Iberogast

Von NetDoktor Redaktion
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Iberogast ist ein pflanzliches Kombinationspräparat, das hilft Magen-Darm-Beschwerden zu lindern. Doch es kann auch gravierende Nebenwirkungen haben. Hier lesen Sie alle wichtigen Informationen über die Wirkung, Nebenwirkungen und Anwendung des Arzneimittels.

Dieser Wirkstoff steckt in Iberogast

Die Iberogast-Wirkung beruht auf der Kombination von neun verschiedenen pflanzlichen Inhaltsstoffen. Diese werden aus der bitteren Schleifenblume, Angelikawurzel, Kamillenblüten, Kümmelfrüchte, Mariendistelfrüchte, Melissen- und Pfefferminzblätter, Schöllkraut und Süssholzwurzeln gewonnen.

Diese Stoffe wirken unterschiedlich auf den Magen. Zum einen entspannen Sie die Magenmuskulatur, schützen die Magenschleimhaut und beruhigen die Magennerven. Zum anderen regulieren sie die Magenbewegung sowie die Säureproduktion. Die kontrollierte Steuerung der Säureproduktion beugt Entzündungen im Magen vor.

Wann wird Iberogast angewendet?

Iberogast wird bei der Behandlung von Magenbeschwerden eingesetzt. Zu den häufigsten Symptomen zählen hierbei Magenschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen und Völlegefühl. Ebenso hilft es bei Magenschleimhautentzündungen und Darmkrämpfen.

Welche Nebenwirkungen hat Iberogast?

Die pflanzlichen Wirkstoffe können es in seltenen Fällen bei der Einnahme zu Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen. Häufige Iberogast-Nebenwirkungen sind Hautausschlag, Juckreiz und Atembeschwerden. Treten solche Nebenwirkungen auf, sollten Sie das Medikament absetzen und einen Arzt aufsuchen.

In seltenen Fällen kann Iberogast die Leber schädigen und ein Leberversagen hervorrufen. Menschen mit vorgeschädigter Leber sollten Iberogast daher keinesfalls einnehmen.

Das sollten Sie bei der Anwendung von Iberogast beachten

Die Anwendungsdauer ist auf eine Woche beschränkt. Sollten die Beschwerden länger andauern oder sich sogar verschlechtern, sollte die weitere Vorgehensweise mit einem Arzt abgeklärt werden.

Iberogast-Tropfen werden dreimal täglich vor oder zu den Mahlzeiten eingenommen:

  • Erwachsene und Jugendliche älter als 13 Jahre: 20 Tropfen
  • Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren: 15 Tropfen
  • Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren: 10 Tropfe

Kinder unter drei Jahren dürfen kein Iberogast erhalten.

Gegenanzeigen

Magentropfen-Iberogast dürfen nicht eingenommen werden, wenn der Patient

  • allergisch auf einen der Wirkstoffe oder andere Bestandteile des Medikamentes reagiert,
  • eine geschädigte Leber hat.
  • Auch schwangere und stillende Frauen dürfen Iberogast nicht einnehmen.
  • Kinder unter drei Jahren dürfen kein Iberogast erhalten.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, Nahrungsmitteln oder Getränken sind nicht bekannt.

Überdosierung

Es gibt bisher keine Berichte über eine akute Überdosierung. Generell ist bei der Iberogast-Einnahme aber der Alkoholgehalt des Präparates zu berücksichtigen. Aus diesem Grund sollten Sie vor einer Anwendung immer einen Arzt aufsuchen, der über weitere Massnahmen entscheidet.

Wird die verordnete Iberogast-Dosierung eingehalten, so können Sie am Strassenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.

Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft und Stillzeit darf Iberogast nicht eingenommen werden.

So erhalten Sie Iberogast

Die Arznei ist ohne Rezept in allen Apotheken erhältlich. Iberogast-Tropfen gibt es in 20 ml-, 50 ml- und 100 ml-Fläschchen.

Komplette Informationen zu diesem Medikament

Hier finden Sie die vollständigen Informationen zum Medikament als Download (PDF)

Autoren- & Quelleninformationen

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Wissenschaftliche Standards:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Autor:
Quellen:
  • Produktseite Iberogast: http://www.iberogast.de/ (Abruf: 01.08.2014)
  • Rote Liste Patienteninfo Beipackzettel Iberogast: http://www.patienteninfo-service.de/a-z-liste/i/iberogastR-fluessigkeit/ (Abruf: 01.08.2014)
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