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Neuartige Methode zur Desinfektion von Masken

Maske reinigen Corona
Mittels Trockendampf und Ultraschall können Schutzmasken, aber auch ganze Räume und Gebäude, mit der neuen Methode keimfrei gemacht werden. (Dzonsli / iStockphoto)

Zu Zeiten der Coronavirus-Pandemie sind Desinfektionsmittel und Schutzmasken Mangelware. Vor allem in Krankenhäusern ist daher die Wiederaufbereitung von Masken wichtig. Eine neue Methode dekontaminiert diese in Sekundenschnelle.

Dr. Ludwig Kaspar, ehemaliger Intensivmediziner und Internist, ist nicht nur medizinischer Leiter von netdoktor.at, sondern beschäftigt sich auch anlässlich von COVID-19 mit innovativen Methoden der Desinfektion für den Hospitalismus, also für die Anwendung in Krankenhäusern. Dort sind sogenannte multiresistente Keime ein großes Problem, so der Mediziner: "Die gefährlichen Erreger, die sich Patienten in Krankenhäusern oder Pflegeheimen zuziehen, sind nur schwer zu bekämpfen. Sie sind aufgrund des hohen Antibiotikaverbrauchs resistent gegen die Medikamente geworden. Über offene Wunden oder durch invasive medizinische Maßnahmen wie Venen- oder Blasenkatheter sowie Beatmungsgeräte gelangen sie in den Körper und richten dort großen Schaden an." Einzig sinnvolle Maßnahmen dagegen seien streng eingehaltene Regeln der Hygiene und Desinfektion.

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Masken müssen desinfiziert werden

Eine wichtige Hygienemaßnahme zum Schutz vor Infektionen ist das Tragen von Schutzmasken. Insbesondere in Spitälern ist der Gebrauch unumgänglich. Das Problem: Die Masken bedürfen einer regelmäßigen Reinigung, da sie sonst mehr schaden als nutzen. Das Waschen, Trocknen und die Desinfektion sind relativ aufwändig und zeitintensiv. Ein neues Verfahren, das mit Ultraschall und Trockendampf arbeitet, spart Zeit und sorgt für sichere Dekontamination. Ein weiterer Vorteil: Das Gerät ist mobil, es sieht aus wie ein kleiner Wagen, der auf Rädern geschoben wird.

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Wie funktioniert die Reinigung der Schutzmasken?

Das vom Robert Koch Institut zugelassene Verfahren ist für alle Masken-Typen geeignet, 8.000 davon können täglich gereinigt werden. Die Methode eignet sich nicht nur für die Desinfektion von Schutzmasken, ganze Gebäude können damit keimfrei gemacht werden, so Dr. Kaspar: "Auf Ultraschallbasis erzeugt das Gerät einen feinen und desinfizierenden Trockendampf. Der trockene Nebel besteht aus einer Mischung aus Wasserstoffperoxid und Silberionen.Dieser dringt selbst in kleinste Fugen und das Innere von technischen Geräten ein."

Abtötung multiresistenter Keime und SARS-CoV-2

Viren, Bakterien und Pilze werden mittels Ultraschall und Trockendampf unschädlich gemacht. Werden Räumlichkeiten damit gereinigt, kann das Inventar drin bleiben, was wiederum Zeit spart. "Dieses  innovative und effektive Verfahren ist von immenser Wichtigkeit – auch und vor allem für die Hygiene im Spitalswesen. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen als Internist und Intensivmediziner weiß ich diese Technologie besonders zu schätzen", so Dr. Kaspar.

Mehr zum Desinfektionsverfahren können Sie hier nachlesen.

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