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Optimisten schlafen besser

Schlaf Optimismus Forschung
Optimismus ist ein guter Partner im Bett. (GeorgeRudy / iStockphoto)

Eine neue Studie aus Österreich zeigt: Optimisten schlafen besser. Das könnte auch der Grund sein, warum Optimisten länger leben als Pessimisten. Die Studie wurde jetzt im "Journal of Sleep Research" publiziert.

Optimisten leben länger und sind gesünder – das wurde bereits mehrfach durch Studien wissenschaftlich belegt. Optimisten haben auch ein geringeres Risiko für chronische Erkrankungen. Der Schlaf könnte dabei eine zentrale Rolle spielen. Das ergab eine neue Studie der Medizinischen Universität Wien, die nun in der Fachzeitschrift Journal of Sleep Research veröffentlicht wurde. 

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Optimisten schlafen wesentlich besser

Die Studie aus dem Jahr 2017 arbeitete mit einer Online-Umfrage, die sich mit dem generellen Schlafverhalten, der persönlichen Schlafcharakteristik, dem Arbeitsumfeld und dem Verhalten vor dem Schlafengehen befasste. 1.004 Österreicher nahmen daran teil.

Die Epidemiologen werteten aus, dass die Wahrscheinlichkeit, an Schlafstörungen bzw. Schlaflosigkeit (Insomnia) zu leiden bei optimistischen Teilnehmern um rund 70 Prozent geringer ist als bei den pessimistischen. 

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"Andere Studien haben gezeigt, dass Optimisten mehr Sport betreiben, weniger rauchen und sich gesünder ernähren. Außerdem wenden sie bessere Strategien zur Problembewältigung an und empfinden weniger Stress in herausfordernden Situationen. Alle diese Faktoren können zu einem besseren Schlaf führen", fasst Jakob Weitzer, einer der Studienleiter, zusammen. 

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Was macht den Schlaf so gesund?

Zum einen erholen sich Körper und Psyche im Schlaf. Ausgeschlafen funktionieren sowohl Körper als auch Gehirn um einiges schneller und besser. Zudem muss ein ausgeschlafener Organismus nicht so viel Energie aufwenden, damit körperliche und seelische Prozesse "funktionieren". In vielen Bereichen – unter anderem im Leistungssport – wird damit seit langer Zeit gearbeitet.

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Optimismus-Training

Optimismus, so die Experten, ist keine angeborene Gemütsverfassung, sondern könne gelernt und gefördert werden. Dafür gibt es diverse Übungen mit unterschiedlichen Ansätzen.

Eine davon ist die Best Possible Self-Method: Dabei wird versucht, sich das bestmögliche Selbst vorzustellen. Dieses wird dann notiert und soll in Zukunft dabei helfen, sich daran zu orientieren. Wichtig ist hierbei jedoch: Es geht nicht darum, die aufgeschriebenen Ideale auch tatsächlich vollständig zu erreichen! Es soll kein Druck entstehen, sondern eine positive Motivation geschaffen werden. Ob diese Übungen bereits für einen besseren Schlaf sorgen können, ist jedoch bisher noch unklar. 

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Quellen

"The contribution of dispositional optimism to understanding insomnia symptomatology: findings from a cross-sectional population study in Austria".
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jsr.13074  (Letzter Zugriff: 9.7.2020)

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