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Impfen ist effektiv und sicher

Impfen
Impfschäden sind äußerst selten. Der Nutzen von Impfungen ist weit größer als das Risiko einer unerwünschten Nebenwirkung. (1127768922 / iStockphoto)

Unqualifizierte Medienberichte bestärken Impfskeptiker oftmals in ihrer Angst vor Impfschäden. Doch bleibende Schäden infolge einer Impfung kommen tatsächlich äußerst selten vor.

Impfungen sind eine einfache, kostengünstige und vor allem sehr wirkungsvolle Maßnahme, um sich gegen die entsprechenden Infektionskrankheiten zu schützen und deren oft schwerwiegende Auswirkungen zu verhindern.

Dennoch hat die Zahl der Impfkritiker in den letzten Jahren zugenommen. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind Horrorberichte über (vermeintliche) Impfschäden in den Medien und im Internet, die Impfkritiker noch mehr verunsichern. Doch dabei handelt es sich in der Regel aber nicht um wissenschaftlich fundierte Fakten, sondern um gezielte Falschinformationen, inkorrekt interpretierte Studien und verdrehte "Wahrheiten“, die über das Internet rasch verbreitet werden. Impfskeptiker bzw. medizinische Laien können auf diesem Weg leicht erreicht und gezielt negativ beeinflusst werden.

Die Konsequenz daraus: Manche Menschen lassen sich oder ihre Kinder – aus Angst vor einem Impfschaden – erst gar nicht impfen. Dabei treten "echte“ Impfschäden tatsächlich nur sehr selten auf, im Vergleich dazu sind Todesfälle durch die entsprechenden Krankheiten viel häufiger.

Was ist eine Impfnebenwirkung?

Bei einer Nebenwirkung handelt es sich um eine schädliche und unbeabsichtigte Reaktion auf ein Arzneimittel. Die häufigsten Nebenwirkungen einer Impfung wie etwa Rötung oder Schmerz an der Einstichstelle und Fieber sind aber harmlos und vergehen nach einigen Tagen wieder von selbst. Eine ärztliche Intervention ist in der Regel nicht nötig.

Was ist ein Impfschaden?

Nur in sehr wenigen Fällen kommt es nach der Impfung zu einer über eine "normale“ Impfreaktion hinausgehende gesundheitliche Schädigung, also zu einem Impfschaden. Das Impfschadengesetz definiert ihn als schwere bleibende Behinderung infolge einer Impfung. Da es aber durchaus möglich ist, dass zwischen der Impfung und dem eingetretenen "Schaden" kein ursächlicher Zusammenhang besteht, muss die Kausalität vor Gericht von einem medizinischen Sachverständigen geklärt werden.

Wird ein direkter Zusammenhang festgestellt, kommt das Impfschadengesetz zum Tragen. Es gewährleistet finanzielle Entschädigung und rechtliche Sicherheit für Betroffene und ihre Familien. Wesentliche Voraussetzung ist jedoch, dass die konkrete Impfung von Experten des Nationalen Impfgremiums empfohlen und in Österreich verabreicht wurde.

Häufigkeit von Impfschäden

In Relation zur Gesamtsumme der Impfungen stellen anerkannte Impfschäden heute ein äußerst seltenes Ereignis dar. Aufgrund der enorm hohen Anforderungen an ihr Sicherheitsprofil waren Impfstoffe noch nie so sicher wie heute.

Unbeabsichtigt ungeimpft

Ein Teil der Ungeimpften gehört aber weder zur Gruppe der Impfskeptiker oder -gegner, sondern hat einfach auf die Impfung (oder Auffrischungsimpfung) vergessen. Abhilfe wird künftig der elektronische Impfpass schaffen, der heuer im Rahmen eines Pilotprojekts in Niederösterreich, der Steiermark und Wien erprobt werden soll. Plan: eine Erinnerungsfunktion könnte dazu beitragen, die Durchimpfungsrate zu erhöhen.

Auch Impfaktionen, wie sie jedes Jahr von den österreichischen Apotheken durchgeführt werden, leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Durchimpfungsrate, indem sie Impfstoffe zum Sonderpreis anbieten.

  • Pneumokokken-Impfaktion läuft noch bis 31. März 2020
  • FSME-Impfaktion läuft noch bis 31.08.2020

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Quellen

Österreichische Apothekerkammer, Impfen - Impfschaden - Impfschadengesetz, 11. NÖ Impftag, 2020

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