einen Hoden besitzen. So ist die Testosteron-Produktion, die im Hoden erfolgt, weiterhin gewährleistet.

Eine Teilentfernung des Hodens ist oft noch in einem weiteren Fall sinnvoll: In der Regel betrifft Hodenkrebs nur einen Hoden allein. Oft entnimmt man aber sicherheitshalber eine Gewebeprobe aus dem zweiten Hoden und untersucht sie auf Krebszellen. Nur bei etwa fünf Prozent der Hodenkrebs-Patienten wird man fündig — es liegt dann ein beidseitiger Hodenkrebs vor.

Nach Möglichkeit belässt der Chirurg so viel gesundes Hodengewebe wie möglich, damit die Zeugungsfähigkeit und Testosteron-Produktion zumindest teilweise noch gewährleistet sind. Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden, beide Hoden komplett zu entfernen.

Die weitere Behandlung nach der Operation hängt davon ab, wie weit der Tumor bereits fortgeschritten ist.

Behandlung in Stadium I

Im Stadium I ist das Seminom auf den Hoden begrenzt. In Untersuchungen (wie Computertomografie, CT) liessen sich kein Lymphknotenbefall und keine weiter entfernten Krebsabsiedelungen (Fernmetastasen) entdecken. Nach der Operation gilt der Patient prinzipiell als geheilt. Allerdings lässt sich nicht sicher ausschliessen, dass der Tumor nicht doch bereits kleinste Metastasen gebildet hat — so klein, dass sie mittels CT und andere Untersuchungen nicht nachweisbar sind. Je nachdem, wie gross diese Möglichkeit ist, schliesst sich an die Operation eine von drei möglichen Folgebehandlung an: Überwachungsstrategie (Surveillance), Strahlentherapie oder Chemotherapie.

Überwachungsstrategie

In Europa und den USA wählt man bei einem Seminom im Frühstadium nach der Operation meist die Strategie "abwarten und beobachten": Der Patient lässt sich in regelmässigen Abständen gründlich untersuchen, um eine eventuelle Rückkehr des Krebses frühzeitig zu erkennen.

Strahlentherapie

Bei manchen Seminom-Patienten (Stadium I) empfiehlt der Arzt nach der Hodenentfernung vorsorglich eine Strahlentherapie: Die Mediziner bestrahlen dabei den hinteren Bauchraum. Das soll eventuell vorhandene kleinste Krebsabsiedlungen in den Lymphknoten entlang der Bauchschlagader beseitigen. Die Bestrahlung erfolgt an fünf Tagen pro Woche über einen Zeitraum von zwei Wochen.

Allerdings empfiehlt man die Strahlentherapie bei einem Seminom im Stadium I nur in speziellen Fällen. Die Behandlung ruft unter Umständen nämlich nach Jahren oder Jahrzehnten selbst einen bösartigen Krebstumor hervor (Zweittumor).

Chemotherapie

Alternativ zur Strahlentherapie führen die Behandelnden unter Umständen nach der Hodenentfernung bei Seminomen (Stadium I) vorsorglich eine Chemotherapie durch. Die Patienten erhalten dabei ein gut verträgliches Medikament, das die Vermehrung von Krebszellen hemmt (Zytostatikum). Die Chemotherapie führt man ein- bis zweimal durch. Der Patient muss dafür nicht stationär im Krankenhaus bleiben (ambulante Chemotherapie).

Behandlung in den Stadien IIA und IIB

Bei einem Seminom im Stadium II sind benachbarte (regionäre) Lymphknoten von den Krebszellen befallen (bei IIB stärker als bei IIA). Die Patienten erhalten dann nach der Hodenentfernung eine Strahlentherapie.

Sollte eine Bestrahlung aus bestimmten Gründen nicht möglich sein, wählt man stattdessen eine Chemotherapie: In drei Zyklen verabreicht man den Patienten jeweils die drei Zytostatika (Krebsmedikamente, Zellgifte) Cisplatin, Etoposid und Bleomycin (PEB) in eine Vene.

In klinischen Studien prüft man, ob sich ein Seminom im Stadium IIA oder IIB mit einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie mit weniger Nebenwirkungen behandeln lässt.

Seminom: Behandlung in den Stadien IIC und III

Ist das Seminom noch weiter fortgeschritten (Stadium IIC und höher), empfehlen Experten nach der Hodenentfernung drei bis vier Zyklen Chemotherapie. Auch hier setzt man dafür die drei Zytostatika Cisplatin, Etoposid und Bleomycin (PEB) ein.

Vorbeugen

Ein wichtiger Beitrag zur Vorbeugung ist die regelmässige Selbstuntersuchung der Hoden durch Abtasten. Erkennt man auf diese Art frühzeitig eine Hodenkrebs-Erkrankung, ist die Prognose für eine erfolgreiche Heilung sehr gut.

Wie genau man bei der Selbstuntersuchung des Hodens am besten vorgeht, erfahren Sie im Beitrag Hoden abtasten.

Da ansonsten die genauen Ursachen für Hodenkrebs nicht bekannt sind, ist eine konkrete Vorbeugung über einen gesunden Lebensstil hinaus nicht möglich.

Wer etwa mit bekannter familiärer Vorbelastung, Hodenhochstand oder Fehlanlage der Harnröhrenmündung zu den Risikogruppen zählt, ist gut beraten, entsprechende Vorsorgeuntersuchungen bei seinem Arzt durchführen zu lassen.

Autoren- & Quelleninformationen

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Wissenschaftliche Standards:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Vorlage:
Prof. Dr. med. Axel Heidenreich, Prof. Dr. med. Rainer Hofmann
Autoren:

Florian Tiefenböck hat Humanmedizin an der LMU München studiert. Im März 2014 stieß er als Student zu NetDoktor und unterstützt die Redaktion seither mit medizinischen Fachbeiträgen. Nach Erhalt der ärztlichen Approbation und einer praktischen Tätigkeit in der Inneren Medizin am Uniklinikum Augsburg ist er seit Dezember 2019 festes Mitglied des NetDoktor-Teams und sichert unter anderem die medizinische Qualität der NetDoktor-Tools.

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für NetDoktor - zuerst als Redakteurin und seit 2012 als freie Autorin.

ICD-Codes:
C62
ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen.
Quellen:
  • Deutsche Krebsgesellschaft: www.krebsgesellschaft.de (Abruf: 06.04.2022)
  • Deutsche Krebshilfe e. V.: Die blauen Ratgeber 16 – Hodenkrebs (Stand: Dezember 2017)
  • Hautmann, E. et al.: Urologie. Springer Verlag, 5. Auflage, 2014
  • Jocham, D. et al.: Praxis der Urologie. Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2020
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. (DGHO), der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO), der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO) und der Schweizerischen Gesellschaft für Hämatologie (SGH SSH): Keimzelltumoren des Mannes (Stand: 2020), unter: www.onkopedia.com (Abruf: 06.04.2022)
  • Rübben, H.: Uroonkologie. Springer Verlag, 6. Auflage, 2014
  • Schmelz, H. U. et al.: Facharztwissen Urologie. Springer Verlag, 3. Auflage, 2014
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