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Tool misst Stresslevel bei Krebspatienten

Krebstherapie Stress psychisches Wohlbefinden
Psychologische Aspekte sind in der Therapie von Krebspatienten miteinzubeziehen. (vorDa / iStockphoto)

Die Psyche spielt besonders bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle. Ein Tool der NCCN (US-amerikanisches Netzwerk für Krebsforschung) erleichtert nun das routinemäßige Einbeziehen dieses Aspektes in der Therapie.

Stress ist eine Form von psychischer Belastung, die sich stark auf den Umgang mit den Symptomen und der Behandlung einer Krankheit auswirkt. Der psychische Aspekt spielt bei allen Erkrankungen eine Rolle, insbesondere aber bei Krebserkrankungen. 

Ein neues Tool des National Comprehensive Cancer Network (NCCN) ermöglicht nun kostenlos einen routinemäßigen Check des psychischen Wohlbefindens: das NCCN Distress Thermometer, eine Art "Stimmungsbarometer". 

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Screeninginstrument zur Erfassung psychischer Belastungen

Die erste Version dieses Diagnosehilfsmittels wurde bereits 1997 erfunden. Inzwischen wurde es ergänzt und erweitert. Mithilfe des Online-Tools, das in der Klinikroutine eingesetzt wird und damit einen niederschwelligen  Zugang bietet, wird die psychosoziale Belastung der Krebspatienten mithilfe eines Fragebogens beurteilt. Wegen seiner hohen Akzeptanz, der einfachen Durchführung und der guten Praktikabilität hat es sich als gutes und effizientes Screeninginstrument im klinischen Alltag erwiesen. Besonders vorteilhaft: Es senkt laut Experten die Hemmschwelle der Patienten, über psychische Probleme zu sprechen. 

Das Tool für das "Messen" des Wohlbefindens bei Krebspatienten ist in 46 Sprachen kostenfrei zugänglich und steht dem medizinischen Personal in der Betreuung von Krebspatienten zur Verfügung. 

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"Krebspatienten sind speziell für Angst und Depression anfällig, wie auch für Stress zuhause und am Arbeitsplatz. Alle diese Faktoren können Auswirkungen auf ihre Gesundung und Lebensqualität haben. Mit dem NCCN Distress Thermometer haben Patienten und Behandelnde ein wertvolles Werkzeug an der Hand, die psychologischen Auswirkungen der Erkrankung anzugehen", erklärt Dr. Sonali Johnson von der Union for International Cancer Control.

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