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52 Prozent der beatmeten COVID-19-Patienten verstarben

Corona Covid-19-Studie Sterblichkeit
Eine Studie untersuchte Sterblichkeit von in Krankenhäusern therapierten COVID-19-Patienten. (oonal / iStockphoto)

Eine neue Studie aus Deutschland zeigt: Fast ein Fünftel der in Krankenhäusern therapierten COVID-19-Patienten verstarb an den Folgen der Erkrankung. Die Studie wurde im Fachmagazin "The Lancet Repiratory Medicine" publiziert.

Eine neue Studie aus Deutschland ergab, dass die Sterblichkeit bei COVID-19-Patienten doch höher sein dürfte, als bisher angenommen. Durchgeführt wurde die Studie vom Wissenschaftlichen Institut der AOK, der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin und der Technischen Universität Berlin.

52 Prozent der beatmeten COVID-19 Patienten verstarb an den Folgen der Krankheit

Dafür wurden die Krankenakten von 10.021 in 920 deutschen Krankenhäusern behandelten Coronapatienten einer Analyse unterzogen. Untersucht wurden die Daten von Patienten, die zwischen 26. Februar und 19. April hospitalisiert waren. Es zeigte sich, dass 25 Prozent der hospitalisierten Patienten an den Folgen von COVID-19 verstarb, bei den Patienten, die beatmet werden mussten, starben somit mehr als die Hälfte, nämlich 52 Prozent.

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Geschlechteraufteilung und Vorerkrankungen

Die Analyse ergab, dass unter den Patienten die keine Beatmung benötigten, ebenso viele Männer wie Frauen waren. In der Gruppe jener Patienten, die beatmet werden musste fanden sich aber mehr als doppelt so viele Männer (22%) wie Frauen (12%). 

Bei einem Großteil der Patienten lagen zudem Vorerkrankungen vor:

  • Bluthochdruck (52%)
  • Herz-Rhythmus-Störungen (27%)
  • Nierenversagen (23%)
  • Herzschwäche (20%)
  • COPD (14%)
  • Fettleibigkeit (6%)

Hohes Alter als Risikofaktor

Vor allem bei den Patienten im Alter von 80 oder mehr Jahren, war die Sterblichkeit sehr hoch, ebenso bei Erkrankten die gleichzeitig Dialysepatienten waren. 

"Die hohen Sterblichkeitsraten machen deutlich, dass in den Kliniken relativ viele Patienten mit einem sehr schweren Krankheitsverlauf behandelt wurden. Diese schweren Verläufe betreffen eher ältere und gesundheitlich bereits beeinträchtigte Menschen, kommen aber auch bei jüngeren Patienten vor", so Wido-Geschäftsführer Jürgen Klauber.

Wichtig anzumerken ist, dass die Sterblichkeit der in der Studie untersuchten Patienten nicht umzulegen ist, auf Patienten, die in keinem Spital behandelt werden, denn sie haben zum einen schwerere Verläufe und häufig Vorerkrankungen. Dennoch gibt die Studie einen neuen Blick auf die Erkrankung 

 

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Aktualisiert am:
Quellen

"Case characteristics, resource use, and outcomes of 10 021 patients with COVID-19 admitted to 920 German hospitals: an observational study" 
https://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600(20)30316-7/fulltext (Letzter Zugriff: 30.7.2020)

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