Matomo pixel

Trittico retard 75 mg-Tabletten

Rezept­pflichtig: Ja
Wirkstoff: Trazodon-Hydrochlorid
Zulassungs­inhaber Angelini Pharma Österreich GmbH, Bisamberg
Anwendung: Sonstige

Wie wirkt das Mittel?

Trazodon wirkt über folgende Mechanismen: Die Hemmung der Wiederaufnahme des Botenstoffs Serotonin in die Nervenzelle. Dadurch steigt die Serotoninkonzentration zwischen den Nervenzellen. Zusätzlich hemmt es die Wirkung von Serotonin an einem speziellen Rezeptor (5HT2-Rezeptor) und Rezeptoren für den Botenstoff Noradrenalin.

In welchen Anwendungsgebieten wird das Mittel eingesetzt?

Wie wird das Mittel angewandt?

 

  • Die Dosierung und Dauer der Behandlung ist je nach Art der Erkrankung und Schwere der Symptome vorzunehmen.
  • Die übliche Dosierung beträgt 150-300 mg Trazodon/Tag.
  • Zu Beginn der Behandlung empfiehlt sich eine niedrige Anfangsdosis 
    (50-100 mg/Tag) und eine langsame Steigerung der Dosis.
  • Ist der gewünschte Erfolg eingetreten, kann die Dosis vorsichtig auf die nötige Erhaltungsdosis gesenkt werden.
  • Obwohl Dosen von 150-300 mg Trazodon/Tag üblicherweise auch von älteren Patienten gut toleriert werden, sprechen diese Personen oft bereits auf eine niedrige Dosis (50 bis 150 mg) an.
  • Die Tabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit nach den Mahlzeiten einzunehmen.
  • Die Tagesdosis soll entweder als Einmaldosis, vorzugsweise abends, oder in 2 Dosen aufgeteilt eingenommen werden, ggf. soll die höhere Teildosis am Abend eingenommen werden.
  • Beim Absetzen der Behandlung ist die Tagesdosis langsam zu vermindern.
  • Die Behandlung soll bei Depressionen mindestens ein halbes Jahr dauern.

Wann darf das Mittel nicht eingesetzt werden?

  • Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Präparates
  • Alkohol- und Schlafmittelvergiftung
  • Frischer Herzinfarkt
  • Über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vor.

Darf das Mittel von schwangeren und stillenden Frauen angewandt werden?

Die Einnahme des Medikaments wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen und sollte mit Ihrem Arzt besprochen werden. Da mit einem Übergang von Trazodon in die Muttermilch zu rechnen ist, sollte bei Verabreichung in der Stillperiode abgestillt werden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Häufige Nebenwirkungen sind: 

  • Schläfrigkeit und Müdigkeit, insbesondere zu Behandlungsbeginn
  • Schwindel und Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Mundtrockenheit

 

Wechselwirkungen sind mit folgenden Substanzen bekannt:

  • Bei gleichzeitiger Gabe von blutdrucksenkenden Medikamenten ist eine Wirkungsverstärkung möglich.
  • Die Plasmaspiegel von Phenytoin und Digoxin werden erhöht.
  • Obwohl keine Wechselwirkungen mit MAO-Hemmern bekannt sind, sollte bei einer Gabe von Trazodon unmittelbar anschließend an eine Behandlung mit MAO-Hemmern bzw. bei einer gleichzeitigen Therapie vorsichtig vorgegangen werden und die Dosis langsam gesteigert werden, bis der gewünschte Erfolg eintritt.
  • Eine Schocktherapie sollte vermieden werden. 

Außerdem sollten folgende Substanzen vermieden werden:

  • Trizyklische Antidepressiva
  • Sedativa
  • ZNS-aktive Substanzen
  •  Muskelrelaxantien
  • volatile Anästhetika
  • Phenothiazine 
  • QT-verlängernde Substanzen
  • Warfarin
  • Andere serotonerge Substanzen (Serotoninsyndrom)
  • CYP3A4-Hemmer 
  • Carbamazepin
  • Fluoxetin
  • Alkohol

Warnhinweise

Vorsicht ist bei folgenden Patientengruppen geboten (regelmäßige Kontrollen erforderlich): 


Hinweis: Die Auflistung der Medikamente stellt keinesfalls eine Empfehlung, Verkaufsförderung oder Bewerbung der einzelnen Medikamente in welcher Weise auch immer dar.

Die Informationen sind keinesfalls abschließend, ersetzen weder ärztliche noch sonstige Fachberatung.

Insbesondere hinsichtlich Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und sonstigen Informationen ist der behandelnde Arzt oder Apotheker beizuziehen.



Stand der Information: August 2019


zur Startseite