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Coronavirus/COVID-19: 21 652 bestätigte Fälle in der Schweiz, 584 Todesfälle

Die Zahl der Infizierten in der Schweiz steigt weiter an. Hier finden Sie alle Informationen zu Symptomen, Ansteckung, Schutzmassnahmen und aktuellen Fallzahlen. Bei allgemeinen Fragen melden Sie sich bei der offiziellen Corona-Hotline 058 463 00 00.

Kurzfassung:

  • Coronaviren sind eine Gruppe von Krankheitserregern, die leichte Erkältungen bis hin zu schweren Lungenentzündungen auslösen können.
  • Die Übertragung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion.
  • Betroffen sind hauptsächlich ältere und/oder immungeschwächte Personen.

Informationen auf dieser Seite:

Fakten zum neuen Coronavirus SARS-CoV-2

Coronavirus (COVID-19) im Überblick
Synonyme SARS-CoV-2, COVID-19
Erkrankung COVID-19
Übertragung Tröpfcheninfektion, evtl. Schmierinfektion und Ansteckung über Bindehäute des Auges
Inkubationszeit Meist 5 - 6 Tage (Spannweite 1 - 14 Tage) 
Symptome
  • Fieber
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Atembeschwerden
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit/Erbrechen 
  • Durchfall
Diagnose Virusnachweis im Labor
Behandlung symptomatische Therapie
Impfung Nein

+++ Mehr zum Thema: So schützen Sie sich vor Coronaviren +++

  • Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde am 7. Jänner 2020 in China (Region Wuhan) ein neuartiges Coronavirus, das zuvor noch nie beim Menschen nachgewiesen wurde, identifiziert. 
  • Identifiziert als bisher unbekannter Auslöser von Lungenentzündungen
  • Erstmaliges Auftreten beim Menschen
  • Virus kann von Mensch zu Mensch übertragen werden
  • Inkubationszeit: 2 bis 14 Tage
  • Sterblichkeit wird im Vergleich zu anderen Coronavirusinfektionen mit unter 3% als gering eingeschätzt.
  • Symptome: Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit/Erbrechen, verstopfte Nase, Durchfall. In schweren Fällen Lungenentzündung, Nierenversagen
  • Der Virusnachweis erfolgt im Labor (Zentrum für Virologie an der Medizinischen Universität Wien) durch einen Test, bei beim bereits kleinste Virusmengen nachgewiesen werden können. Der Test dauert etwa vier Stunden. 
  • Die ursächliche Behandlung bzw. eine Impfung gibt es nicht. Die Therapie erfolgt rein symptomatisch, z.B. durch fiebersenkende Medikamente.

Unterschiede zur Influenza ("echte" Grippe) 

Unterschiede Coronavirus Grippe Schweiz
(netdoktor.at)

Sowohl COVID-19 als auch Influenza sind von Viren verursachte Atemwegserkrankungen, deren Verlauf sehr unterschiedlich sein kann: von symptomlos bis mild bis hin zu schwer, zum Teil sogar tödlich. 

Der WHO zufolge hat COVID-19 eine längere Inkubationszeit (Zeitspanne bis zur Ausbildung der ersten Symptome) als die echte Grippe. Die Ansteckungen erfolgen jedoch bei der Influenza schneller aufeinander, was bedeutet, dass sich die echte Grippe schneller verbreiten kann als COVID-19. Aber: Die Ansteckungsrate ist bei COVID-19 höher als bei der Influenza, eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person gibt das Virus statistisch an zwei bis zweieinhalb weitere Menschen weiter – mehr als bei Influenza. 

Schwere bis lebensbedrohliche Verläufe sind bei COVID-19 häufiger als bei der Grippe. Auch die Todesrate liegt höher als bei der normalen Grippe, exakte Angaben sind bis dato aber noch nicht möglich. 

Erhebliche Unterschiede gibt es in Bezug auf Kinder: Erste Auswertungen zeigen, dass Kinder vom SARS-CoV-2-Virus weniger betroffen sind als Erwachsene und nur selten schwerwiegende Symptome entwickeln. 

+++ Mehr zum Thema: Coronavirus - Verlauf bei Kindern +++

Aktuelle Entwicklungen

Bestätigt in der Schweiz: 
 
06. April 2020, 8 Uhr:
 
Anzahl Erkrankungsfälle
  • Positiv getestet: 21 652 Personen

Verstorben: 584 Personen

Wie erfolgt die Ansteckung?

Die Übertragung von SARS-CoV-2 erfolgt hauptsächlich über eine Tröpfcheninfektion, also über Sprechen, Husten, Niesen oder engen Kontakt. Theoretisch ist auch eine Ansteckung über eine Schmierinfektion (kontaminierte Oberflächen oder Gegenstände) oder in sehr seltenen Fällen über die Bindehäute der Augen möglich. Das ist insbesondere im medizinischen Sektor (Hochrisikosituationen wie Bronchoskopien oder zahnärztliche Eingriffe) von Bedeutung. 

Für eine (vertikale) Übertragung von einer infizierten Mutter auf das Kind – vor, während oder nach der Geburt – gibt es derzeit keine wissenschaftlichen Belege. In den wenigen Fällen, bei denen Neugeborene positiv auf das SARS-CoV-2 getestet wurde, konnte nicht restlos geklärt werden, woher die Infektion stammt. 

Typischer Verlauf von COVID-19

  • 5 Tage vor Krankheitsbeginn: Nach einer Ansteckung, vorrangig via Tröpfcheninfektion (Schmierinfektion selten), dauert es in etwa 5-6 Tage bis zum Auftreten erster Symptome, die Spannweite beträgt nach derzeitigem Stand 1-14 Tage.
  • Krankheitsbeginn: 88% der Betroffenen bekommen Fieber, verläuft die Erkrankung mild, ist das Fieber eher niedrig. Bei schweren Verläufen steigt es auf über 39 Grad.
  • Von Tag 1-3: Trockener Husten (68%), Gliederschmerzen (17%), Halsschmerzen (16%), Kopfschmerzen (16%), Übelkeit/Erbrechen (4%), verstopfte Nase (4%), Durchfall (3%)
  • Tag 4: 20% der Betroffenen erleben nun Kurzatmigkeit
  • Tag 4-8: Verläuft COVID-19 schwer, bedarf es nun einem Krankenhausaufenthalt
  • Tag 7: Bei mildem Verlauf klingen die Beschwerden nun ab. Das ist außerhalb von China bei 80% der Patienten der Fall.
  • Tag 7-18: Das Virus kann in den oberen Atemwegen nachgewiesen werden. Das ist umso länger möglich, je schwerer die Krankheit verlaufen ist.

​Wie kann man vorbeugen?

Einer Ansteckung mit dem Coronavirus kann man – gleichermassen wie bei anderen Erkältungsviren – folgendermaßen vorbeugen:

  • Regelmässig Händewaschen
  • Beim Niesen und Husten Nase und Mund mit einem Papiertaschentuch bedecken
  • Direkten Kontakt mit erkrankten Personen meiden

Im Verdachtsfall

Personen, die aus China zurückgekehrt sind und innerhalb von 14 Tagen Fieber, Husten oder Atemprobleme feststellen, sollten Folgendes beachten:

  • Kontakt zu gesunden Menschen meiden
  • Kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt und suchen Sie keinesfalls ein Krankenhaus oder eine Ordination auf.

Personen, die in betroffenen Regionen Italiens waren und Symptome wie Fieber, Husten und Atembeschwerden aufweisen, sollten Folgendes beachten:

  • Bleiben Sie zu Hause und kontaktieren Sie Ihren Arzt zur weiteren Vorgehensweise.

Empfehlung des Bundesrates für die gesamte Schweizer Bevölkerung:

  • Bleiben Sie zu Hause,
  • insbesondere, wenn Sie alt oder krank sind.
  • Es sei denn, Sie müssen zur Arbeit gehen und können nicht von zu Hause aus arbeiten;
  • es sei denn, Sie müssen zum Arzt oder zur Apotheke gehen;
  • es sei denn, Sie müssen Lebensmittel einkaufen oder jemandem helfen.

www.bag.admin.ch

(Bundesamt für Gesundheit BAG)

 

+++ Mehr zum Thema: Coronavirus - Wann kommt der Impfstoff? +++

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