Kaiserschnitt

Von Lena Machetanz, Ärztin
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Beim Kaiserschnitt wird der Fötus durch einen Schnitt in Bauchdecke und Gebärmutter zur Welt gebracht. Ursprünglich führte man diese Operation hauptsächlich bei einem erhöhten Risiko für Mutter oder Kind durch. Mittlerweile erfolgt aber auch oft ein Wunschkaiserschnitt ohne medizinische Notwendigkeit. Lesen Sie alles Wichtige über den Ablauf eines Kaiserschnitts, wann er durchgeführt wird und welche Risiken er birgt!

Kaiserschnitt

Was ist ein Kaiserschnitt?

Der Kaiserschnitt - auch Schnittentbindung, Sectio caesaria oder kurz Sectio genannt - ist ein operativer Eingriff bei Schwangeren, bei dem der Fötus durch eine operativen Eingriff geholt wird. Dazu eröffnet der Chirurg die Bauchdecke und die Gebärmutter. Ein Kaiserschnitt kann unter verschiedenen Narkoseverfahren durchgeführt werden.

Welche Formen von Kaiserschnitt gibt es?

Man unterscheidet beim Kaiserschnitt folgende Formen:

  • Primäre Sectio (geplanter Kaiserschnitt): Das ist ein Kaiserschnitt, für den sich die Eltern und der Arzt schon vor Beginn der Geburt entschieden haben. Er ist medizinisch begründet und wird noch vor Einsetzen der Wehen an einem geplanten Termin durchgeführt.
  • Sekundäre Sectio: Von sekundärer Sectio spricht man, wenn bei einer bereits begonnen "normalen" (also vaginalen Geburt) ein Umstieg auf einen Kaiserschnitt aus medizinischen Gründen erforderlich wird.
  • Kaiserschnitt auf Wunsch: Ein Wunschkaiserschnitt ist nicht medizinisch begründet, sondern hat in der Regel persönliche Gründe. Er findet zu einem geplanten Zeitpunkt statt.

Wann führt man einen Kaiserschnitt durch?

Medizinische Gründe für einen Kaiserschnitt

Manchmal ist ein Kaiserschnitt notwendig, weil anderenfalls die Gesundheit oder sogar das Leben von Mutter und Kind bedroht wäre. Man spricht dann von einer absoluten Indikation für eine Sectio.

Daneben gibt es relative Indikationen - also Situationen, in denen ein Kaiserschnitt medizinisch nicht zwingend notwendig, aber eventuell die sicherere Wahl ist, weil eine vaginale Geburt möglicherweise zu Komplikationen führen würde. Es erfolgte dann eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung der verschiedenen Geburtsmodi (Sectio, vaginale Geburt), bevor Arzt und Schwangere dann meist gemeinsam über die Art der Entbindung entscheiden.

Absolute Indikation

Relative Indikation

  • Querlage des Kindes
  • Kindskopf passt nicht durch das mütterliche Becken, weil dieses eine Fehlbildung aufweist (absolutes Missverhältnis zwischen Kindsgrösse und Grösse des mütterlichen Beckens)
  • (drohender) Riss der Gebärmutter
  • vorzeitige Ablösung des Mutterkuchens
  • Fehllage des Mutterkuchens vor dem Gebärmutterhals (Plazenta praevia)
  • Krampfanfälle im Rahmen einer "Schwangerschaftsvergiftung" (Eklampsie)
  • HELLP-Syndrom (weitere Form von Schwangerschaftsvergiftung)
  • bakterielle Infektion der Fruchthöhle (Amnioninfektionssyndrom)
  • Nabelschnurvorfall mit Abknicken der Nabelschnur
  • übersäuerte Stoffwechsellage des Kindes (fetale Azidose)
  • Gewicht des Kindes über 4.500 g
  • Verdacht, dass der kindliche Kopf nicht durch das mütterliche Becken passt (z.B. weil Kind sehr gross ist)
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • auffälliges Kardiotokogramm (Aufzeichnung der kindlichen Herzschläge und der Wehen)
  • verlängerter Geburtsverlauf
  • Geburtsstillstand und mütterliche Erschöpfung
  • Zustand nach vaginal-plastischer Operation
  • Beckenendlage des Kindes
  • Kaiserschnitt bei einer vorangegangenen Geburt

Sonderfall: Kaiserschnitt auf Wunsch

Eine Sonderform ist der Kaiserschnitt auf Wunsch, bei dem es keine medizinische Rechtfertigung für eine Sectio gibt. Der Eingriff wird - wie die primäre Sectio - als geplanter Kaiserschnitt zu einem bestimmten Termin durchgeführt.

Der Wunschkaiserschnitt wird immer beliebter. Gründe dafür sind etwa die Furcht eienr Frau vor Verletzungen bei einer vaginalen Geburt und der Wunsch nach Planbarkeit des Geburtstermins. Ärzte betrachten diesen Trend allerdings mit Sorge, denn ohne medizinische Gründe hat eine Sectio Caesarea mehr Nachteile als Vorteile. Kaiserschnitt-Risiken und -Folgen sollten also gut bedacht sein, bevor man sich für eine Wunschsectio entscheidet.

Wie läuft ein Kaiserschnitt ab?

Vorbereitung zum Kaiserschnitt

Bevor die Operation beginnt, bereitet das Pflegepersonal die Patientin entsprechend vor. Dafür wird sie auf dem Rücken liegend mit leicht gespreizten und angewinkelten Beinen gelagert und mit sterilen Tüchern abgedeckt. Nur der spätere Operationsbereich bleibt frei, wird desinfiziert und von Haaren befreit.

Der Arzt legt der Patientin ausserdem einen Blasenkatheter, da nach einem Kaiserschnitt oft Probleme beim Wasserlassen auftreten.

Zwischen dem Kopf der Patientin und dem Operationsfeld ist aus hygienischen Gründen ein Tuch gespannt, sodass sie den Eingriff selbst nicht sehen kann.

Kaiserschnitt: Narkose

Ein Kaiserschnitt wird immer unter Betäubung durchgeführt, wobei verschiedene Narkosemethoden zu Verfügung stehen. In den meisten Fällen wendet man ein örtliches Verfahren an: die Regionalanästhesie (eine Form von Lokalanästhesie). Dabei wird das Schmerzempfinden im relevanten Bereich ausgeschaltet, aber die Patienten bleibt bei vollem Bewusstsein. Infrage kommen dafür entweder eine Spinalanästhesie oder eine Periduralanästhesie - beides Methoden, mit denen man Rückenmarksnerven betäubt.

Die Alternative ist eine Vollnarkose beim Kaiserschnitt. Vollnarkose bedeutet, dass die Patientin dabei das Bewusstsein verliert und beatmet werden muss. Von der Operation bekommt sie also nichts mit.

Örtliche Narkose wird bevorzugt

Man bevorzugt örtliche Verfahren, weil sie für das Kind ungefährlicher sind. Die eingesetzten Betäubungsmittel gelangen nicht ins mütterliche und damit auch nicht ins kindliche Blut. Bei der Regionalanästhesie dauert es zwar eine gewisse Zeit, bis die Wirkung einsetzt. Dafür kann man aber über sogenannte Katheter auch nach der Operation noch Schmerzmittel geben. Viele Mütter möchten die Sectio ausserdem bewusst erleben und ihr Kind auf den Arm nehmen, sobald es das Licht der Welt erblickt hat.

Einen Kaiserschnitt mit Vollnarkose wendet man wegen der rasch eintretenden Wirkung vor allem in Notfallsituationen an. Der grosse Nachteil ist, dass das Narkosemittel über den Mutterkuchen auch in den kindlichen Kreislauf gelangen kann. Um die Narkose so kurz wie möglich zu halten, wird sie deshalb erst begonnen, wenn der Chirurg den Bauch der Mutter bereits desinfiziert und steril abgedeckt hat.

Die eigentliche Operation

Der Kaiserschnitt-Ablauf ist immer der gleiche: Der Chirurg beginnt die Operation mit einem etwa acht bis zwölf Zentimeter langen Schnitt, dem sogenannten Pfannenstiel-Schnitt. Dieser verläuft quer am Unterbauch, wenige Zentimeter über der Schambeinfuge. Nach Möglichkeit setzt der Arzt den Schnitt entlang der "Bikinifalte", damit die Narbe später weniger auffällt.

Nachdem die Haut-, Fett-, und Muskelschichten durchtrennt sind, schiebt der Operateur die freiliegende Harnblase vorsichtig zur Seite und erhält nun freie Sicht auf die Gebärmutter (Uterus). Er öffnet sie mit einem Schnitt und dehnt sie mit den Fingern noch weiter auf, bis das Kind durchpasst und herausgeholt werden kann.

Nachdem die Nabelschnur durchtrennt wurde, säubert die Hebamme das Neugeborene, wickelt es in warme Tücher und übergibt es den Eltern. Währenddessen entnimmt der Arzt den Mutterkuchen. Nach dem Kaiserschnitt vernäht er die einzelnen Schichten der Gebärmutter und der Bauchwand mit Fäden, die sich nach einigen Wochen von selbst auflösen.

Die Misgav-Ladach-Technik ("sanfter Kaiserschnitt")

Die Misgav-Ladach-Technik ist eine Alternative zum klassischen Kaiserschnitt, die mittlerweile vielerorts sehr häufig angewendet wird. Weil sie insgesamt schonender für die Patientin ist, heisst diese Variante auch "sanfter Kaiserschnitt". Ablauf und Vorbereitung entsprechen in weiten Teilen dem gewöhnlichen Kaiserschnitt, aber es gibt einen wesentlichen Unterschied: Nach dem Pfannenstiel-Schnitt eröffnet der Operateur die weiteren Gewebeschichten durch Dehnen und Reissen und nicht durch Schneiden. Auch wenn es sich nicht so anhört, ergeben sich dadurch einige Vorteile:

  • weniger Gewebsverletzung durch Aufdehnen statt Aufschneiden
  • geringerer Blutverlust
  • Zeitersparnis, daher vor allem in Notsituationen praktisch
  • weniger Schmerzen nach der Operation
  • kürzerer Krankenhausaufenthalt

Wie lange dauert ein Kaiserschnitt?

Die Dauer eines Kaiserschnitts ist von Fall zu Fall verschieden und von individuellen Umständen abhängig. Wenn die Patientin zum Beispiel aufgrund vorheriger Operationen im Bauchbereich Verwachsungen und Vernarbungen hat, nimmt der Eingriff mehr Zeit in Anspruch. Im Regelfall kann man bei einem Kaiserschnitt aber mit einer reinen Operationsdauer von circa 15 bis 30 Minuten rechnen. Dazu kommt noch etwa eine halbe Stunde für die Narkoseeinleitung und die Lagerung der Patientin.

Video: Kaiserschnitt: So läuft er ab

Welche Risiken birgt ein Kaiserschnitt?

Kaiserschnitt: Risiken für die Mutter

Die Risiken eines Kaiserschnitts für die Mutter konnten in den letzten Jahrzehnten deutlich gesenkt werden. Verantwortlich dafür sind Fortschritte in der Operationstechnik und bei den Narkoseverfahren sowie der Einsatz von Antibiotika zum Schutz vor Infektionen. Dennoch ist eine Sectio - wie jeder operative Eingriff - nicht risikofrei. Verglichen mit einer vaginalen Geburt ist die Sterblichkeitsrate beim Kaiserschnitt dreimal so hoch.

Akute Komplikationen bei einem Kaiserschnitt können sein:

  • grosser Blutverlust (sowohl während als auch nach der Operation)
  • Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose, Embolie)
  • Infektionen
  • Verletzung benachbarter Organe (z.B. Harnblase, Harnleiter, Darm)
  • Wundheilungsstörung (evtl. mit ästhetisch unbefriedigender Narbenbildung)
  • Narkosezwischenfälle

Zu den langfristigen Komplikationen gehören:

  • Lagerungsschäden (Reizung von Nerven mit Lähmungserscheinungen und Kribbelgefühl)
  • Verwachsungen nach Kaiserschnitt
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Bindungsstörungen zwischen Mutter und Kind

Bei erneuter Schwangerschaft nach Kaiserschnitt besteht ein erhöhtes Risiko für eine Fehllage der Plazenta und ein Einreissen der Gebärmutter. Ausserdem muss dann oft auch die zweite Entbindung bei Kaiserschnitt erfolgen.

Kaiserschnitt: Risiken für das Kind

Für das Kind ist der Kaiserschnitt risikoärmer als eine vaginale Geburt. Dennoch sind während und nach der Operation Komplikationen möglich. Dazu gehören insbesondere:

  • Anpassungsstörungen, vor allem Atemprobleme
  • Verletzungen bei der Operation, zum Beispiel Schnittwunden
  • Bindungsstörungen aufgrund von Problemen beim Stillen
  • erhöhte Infektanfälligkeit, weil das Kind bei der Entbindung nicht mit der natürlichen Bakterienflora der Mutter in Kontakt kommt

Was muss ich nach dem Kaiserschnitt beachten?

Nach dem Kaiserschnitt wird die Patientin auf die Wöchnerinnenstation gebracht und kann sich dort von dem Eingriff erholen. An der Bettkante sitzen und auch Aufstehen ist nach der Sectio caesarea bereits nach einigen Stunden möglich und auch nötig, um die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern. Die frühzeitige Mobilisation dient auch dazu, einer Verstopfung nach Kaiserschnitt vorzubeugen und die Darmtätigkeit anzuregen.

Die Bauchnaht verheilt in der Regel innerhalb von 8 bis 12 Tagen. Nach einer Sectio caesarea bleiben die meisten Patientinnen für etwa 4 bis 7 Tage im Krankenhaus. Ein längerer Klinikaufenthalt kann zum Beispiel bei einer Notfallsectio notwendig sein oder wenn Komplikationen auftreten.

Schmerzen nach Kaiserschnitt

Schmerzen können nach dem Kaiserschnitt vor allem in den ersten Tagen auftreten. Das betrifft in besonderem Masse Bewegungen, welche die Bauchdecke belasten - wie etwa beim Aufstehen, aber auch beim Husten und Niesen. Bei starken Schmerzen kann der Frauenarzt schmerzstillende Mittel verschreiben, die auch Stillende einnehmen dürfen, ohne das Kind zu gefährden.

Rückbildung nach Kaiserschnitt

Sobald die Bauchnaht verheilt und die Umgebung der Wunde bei Berührung schmerzfrei ist, kann die Hebamme eine Bauchmassage durchführen. Das fördert die Rückbildung der Gebärmutter, unterstützt Darmtätigkeit und Wochenfluss und sorgt ausserdem für Entspannung.

Der Bauch nach Kaiserschnitt ist in seiner Form verändert und sehr weich. Ausserdem haben viele Patientinnen nach der Geburt des Kindes Probleme, den jetzt "leeren" Bauch anzunehmen. Ziel der Massage ist es daher auch, die Patientin beim Annehmen des ungewohnten Körpergefühls zu unterstützen.

Die sogenannte Rückbildungsgymnastik nach Kaiserschnitt soll dazu beitragen, dass sich die Patientin mit ihrem Körper nach der Geburt auseinandersetzt. In speziellen Kursen lernen die Frauen, die durch Schwangerschaft und Geburt beanspruchten Gewebestrukturen in Bauch und Beckenboden zu kräftigen. Dabei helfen leichte Übungen, bei denen auch auf die Kaiserschnittnarbe Rücksicht genommen wird.

Im Regelfall können die Patientinnen bereits sechs Wochen nach der Operation mit der Rückbildungsgymnastik beginnen. Sinnvoll ist es, die Übungen bis mindestens drei bis vier Monate nach der Geburt fortzuführen.

Sport nach Kaiserschnitt

Solange die Narbe nicht völlig verheilt ist, sollten die Frauen keine Sportarten machen, bei denen die Bauchdecke belastet wird oder schwere Gegenstände angehoben werden müssen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, den Frauenarzt zu fragen, ob und wann im individuellen Fall Sport nach Kaiserschnitt erlaubt ist.

Nachwehen

Nicht nur nach einer vaginalen Geburt bekommen Frauen Nachwehen - Kaiserschnitt-Patientinnen sind ebenfalls davon betroffen. Unter Nachwehen versteht man das krampfartige Zusammenziehen der Gebärmutter, wie es auch bei der Geburt auftritt. Die Nachwehen unterstützen die Rückbildung: Abgestorbenes Gewebe in der Gebärmutter wird abgestossen, Blutungen aus der Gebärmutterschleimhaut werden gestillt.

Während Erstgebärende die Nachwehen oft lediglich als leichtes Ziehen im Unterbauch wahrnehmen, kann die Schmerzintensität bei Mehrfachgebärenden deutlich zunehmen. Die Patientinnen empfinden es hier oft als lindernd, wenn sie sich auf den Bauch legen. Bei starken Schmerzen können homöopathische oder auch krampflösende Medikamente helfen.

Das Konzept der Homöopathie und ihre spezifische Wirksamkeit sind umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.

Stillen nach Kaiserschnitt

Das Stillen nach Kaiserschnitt ist erlaubt und sogar sehr sinnvoll, da es vielen Frauen bei der seelischen Verarbeitung des Kaiserschnitts hilft. Wenn die Mutter ihr Kind an die Brust legt, schüttet ihr Körper ausserdem Hormone aus, welche die Mutter-Kind-Bindung unterstützen. Darum ist es besonders nach schweren, traumatischen Kaiserschnitten wichtig, das Kind so oft wie möglich an die Brust zu legen. Um eine Reizung der Bauchnaht beim Stillen zu vermeiden, empfiehlt es sich, in Seitenlage zu stillen.

Duschen und Baden nach Kaiserschnitt

Sobald der Kreislauf der Patientin wieder stabil ist, darf sie in der Regel auch duschen. Dies ist ungefähr ab dem dritten Tag nach der Operation der Fall. Dabei sollte sie darauf achten, die Bauchnaht nicht mit Shampoo oder Duschgel in Berührung zu bringen, zum Beispiel durch Verwendung eines speziellen Duschpflasters. Wird die Naht dennoch feucht, sollte man sie mit einem sauberen Tuch vorsichtig trocken tupfen.

Baden darf die Patientin erst wieder, wenn der Wochenfluss versiegt ist, da dieser bei Kontakt mit der Operationswunde zu Infektionen führen kann. Sitzbäder sind aber jederzeit möglich.

Kaiserschnitt: Narbe richtig pflegen

Entlang des Pfannenstiel-Schnittes bildet sich nach der Sectio caesarea eine Narbe. Durch die Schnittführung in der Bikinifalte stellt sie für die Frauen aber meist kein grosses ästhetisches Problem dar. Dennoch sollten die Patientinnen die Kaiserschnittnarbe pflegen, zum Beispiel mit Narbensalben, die regelmässig einmassiert werden. Diese werden nicht nur aufgetragen, wenn die Kaiserschnittnarbe geschwollen ist, sondern auch, um eine starke Narbenbildung nach dem Kaiserschnitt zu verhindern. 

Autoren- & Quelleninformationen

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Wissenschaftliche Standards:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Vorlage:
Dr. med. Susanne Maurer
Quellen:
  • Breckwoldt, M. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe, Thieme Verlag, 5. Auflage, 2008
  • Goerke, K. & Valet, A. (Hrsg.): Gynäkologie und Geburtshilfe - Professional, Elsevier/Urban & Fischer Verlag, 2020
  • Guideline der Gynécologie Suisse (SGGG): "Guideline Sectio caesarea" in: Gynäkologie 3/2015
  • Kainer, F.: Facharztwissen Geburtsmedizin, Urban & Fischer in Elsevier Verlag, 4. Auflage, 2021
  • Mändle, C. & Opitz-Kreuter, S.: Das Hebammenbuch: Lehrbuch der praktischen Geburtshilfe, Schattauer Verlag, 6. Auflage, 2014
  • Pschyrembel Online, Klinisches Wörterbuch: www.pschyrembel.de (Abruf: 22.03.2022)
  • S3-Leitlinie der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: "Sectio caesarea" (Stand: Juni 2020)
  • Strauss, A. et al: Behandlungspfade in Gynäkologie und Geburtshilfe, Springer Verlag, 1. Auflage, 2013
  • Striebel, H. W.: Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schattauer Verlag, 10. Auflage, 2020
  • Tacke, L. & Stüwe, M: Wochenbett-und Rückbildungsgymnastik, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2022
  • Uhl, B.: OP-Manual Gynäkologie und Geburtshilfe, Thieme Verlag, 3. Auflage, 2018
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