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Stellungen beim Geschlechtsverkehr

Sexstellungen, Sexualität
Erlaubt im Bett ist alles, was Spass macht. Experimentieren kann zu einem erfüllten Sexleben beitragen. (South_agency / iStockphoto)

Das Sexualleben ist sicher jener Lebensbereich, der mit ein bisschen Fantasie und Mut zum Experiment sehr aufregend ablaufen kann. Jedoch werden im sexuellen "Alltag" kaum alle Stellungen, die mitunter möglich wären, ausgeführt – wobei bereits die Beweglichkeit der "Kunst der körperlichen Liebe" manchmal Grenzen setzt.

Die bekanntesten Stellungen im Überblick

Genaue Anleitungen sind im Sexualleben schwer zu vermitteln. Die Reaktionen sind von vielen Faktoren der Umgebung abhängig und meistens nicht vorhersagbar. Welche Stellungen am lustvollsten erfahren werden, ist individuell verschieden – dies muss jeder für sich mit seinem Partner herausfinden. Hier gilt immer das Motto: Was beiden gefällt, ist gut!

  • Die Missionarsstellung

Diese ist die wohl am weitesten verbreitete Sex-Stellung wird auch als "Deutsche Praktik", "Vanilla" oder "Bambi-Sex" bezeichnet. Dabei liegt der Mann oben, die Frau unten, wobei sie die Beine spreizt. Es ist die "klassische" Sexstellung und eignet sich vor allem für den Geschlechtsverkehr mit einem neuen Partner. Auch zur Zeugung von Kindern ist diese Stellung geeignet. Bei der Missionarsstellung hat der Mann die Kontrolle, die Frau kann nur durch die Änderung der Beinstellung den Winkel ändern, in dem der Penis eindringt. Die Klitoris wird stimuliert, so dass es bei der Frau gut zu einem Orgasmus kommen kann. Mit dieser Stellung lässt sich auch die Ejakulation gut kontrollieren, weil der Mann die Geschwindigkeit der Bewegung bestimmen kann. Dabei kann man sich küssen oder der Mann liebkost die Brust der Frau. Die Frau ist bei dieser Stellung eher passiver, der Mann aktiv. Manche Frauen genießen es, "genommen" zu werden. Durch Positionsänderungen lässt sich die Missionarsstellung variieren. Die Frau kann etwa die Lage von Gesäß und Beinen ändern, der Mann kann knien etc. Wird das Gesäß mit Kissen unterstützt, ist es möglich, dass der Penis tiefer in die Frau eindringt. Wichtigste Voraussetzung ist bei dieser Stellung, und selbstverständlich auch bei anderen, dass die Scheide ausreichend feucht ist, weil sonst der Verkehr für die Frau sehr schmerzhaft sein kann.

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  • Die Reiterstellung

Die Frau sitzt auf dem Mann, dadurch übernimmt sie eine wesentlich aktivere Rolle - der Mann kann seine Partnerin beobachten. Durch diese Stellung hat die Frau die Situation unter Kontrolle. Sie kann die Eindringtiefe des Penis bestimmen bzw. durch ihre Lage den Stoß des Penis so dirigieren, dass die Scheidenvorderwand gereizt wird, wo bislang der G-Punkt vermutet wurde. Diese Stellung ist für Schwangere besonders empfehlenswert. Liegt beim Mann eine körperliche Erschöpfung vor oder ist er auf Grund einer Krankheit geschwächt, kann in dieser Position trotzdem Sex möglich sein. Variationsmöglichkeiten sind auch hierbei gegeben. Beide können sich aufsetzen, die Frau kann sich drehen, sie kann sich auch mit dem Rücken auf den Bauch des Mannes legen. Gegenseitiges Anfassen und Stimulieren in allen Bereichen des Körpers ist so möglich.

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  • Chinesische- oder Finnische Schlittenfahrt

Bei dieser Stellung kniet der Mann zwischen den Beinen der Frau, die auf dem Rücken liegt. Der Mann hebt das Becken der Frau an und dringt in sie ein. Das Gesäß der Frau lagert auf den Oberschenkeln des Mannes. Dann beugt er sich über sie und bewegt sich in ihr. Er "fährt mit ihr Schlitten". Bei dieser Stellung sollen sich die Partner besonders gut spüren.

  • Wiener Auster

Die Frau liegt auf dem Rücken und hat die Beine in Richtung Kopf gestreckt. Der Mann legt sich auf die Frau. Dafür bedarf es schon einer gewissen Gelenkigkeit seitens der Partnerin. Bei dieser Stellung soll der Stoß des Penis besonders gut gespürt werden.

  • A tergo

Dies ist vielleicht die älteste Sexstellung und ebenso die "animalischste", denn auch Tiere vollziehen so ihre Begattungsrituale. Sie wird "von hinten", "a tergo" genannt. Dabei führt der Mann den Penis von hinten in die Scheide der Frau ein. Die Frau kann dabei stehen und den Oberkörper vorbeugen, knien "Hündchenstellung" oder auf dem Bauch liegen. Eine Variation davon ist die "Löffelchenstellung": Dabei liegen beide Partner auf der Seite. Beide können aktiv sein und sich die Anstrengung teilen. Für viele Frauen ist diese Stellung besonders schön, weil sie den Penis besonders gut spüren können. Andere finden das Animalische in der Situation als abstoßend und fühlen sich in dieser Position unwohl.

  • Flanquette oder Flanke

​Dabei liegen beide Personen auf der Seite und wenden sich halb zueinander Die Frau liegt mit einem Schenkel zwischen den Beinen des Mannes.

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Nicht nur die Stellung, auch der Ort kann Abwechslung ins Liebesspiel bringen

Noch mehr Sex-Variationen ergeben sich auch durch den Ort, an dem sie praktiziert werden. Die verschiedenen Positionen lassen sich nicht nur im Bett sondern auch z. B. auf der Couch, dem Tisch, im Bad etc. praktizieren. Hier sollten der Fantasie keine Grenzen gesetzt werden.

+++ Mehr zum Thema: Analsex +++

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