Restless Legs

Von , Ärztin
und , Medizinredakteurin
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Mareike Müller

Mareike Müller ist freie Autorin in der NetDoktor-Medizinredaktion und Assistenzärztin für Neurochirurgie in Düsseldorf. Sie studierte Humanmedizin in Magdeburg und sammelte viel praktische medizinische Erfahrung während ihrer Auslandsaufenthalte auf vier verschiedenen Kontinenten.

Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für NetDoktor ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

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Die Bezeichnung "Restless Legs" (auch Restless-Legs-Syndrom, RLS) bedeutet übersetzt "unruhige Beine". Betroffene haben einen quälenden Bewegungsdrang und verspüren oft ein unangenehmes Ziehen oder Kribbeln in den Beinen. Lesen Sie hier mehr über das Restless-Legs-Syndrom.

Restless-Legs-Syndrom: Symptom Schlafprobleme

Kurzübersicht

  • Symptome: Starker Bewegungsdrang, Missempfindungen in den Beinen, Zunahme der Symptome in Ruhe (vor allem nachts), dadurch Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme
  • Behandlung: L-Dopa, Decarboxylasehemmer, Opioide, Carbamazepin, Antikonvulsiva, bei sekundärem RLS Behandlung der Ausgangskrankheit
  • Ursachen: Zusammenhang mit Dopamin-Botenstoffwechsel vermutet, Vererbung, bei sekundärem RLS unter anderem bestimmte Medikamente, Polyneuropathie, Schwangerschaft, Rheuma, Nierenerkrankungen, Eisenmangel
  • Diagnose: Anhand der Symptome, L-Dopa-Test, Ausschluss anderer Erkrankungen durch neurologische Tests, Laboruntersuchungen
  • Prognose: Schleichende Verschlimmerung, primäres RLS nicht heilbar, aber behandelbar, sekundäres RLS teilweise heilbar

Was sind Restless Legs?

Die Bezeichnung "Restless Legs" bedeutet übersetzt "unruhige Beine". Das Syndrom geht insbesondere mit einem starken Bewegungsdrang einher, was dem Ruhelose-Beine-Syndrom (= Restless-Legs-Syndrom, RLS) seinen Namen gegeben hat. Es handelt sich um eine sensormotorische Störung, die auch unter dem Namen Willis-Ekbom-Disease (WED) bekannt ist.

Das scheinbar ruhelose Umherwandern der Betroffenen lindert Symptome wie Missempfindungen in den Beinen oder Schmerzen, die oft etwa den Schlaf stören. Die Ursachen der Erkrankung sind zum Teil noch unklar, eine Heilung ist noch nicht vollständig möglich.

Nach der Kategorisierung der Weltgesundheitsorganisation WHO handelt es sich beim Restless-Legs-Syndrom um eine "Schlaf-Wach-Störung". In einer älteren, immer noch gültigen Fassung ordnete die WHO es als "Syndrom der unruhigen Beine G25.81" unter "Sonstige extrapyramidale Krankheiten und Bewegungsstörungen" ein.

Betroffen sind Schätzungen zufolge fünf bis zehn Prozent der hellhäutigen Bevölkerung Europas und Nordamerikas. Frauen doppelt so häufig wie Männer. Nur selten sind bereits Kinder betroffen, in der Regel zeigt sich das Syndrom etwa ab dem 30. Lebensjahr.

Was sind die Symptome?

Leitsymptom des Restless-Legs-Syndroms (RLS) ist der unbezähmbare Bewegungsdrang, den die Patienten verspüren. Hinzu kommen Missempfindungen in den Beinen, manchmal auch in den Armen. Diese äussern sich auf verschiedene Weise: Einige Patienten klagen über Ziehen oder Reissen, andere über Kribbeln (Ameisenlaufen) oder Druckschmerz.

Allen gemein ist, dass die Beschwerden meist aus der Tiefe des Beines kommen. Bewegung, Aufstehen oder Umhergehen lindert sie jeweils für kurze Zeit.

Die Patienten behalten jederzeit die Kontrolle über ihre Bewegung, anders als bei anderen etwa zwanghaften Bewegungsstörungen. Je nach Intensität der Missempfindungen ist der Bewegungsdrang unterschiedlich ausgeprägt — vom einfachen Bewegen der Füsse im Sitzen bis hin zu sportlicher Betätigung.

Probleme im Alltag

Typischerweise entstehen oder verschlimmern sich die Beschwerden in Ruhe. Das Lesen eines Buches, ein Kinobesuch, Autofahren oder langes Sitzen während der Arbeit sind mögliche Auslöser für die Missempfindungen und zwingen den Betroffenen dazu, sich zu bewegen. Dadurch ist die Lebensqualität der Menschen mit Restless Legs stark eingeschränkt.

Gestörter Schlaf

Besonders schwierig ist es abends oder nachts. Die Beschwerden stören den Schlaf der Patienten. Viele Betroffene leiden daher tagsüber unter Müdigkeit, Konzentrations- oder Leistungsschwäche. Nicht selten sind dies die Symptome, die den Patienten zum Arztbesuch bewegen.

Periodische Bewegungen

Die periodischen Beinbewegungen, welche die Patienten unwillkürlich im Schlaf- oder Wachzustand machen, werden als Periodic Limb Movements (PLM) bezeichnet. In bis zu 80 Prozent der Fälle sind sie Anzeichen für das Restless-Legs-Syndrom. Sie kommen allerdings auch bei anderen Erkrankungen im höheren Lebensalter vor.

Die Beschwerden sind in Stärke und Häufigkeit ihres Auftretens individuell sehr verschieden. Es gibt beispielsweise Betroffene, die zwar einen Bewegungsdrang verspüren, aber nicht unter Missempfindungen in den Beinen leiden.

Beschwerden verschlimmern sich mit der Zeit

Die Erkrankung verläuft chronisch-progredient. Das bedeutet, dass sie schleichend voranschreitet und sich die Symptome allmählich verstärken. Zu Beginn der Krankheit treten die Restless Legs oft noch in Schüben auf, zwischen den Schüben sind die Betroffenen dann beschwerdefrei.

Wie kann man Restless Legs behandeln?

Ein primäres RLS, das nicht auf einer anderen Grunderkrankung beruht, lässt sich nicht ursächlich behandeln (da die genaue Ursache nicht genau bekannt ist). Die Ärzte versuchen, die Beschwerden zu lindern und damit die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Hat ein RLS eine bekannte Ursache, wie eine Erkrankung oder die Einnahme bestimmter Medikamente (ein sogenanntes sekundäres RLS), lässt es sich in manchen Fällen vollständig heilen. In diesen Fällen behandelt der Arzt zunächst ursächlich. Etwa durch Absetzen und Ersetzen der auslösenden Medikamente oder Ernährungsumstellung lassen sich oft Erfolge bis zur vollständigen Heilung erzielen.

Medikamente gegen Restless Legs

Die Restless-Legs-Therapie erfolgt medikamentös gegen die Symptome. Dabei gibt der Arzt zunächst L-Dopa (Levodopamin) und einen sogenannten Decarboxylasehemmer (zum Beispiel Benserazid). Der Patient nimmt die Präparate etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen ein, da zu Beginn der Erkrankung nachts die Beschwerden am schlimmsten sind. Hilft L-Dopa nicht mehr, verabreichen die Behandelnden gegen das Restless-Legs-Syndrom in einigen Fällen einen Dopaminagonisten.

In einigen Fällen verabreicht der Arzt etwa Eisen- und andere Mineralstoffpräparate (zum Beispiel Magnesium) oder Vitaminpräparate (etwa Vitamin C), die zum Teil rezeptfrei erhältlich sind. Eisenmangel gilt als eine Ursache eines sekundären RLS. Genaue Wirkmechanismen für andere Medikationen sind zum Teil noch spekulativ.

Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Restless-Legs-Syndrom-Therapie mit dopaminähnlichen Substanzen (dopaminerge Therapie) zählen Benommenheit, Übelkeit und Kreislaufprobleme. Daher ist es wichtig, individuell die richtige Dosis zu finden und mit einer möglichst geringen Wirkstoffmenge zu beginnen.

Wenn Medikamente die Symptome verschlimmern

Ausserdem ist es möglich, dass eine solche dopaminerge Behandlung in einer sogenannten Augmentation mündet. Das bedeutet, dass die Therapie selbst die Beschwerden weiter verstärkt. Tritt die Augmentation unter L-Dopa-Therapie auf, stellt man auf einen Dopaminagonisten um. Beobachtet der Patient auch dann eine Augmentation, setzt man Opiate ein.

Diese verwendet man auch, wenn etwa die dopaminerge Therapie nicht anschlägt oder Patienten aus bestimmten Gründen diese Substanzen nicht einnehmen dürfen.

Alternativ verordnen Ärzte manchmal Carbamazepin oder Gabapentin. Sie zählen zu den Medikamenten, die sonst zum Beispiel bei Anfallsleiden angewendet werden (Antikonvulsiva).

Nicht-medikamentöse Therapie

Neben der Therapie mit Medikamenten verschreiben Ärzte in vielen Fällen Massnahmen wie

  • Massagen
  • Bestimmte Bewegungstherapien
  • Spezielle Ernährungspläne

Alternative Verfahren

Zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung wenden manche Patienten mit Restless Legs alternative Behandlungsmöglichkeiten zur Linderung ihrer Beschwerden an. Ihre Wirksamkeit ist zwar nicht nachgewiesen, doch berichten viele Patienten, dadurch Linderung zu verspüren. Dazu gehören:

Alternativmedizinische Konzept und ihre spezifische Wirksamkeit sind teilweise umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt. Sollten sich Ihre Beschwerden verschlimmern, suchen Sie Ihren Arzt auf.

Restless Legs – Hausmittel & Co.

Ein gesunder Lebensstil reduziert unter Umständen die Belastungen, die mit der Krankheit einhergehen. Dazu gehören etwa:

  • Regelmässige, körperliche Bewegung
  • Regelmässige Schlafrituale
  • Eisenreiche Ernährung
  • Anregende Substanzen wie Kaffee, Nikotin oder Alkohol nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen geniessen

Manche Betroffene nutzen als Hausmittel etwa warm-kalte Wechselduschen, Massagen sowie kalte oder warme Wadenwickel.

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Restless-Legs-Syndrom als Schwerbehinderung?

Das Restless-Legs-Syndrom ist nicht explizit als Schwerbehinderung anerkannt. Unter bestimmten Umständen und meist in Verbindung mit anderen Erkrankungen ist es aber möglich, dass es eine entsprechend verstärkende Rolle bei der Anerkennung des Grads der Behinderung spielt. Je nach Schweregrad und ausgeübter Tätigkeit ist es möglich, dass sich ein RLS unbehandelt bis zu einer Berufsunfähigkeit auswirkt.

Ursachen und Risikofaktoren

Bis heute ist nicht abschliessend geklärt, was die Ursache für das primäre Restless-Legs-Syndrom ist. Allerdings gibt es einige Anhaltspunkte.

Schlüsselrolle von Dopamin oder Eisen

Die Therapie mit dem Nervenbotenstoff Dopamin oder Dopaminagonisten lindert die Beschwerden. Daher geht man davon aus, dass eine Störung im Dopamin-Haushalt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Restless Legs spielt.

In manchen Fällen diskutieren Mediziner einen Eisenmangel im Hirnstoffwechsel im Zusammenhang mit dem RLS und Dopamin. Eisen spielt eine Rolle bei der Synthese von Dopamin im Gehirn.

Vererbung

Über die Hälfte der Patienten hat eine positive Familienanamnese, das heisst, dass in ihrer Familie bereits mindestens ein Fall von Restless Legs bekannt ist. Dies und einige Forschungsergebnisse lassen darauf schliessen, dass die Erkrankung vererbbar ist. Es wurden bereits sechs Gene gefunden, die dabei eine Rolle spielen. Wie genau diese Gene das Krankheitsgeschehen beeinflussen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschliessend geklärt.

Sekundäres Restless-Legs-Syndrom

Es gibt auch Fälle, bei denen Restless Legs Folge anderer Erkrankungen oder Umstände sind. Dazu gehören:

  • Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion
  • Rheuma-Erkrankungen
  • Schwangerschaft
  • Andere Nervenleiden wie Polyneuropathien (vor allem bei Diabetes mellitus) oder Radikulopathien (Reizung oder Schädigung einer Nervenwurzel am Rückenmark)
  • Eisenmangel (besonders im Zusammenhang mit Dopamin)
  • Nierenerkrankungen, die zum Auftreten von Abbauprodukten im Blut führen, die normalerweise mit dem Harn ausgeschieden werden (Urämie)
  • Koordinationsstörung von Bewegungsabläufen aufgrund eines fortschreitenden Verlusts von Nervenzellen in Kleinhirn und Rückenmark (spinozerebelläre Ataxie)
  • Medikamente (wie einige Antidepressiva, Neuroleptika, Schilddrüsen- oder Anfallsmedikamente)

Psychische Ursachen?

Es gibt viele Berichte, dass bei einem Restless-Legs-Syndrom psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen vorliegen. Inwieweit es einen Zusammenhang gibt, ist noch unklar, allerdings lösen unter Umständen Antidepressiva ein RLS aus. Diese Medikamente greifen unter anderem in den Dopaminstoffwechsel ein.

Die Depressionen und andere psychische Probleme sind allerdings eventuell auf die Schlafstörungen durch das Unruhige-Beine-Syndrom zurückzuführen. Da Dopamin als Nervenbotenstoff eine Schlüsselrolle beim RLS sowie bei vielen psychischen Erkrankungen zu spielen scheint, lassen sich gemeinsame Ursachen nicht ausschliessen.

Ein möglicher psychosomatischer Zusammenhang etwa als somatoforme Störung lässt sich ausschliessen, wenn beispielsweise der L-Dopa-Test eine klare organische Ursache belegt. Prinzipiell ist es aber möglich, dass sich somatoforme Störungen ähnlich einem RLS äussern.

RLS und Parkinson?

Ob das Restless-Legs-Syndrom mit dem Parkinson-Syndrom in Verbindung steht oder etwa eine Vorstufe ist, ist wissenschaftlich noch umstritten. Es gibt eine Reihe von sich zum Teil widersprechenden Studien. Zumindest gibt es gewisse Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede der Syndrome. Die Frage wird weiter wissenschaftlich untersucht.

Untersuchungen und Diagnose

Um ein Restless-Legs-Syndrom zu diagnostizieren, fragt der Arzt zunächst nach der Krankengeschichte (Anamnese). Dabei erkundigt er sich zum Beispiel, wie sich die Beschwerden äussern, wann sie auftreten und ob es in der Familie bereits jemanden gibt, der von Restless Legs betroffen ist.

Da es den Patienten oft schwerfällt, die Missempfindungen in ihren Beinen genau zu beschreiben, nimmt das Gespräch mitunter einige Zeit in Anspruch. Ausserdem ist es möglich, dass für den Betroffenen die Folgen der Schlafstörung wie zum Beispiel Konzentrationsprobleme im Vordergrund stehen und nicht der Bewegungsdrang oder die Missempfindungen.

Anamnese

Anschliessend führt der Arzt eine körperliche und neurologische Untersuchung durch. Sie dient dazu, andere mögliche Ursachen für die Beschwerden auszuschliessen. Bei Restless Legs sind die Ergebnisse normalerweise unauffällig.

Wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind, werden Restless Legs diagnostiziert:

  • Bewegungsdrang der Beine, häufig begleitet von Missempfindungen in den Beinen. Manchmal sind auch die Arme oder andere Körperregionen betroffen.
  • Die Beschwerden beginnen oder verschlechtern sich in Ruhe (etwa im Sitzen oder Liegen).
  • Die Beschwerden bessern sich durch Bewegung (etwa Aufstehen oder Laufen).
  • Die Beschwerden sind abends oder nachts schlimmer als tagsüber oder treten überhaupt nur abends oder nachts auf.

L-Dopa-Test

Mit dem sogenannten L-Dopa-Test lässt sich die Verdachtsdiagnose Restless Legs relativ sicher bestätigen. Dabei wird dem Patienten eine Test-Dosis des Medikaments L-Dopa verabreicht. Bessern sich daraufhin die Beschwerden, ist ein Restless-Legs-Syndrom wahrscheinlich. Bleibt der Effekt aus, sind Restless Legs allerdings trotzdem nicht ausgeschlossen.

Weitere Punkte, welche die Verdachtsdiagnose "Restless Legs" erhärten, sind:

  • Es ist bereits ein anderes Familienmitglied an RLS erkrankt.
  • Es treten unwillkürliche Bewegungen der Beine im Schlaf oder Wachzustand (PLM) auf.

Da nicht nur das Restless-Legs-Syndrom Symptome wie Bewegungsdrang und Missempfindungen in den Beinen auslöst, sondern möglicherweise andere Erkrankungen dahinterstecken, sind zur Abklärung manchmal folgende Untersuchungen sinnvoll:

Krankheitsverlauf und Prognose

Die Restless Legs zählen zu den häufigsten Nervenleiden in Deutschland. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer. Ist Restless Legs familiär bedingt, beginnt die Krankheit meist schon früh, vor dem 30. Lebensjahr.

Wenn in seltenen Fällen Kinder oder Jugendliche unter Restless-Legs-Symptomen leiden, wird dies schnell als Hyperaktivitätssyndrom oder Wachstumsschmerzen verkannt.

Die Prognose von Restless Legs ist individuell sehr verschieden. Zu Beginn der Erkrankung haben viele Betroffene kaum Beschwerden oder sind über Wochen bis Monate symptomfrei. In den meisten Fällen verläuft das Restless-Legs-Syndrom chronisch-progredient. Das heisst, der Zustand der Patienten verschlechtert sich zunehmend. Da die Krankheit aber nur langsam voranschreitet, brauchen viele Patienten erst im höheren Lebensalter eine Behandlung.

Keine ursächliche Therapie

Es gibt keine Therapie, mit der sich die Ursachen der primären Form von Restless Legs beseitigen lässt. Therapeutische Massnahmen lindern oft die Beschwerden und deren Folgen wie zum Beispiel Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche. Dies verschafft den Betroffenen einen grossen Gewinn an Lebensqualität.

Gute Prognose für sekundäres Restless Legs

Wenn Restless Legs durch eine andere Krankheit bedingt sind, ist die Prognose gut. Durch Behandlung der Grundkrankheit lassen sich meist auch die Beschwerden der Restless Legs verbessern oder verschwinden sogar ganz.

Autoren- & Quelleninformationen

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Wissenschaftliche Standards:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Vorlage:
Dr. med. Felicitas Witte
Autoren:
Mareike Müller
Mareike Müller

Mareike Müller ist freie Autorin in der NetDoktor-Medizinredaktion und Assistenzärztin für Neurochirurgie in Düsseldorf. Sie studierte Humanmedizin in Magdeburg und sammelte viel praktische medizinische Erfahrung während ihrer Auslandsaufenthalte auf vier verschiedenen Kontinenten.

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für NetDoktor ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

ICD-Codes:
G25
ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen.
Quellen:
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