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Forscher entdecken neue Corona-Symptome bei Kindern

Corona-Symptome bei Kindern Forschung SARS-CO-2
Magen-Darm-Beschwerden können bei Kindern zu den Corona-Symptomen zählen. (kwanchaichaiudom / iStockphoto)

Pünktlich zum Schulstart lassen Forscher der nordirischen Queen’s University in Belfast aufhorchen. Sie fordern, dass Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen in die Liste der Corona-Symptomen bei Kindern aufgenommen werden.

Am 7. September beginnt für Kinder und Jugendliche im Osten Österreichs das neue Schuljahr. Das alles bestimmende Thema bleibt auch dabei weiterhin die Coronavirus-Pandemie. Mit einem Ampelsystem speziell für Bildungseinrichtungen will die Bundesregierung ein Ansteigen der Infektionszahlen bei Kindern vermeiden.

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Bei Husten, Fieber, Halsschmerzen, Atemnot oder beeinträchtigtem Geschmacks- oder Geruchssinn sollen Kinder von der Schule fernbleiben – schließlich gelten diese Beschwerden als typische Symptome einer Infektion mit SARS-CoV-2.

Magen-Darm-Beschwerden als Symptome einer Corona-Infektion

Forscher aus Nordirland fordern jetzt aber pünktlich zum Schulstart, dass auch Beschwerden wie Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen in die Liste der Symptome aufgenommen werden und berufen sich dabei auf ihre Forschungsergebnisse.

In einer Studie untersuchten die Wissenschafter Blutproben von 992 Kindern mit dem Ziel herauszufinden, ob sich die Kinder bereits mit SARS-CoV-2 infiziert hatten.

Die Resultate:

  • Bei 68 davon waren Corona-Antikörper im Blut zu finden, was bedeutet, dass sie sich zuvor mit SARS-CoV-2 infiziert hatten.
  • 34 von diesen 68 Kindern waren völlig symptomfrei, laut der Studie war kein einziges Kind so krank, dass es in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.
  • 13 der 68 positiv getesteten Kinder hatten Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen machten.
  • Nur sechs Kinder hatten einen beeinträchtigten Geschmacks- oder Geruchssinn, ein eigentlich als typisch für eine Corona-Infektion geltendes Symptom.

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„Verfeinerung der Testkriterien für Kinder sollte in Betracht gezogen werden“

Hätten die Forscher nur Kinder mit Fieber, Husten oder einem beeinträchtigen Geschmacks- und Geruchssinn auf Corona getestet, hätten sie nur 26 der 34 infizierten Kinder ausgemacht. Erweitert man die Symptom-Liste aber um Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen, hätten die Wissenschafter 33 der insgesamt 34 Kinder, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert hatten, ausgeforscht.

„Diese Studie hat gezeigt, dass wir möglicherweise eine Verfeinerung der Testkriterien für Kinder in Betracht ziehen sollten, um gastrointestinale Symptome einzubeziehen“, hält Studienleiter Dr. Tom Waterfield abschließend fest.    

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Quellen

"Seroprevalence of SARS-CoV-2 antibodies in children - A prospective multicentre cohort study."
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.08.31.20183095v1 (Letzter Zugriff: 04.09.2020).

 

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