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Zyklusmonitoring

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Um schwanger zu werden, ist es sinnvoll, sich mit dem eigenen Zyklus auseinanderzusetzen. (ViDi Studio / iStockphoto)

Schwanger zu werden ist - anders als viele denken - alles andere als ein Kinderspiel. Zum einen weil die menschliche Fortpflanzung insgesamt sehr störanfällig ist.

Das Zeitfenster ,in dem es überhaupt zu einer Befruchtung kommen kann, ist relativ klein. So findet im Körper der Frau meist nur einmal im Monat ein Eisprung statt. Die Eizelle bleibt dann für etwa einen Tag befruchtungsfähig, muss also in diesem Zeitraum auf eine männliche Samenzelle treffen. Immerhin können Spermien einige Tage im weiblichen Organismus überleben. Heißt: Nur wenn ein Paar rund um den Eisprung - zwei, drei Tage davor bis einen Tag danach - Geschlechtsverkehr hat, besteht die Chance, ein Kind zu zeugen.

Zyklusmonitoring zu Hause

Um diesen Zeitpunkt zu erwischen, muss man den Termin des Eisprungs kennen, der bei einem 28-Tage-Zyklus etwa in der Mitte liegt. Er lässt sich zum Beispiel feststellen durch:

  • tägliches Messen der Körpertemperatur und durch das Beobachten von Veränderungen des Muttermundschleims - diese so genannte symptothermale Methode können Frauen selbst durchführen
  • Mittlerweile bieten Drogeriemärkte auch Urintests, mit denen der Ovulationszeitpunkt bestimmt werden kann.
  • Auch Verhütungscomputer können zur Bestimmung der fruchtbaren Tage verwendet werden.
  • Mittlerweile gibt es auch Zyklustracking über Atemluftanalysegeräte, digitale Fruchtbarkeitstests als Chatbots uvm.

Zyklusmonitoring durch einen Arzt

Noch exakter ist das Zyklusmonitoring durch einen Arzt. Dabei wird mittels Ultraschall mehrmals die Größe des im Eierstock heranreifenden Eibläschens (Follikelbläschen) bestimmt. Die Überwachung beginnt einige Tage vor dem zu erwartenden Eisprung. Außerdem wird der Spiegel bestimmter Hormone bestimmt, in erster Linie der von Östradiol und LH (luteinisierendes Hormon). Durch die Kombination dieser beiden Untersuchungen lässt sich auf den Tag oder sogar auf Stunden genau ermitteln, wann der Eisprung zu erwarten ist.

Das Zyklusmonitoring ist also nicht im eigentlichen Sinne ein Therapieverfahren bei Unfruchtbarkeit, sondern vielmehr eine Methode, um den optimalen Zeitpunkt für eine Befruchtung festzustellen und so die Chancen einer Schwangerschaft zu verbessern. Bei stimulierten Zyklen ist das Monitoring im Übrigen vorgeschrieben.

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Stand der medizinischen Information:
Quellen

Zyklusmonitoring über Atemluft

Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über ärztliche Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung. Letzte Änderung 16. Juli 2009
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA: Sehnsucht nach einem Kind - Möglichkeiten und Grenzen der Medizin. 2006
Österreichische IVF-Gesellschaft ( www.ivf-gesellschaft.at)
IVF-Fonds-Gesetz (http://www.ivf-gesellschaft.at/fileadmin/redaktion/files/Downloads/IVF-Fonds-Gesetz.pdf)
Gemeinsame Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie, der Österreichischen IVF-Gesellschaft und der Österreichischen Gesellschaft für Sterilität, Fertilität und Endokrinologie: Empfehlungen zur maximalen Anzahl zu transferierender Embryonen. Journal für gynäkologische Endokrinologie 2010; 4 (1)
Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: Leitlinie zur Abklärung des unerfüllten Kinderwunsches mit Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung in gynäkologischen Praxen und Abteilungen ohne IVF.
http://www.oeggg.at/fileadmin/user_upload/downloads/Leitlinien/Leitlinie_Abklaerung_des_unerfuellten_Kinderwunsches.pdf 
Unerfüllter Kinderwunsch. Gesundheitsberichterstattung des Bundes - Heft 20 (April 2004)

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