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Babys 1. Woche

1. - 12.Woche
4. - 12. Monat
Babys Lebenswoche
Babys Lebensmonat

Ein Kind ist da – und mit ihm viele Fragen! netdoktor.at begleitet Sie Woche für Woche durch das erste Lebensjahr.

Willkommen, Baby!

Die ersten Tage mit dem Neugeborenen sind für Eltern und Baby eine Zeit des Ankommens und Kennenlernens. Gerade beim ersten Kind ist eine anfängliche Unsicherheit ganz normal: Sowohl Eltern als auch das Kind müssen sich erst aneinander gewöhnen. Während das Baby im Bauch der Mutter noch rundum versorgt und vor äußeren Einflüssen geschützt war, muss es jetzt mit völlig neuen Lebensumständen zurechtkommen.

Wochenbett

Für die Mutter beginnt nach der Geburt die Zeit des Wochenbetts. Diese sechs bis acht Wochen nach der Entbindung stehen ganz im Zeichen der Regeneration – sowohl körperlich als auch psychisch.

Unmittelbar nach der Geburt kommt es zu starken hormonellen Veränderungen, wodurch einerseits die Rückbildung der Gebärmutter begünstigt und andererseits der Milcheinschuss gefördert wird. Manche Frauen reagieren auf diese Veränderungen sehr sensibel und zeigen depressive Verstimmungen („Babyblues“), die aber in der Regel nach einigen Tagen wieder von selbst verschwinden.

In jedem Fall sollten Frauen in den ersten Tagen und Wochen nach der Entbindung geduldig mit sich sein, sich schonen und von den Strapazen der Geburt erholen.

Gewicht

Babys wiegen bei der Geburt zwischen 2,5 und 4,5 Kilogramm. Innerhalb der ersten Lebenstage verlieren die meisten Neugeborenen jedoch wieder bis zu 10% ihres Geburtsgewichts. Das liegt zum einen daran, dass die Kleinen noch nicht so viel trinken können, zum anderen an der Ausscheidung von Flüssigkeit und Mekonium.

Beim Mekonium handelt es sich um eine dunkle, zähe Masse, die sich während der Schwangerschaft im Darm des Kindes angesammelt hat und innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden nach der Geburt ausgeschieden wird. Es besteht aus Schleim, Darmzellen, Gallenflüssigkeit sowie verschlucktem Fruchtwasser und wird häufig auch als „Kindspech“ bezeichnet.

Erstes Trinken

Bis zum Milcheinschuss dauert es durchschnittlich drei, nach einem Kaiserschnitt bis zu fünf Tage. Das Baby ist aber bis dahin trotzdem bestens versorgt: Die sogenannte Erst- oder Vormilch (Kolostrum) ist die erste Substanz, die von den Brustdrüsen produziert wird, und enthält Nährstoffe in konzentrierter Form, mütterliche Antikörper und ist besonders bekömmlich. Die gehaltvolle Muttermilch sorgt rasch dafür, dass das Gewicht nach der ersten Woche wieder ansteigt, sodass das Ursprungsgewicht bei den meisten Babys schon nach zwei bis drei Wochen wieder erreicht wird.

Die ausschließliche Aufnahme von Muttermilch (oder auch Fläschchennahrung) hat auch Einfluss auf Farbe und Konsistenz des Stuhls: Er ist gelblich, flüssig und nahezu geruchlos.

Sinne

Zu Beginn erkennen Babys ihre Mütter am Geruch und an der Stimme. Während Sinne wie Hören, Riechen, Schmecken und Tasten von Anfang an voll ausgeprägt sind, muss sich der Sehsinn erst nach und nach entwickeln. In den ersten Wochen sehen Babys noch sehr verschwommen und nur etwa 20–30 cm weit scharf.

Reflexe

Angeborene Reflexe helfen dem Neugeborenen, seine Grundbedürfnisse zu stillen. So sorgt der Saugreflex dafür, dass das Baby genau das Richtige tut, wenn es gestillt wird. Der Trinkrhythmus muss sich bei den meisten Babys aber erst „einspielen“, sie trinken nur kleine Mengen, dafür häufig (acht bis zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden).

Neugeborene haben zudem einen sehr ausgeprägten Greifreflex: Berührt man die Handinnenflächen, packen sie kräftig zu. Der Reflex ist auch an den Füßen auslösbar, allerdings in viel geringerem Ausmaß. Dieser Reflex wird bis zum dritten Monat immer schwächer, bis er schließlich ganz verschwindet. Er ist wahrscheinlich noch ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, in denen sich Neugeborene an ihrer Mutter festhalten mussten. Die Hände des Neugeborenen sind im Ruhezustand meist zur Faust geschlossen, Arme und Beine noch an den Körper angezogen.

Schwerer Kopf

Im Vergleich zu Erwachsenen ist der Kopf Neugeborener besonders schwer und groß: Er wiegt rund ein Drittel des Gesamtgewichts. Aus diesem Grund sind sie noch nicht in der Lage, ihn selbst aufrecht zu halten. Er muss daher beim Tragen noch gestützt werden.

Haut

Nach der Geburt beginnt sich die Haut in den ersten Tagen oft zu schälen, es sind vor allem an Beugestellen weißliche Schuppen zu sehen. Diese vergehen nach einigen Tagen wieder, manchmal ist eine pflegende Fettcreme hilfreich.

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Autoren:

Medizinisches Review:
Priv.-Doz. DDr. Tamás Fazekas
Redaktionelle Bearbeitung:
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Aktualisiert am:

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