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Aphrodisiaka

Aphrodisiaka
Zahlreichen tierischen, pflanzlichen und mineralischen Substanzen wird eine aphrodisierende, also luststeigernde Wirkung nachgesagt. (georgerudy / Fotolia.com)

Aphrodisiaka sind tierische, pflanzliche oder mineralische Mittel, die anregend auf die Libido wirken und die Sexualfunktion steigern. Viele dieser Substanzen stammen aus der Natur und werden bereits seit Jahrtausenden angewendet.

Der Begriff Aphrodisiakum stammt vom Namen der griechischen Liebesgöttin Aphrodite, der viele Kräuter und Pflanzen mit erotisierender und berauschender Wirkung geweiht wurden. Auch heute noch werden zahlreichen Substanzen bzw. Extrakten aus Pflanzen und Tieren eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben.

Auch in der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda finden aphrodisierende Mittel und Gerichte heute noch häufig Anwendung. Weltweit wird über 500 verschiedenen Substanzen eine luststeigernde Wirkung zugeschrieben. Jedoch ist die Wirkung vieler dieser vermeintlichen Aphrodisiaka nicht wissenschaftlich belegt.

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Was sind Aphrodisiaka?

Aphrodisiaka sind Mittel, die die Libido steigern und die Sexualfunktion verbessern. Es kann sich dabei um Pflanzen, Nahrungsmittel oder Gewürze handeln, die zumeist über den Mund (peroral) eingenommen werden. Bei den wenigsten Mitteln ist auch tatsächlich ein anregender Effekt belegt, doch kann es auf Grund des Placebo-Effekts durchaus zu positiven Reaktionen kommen. Manche Substanzen können jedoch bei falscher Dosierung auch gesundheitsschädigende Auswirkungen zur Folge haben. 

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Wie wirken Aphrodisiaka?

Aphrodisiaka wirken anregend und stimulierend auf das sexuelle Verlangen, das Lustempfinden und manchmal auf die Geschlechtsorgane. Mit Hilfe dieser Substanzen soll man für erotische Reize empfänglicher sein und den Liebesakt intensiver erleben. Keinesfalls sind Aphrodisiaka zur Selbsttherapie gedacht, beispielsweise zur Behandlung von Erektionsstörungen oder zur Überwindung anderer sexueller Probleme.

Dies betrifft vor allem teure, teilweise über das Internet beziehbare Aphrodisiaka. Bei bestehenden sexuellen Problemen sollte daher vor Einnahme diverser Präparate eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

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Aphrodisierende Mittel

Vielen Nahrungsmitteln und Gewürzen wird aufgrund ihres Geschmacks, ihres Geruchs, ihres Aussehens oder ihrer Beschaffenheit eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Manchen davon sollen eine potenzsteigernde Wirkung (Ginseng, Yohimbin, das aus der Baumrinde des Yohimbe-Baumes gewonnen wird oder  Safran), andere eine luststeigernde Wirkung (Schokolade und das "Potenzholz" Muira Puama aus der Familie der Sandelhölzer) haben. Wissenschaftlich konnte die Wirkung dieser Substanzen jedoch nur unzureichend belegt werden. 

Zudem gibt es luststeigernde Medikamente, die dem Liebesleben auf die Sprünge helfen sollen. Mehr dazu lesen Sie hier

+++ Mehr zum Thema: Aphrodisierende Nahrungsmittel und Gewürze +++

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Quellen

Rätsch & Müller-Ebeling: Lexikon der Liebesmittel: Pflanzliche, mineralische, tierische und synthetische Aphrodisiaka. AT Verlag, 2003, S. 784

Goldberg & Paschinskij: Pflanzliche Stimulatoren der Sexualfunktion, Pmi, 1992

Raymond Stark: Aphrodisiaka und ihre Wirkung. Heyne Verlag, München 1986

Melnyk & Marcone: Aphrodisiacs from plant and animal sources – A revies of current scientific literature. In: Food Research International, Volume 44, 4, 2011, 840-850 http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0963996911001451?via%3Dihub (Online, letzter Zugriff: 25.07.2017)

Alok et al.: Natur’s Aphrodisiacs – A review of Current Scientific Literature. In: International Journal of Recent Advances in Pharmaaceutical Research, 2013, 3, 1-20 https://www.researchgate.net/profile/Ratendra_Kumar/publication/266676357_Nature%27s_Aphrodisiacs_-A_Review_of_Current_Scientific_Literature/links/54376c9f0cf2dc341db4d740/Natures-Aphrodisiacs-A-Review-of-Current-Scientific-Literature.pdf (Online, letzter Zugriff: 25.07.2017)

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