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Vitamin D-Mangel: Symptome & Diagnose

Müdigkeit Symptom von Vitamin D-Mangel
Müdigkeit tritt häufig in Verbindung mit einem Vitamin D-Mangel auf. (Neustockimages / iStockphoto)

Da die Symptome eines Vitamin-D-Mangels häufig sehr unspezifisch sind, kann nur eine Blutuntersuchung Klarheit geben.

Kurzfassung:

  • Vitamin-D-Mangel wird häufig als Zufallsbefund im Rahmen einer Blutuntersuchung festgestellt.
  • Die Symptome eines Vitamin-D-Mangels sind meist sehr unspezifisch.
  • In Fällen von schwerem Vitamin-D Mangel kommt es bei Kindern zu einer Rachitis, bei Erwachsenen zu einer Osteomalazie.
  • Die Behandlung eines Vitamin-D-Mangels erfolgt durch Sonnenbestrahlung sowie vermehrte Aufnahme von Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln.
  • Häufig ist die Einnahme von Vitamin-D in Form von Tropfen oder Tabletten notwendig.

 


Was sind Symptome eines Vitamin D-Mangels?

Ein moderater Mangel an Vitamin-D – wie er in den Wintermonaten häufig vorkommt – äußert sich nur durch sehr unspezifische Symptome. Er wird daher in den meisten Fällen nur als Zufallsbefund festgestellt. Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels können sein:

+++ Mehr zum Thema: Vitamin D-Mangel +++

Wie zeigt sich eine schwere Unterversorgung mit Vitamin D?

Bei einer dauerhaften Unterversorgung mit Vitamin D kommt es, abhängig vom Alter des Betroffenen, zu schwerwiegenden Störungen des Knochenstoffwechsels.

Rachitis bei Kindern

Ein schwerer Mangel an Vitamin D macht sich bei Kindern bereits in den ersten zwei Lebensjahren bemerkbar. Charakteristisch für rachitische Veränderungen sind Verformungen der Knochen und des Schädels. Betroffen sind insbesondere die Knorpel-Knochen-Grenze im Bereich des Brustkorbs (rachitischer Rosenkranz), die Wirbelsäule (Skoliose) und die Gliedmaßen. Die Diagnose erfolgt anhand der Anamnese, einer körperlichen Untersuchung und der Veränderungen im Blutbild. Auf dem Röntgenbild kann die Erkrankung durch unscharfe Knochenstrukturen, und verbreiterte Enden an der Hand, bzw. am Kniegelenk, festgestellt werden.

Osteomalazie bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen äußert sich ein schwerer Vitamin D-Mangel in einer Erweichung der Knochen, wodurch das Risiko für Osteoporose deutlich steigt. Typische Symptome sind Muskelschwäche und Knochenschmerzen.

+++ Mehr zum Thema: Osteoporose: Welche Rolle spielt Vitamin K in Zusammenhang mit Vitamin D? +++

Wie wird ein Vitamin-D-Mangel festgestellt?

Ein Mangel an Vitamin D kann anhand einer Blutuntersuchung leicht festgestellt werden. Ausschlaggebend für den Vitamin-D-Status ist die Serumkonzentration des sogenannten „25-Hydroxy-Vitamin D“. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat folgende Grenzwerte definiert:

  • Optimale Versorgung: über 30 ng/ml
  • Ausreichende Versorgung: 20–29 ng/ml
  • Mangel: 10–19 ng/ml
  • Schwerer Mangel: unter 10 ng/ml
  • Obergrenze: 100 ng/ml
  • Toxisch: über 150 ng/ml

Wie wird ein Vitamin-D-Mangel behandelt?

Liegt ein Vitamin D-Mangel vor, kann die Eigenproduktion des Vitamins durch regelmäßige Sonnenbestrahlung angekurbelt werden. Zusätzlich wird Vitamin D meist in Form von Tropfen verabreicht.

Grundsätzlich kann jeder Einzelne durch regelmäßige und maßvolle Sonnenbestrahlung seine Vitamin-D-Versorgung verbessern. Daneben ist es wichtig, auf eine Vitamin-D-reiche Ernährung zu achten.

Bei ungenügender oder fehlender Eigenproduktion reicht die Zufuhr von Vitamin D über die Nahrung jedoch nicht aus, die Vitamin-D-Speicher wieder aufzufüllen:

  • Die Differenz muss entweder über zusätzliche Eigenproduktion (UV-B-Strahlung) und/oder die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten gedeckt werden.
  • Solariumbesuche stellen keine Alternative dar, da die meisten Bestrahlungslampen vorrangig UV-A-Strahlen aussenden, und daher nicht zur Bildung von Vitamin D beitragen.

Prophylaxe

Muttermilch enthält nur geringe Mengen an Vitamin D. Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, erhalten sowohl gestillte als auch nicht gestillte Säuglinge ab dem 7. Lebenstag täglich 400–500 internationale Einheiten (IE) Vitamin D3. Die Empfehlung gilt für das erste Lebensjahr, und die Wintermonate des zweiten Lebensjahres. Der tägliche Bedarf kann in Form von Tabletten oder Tropfen gedeckt werden.

Überdosierung

Eine Überdosierung durch Sonnenbestrahlung, oder den Verzehr von Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln, ist unwahrscheinlich. Möglich ist sie jedoch durch eine exzessive Einnahme von Vitamin-D-Präparaten. Bei einer Überdosierung entsteht im Körper ein erhöhter Kalziumspiegel, der zu Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Herzrhythmusstörungen führen können. Als Langzeitfolgen können Nierensteine oder eine Verkalkung der Niere auftreten.

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Autoren:

Medizinisches Review:

Redaktionelle Bearbeitung:

Stand der medizinischen Information:
Quellen

S1-Leitlinie „Vitamin-D-Mangel-Rachitis“ (2016); 
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/174-007l_S1_Vitamin-D-Mangel_Rachitis_2016-04.pdf (letzter Zugriff am 05.03.2018) 

Journal für Mineralstoffwechsel (2014): Therapie mit Vitamin D: Gibt es Grenzen?; http://www.kup.at/kup/pdf/12326.pdf
(letzter Zugriff am 05.03.2018) 

Pharmazeutische Zeitung online (2012): Vitamin D – das Hormon der Streithähne; https://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=40818 (letzter Zugriff am 05.03.2018) 

European Food Safety Authority (2016): Vitamin D: EFSA legt Referenzwerte für Aufnahme fest; https://www.efsa.europa.eu/de/press/news/161028 (letzter Zugriff am 05.03.2018) 

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