MCA (Mucin-like cancer associated antigen)

Von , Student der Humanmedizin
und , Ärztin
Aktualisiert am
Lukas von Kunhardt

Lukas v. Kunhardt studiert Humanmedizin an der LMU München. Seit 2022 ist er Teil der NetDoktor-Redaktion und verfasst dort unter anderem medizinische Fachtexte. Er interessiert sich sehr für die Belange von Patienten und möchte ihnen durch seine Artikel den Zugang zur Medizin erleichtern.

Eva Rudolf-Müller

Eva Rudolf-Müller ist freie Autorin in der NetDoktor-Medizinredaktion. Sie hat Humanmedizin und Zeitungswissenschaften studiert und immer wieder in beiden Bereich gearbeitet - als Ärztin in der Klinik, als Gutachterin, ebenso wie als Medizinjournalistin für verschiedene Fachzeitschriften. Aktuell arbeitet sie im Online-Journalismus, wo ein breites Spektrum der Medizin für alle angeboten wird.

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MCA (Mucin-like cancer associated antigen) ist ein Tumormarker, den man bei Brustkrebs-Patientinnen misst. Der MCA-Messwert erlaubt eine Aussage über den Verlauf der Erkrankung und den Erfolg der Behandlung. Lesen Sie hier alles Wichtige über den Laborwert MCA!

Was ist MCA?

MCA ist die Abkürzung für "Mucin-like cancer-associated antigen". Es handelt sich dabei um ein Antigen, das auf dem MUC-1 Glykoprotein (Kohlenhydrat-Eiweiss-Verbindung) zu finden ist. Das in der Zellmembran angesiedelte MUC-1 Glykoprotein hilft Krebszellen, Immunreaktionen zu entgehen, und vermindert den Kontakt zu gesunden Nachbarzellen.

Allerdings produzieren nicht alle Krebszellen dieses spezielle Protein. Wenn sie es tun, dann sind seine Antigene wie MCA im Blut nachweisbar. Man kann diese dann als Tumormarker nutzen. Tumormarker sind Substanzen, die bei einigen Krebsarten vermehrt im Körper nachweisbar sind. Sie helfen, den Krankheitsverlauf zu beurteilen. Veränderte Messwerte finden sich aber auch bei einigen gutartigen Erkrankungen.

Wann bestimmt man MCA?

Mediziner nutzen den MCA-Wert zur Therapie- und Verlaufskontrolle bei Brustkrebs – mittlerweile allerdings nicht mehr so oft wie früher. Häufiger verwenden sie dafür nun unter anderem den Tumormarker CA 15-3, der ebenfalls ein Antigen des MUC-1 Glykoproteins ist.

Was sind die MCA-Normwerte?

Der Referenzbereich für MCA ist methodenabhängig. Der empfohlene Bereich bei Erwachsenen im Blutserum beträgt bis zu 15 U/ml.

Was bedeuten niedrige MCA-Werte?

Niedrige MCA-Werte haben keine medizinische Bedeutung. Sie schliessen keine Erkrankung aus.

In welchen Fällen ist MCA erhöht?

Hohe MCA-Werte deuten darauf hin, dass grosse Mengen des MUC-1 Glykoproteins im Körper vorhanden sind. Das kann bei Brustkrebs der Fall sein. Als relativ unspezifischer Wert kann MCA aber auch bei vielen anderen Erkrankungen erhöht sein.

Häufige Ursachen für erhöhte MCA-Werte sind also zum Beispiel:

Autoren- & Quelleninformationen

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Wissenschaftliche Standards:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Vorlage:
Dr. med. Karlheinz Zeilberger
Autoren:
Lukas v. Kunhardt
Lukas von Kunhardt

Lukas v. Kunhardt studiert Humanmedizin an der LMU München. Seit 2022 ist er Teil der NetDoktor-Redaktion und verfasst dort unter anderem medizinische Fachtexte. Er interessiert sich sehr für die Belange von Patienten und möchte ihnen durch seine Artikel den Zugang zur Medizin erleichtern.

Eva Rudolf-Müller
Eva Rudolf-Müller

Eva Rudolf-Müller ist freie Autorin in der NetDoktor-Medizinredaktion. Sie hat Humanmedizin und Zeitungswissenschaften studiert und immer wieder in beiden Bereich gearbeitet - als Ärztin in der Klinik, als Gutachterin, ebenso wie als Medizinjournalistin für verschiedene Fachzeitschriften. Aktuell arbeitet sie im Online-Journalismus, wo ein breites Spektrum der Medizin für alle angeboten wird.

Quellen:
  • Donepudi, M. S. et al.: Breast cancer statistics and markers, in: Journal of cancer research and therapeutics 2014; 10(3): 506–511
  • Gressner, A. M. et Arndt, T. (Grsg.): Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik, Springer-Verlag, 3. Auflage, 2019
  • Nicolini, A. et al.: Mucins and Cytokeratins as Serum Tumor Markers in Breast Cancer, in: Advances in experimental medicine and biology 2015; 867: 197–225; doi: 10.1007/978-94-017-7215-0_13
  • Seale, K. N. et al.: Circulating Biomarkers in Breast Cancer, in: Clinical breast cancer 2022; 22(3): e319–e331; doi: 10.1016/j.clbc.2021.09.006
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