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Kalium (K, K+)

Kalium Laborwert Messung
Kalium ist in Bananen, Trockenobst, Kartoffeln und Hülsenfrüchten enthalten. (13-Smile / iStockphoto)

Kalium ist ein Mineralstoff, der im Körper eine tragende Rolle für die Funktionsfähigkeit aller Zellen im Allgemeinen und von Nerven und Muskeln im Besonderen hat.

Kurzfassung:

  • Kalium ist von zentraler Bedeutung für den Energiestoffwechsel.
  • Kalium findet man in vielen Lebensmitteln, daher wird der tägliche Kaliumbedarf bei einer ausgewogenen Ernährung im Normalfall gut gedeckt.
  • Die Kaliumwerte bestimmt man im Blutserum und im Urin.
  • Viel zu hohe oder viel zu niedrige Kaliumwerte sind gefährlich.

Was ist Kalium?

Kalium ist der wichtigste Mineralstoff im Inneren der Zellen. Es schafft die Voraussetzungen dafür, dass Informationen von Zelle zu Zelle weitergeleitet werden können.

Kalium ist für die Regulation des Wasserhaushalts, des Säure-Basen-Gleichgewichts und des Blutdrucks (Blutdrucksenkung) verantwortlich. Als Bestandteil der Verdauungssäfte ist Kalium auch im Magen-Darm-Trakt wichtig. Eine bedeutende Rolle spielt es bei der Übertragung von elektrischen Impulsen an Muskel- und Nervenzellen und am Herzen.

Dabei wird der Kaliumspiegel vom Körper streng reguliert. Ist zu viel oder zu wenig Kalium vorhanden, kann es zu Fehlfunktionen der Muskulatur kommen. Kalium ist gemeinsam mit Natrium auch für die Tätigkeit des Herzmuskels wichtig.

+++ Weiter zum Thema: Kalium Positiv für den Blutdruck +++

Worin ist Kalium enthalten?

Kalium wird über die Nahrung aufgenommen. Da Kalium in vielen Lebensmitteln enthalten ist, wird der Bedarf bei einer ausgewogenen Ernährung im Normalfall gedeckt. Es wird empfohlen, mindestens 2 Gramm Kalium täglich zu sich zu nehmen.

Gute Kaliumquellen sind:

  • Bananen
  • Kartoffeln
  • Trockenobst (Marillen, Rosinen, Datteln)
  • Champignons
  • Hülsenfrüchte (Linsen)
  • Sojaprodukte
  • Weizenkleie
  • Orangensaft
  • Vollkornprodukte
  • Nüsse (Mandeln, Pistazien)
  • Fleisch

Woraus werden Kaliumwerte bestimmt?

Kalium bestimmt man im Blutserum und im Urin (siehe Urinuntersuchung). Unnatürlich hohe Kaliumwerte findet man bei der Blutuntersuchung, wenn der Arm zu lange gestaut wird (siehe Blutuntersuchung). Außerdem muss innerhalb einer Stunde der Blutkuchen vom Serum getrennt werden. Ursächlich für diese potenziellen Messfehlerquellen ist die Tatsache, dass Kalium in den Erythrozyten ca. 25 Mal höher konzentriert ist als im Serum, und ein Zerfall der Erythrozyten (Hämolyse) zu den unnatürlich hohen Werten in der Probe führt.

Referenz-/Normalwerte

  • Erwachsene: 3,6–4,8 mmol/l SI-Einheit
  • Neugeborene: 3,6–6,1 mmol/l SI-Einheit

Ursachen für erniedrigte Kaliumwerte

Bei Verlusten über die Nieren und Hormonstörungen:

Bei Verlusten über den Magen-Darm-Trakt:

Bei Verteilungsstörungen:

  • Alkalose (Schwankungen im Säure-Basen-Haushalt)
  • Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)

Welche Symptome treten bei Kaliummangel auf?

  • Lähmungserscheinungen der Muskulatur
  • Verstopfung
  • Reizleitungsstörungen des Herzens 

Wie wird ein Kaliummangel therapiert?

Eine Unterversorgung mit Kalium lässt sich in der Regel schnell und einfach wieder ausgleichen, indem stark kaliumhaltige Lebensmittel verzehrt werden. Kalium-Präparate sollten nur auf ärztlichen Rat eingenommen werden, da diese auch zu einem gefährlichen Kaliumüberschuss führen können.

Ursachen für erhöhte Kaliumwerte

Bei Nierenfunktionsstörungen (akutes Nierenversagen, chronische Niereninsuffizienz) oder Nebenniereninsuffizienz:

Einnahme bestimmter Medikamente:

  • sogenannte kaliumsparende Diuretika wie Amilorid und Triamteren
  • Blutdrucksenkende Mittel wie ACE-Hemmer, Renin-Inhibitoren und Sartane
  • Aldosteron-Antagonisten wie Spironolacton
  • Betablocker
  • Succinylcholin
  • Heparin
  • Digoxin
  • Zytostatika etc.

Bei Verteilungsstörungen:

  • Hämolyse, massiver Zellzerfall (Verletzungen, Verbrennungen, nach einer Operation)
  • Azidose

Welche Symptome treten bei erhöhten Kaliumwerten auf?

Bei einer schweren Überversorgung mit Kalium im Blut (Hyperkaliämie) kann es zu Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzversagen kommen. Es handelt sich dabei um einen medizinischen Notfall! 

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Autoren:
,
Medizinisches Review:
Dr. Thomas Schwingenschlögl
Redaktionelle Bearbeitung:
,

Stand der medizinischen Information:
Quellen

Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs: Kalium; https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/info/vitamine-mineralstoffe/mengenelemente/kalium (letzter Zugriff: 05.04.2018)
 

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