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Geschlechtshormone

Sexualhormone Mann Frau Gonaden Geschlechtshormone
Geschlechtshormone werden in der Medizin beispielsweise in der "Pille danach" zur Notfallverhütung eingesetzt. (Lisa S. / Shutterstock)

Sexualhormone sind geschlechtsspezifische Hormone, die vor allem in den Keimdrüsen gebildet werden. Sie sind an der Entwicklung der Geschlechtsorgane und –merkmale beteiligt und spielen eine wichtige Rolle für die Sexualfunktionen und die Fortpflanzung.

Kurzfassung:

  • Sexualhormone kommen nicht ausschließlich in einem Geschlecht vor. Stattdessen haben alle Menschen alle Hormone, der Unterschied liegt jedoch in der Menge und Wirkung der Hormone. Auch die Veränderungen der Konzentrationen mit dem Altern spielen eine Rolle.
  • Bei Frauen kommen in der Regel die "weiblichen" Hormone Östrogen und Progesteron in hohen Anteilen vor. 
  • Das "männliche" Testosteron ist bei Männern meist in hoher Konzentration vorhanden.

Zu den wichtigsten weiblichen Geschlechtshormonen zählen Östrogene und Gestagene, das bedeutendste männliche Sexualhormon ist Testosteron.

Welche weiblichen Geschlechtshormone gibt es?

Östrogen

Östrogene werden vor allem in den Eierstöcken gebildet. Plazenta (Mutterkuchen) und  Nebennierenrinde produzieren das Hormon ebenfalls. Es gibt drei verschiedene Formen von Östrogenen:

  • Östradiol 
  • Östron
  • Östriol 

Östrogene verursachen den Eisprung und bereiten die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor. In der Pubertät bewirken sie die Ausbildung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale wie die Brüste oder die Körperbehaarung.

Therapeutisch verwendet werden sie als Bestandteil der Antibabypille und bei der Therapie von klimakterischen Beschwerden oder bei bestimmten Tumoren.

Gestagen

Das wichtigste Gestagen im weiblichen Körper ist Progesteron. Es wird in den Eierstöcken im sogenannten Gelbkörper, während der Schwangerschaft in der Plazenta und zu einem geringen Anteil auch in der Nebennierenrinde produziert. Daher wird es auch manchmal Gelbkörperhormon genannt. 

Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vor, und ist daher essenziell für das Eintreten einer Schwangerschaft. Nach dem Eisprung steigt deshalb auch der Progesteronspiegel an. Außerdem bewirkt Progesteron eine Erhöhung der Körpertemperatur sowie eine Verdichtung der Brustdrüsen. So bereitet das Hormon den Körper auf die Schwangerschaft und die Milchbildung vor.

Beta-hCG

Bei Eintritt einer Schwangerschaft produzieren Eileiter und eine Vorform der Plazenta Beta-hCG. Dieses Hormon regt die Bildung von Östrogenen und Gestagenen an, um die Schwangerschaft aufrechtzuerhalten.

Auch die Hoden und einige Tumorzellen können Beta-hCG produzieren. Aufgrund dieser Funktionen kann der Beta-hCG-Wert zur Kontrolle und Feststellung einer Schwangerschaft, sowie zur Diagnostik und Verlaufskontrolle bestimmter Krebserkrankungen herangezogen werden.

Welche männlichen Geschlechtshormone gibt es?

Testosteron

Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon. Es kommt im männlichen und im weiblichen Körper vor, in letzterem allerdings in viel geringerer Konzentration. Beim Mann erfolgt die Testosteronproduktion vor allem im Hoden. Kleine Mengen Testosteron stellt auch die Nebennierenrinde her.

Testosteron bewirkt, dass sich beim männlichen Embryo Penis, Hodensack und Prostata bilden. In der Pubertät führt es zum Wachstum der Geschlechtsorgane, zur Reifung der Spermien und zur Ausbildung eines männlichen Erscheinungsbildes. Außerdem steigert Testosteron das sexuelle Verlangen (Libido), den Antrieb und aggressives Verhalten.

Bei deinen Geschlechtern bewirkt Testosteron eine Zunahme von Muskelmasse und -kraft sowie von Knochendichte und –reife. Darüber hinaus beeinflusst es den Fett- und Zuckerstoffwechsel.

+++ Weiter zum Thema: Hormone: Die Sprache des Körpers +++

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