Schöne Füße

Von , Redakteurin
Miriam Steinbach

Miriam Steinbach studierte Soziologie und Psychologie in Heidelberg. Anschließend absolvierte sie ein journalistisches Volontariat in Karlsruhe und schrieb Texte für ein Gesundheits- und Lifestyle-Magazin. Ihr großes Interesse an digitaler Gesundheit führte sie 2019 zur NetDoktor/mylife-Gruppe. Bei NetDoktor bringt sie seitdem ihre medizinredaktionelle Expertise vor allem im Bereich Alternativmedizin ein.

Alle NetDoktor.ch-Inhalte werden von medizinischen Fachjournalisten überprüft.

Schöne Füsse sind nicht nur ein Hingucker, sondern auch wichtig für unsere Gesundheit. Vernachlässigen Sie ihre Pflege, kommt es schnell zu Hornhaut, Fuss- oder Nagelpilz und Rissen in den Fersen. Lesen Sie hier, wie Sie schöne Füsse bekommen und welche Hausmittel helfen!

schoene Fuesse mit und ohne Nagellack

So bekommen Sie schöne Füsse

Häufig sind die Füsse in Socken und Schuhen versteckt. Dabei ist es nicht nur zur Sandalenzeit wichtig, dass Sie sich um sie kümmern. Im Winter sind es vor allem Kälte und trockene Heizungsluft, die Füssen zusetzen. Wir haben deshalb die besten Tipps, wie Sie schöne und gesunde Füsse bekommen.

Die richtige Pflege

Duschen mit heissem Wasser entspannt zwar die Muskulatur, entfernt aber die natürlichen Körperfette auf der Haut und trocknet sie aus. Das ist für die Füsse besonders problematisch, da die Haut dort keine Talgdrüsen besitzt, sondern von Schweissdrüsen mit Feuchtigkeit versorgt wird. Ist die Haut an den Füssen sehr strapaziert, kommt es leicht zu kleinen Rissen, die als Eintrittspforte für Pilze oder Bakterien dienen.

Auch Hornhaut entsteht verstärkt. Sie ist eine natürliche Schutzfunktion des Körpers. Deshalb ist es wichtig, dass Sie beim Duschen nur lauwarmes Wasser benutzen. Verzichten Sie ausserdem auf parfümierte Seifen und Duschgele. Diese Produkte entziehen der Haut zusätzlich Feuchtigkeit.

Bleiben Sie grundsätzlich nicht länger als zehn Minuten unter der Dusche. Denken Sie auch daran, Ihre Füsse nach dem Duschen sorgfältig abzutrocknen und anschliessend mit einer reichhaltigen Lotion einzucremen. Das spendet ihnen wichtige Feuchtigkeit. Greifen Sie zu Produkten, die unter anderem diese Inhaltsstoffe haben:

  • Kamille
  • Aloe Vera
  • Jojoba

Die Grundlage für schöne Füsse ist eine regelmässige Pediküre – am besten im Abstand von vier bis sechs Wochen. Auf diese Weise vermeiden Sie Fusspilz, eingewachsene Zehennägel oder Nagelbettentzündungen.

Wie Sie eine vollständige Pediküre zu Hause selbst machen, erfahren Sie in diesem Artikel: "Pediküre".

Denken Sie im Sommer daran, auch Ihre Füsse mit Sonnenschutzprodukten einzucremen, wenn Sie in Sandalen oder Flip-Flops nach draussen gehen.

Lackierte Fussnägel

Lackierte Nägel tragen ebenfalls zu schönen Füssen bei. Jedoch ist es wichtig, dass Sie Ihren Nägeln in regelmässigen Abständen eine kurze Farbpause gönnen. Da der Lack die Nägel versiegelt, werden sie ansonsten mit der Zeit brüchig und trocknen aus. Besonders bei dunkleren Farben ist es ausserdem von Vorteil, einen Unterlack aufzutragen. Sonst besteht das Risiko, dass sich die Nägel verfärben.

Nagellackentferner mit Aceton strapazieren die Nägel. Inzwischen gibt es auch welche ohne das Lösungsmittel. Sie entfernen den Lack ebenso gründlich, trocknen Nägel und Nagelhaut aber nicht so stark aus.

Die passenden Schuhe

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Schuhe darauf, dass sie richtig passen. Wenn sie zu locker oder zu eng sind, kommt es vor allem bei verhornter oder trockener Haut im Fersenbereich schnell zu Rissen. Diese sogenannten Schrunden sehen nicht nur unschön aus, sondern führen auch zu Infektionen, wenn sie tiefer werden und Bakterien eindringen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie bei Ihren Schuhen guten Halt, aber keinen Druck haben.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema "Schrunden".

Nach dem Kauf von neuen Schuhen gilt besonders: Laufen Sie diese ein, bevor Sie sie für eine längere Zeit draussen tragen. Sonst drohen Blasen. Um das zu vermeiden, hilft es ausserdem, bei neuen Schuhen zwei Paar Socken übereinander zu ziehen. Bringen Sie auf die gefährdete Stelle am Fuss bereits präventiv Blasenpflaster an oder bedecken Sie die Stelle mit Vaseline.

Tragen Sie ausserdem High-Heels nur in Massen. In hohen Schuhen mit Absatz rollen Sie Ihre Füsse beim Gehen nur sehr schlecht ab. Die Folge: Das gesamte Körpergewicht verlagert sich auf den Vorderfuss, die Zehen werden gestaucht und die Ballen belastet.

Dazu kommt: Die Beuge- und Strecksehnen verkürzen sich, wenn Sie ständig auf hohen Schuhen laufen. Hühneraugen und Nagelbettentzündungen sind die Folge von zu viel Zeit auf High-Heels. Für Träger von Plateau-Schuhen gilt ebenfalls: Abwechslung ist wichtig. Bei dicken Schuhsohlen werden die Fussmuskeln weniger gefordert und verkümmern.

Barfusslaufen

Um Ihren Füssen und Zehen wieder Freiheit zu geben, eignet sich Barfusslaufen. Dadurch ist die natürliche Abrollbewegungen beim Gehen möglich. Durch Barfusslaufen entgehen Ihre Füsse ausserdem dem feuchtwarmen Milieu, das häufig in Schuhen herrscht und Pilzinfektionen begünstigt. Darüber hinaus sind die Füsse besser durchblutet.

Was es beim Barfusslaufen zu beachten gibt und wie Sie es Schritt für Schritt erlernen, lesen Sie in diesem Artikel: "Barfusslaufen".

Fussgymnastik

Fussgymnastik hilft, die Fussmuskulatur und die Beweglichkeit der Fuss- sowie Zehengelenke zu trainieren. Da viele Menschen im Alltag häufig sitzen, ist es wichtig, die Füsse regelmässig zu fordern, damit die Muskulatur nicht verkümmert.

Wie Sie Ihre Füsse täglich fit halten, beleuchtet der Beitrag "Fussgymnastik".

Welche Hausmittel für schöne Füsse gibt es?

Es gibt verschiedene Hausmittel, die für einen schönen Fuss sorgen. Wir stellen Ihnen eine Auswahl vor:

Fussbad mit Milch und Honig

Ein Fussbad mit Milch und Honig sorgt für zarte Haut an den Füssen. Geben Sie dazu zwei Teelöffel Honig und eine Tasse Milch in eine Wanne mit lauwarmem Wasser. Lassen Sie Ihre Füsse etwa 20 Minuten darin stehen und trocknen Sie sie danach gut ab. Tragen Sie abschliessend eine reichhaltige Creme auf.

Fussbad mit Natron

Bei schmerzenden Füssen empfiehlt es sich, vier Esslöffel Natron in einer Schüssel mit warmem Wasser aufzulösen. Stellen Sie die Schüssel auf den Boden, setzen Sie sich hin und baden Sie Ihre Füsse 10 bis 15 Minuten lang im Wasser. Geben Sie nach Belieben ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzu.

Fussbad mit Salbei

Um die Füsse frisch zu halten, hilft ein tägliches Salbei-Fussbad am Morgen. Es hemmt die Geruchsbildung, was sich vor allem gegen Schweissfüsse eignet. Geben Sie dazu 60 Gramm Salbeiblätter in einen Liter heisses Wasser. Lassen Sie das Fussbad ziehen und stellen Sie Ihre Füsse für mindestens zehn Minuten hinein, wenn das Wasser lauwarm ist.

Peeling und Fussmassage mit Avocado

Avocados sind kleine Wellness-Wunder für die Haut: Sie enthalten das natürliche Schmerzmittel Salicylsäure und Vitamin E. Ausserdem spendet das reichhaltige Avocado-Fett trockener Haut wertvolle Feuchtigkeit. Mit einem selbstgemachten Avocado-Fusspeeling tun Sie Ihren Füssen deshalb Gutes: Tote Hautschüppchen und Hornhaut verschwinden. Ausserdem massieren Sie Ihre Füsse damit.

Um ein Avocado-Peeling herzustellen, benötigen Sie folgende Zutaten:

  • Avocado-Kern (bereits einige Tage getrocknet)
  • ½ reife Avocado
  • ½ Tasse Maismehl
  • 1 Teelöffel Meersalz

So bereiten Sie das Peeling zu:

  • Brechen Sie den getrockneten Kern in mehrere Stücke und mahlen Sie ihn in einer Kaffee- oder Getreidemühle klein.
  • Schälen Sie die Avocado und zerdrücken Sie eine Hälfte der Frucht mit dem Maismehl und fügen Sie das Salz dazu. Legen Sie die Avocado-Schale zur Seite. Sie kommt später nochmals zum Einsatz.
  • Mischen Sie in einer Tasse alle Zutaten miteinander.

So geht die Fussmassage:

  • Massieren Sie den Avocado-Mix sanft in die Füsse ein. Fangen Sie an den Zehen an und kneten Sie jeden einzelnen.
  • Fahren Sie unter dem Fuss in Richtung Ballen fort. Arbeiten Sie sich mit kreisenden Bewegungen in Richtung Ferse vor.
  • Massieren Sie nun den Spann und den Knöchel.
  • Spülen Sie die Füsse mit lauwarmem Wasser ab und greifen Sie zur Schale.
  • Fahren Sie mehrmals mit der Innenseite der Schale über raue Stellen wie Sohle, Ferse und Knöchel.

Was macht schöne Füsse aus?

Sie fragen sich, was schöne Füsse ausmacht? Wir fassen es für Sie zusammen:

  • gerade geschnittene Fussnägel
  • keine brüchigen oder gelben Fussnägel
  • gepflegte Nagelhaut
  • falls gewünscht: schön lackierte Fussnägel
  • zarte Haut an den Füssen ohne Risse, Blasen, Hornhaut oder Hühneraugen

Autoren- & Quelleninformationen

Jetzt einblenden
Datum :
Wissenschaftliche Standards:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Autor:

Miriam Steinbach studierte Soziologie und Psychologie in Heidelberg. Anschließend absolvierte sie ein journalistisches Volontariat in Karlsruhe und schrieb Texte für ein Gesundheits- und Lifestyle-Magazin. Ihr großes Interesse an digitaler Gesundheit führte sie 2019 zur NetDoktor/mylife-Gruppe. Bei NetDoktor bringt sie seitdem ihre medizinredaktionelle Expertise vor allem im Bereich Alternativmedizin ein.

Quellen:
  • Galla, M., Fengler, A.: “Füße in Bestform”, Trias, 2021
  • Jochum, I.: „Fußheilbuch“, Knaur, 2019
  • Kidd, J.: "Die große Make-up-Schule", Dorling Kindersley Verlag, 2010
  • Moll, I.: “Dermatologie”, Thieme, Stuttgart 2010
  • Rech, H. H.: „Naturkosmetik zum Selbermachen: 101 Beauty-Tipps aus der Küche“, Goldmann Verlag, 2010
  • Stanway, P.: “Alleskönner Natron”, Riva, 2020
  • Stark, C.: „Füße gut, alles gut“, Südwest Verlag, 2014
  • Zittlau, J.; Kriegisch, N.; Heinke, D.: „Die besten Hausmittel von A bis Z“, Bassermann Verlag, 2020
Teilen Sie Ihre Meinung mit uns
Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie NetDoktor einem Freund oder Kollegen empfehlen?
Mit einem Klick beantworten
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0 - sehr unwahrscheinlich
10 - sehr wahrscheinlich