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Reizmagen Behandlung

Reizmagen Therapie
Die Therapie orientiert sich am jeweils stärksten Symptom. (wavebreakmedia / Shutterstock)

So unterschiedlich sich die Symptome eines Reizmagens beim jeweiligen Patienten äußern können, so individuell ist auch die entsprechende Therapie. Eine ursächliche Behandlung der funktionellen Dyspepsie gibt es nicht. Ganzen Text lesen


  • Eine Refluxkrankheit mit regelmäßigem Sodbrennen ist nicht nur unangenehm, sie sollte auch keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden.

  • Die Kamillenblüte ist ein wahrer Alleskönner. Die Heilpflanze des Jahres 2002 kann sowohl bei Verdauungsproblemen, Blähungen, Übelkeit und Völlegefühl als auch bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, verschiedenen bakteriellen Hauterkrankungen, Hämorrhoiden als auch Magenschleimhautentzündungen Abhilfe verschaffen.

    Als Reizmagen wird ein Beschwerdebild bezeichnet, das sich nicht auf eine organische Ursache zurückführen lässt.

  • Brechdurchfall wird meist von Viren verursacht. Bakterien und Parasiten sind weitere mögliche Auslöser. Lesen Sie hier mehr dazu.


Die Therapie orientiert sich zunächst am dominanten Symptom. Um dieses definieren zu können, empfehlen Ärzte, über einige Wochen ein Symptomtagebuch inklusive Ernährungsprotokoll zu führen. In dieses werden die auftretenden Beschwerden, Zeitpunkt und Stärke des Auftretens, alle Mahlzeiten, die jeweilige Menge, Besonderheiten und die allgemeinen Lebensumstände eingetragen.

+++ Mehr zum Thema: Reizmagen +++

Medikamente

  • Prokinetika (Metoclopramid, Domperidon)

Sie unterstützen die Bewegung (Motilität) des Magens und beschleunigen damit dessen Entleerung. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen wird jedoch empfohlen, diese nicht länger als sechs bis acht Wochen einzusetzen.

  • Säuresuppressive Therapien (Protonenpumpenhemmer, H2-Blocker)

Führen bei vielen Betroffenen zu einer Besserung der Symptomatik durch Neutralisierung bzw. Hemmung der Magensäureproduktion.

  • Helicobacter-pylori-Eradikationstherapie
     
  • Trizyklische Antidepressiva

Bringen die zuvor genannten Wirkstoffe keinen zufriedenstellenden Erfolg, können trizyklische Antidepressiva helfen, die Lebensqualität zu verbessern.

  • Phytotherapeutika

Die Wirkung pflanzlicher Therapeutika (etwa Pfefferminze und Kümmel) ist noch nicht wissenschaftlich bewiesen, neueste Studien deuten aber auf eine positive Wirkung hin.

Unterstützende Maßnahmen

  • Ernährung

Eine allgemeingültige Ernährungs- oder Diätempfehlung für Reizmagen-Betroffene gibt es nicht. Vielmehr muss jeder Patient selbst herausfinden, was im guttut und was nicht. Nicht nur die Lebensmittel selbst, sondern auch die Art ihrer Zubereitung kann eine Rolle spielen.

Bei einem Teil der Patienten führen folgende Umstellungen der Ernährungsgewohnheiten zu einer Besserung der Symptome:

  • Scharfe, süße, stark gewürzte, sehr kalte oder heiße Speisen meiden
  • Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag statt weniger großer
  • Bewusst essen ohne Ablenkung, genug Zeit einplanen
  • Psychische Belastungen verringern

Dauerhafter körperlicher oder seelischer Stress kann die typischen Reizmagensymptome begünstigen bzw. sogar auslösen.

  • Stressvermeidung: Änderung der Lebensgewohnheiten
  • Stressabbau: Entspannungstechniken wie autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung, Sport, Einplanen von bewussten Erholungsphasen

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Autoren:

Medizinisches Review:
Dr. Friedrich Anton Weiser
Redaktionelle Bearbeitung:

Stand der medizinischen Information:
Quellen

Österreichische Ärztezeitung: Management der funktionellen Dyspepsie, 2018; http://www.aerztezeitung.at/fileadmin/PDF/2018_Verlinkungen/State_Management_Funktionelle_Dyspepsie.pdf (letzter Zugriff am 16.01.2020)

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