Rachenkrebs

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Rachenkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung im Rachenraum. In den meisten Fällen geht sie von veränderten Zellen der Schleimhaut aus. Bei Symptomen sollten Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen, weil Rachenkarzinome im Frühstadium besser heilbar sind. Lesen Sie hier, wie der Arzt Rachenkrebs behandelt!

Untersuchung an Hals und Rachen

Kurzübersicht

  • Was ist Rachenkrebs? Tumoren im Bereich des Rachens, meistens mutierte Zellen der Schleimhaut
  • Symptome: Einseitig geschwollene Lymphknoten, die keine Schmerzen verursachen, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, je nach betroffener Region auch Probleme mit dem Nasenraum oder Schmerzen in den Ohren
  • Behandlung: Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie, zielgerichtete Therapien
  • Ursachen: Vorangegangene Vorstufen, Alkohol- und Nikotingenuss, Viruserkrankungen
  • Diagnostik: Kehlkopfspiegelung, bildgebende Verfahren, Untersuchung von Gewebeproben
  • Vorbeugen: Verzicht auf Alkohol und Nikotin, Immunsystem stärken

Was ist Rachenkrebs?

Rachenkrebs gehört zu den Kopf-Hals-Tumoren. Damit sind alle Krebsarten gemeint, die in diesem Körperbereich auftreten. Der Rachen, auch Schlund genannt, heißt in der Fachsprache Pharynx, weswegen Mediziner bei Rachenkrebs von einem Pharynxkarzinom sprechen. Bösartige Erkrankungen entwickeln sich in dieser Körperregion meistens aus Zellen der Schleimhaut. Aus verschiedenen Gründen kommt es zu Fehlern im Erbgut der Zellen oder die Erbinformationen werden fehlerhaft abgelesen. In der Folge wachsen die Zellen unkontrolliert – Rachenkrebs entsteht. Der Fachbegriff für diese Krebsform lautet Plattenepithelkarzinom. Andere Krebsarten, wie beispielsweise , machen im Bereich des Rachens nur einen kleinen Anteil aus.

Pharynxkarzinome werden danach unterschieden, in welchem Bereich des Schlunds sie auftreten:

  • Oberer Abschnitt: Der obere Rachen ist der Nasenrachenraum (Nasopharynx). Er hat eine obere und eine untere Wand. Während die obere Wand zwischen dem Übergang des harten und des weichen Gaumens bis zur Schädelbasis reicht, wird als untere Wand die obere Fläche des weichen Gaumens definiert. Dortiger Krebs wird als Nasenrachenkrebs bezeichnet oder als Nasopharynxkarzinom.
  • Mittlerer Rachenbereich: Damit ist der Rachenbereich hinter der Mundhöhle gemeint, der beim weiten Öffnen des Mundes zu sehen ist. Mediziner nennen ihn Mesopharynx oder Oropharynx. Dazu gehört nicht nur die hintere Wand des Rachens, sondern auch die Mandeln und die vordere Fläche des weichen Gaumens. Oropharynxkarzinome treten meistens rund um die Mandeln auf. Das Oropharynx ist die Region, die am häufigsten von Rachenkrebs betroffen ist.
  • Unterer Rachenbereich: Der untere Teil des Schlundes heißt Hypopharynx. Er liegt sehr tief, unterhalb des Kehldeckels. Wenn dort Krebs entsteht (Hypopharynxkarzinom), ist es oftmals nicht möglich, die entarteten Zellen räumlich von einem Karzinom im Bereich der Stimmbänder abzugrenzen, also von einem Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom).

Woran erkennt man Rachenkrebs?

Im Anfangsstadium fällt ein Rachenkarzinom selten durch Beschwerden auf. Erst, wenn sich die Erkrankung langsam ausbreitet, kommt es zu auffälligen Veränderungen. Häufig sind angeschwollene Lymphknoten im Bereich des Halses die ersten Rachenkrebs-Symptome, wobei der Verdacht auf Krebs besonders groß ist, wenn die Lymphknoten nicht schmerzen und nur einseitig vergrößert sind. Darüber hinaus hängen die Anzeichen davon ab, welche Region im Schlund betroffen ist. Die Symptome treten in unterschiedlichen Kombinationen auf.

Nasopharynxkarzinom

Das Nasopharynxkarzinom führt zwar häufig zu sehr deutlichen Symptomen, diese zeigen sich in der Regel jedoch nicht im Anfangsstadium, sondern erst im weiteren Verlauf. Das Rachenkrebs-Aussehen spielt bei der Selbstbeobachtung der Betroffenen in der Regel keine Rolle, da diese Körperregionen vor dem Spiegel kaum einsehbar sind. Mögliche Anzeichen für diese Form des Rachenkrebses sind:

Der Krebs verschließt mitunter dieinneren Nasenöffnungen. Den Betroffenen fällt das Atmen durch die Nase schwer, eventuell blutet immer mal wieder ihre Nase. Es kommt vor, dass die Stimme nasal klingt. Die typische Sekretbildung eines Schnupfens fehlt jedoch.

Es ist möglich, dass sich das Rachenkarzinom in der Verbindung zwischen Rachenraum und Mittelohr ausbreitet. Diese wird als Ohrtrompete oder Eustachische Röhre (Tuba Eustachii) bezeichnet. Das löst oftmals ähnliche Beschwerden aus wie eine Mittelohrentzündung, es kommt also zu Schwerhörigkeit und einem unangenehmen Druckgefühl im Ohr, das oft mit Schmerzen verbunden ist, oder es entstehen Ohrgeräusche. Sind die Beschwerden einseitig, ist der Verdacht auf eine bösartige Erkrankung besonders hoch.

Rachenkrebs schädigt zudem häufig die Schädelbasis. Gegebenenfalls ist das mitLähmungen bestimmter Hirnnerven verbunden. In der Folge leiden die Betroffenen womöglich unter Kopfschmerzen und Gesichtsschmerzen oder sie sehen Doppelbilder (Diplopie). Es kommt in vielen Fällen zu Taubheitsgefühlen und Ausfallerscheinungen.

Oropharynxkarzinom

Auch beim Oropharynxkarzinom ist es meistens schwierig, die Erkrankung früh zu diagnostizieren, weil die Rachenkrebs-Symptome sehr selten schon zu Beginn auftreten.

Im Fokus steht der Rachenbereich hinter der Mundhöhle. Schon im Anfangsstadium verändert sich dort durch den Rachenkrebs das Aussehen der Schleimhaut. Rötungen, Schwellungen und später auch Wucherungen oder sogar Wunden bemerken Betroffene jedoch selten, wenn sie nicht von weiteren Symptomen begleitet werden.

Als wichtige Anzeichen für die Früherkennung gelten wieder vergrößerte Lymphknoten im Bereich des Halses oder Kopfes.

Im weiteren Verlauf kommt es zu Halsschmerzen, die eventuell bis zu den Ohren ausstrahlen.

Wenn sich der Rachenkrebs weiter ausbreitet, verursachen die Wucherungen häufig Schluckbeschwerden.

Ungewöhnlicher Mundgeruch ist ebenfalls ein Hinweis auf ein Karzinom.

Hypopharynxkarzinom

Auch das Hypopharynxkarzinom macht sich im Anfangsstadium meistens nicht bemerkbar. Das erschwert eine Früherkennung, obwohl eine schnelle Diagnose die Heilungsaussichten deutlich verbessert.

  • Bei dieser Form des Rachenkarzinoms sind die Lymphknoten wieder das wichtigste Warnzeichen. Wenn sie anschwellen, womöglich nur auf einer Seite, ohne Schmerzen zu verursachen, steckt häufig Krebs dahinter.
  • Erst wenn sich die Wucherungen vergrößern, entsteht bei den Erkrankten oft das Gefühl, einen “Kloß im Hals zu haben”. Sie räuspern sich, ohne dass es etwas nützt. Im nächsten Schritt fällt das Schlucken schwer.
  • Falls der Krebs die Stimmbänder angreift, tritt meistens Heiserkeit auf.
  • Atemnot ist ebenfalls ein mögliches Rachenkrebs-Symptom.
  • Gegebenenfalls entdecken die Betroffenen verfärbte oder wunde Stellen im Bereich des Rachens.
  • Mundgeruch kommt häufig hinzu.
  • Die Erkrankten husten Auswurf (Sputum) hoch, dem mitunter Blut beigemischt ist.

Wann bei Verdacht auf Rachenkrebs zum Arzt?

Die genannten Symptome treten nicht nur bei Rachenkrebs auf. Meistens haben Anzeichen wie Schluckbeschwerden, Heiserkeit oder Halsschmerzen eine harmlose Ursache. Neben einer Erkältung oder einer Grippe kommen unter anderem lokale Entzündungen oder eine Allergie als Auslöser infrage.

Aufmerksam sollten Betroffene werden, wenn sich die Beschwerden nach zwei bis drei Wochen nicht bessern. Dann sollten sie einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen.

Wie sieht Rachenkrebs aus? Diese Frage stellen sich viele Patienten mit typischen Beschwerden, während sie vorm Spiegel stehen. In den meisten Fällen steckt jedoch eine ungefährliche Erkrankung hinter den vermeintlichen Rachenkrebs-Symptomen und Veränderungen sind ohnehin selten zu erkennen. Sollte es sich aber tatsächlich um ein Pharynxkarzinom handeln, ist eine frühe Diagnose umso wichtiger.

Die Heilungschancen sind im Frühstadium normalerweise sehr gut. Außerdem fallen beispielsweise Operationen viel kleiner aus und sind nicht so belastend. Dennoch machen Fachärzte immer wieder die Erfahrung, dass Betroffenen die Beschwerden aus Angst vor einer Krebsdiagnose ignorieren – und Zeit für eine wirksame Therapie verlieren.

Ist Rachenkrebs heilbar?

Wie bei den meisten Krebsarten sind die Heilungsaussichten auch bei Rachenkrebs am besten, wenn er in einem frühen Stadium entdeckt wird. Die Überlebenschance ist niedriger als bei manchen anderen Krebsarten, weil Rachenkrebs-Symptome oft erst auftreten, wenn das Karzinom sich bereits ausgebreitet hat.

Bei Tumoren im unteren Rachen und im Nasenrachen leben etwa 40 Prozent (Hypopharynxkarzinom) beziehungsweise ungefähr 40 bis 50 Prozent (Nasopharynxkarzinom) der Patienten fünf Jahre nach der Diagnose. Für ein Oropharynxkarzinom sind die Zahlen mit 50 bis 60 Prozent etwas besser. Über die persönliche Lebenserwartung bei Rachenkrebs sagen diese Zahlen jedoch nichts aus. Denn die Erkrankung ist vollständig heilbar, falls sie früh genug behandelt wird.

Für die Behandlung stehen drei Wege zur Verfügung: Operation, Strahlentherapie und Medikamente. Onkologen stellen diese Optionen individuell zusammen und stimmen sie auf die Situation des jeweiligen Patienten ab.

Die Rachenkrebs-Behandlung hängt unter anderem davon ab, wo genau sich der Tumor befindet und wie stark er sich ausgebreitet hat. Hat der Krebs womöglich bereits gestreut? Auch seine Aggressivität wird einbezogen. Außerdem spielt der Allgemeinzustand des Betroffenen eine Rolle. Beispielsweise bei Vorerkrankungen ist eine Chemotherapie im Verhältnis zum erwarteten Behandlungserfolg möglicherweise zu belastend.

Operation

Die effektivste Rachenkrebs-Behandlung besteht darin, das Tumorgewebe über eine Operation vollständig zu beseitigen. Was das genau bedeutet, hängt von der Lage und Ausbreitung des Rachenkarzinoms ab. Bei manchen Patienten reicht es, wenn die Chirurgen einen kleinen Teilbereich des Rachens entnehmen. Bei anderen Betroffenen müssen größere Teile des Rachens herausoperiert werden.

Hat der Krebs den Kehlkopf befallen, wird dieser ebenfalls teilweise oder vollständig entfernt. Die behandelnden Ärzte werden versuchen, das zu vermeiden, um in dieser Körperregion eine möglichst große Funktionsfähigkeit zu erhalten, damit der Patient anschließend weiterhin in der Lage ist, ohne künstliche Unterstützung zu atmen, zu schlucken und zu sprechen.

Operationen kommen hauptsächlich für Oropharynxkarzinome und Hypopharynxkarzinome infrage, da Nasopharynxkarzinome meistens schwer zugänglich sind. Die Lage des Rachenkrebses entscheidet darüber, ob der Chirurg den Eingriff durch die Mundhöhle durchführt oder ob er sich von außen Zugang verschafft.

Häufig sind minimalinvasive Verfahren möglich. Bei dieser sogenannten Schlüssellochchirurgie führt der Arzt die Instrumente durch winzige Schnitte ein und steuert sie durch eine kleine Kamera. Als besonders schonende Operationstechnik steht ihm ein Laser zur Verfügung, mit dem er erkranktes Gewebe beseitigt (Lasermikrochirurgie).

Wenn größere Bereiche des Rachens oder des Kehlkopfs entfernt werden müssen, reicht der Laser dafür meistens nicht aus, weswegen der Chirurg dann auf herkömmliche Operationsverfahren zurückgreift. Gegebenenfalls rekonstruiert er einen Teil des entfernten Rachens wieder durch körpereigenes Gewebe, um die Funktionsfähigkeit zu erhalten. Das Gewebe entnimmt er beispielsweise der Haut des Unterarms.

Häufig benötigen die Patienten im Anschluss eine Phase des Trainings, ehe sie wieder in der Lage sind, eigenständig zu sprechen und zu schlucken. Falls der Arzt den Kehlkopf vollständig herausnehmen muss, sind im Anschluss künstliche Hilfsmittel nötig.

In der Regel führt der Arzt zusätzlich eine sogenannte Neck dissection durch. Das heißt, er entfernt im betroffenen Bereich die Lymphknoten am Hals. Das ist in der Regel auch dann der Fall, wenn diese nicht angeschwollen sind. Denn das Risiko ist relativ hoch, dass sich dort ebenfalls Krebszellen befinden.

Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie (Radiotherapie) lenken medizinische Fachkräfte ionisierende Strahlen direkt auf das erkrankte Gewebe. Die Zellen sollen dabei so stark geschädigt werden, dass sie absterben und sich nicht mehr teilen. Die Strahlentherapie greift auch gesundes Gewebe an. Das regeneriert sich zwar in einem gewissen Rahmen, trotzdem ist es bei dieser Rachenkrebs-Behandlung sehr wichtig, den Angriff auf die Krebszellen lokal zu begrenzen und die Dosis nicht zu hoch zu wählen.

In einem frühen Stadium reicht die Strahlentherapie unter Umständen als alleinige Behandlungsmethode aus. Meistens kommt sie jedoch in Kombination mit einer Chemotherapie zum Einsatz oder der Arzt wendet sie nach einer Operation an, um eventuell verbliebene Krebszellen zu beseitigen.

Chemotherapien und zielgerichtete Therapien

Als dritte Behandlung bei Rachenkrebs stehen dem Onkologen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Ähnlich wie bei der Strahlentherapie gilt bei einer Chemotherapie: Die Ärzte wägen gut ab, in welchen Fällen und zu welchem Zeitpunkt sie eine Chemotherapie einsetzen – zum Beispiel vor oder nach einer Operation. Denn die Wirkstoffe greifen auch gesunde Körperzellen an, weswegen diese Rachenkrebs-Behandlung meistens mit starken Nebenwirkungen verbunden ist.

Noch relativ neu in der Krebsmedizin sind die sogenannten zielgerichteten Therapien. Sie werden so genannt, weil sie punktueller angreifen. Deswegen fallen auch die Nebenwirkungen geringer aus. Für Rachenkrebs, der von den Schleimhäuten ausgeht, ist Cetuximab ein wichtiger Wirkstoff. Dabei handelt es sich um einen sogenannten monoklonalen Antikörper. Vereinfacht gesagt, blockiert er einen bestimmten Signalweg, den Tumorzellen brauchen, um zu wachsen.

Wie wird Rachenkrebs festgestellt?

Bei der Diagnose prüft der Arzt, ob tatsächlich Rachenkrebs die Ursache für die Beschwerden ist. Im nächsten Schritt untersucht er, wie stark sich das Rachenkarzinom bereits ausgebreitet hat. Zudem klärt er über Laboruntersuchungen, ob eventuell Humane Papillomviren (HPV-16) als Auslöser des Krebses infrage kommen. Denn das beeinflusst unter Umständen die Therapiewahl. Das passiert im Wesentlichen bei der Diagnose eines Rachenkrebses:

Bestandsaufnahme: In einem ausführlichen Gespräch (Anamnese) fragt der Arzt nach den Beschwerden und nach der Vorgeschichte der Patienten. Dabei will er auch wissen, ob eventuelle Risikofaktoren vorliegen wie übermäßiger Alkoholgenuss oder Nikotinkonsum.

Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie): Der Arzt untersucht den Rachenraum visuell mit Spiegeln, wobei er mehrere Spiegel verwendet, die er gegeneinander dreht, um quasi um die Ecke zu schauen (indirekte Kehlkopfspiegelung). Alternativ verwendet er ein sogenanntes Lupenlaryngoskop. Dabei handelt es sich um eine Art Röhre, an deren Ende sich ein Prisma befindet, das der Arzt in verschiedene Richtungen dreht. Erhärtet sich bei diesen Untersuchungen der Verdacht auf Rachenkrebs, folgt meistens eine direkte Kehlkopfspiegelung unter Narkose. Dafür schiebt der Arzt ein Rohr in den Rachenraum, fixiert es und führt ein weiteres Röhrchen mit einer Kamera hindurch.

Gewebeentnahme (Biopsie): Bei der Kehlkopfspiegelung entnimmt der Arzt vorsichtig eine Gewebeprobe, die später im Labor analysiert wird. Unter anderem wird dabei festgestellt, wie aggressiv das Rachenkarzinom ist und ob HPV-16 an der Entstehung beteiligt war.

Bildgebende Verfahren: Verschiedene bildgebende Verfahren dienen dazu, die Lage und Ausbreitung des Tumors genauer einzugrenzen. Außerdem sind sie wichtig, um gegebenenfalls die Operation vorzubereiten. Eingesetzt werden vor allem Ultraschall (Sonographie), Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT). Zudem besteht die Möglichkeit, das CT mit einer Positronenemissionstomografie (PET) zu kombinieren. Die PET stellt den Zuckerstoffwechsel dar, der bei Tumorgewebe erhöht ist.

Wie entsteht Rachenkrebs?

Rachenkrebs entsteht, wenn im Schlund gesunde Zellen zu bösartigen Krebszellen mutieren, die unkontrolliert wachsen. Schuld sind genetische Veränderungen im Erbgut. Wie diese entstehen, ist jedoch nicht genau geklärt. Daher ist es nicht möglich, Ursachen für Rachenkrebs zu benennen. Die Medizin hat jedoch einige Risikofaktoren ermittelt:

Bestimmte Veränderungen der Schleimhaut gelten als Vorstufe für Rachenkrebs. Dazu gehört die sogenannte Weißschwielenkrankheit (Leukoplakie), bei der sich die Schleimhautschicht verdickt. Erkennbar ist sie über weißliche Stellen im Rachen.

Übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum gehören zu den wenigen Risikofaktoren, die sich vermeiden lassen. In Kombination sind sie besonders gefährlich. Da ihre schädliche Wirkung erst im Laufe der Zeit zum Tragen kommt, wird Rachenkrebs im Alter ab 60 Jahren häufiger. Mediziner vermuten, dass diese Risikofaktoren auch dazu beitragen, dass Rachenkrebs-Symptome zunehmend bei Frauen entdeckt werden. Denn der Anteil der weiblichen Raucherinnen ist im Laufe der letzten Jahrzehnte gestiegen.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Entstehen eines Rachenkarzinoms undInfektionen mit bestimmten Viren. Dabei handelt es sich um humane Papillomviren (HPV-16) und Ebstein-Barr-Virus (EBV). HPV ist sexuell übertragbar, und Studien haben gezeigt, dass häufiger Oralverkehr das Risiko für Rachenkrebs erhöht.

Vorbeugen

Es ist nicht möglich, Rachenkrebs sicher vorzubeugen, solange die genauen Ursachen nicht geklärt sind. Genetische Veränderungen lassen sich nicht immer verhindern. Die Wahrscheinlichkeit für ein Karzinom können Sie aber erheblich senken, indem Sie auf einen maßvollen Umgang mit Alkohol achten und auf das Rauchen verzichten. Zur Prävention trägt es außerdem bei, das . Wichtig sind dafür vor allem:

  • eine ausgewogene Ernährung
  • regelmäßige Bewegung
  • ausreichender Schlaf
  • nicht zu viel Stress

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Wissenschaftliche Standards:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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ICD-Codes:
C10
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