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10 Tipps gegen Schluckauf

  • Luft anhalten bei Schluckauf

    Luft anhalten: Der Trick ist vermutlich so alt wie das Schluckauf selbst! Das Luft anhalten führt dazu, dass sich der Kohlendioxidgehalt im Blut erhöht. Der Anstieg wird von speziellen Chemorezeptoren registriert und dem Gehirn gemeldet. Dadurch beruhigt sich der Nervus phrenicus (Zwerchfellnerv). Die Luft sollte allerdings erst beim Ausatmen angehalten werden. So entspannt sich der Nerv, der die Atemmuskulatur und das Zwerchfell versorgt. (Olena Zaskochenko, Shutterstock)

  • Wasser trinken bei Schluckauf

    Wasser trinken oder gurgeln: Ein weiterer altbewährter Trick ist es, Wasser gegen das Hicksen zu trinken! Ähnliches gilt für das Gurgeln von Wasser. Die Atmung wird dadurch unterbrochen, was wieder zu einer Kohlendioxiderhöhung im Blut führt. Zudem wird der Nervus vagus in der hinteren Rachenwand gereizt. Beide Reize führen zur Beruhigung der Schluckauf-Impulse. (Goodluz , Shutterstock)

  • Nase zuhalten gegen Schluckauf

    Ohren und Nase zu halten: Manche Menschen schwören darauf, Ohren und Nase zu halten (zu lassen) und dabei Wasser zu trinken! Zugegeben: Der Trick funktioniert wohl eher, weil er vom Schluckauf ablenkt und nicht weil ein komplexer physiologischer Mechanismus dahinter steckt. (Gladskikh Tatiana , Shutterstock)

  • Singultus

    In eine Tüte einatmen: Für den nächsten Trick benötigen Sie eine Tüte, in die Sie hineinatmen. Dabei pusten Sie kohlendioxidreiche Luft hinein, um sie anschließend gleich wieder zu inhalieren. Dies hat zur Folge, dass die Kohlendioxidkonzentration im Blut steigt. Rezeptoren leiten die Informationen ins Hirn zum Vagus-Ursprung, wodurch dieser beruhigt wird. Vorsicht! Wer den Trick zu lange anwendet, riskiert eine Ohnmacht aufgrund des Sauerstoffmangels. (Plume Photography , Shutterstock)

  • Schluckauf: Auf den Rücken legen und Beine anziehen

    Am Rücken liegend die Beine anziehen: Legen Sie sich auf den Rücken, ziehen Sie die Knie zum Bauch und drücken dabei mit den Händen kräftig dagegen. Das entzerrt das Zwerchfell und führt zu einem Schluckauf-Stopp. (racorn )

  • Erschrecken hilft bei Schluckauf

    Erschrecken: Für den, der erschreckt wird, ist es zwar in diesem Moment nicht lustig, dafür aber umso hilfreicher. Warum? Weil durch das Erschrecken die Hirnimpulse im Vaguskern direkt beeinflusst werden. Der Nervus vagus, der längste Hirnnerv, beginnt im Gehirn und verläuft bis in den Bauchraum – und damit auch zum Zwerchfell. (Piotr Marcinski )

  • Zuckerwürfel in Essig bei Schluckauf

    Zuckerwürfel in Essig: Die Methode ist zwar kein kulinarischer Genuss, dafür hilft sie aber. Es wird ein Stück Würfelzucker in Essig getränkt. Dann lässt man ihn langsam auf der Zunge zergehen. Der Essig reizt die Gaumennerven und wirkt so gegen das Hicksen! (Paul_Brighton )

  • Augen zu halten

    Augen zu halten: Ein anderer Trick gegen Schluckauf ist es die Augen zu schließen und dabei sanft mit den Fingerspitzen auf die Lider zu drücken. Pulsschlag und Atmung werden langsamer und die Entspannung löst den Schluckauf. Länger als 15 Sekunden sollte die Übung allerdings nicht ausgeführt werden – es könnte Ihnen sonst übel werden! (g-stockstudio )

  • Eiswürfel auf den Kehlkopf halten

    Eiswürfel auf den Kehlkopf halten: Ein weiterer Trick ist es, den Kehlkopf mit Eiswürfel zu bestreichen. Durch die Kälte wird der Schluckauf-Reflex unterbrochen. (kungverylucky )

  • Zählen gegen Schluckauf

    Last but not least: Ablenkung! Zählen Sie einmal von 100 an rückwärts bis Null. Wenn Sie das nicht genug ablenkt, können Sie bei jedem "Hicks" die Zahl verdoppeln, bei der man beim Rückwärtszählen gerade angekommen ist. (racorn )


Schluckauf oder Singultus hat jeder schon einmal erlebt. Welche Tipps helfen beim umgangssprachlichen "Hicksen" wirklich?

Beim chronischen Schluckauf steht die Behandlung der ursächlichen Erkrankung im Vordergrund. Teils wird versucht, das Hicksen mittels des Einsatzes von Medikamenten in den Griff zu bekommen.

Eine spezielle Behandlung ist normalerweise nicht erforderlich. Beim akuten Schluckauf können allerdings verschiedene Tricks angewendet werden.

1. Luft anhalten 

Der Trick ist vermutlich so alt wie das Schluckauf selbst! Das Luft anhalten führt dazu, dass sich der Kohlendioxidgehalt im Blut erhöht. Der Anstieg wird von speziellen Chemorezeptoren registriert und dem Gehirn gemeldet. Dadurch beruhigt sich der Nervus phrenicus (Zwerchfellnerv). Die Luft sollte allerdings erst beim Ausatmen angehalten werden. So entspannt sich der Nerv, der die Atemmuskulatur und das Zwerchfell versorgt.

2. Wasser trinken oder gurgeln

Ein weiterer altbewährter Trick ist es, Wasser gegen das Hicksen zu trinken! Ähnliches gilt für das Gurgeln von Wasser. Die Atmung wird dadurch unterbrochen, was wieder zu einer Kohlendioxiderhöhung im Blut führt. Zudem wird der Nervus vagus in der hinteren Rachenwand gereizt. Beide Reize führen zur Beruhigung der Schluckauf-Impulse. 

3. Ohren und Nase zu halten

Manche Menschen schwören darauf, Ohren und Nase zu halten (zu lassen) und dabei Wasser zu trinken! Zugegeben: Der Trick funktioniert wohl eher, weil er vom Schluckauf ablenkt und nicht weil ein komplexer physiologischer Mechanismus dahinter steckt. 

4. In eine Tüte einatmen

Für den nächsten Trick benötigen Sie eine Tüte, in die Sie hineinatmen. Dabei pusten Sie kohlendioxidreiche Luft hinein, um sie anschließend gleich wieder zu inhalieren. Dies hat zur Folge, dass die Kohlendioxidkonzentration im Blut steigt. Rezeptoren leiten die Informationen ins Hirn zum Vagus-Ursprung, wodurch dieser beruhigt wird. Vorsicht! Wer den Trick zu lange anwendet, riskiert eine Ohnmacht aufgrund des Sauerstoffmangels.

5. Am Rücken liegend die Beine anziehen

Legen Sie sich auf den Rücken, ziehen Sie die Knie zum Bauch und drücken dabei mit den Händen kräftig dagegen. Das entzerrt das Zwerchfell und führt zu einem Schluckauf-Stopp.

6. Erschrecken

Für den, der erschreckt wird, ist es zwar in diesem Moment nicht lustig, dafür aber umso hilfreicher. Warum? Weil durch das Erschrecken die Hirnimpulse im Vaguskern direkt beeinflusst werden. Der Nervus vagus, der längste Hirnnerv, beginnt im Gehirn und verläuft bis in den Bauchraum – und damit auch zum Zwerchfell.

7. Zuckerwürfel in Essig

Die Methode ist zwar kein kulinarischer Genuss, dafür hilft sie aber. Es wird ein Stück Würfelzucker in Essig getränkt. Dann lässt man ihn langsam auf der Zunge zergehen. Der Essig reizt die Gaumennerven und wirkt so gegen das Hicksen!

8. Augen zu halten

Ein anderer Trick gegen Schluckauf ist es die Augen zu schließen und dabei sanft mit den Fingerspitzen auf die Lider zu drücken. Pulsschlag und Atmung werden langsamer und die Entspannung löst den Schluckauf. Länger als 15 Sekunden sollte die Übung allerdings nicht ausgeführt werden – es könnte Ihnen sonst übel werden!

9. Eiswürfel auf den Kehlkopf halten

Ein weiterer Trick ist es, den Kehlkopf mit Eiswürfel zu bestreichen. Durch die Kälte wird der Schluckauf-Reflex unterbrochen.

10. Last but not least

Ablenkung! Zählen Sie einmal von 100 an rückwärts bis Null. Wenn Sie das nicht genug ablenkt, können Sie bei jedem "Hicks" die Zahl verdoppeln, bei der man beim Rückwärtszählen gerade angekommen ist. 

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Quellen

Kuhn M, Reinhart WH: Singultus, in: Schweizerisches Medizin-Forum 2004;4: 1138 – 1141

Klinke R, Pape HC, Kurtz A, Silbernagl S: Physiologie, Thieme Verlag 2010

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