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Blutfette (Lipide im Blut, Blutlipide)

Blutlipide Fette Cholesterin
Fette werden mit der Nahrung in den Körper aufgenommen. (jarun011 / iStockphoto)

Blutfette gehören wie auch alle anderen Fette und fettähnlichen Substanzen zur Gruppe der Lipide. Sämtliche Lipide lösen sich in Wasser kaum auf – sie bilden einen Ölfilm. Dagegen sind sie gut in organischen Mitteln wie zum Beispiel Benzin löslich.

Kurzfassung:

  • Fette sind der wichtigste Speicherstoff des Körpers.
  • Fette sind nicht wasserlöslich, daher müssen sie im Blut mittels Liproteinen transportiert werden. 
  • Lipoproteine sind Chylomikronen, VLDL, LDL und HDL.

Wie Eiweiße und Zucker sind auch Fette eine wichtige Energiesquelle für den Organismus, wobei sie mit 39 Kilojoule je Gramm (kJ/g) den höchsten Energiegehalt besitzen. Im Vergleich dazu haben Zucker und Eiweiße 17,2 kJ/g.

Durch ihre hohe Wertigkeit in Bezug auf den Energiegehalt sind Fette auch der mengenmäßig wichtigste Speicherstoff des Organismus, wobei der Körper auch andere Stoffe wie Eiweiße und Zucker in Fette umwandeln und speichern kann.

Nahrungsfette sind:

Wie werden Fette im Blut transportiert?

Da Fette sehr schlecht wasserlöslich sind, sie aber trotzdem im Blut transportiert werden, müssen sie "verpackt" werden: Das geschieht mithilfe von Lipoproteinen – Eiweiße, an die die Fette gebunden werden. die den Transport der Fette im Blut übernehmen. 

Chylomikronen

Chylomikronen werden in den Zellen des Darmes aus aufgenommenen Fetten und Eiweißen gebildet und transportieren diese auf dem Lymphweg ab. Sie gelangen dann ins Blut und werden zu den Geweben transportiert. In der Muskulatur und im Fettgewebe werden den Chylomikronen Triglyzeride entzogen. Die Muskulatur benötigt sie als Brennstoff, das Fettgewebe speichert sie. Der verbleibende Rest der Chylomikronen wird zur Leber transportiert.

VLDL (Very Low Density Lipoproteins)

VLDL transportieren Triglyzeride, Cholesterol und Phospholipide von der Leber zu den Geweben. Auf ihrem Weg durch den Körper werden ihnen immer mehr Triglyzeride entzogen, bis sie in LDL (Low Density Lipoproteins) übergegangen sind.

LDL (Low Density Lipoproteins)

Die Aufgabe der LDL besteht darin, das Cholesterin von der Leber in andere Gewebe zu transportieren, wo es dann für den Aufbau verschiedener Strukturen (z. B. der Geschlechtshormone oder auch von Vitamin D) benötigt wird. Da LDL eine sehr große Rolle bei der Entstehung von Ablagerungen in den Wänden der Blutgefäße spielen, wird es umgangssprachlich auch "böses" Cholesterin genannt.

++ Mehr zum Thema: LDL Cholesterin ++

HDL (High Density Lipoproteins)

HDL transportiert das überschüssige Cholesterin von den Geweben zur Leber zurück. Dadurch scheint es die Gefäßwände vor Ablagerungen zu schützen. Seine positive Wirkung würdigt der Volksmund mit der Bezeichnung "gutes" Cholesterin.

++ Mehr zum Thema: HDL Cholesterin ++

Ein kleiner Teil der aus Triglyzeriden freigesetzten Fettsäuren wird aber auch ohne Hilfe von Eiweißen, also frei, im Blut transportiert.

Die Analyse des Blutfettgehalts ist deshalb sinnvoll und notwendig, weil ein erhöhter Blutfettgehalt das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung stark erhöht. 

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