Niereninfarkt

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Dr. med. Mira Seidel

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Ein Niereninfarkt ist eine seltene Erkrankung der Niere. Sie entsteht meist dann, wenn ein Blutgerinnsel ein Blutgefäss der Niere verschliesst. Als Folge ist die Niere nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, wodurch Nierengewebe abstirbt. Typisches Symptom ist der akute, nicht-kolikartige Flankenschmerz. Bei rechtzeitiger Behandlung sind schwere Folgen durch den Niereninfarkt selten. Lesen Sie hier alles Wichtige zum Niereninfarkt.

Niereninfarkt

Kurzübersicht

  • Symptome: Flanken- oder Bauchschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, erhöhter Blutdruck; manchmal auch symptomlos
  • Behandlung: Meist medikamentös mit Schmerzmitteln, Blutverdünnern, Blutdrucksenkern; Lyse- oder operative Therapie seltener
  • Diagnose: Arzt-Patient-Gespräch, körperliche Untersuchung, Blut- und Urinuntersuchungen, Ultraschall oder Röntgen
  • Ursachen und Risikofaktoren: Meist Verschluss von Arterien oder Venen der Niere durch Blutgerinnsel, die vor allem aus dem Herzen stammen; oft unbekannte Ursache; Risikofaktoren: andere Grunderkrankungen wie Herz-, Nieren- oder Krebserkrankungen, erhöhtes Risiko nach Operationen wie Nierentransplantation
  • Krankheitsverlauf und Prognose: Bei frühzeitiger Behandlung gute Prognose, Spätfolgen wie Bluthochdruck oder Nierenschwäche möglich, abhängig vom verschlossenen Blutgefäss der Niere und Zeitpunkt der Diagnose, selten führt es zum akuten Nierenversagen

Was ist ein Niereninfarkt?

Ein Niereninfarkt entsteht ähnlich wie ein Herzinfarkt: Ein Blutgefäss der Niere wird in den meisten Fällen durch ein Blutgerinnsel verschlossen. Das entsprechende Nierengewebe bekommt durch den Gefässverschluss nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Wenn sich die Durchblutung nicht in kürzester Zeit wiederherstellen lässt, geht das betroffene Nierengewebe zugrunde.

Dank guter Vorsorgemassnahmen ist der Niereninfarkt ein eher seltenes Ereignis. In wenigen Fällen führt ein Niereninfarkt zum akuten Nierenversagen.

Die Niere hat die wichtige Aufgabe, das Blut von Salzen und Abfallstoffen zu reinigen. Die Nierenarterien gehen in der Höhe des zweiten Lendenwirbels von der Bauchschlagader (Aorta) ab und verzweigen sich in zwei oder drei Gefässstämme. Diese bilden sogenannte Endgefässe, das bedeutet, dass zwischen benachbarten Blutgefässen keine Kurzschlussverbindungen (Kollateralen) bestehen.

Kompletter Niereninfarkt und Nierenteilinfarkt

Je nach Ausmass unterscheiden Ärzte zwischen einem kompletten Niereninfarkt und einem Nierenteilinfarkt:

  • Kompletter Niereninfarkt: Hier ist die Endarterie vollständig verschlossen.
  • Nierenteilinfarkt: Hier ist das Nierengefäss entweder nur teilweise verschlossen oder es haben sich im Laufe einer langsamen Verengung benachbarte Blutströme gebildet. Dies geschieht beispielsweise, wenn sich langsam eine Thrombose – ein Blutgerinnsel in den Nierenvenen – entwickelt hat. Parallele Blutgefässe verhindern dann einen solchen Infarkt.

Bei einem kompletten Niereninfarkt geht das betroffene Nierengewebe schon nach ein bis zwei Stunden zugrunde. Das bedeutet, das Gewebe stirbt aufgrund der Sauerstoff- und Nährstoffunterversorgung ab, Ärzte bezeichnen dies als Nekrose. Ist das Nierengefäss nur teilweise verschlossen oder bestehen benachbarte Blutströme (kollaterale Durchblutung), ist es möglich, die Niere zu retten. Wichtig ist dann, die Durchblutung innerhalb von 24 bis 48 Stunden wiederherzustellen.

Ischämischer und hämorrhagischer Niereninfarkt

Ein Niereninfarkt entsteht durch den Verschluss einer Nierenarterie oder einer Nierenvene.

Ist eine Nierenarterie betroffen, handelt es sich um einen sogenannten ischämischen Niereninfarkt. Je nachdem, an welcher Stelle der Verschluss vorliegt, unterscheiden Ärzte zwischen verschiedenen Formen. Diese sind:

  • Keilförmiger Niereninfarkt: Entsteht durch den Verschluss der kleinsten Arterien (Arteriae interlobulares)
  • Trapezförmiger Niereninfarkt: Entsteht durch den Verschluss der nächstgrösseren Arterien (Arteriae arcuatae)
  • Niereninfarkt der halben oder ganzen Niere: Entsteht durch eine Verengung oder einen Verschluss im Nierenarterienstamm

Beim hämorrhagischen Niereninfarkt ist eine Nierenvene vom Verschluss betroffen. In diesem Fall ist der Blutabfluss blockiert, wodurch es zu einem Blutstau kommt. Das Nachfliessen von frischem sauerstoffreichen Blut ist nicht mehr möglich.

Was sind die Symptome von einem Niereninfarkt?

Ein Niereninfarkt zeigt sich auf unterschiedliche Weise. Das Hauptsymptom ist der heftige, plötzlich auftretende und nicht-kolikartige Flankenschmerz. Bei einem grösseren Niereninfarkt klagt der Betroffene zusätzlich über Bauchschmerzen sowie Übelkeit,Erbrechen oder Fieber. Es ist möglich, dass anfangs oder im Verlauf Blut im Urin auftritt (Makrohämaturie). Der Blutdruck steigt bei vielen Betroffenen an (Hypertonie), manchmal entwickelt sich dies auch erst im Verlauf.

Ein kleiner Niereninfarkt bleibt in einigen Fällen symptomlos. Der Niereninfarkt bleibt deshalb häufig unbemerkt und fällt erst durch eine schlechte Funktion der Nieren auf.

Manchmal kommt es im Rahmen von Operation oder Untersuchungen (Angiografie) der Nierengefässe zu einem Niereninfarkt. Dabei handelt es sich nicht zwangsläufig um Blutgerinnsel, auch arteriosklerotisches Material lagert sich unter Umständen in den Gefässen der Niere ab. In diesem Fall sind unter Umständen weitere Organe betroffen, weshalb im Rahmen eines Niereninfarkts manchmal noch zusätzliche Symptome und Ereignisse auftreten. Diese sind unter anderem:

Wie wird ein Niereninfarkt therapiert?

In den meisten Fällen ist die Behandlung des Niereninfarkts konservativ, das bedeutet medikamentös, und nicht operativ oder invasiv. Diese Behandlung basiert in der Regel auf drei Säulen:

  • Blutverdünnung
  • Schmerzlinderung
  • Senkung des zu hohen Blutdrucks

Grundsätzlich ist es wichtig, einen Niereninfarkt so schnell wie möglich zu therapieren. Nur so ist die Sauerstoff- und Nährstoffunterversorgung der Niere zu stoppen. Als Sofortmassnahme erhält der Patienten mit akutem Niereninfarkt Gerinnungshemmer wie Heparin zur Blutverdünnung. Später setzen Ärzte zusätzlich andere Wirkstoffe wie Phenprocoumon zur Gerinnungshemmung ein. Beide haben die Aufgabe, das Blutgerinnsel so schnell wie möglich aufzulösen und weiter vorzubeugen.

Selbst wenn beide Nieren betroffen sind und eine vorübergehende Dialyse (künstliche Blutwäsche) nötig ist, erholt sich die Niere nach medikamentöser Behandlung in der Regel beträchtlich.

Lysetherapie und Operation

In seltenen Fällen führen Ärzte eine Operation oder eine Lysetherapie zur Behandlung des Niereninfarkts durch.

Die Lyse kommt meist nur bei einem kompletten Verschluss der Nierenarterien zum Einsatz oder dann, wenn der Niereninfarkt sich sehr früh feststellen lässt. Dabei schieben Ärzte einen Katheter bis zum Blutgerinnsel in der Niere vor und verabreichen lokal ein Medikament, welches das Gerinnsel auflöst. Medikamente, die sie dazu verwenden, sind zum Beispiel Enzyme wie Urokinase oder rtPA (Recombinant Tissue Plasminogen Activator).

Bei der Operation versuchen Ärzte, den Thrombus oder Embolus zu entfernen. Allerdings birgt eine solche Operation immer ein hohes Risiko und findet in der Praxis deshalb nur sehr selten Anwendung.

Wie wird ein Niereninfarkt festgestellt?

Der dringende Verdacht auf Niereninfarkt ergibt sich aus den klinischen Beschwerden. Eine schnelle Klinikeinweisung ist äusserst wichtig, da es möglich ist, dass die Niere je nach Ausmass des Gefässverschlusses in relativ kurzer Zeit (ein bis zwei Stunden) versagt. Eine schnelle Diagnose und eine passende Therapie sind daher entscheidend für den Krankheitsverlauf.

Aufgrund des engen Zeitfensters gelingt es dennoch nur selten, rechtzeitig die entsprechende Behandlung einzuleiten. Da der Niereninfarkt zudem teilweise ohne Symptome sowie durch Beschwerden anderer Nierenerkrankungen gekennzeichnet ist, ist die Diagnose oft nicht einfach und nimmt längere Zeit in Anspruch.

Anamnese

Bei unklarer Diagnose erfasst der Arzt zunächst die genaue Krankengeschichte (Anamnese). Dazu stellen Ärzte unter anderem folgende Fragen:

  • Wo genau haben Sie die Schmerzen?
  • Haben Sie bereits eine Nierenerkrankung?
  • Leiden Sie unter Gefässerkrankungen wie beispielsweise einer Vaskulitis?
  • Haben Sie einen Herzfehler oder Herzrhythmusstörungen?
  • Liegt ein bekanntes Aortenaneurysma vor?
  • Wurden Sie schon mal operiert? Wenn ja, wann?
  • Wurde schon einmal eine Herzkatheteruntersuchung bei Ihnen durchgeführt?
  • Haben Sie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)?

Körperliche Untersuchung

Anschliessend führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Um festzustellen, ob Flankenschmerzen vorliegen, klopft der Arzt die Nierenregionen vorsichtig ab. Bei auftretenden Schmerzen bittet er Sie, diese zu beschreiben. Sind die Schmerzen beispielsweise stechend, brennend oder dumpf.

Des Weiteren achtet der Arzt auf Anzeichen, die möglicherwiese auf Embolien hinweisen. Embolien sind Blutgerinnsel, die von einer Stelle (etwa dem Herzen) im Körper in ein Blutgefäss an einem anderen Ort im Körper geschwemmt werden und dieses dann blockieren. Das Tasten der Pulse gibt zudem einen möglichen Hinweis auf eine unzureichende Durchblutung. Zudem misst der Arzt in der Regel den Blutdruck, um Hinweise auf einen Bluthochdruck zu finden.

Blut- und Urinuntersuchungen

Die Laborbefunde in Blut und Urin sind beim Niereninfarkt oft unspezifisch, helfen jedoch, die Erkrankung einzuordnen. Eine Erhöhung der folgenden Blutwerte gibt dem Arzt erste Hinweise auf einen Niereninfarkt:

  • Weisse Blutkörperchen (Leukozytose)
  • C-reaktives Protein (CRP)
  • Serumkreatinin
  • Laktatdehydrogenase (LDH)

LDH lässt sich nachweisen, wenn im Körper Zellen absterben, wie es beim Niereninfarkt der Fall ist. Ein ausgedehnter Verschluss führt zu einem erheblichen Anstieg von LDH, wie es beispielsweise nach einem Herzinfarkt auftritt.

Im Urin lassen sich zunächst kleine, nicht sichtbare Mengen von Blut nachweisen (Mikrohämaturie). Im weiteren Verlauf kommt es in den Folgetagen jedoch meist zu sichtbarem Blut im Urin (Makrohämaturie). Auch Eiweiss lässt sich in vielen Fällen im Urin nachweisen (Proteinurie).

Bildgebende Untersuchungen

Ultraschalluntersuchung (Sonografie)

Eine Minderdurchblutung der Niere lässt sich am einfachsten und schonendsten mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung (Sonografie) darstellen. Die Nierenarterien sind in der Regel gut im Ultraschall zu sehen. Hochgradige Nierenarterienveränderungen und -verschlüsse lassen sich in den meisten Fällen im Ultraschall feststellen.

Um zu prüfen, ob ein Gefäss noch ausreichend durchblutet ist, nutzen Ärzte bestimmte Untersuchungsmethoden. Mittels Farbdoppler-Ultraschall ist es dem Arzt möglich, den Blutfluss der Venen und Arterien zu betrachten. Bleibt das Signal aus, liegt keine Durchblutung vor.

Angiografie

Zur Sicherung der Diagnose "Niereninfarkt" ziehen Ärzte mitunter die Angiografie heran. Das ist eine Röntgenuntersuchung der Blutgefässe der Niere.

Bei dieser Untersuchung erhält der Patient zunächst ein Medikament über die Vene verabreicht, das störende Darmbewegungen vorübergehend ausschaltet. Danach platzieren Ärzte einen Katheter oberhalb des Abgangs der Nierenarterie in der Hauptschlagader des Bauches und verabreichen ein Kontrastmittel. Erreicht dieses nicht das Nierengefäss, liegt ein Verschluss und damit ein Niereninfarkt vor.

Ausschluss anderer Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen

Ein plötzlich auftretender Flankenschmerz bedeutet nicht zwangsläufig einen Niereninfarkt. In manchen Fällen stecken stattdessen eine Nierenkolik oder eine Nierenbeckenentzündung dahinter.

Auch das häufig diagnostizierte Wirbelsäulensyndrom verursacht mitunter Flankenschmerzen. Ärzte verstehen unter dem Wirbelsäulensyndrom alle akuten und chronischen Schmerzzustände der Wirbelsäule.

Des Weiteren verursachen Nierentumore, wie beispielsweise der Nierenzellkrebs, bei ausgeprägtem Wachstum ähnliche Symptome.

Sichtbares Blut im Harn ist ein Symptom, das nicht nur beim Niereninfarkt auftritt. Viele andere Erkrankungen der Niere oder der ableitenden Harnwege sowie Verletzungen in diesem Bereich führen zu ähnlichen Beschwerden.

Wie entsteht ein Niereninfarkt?

Die wichtigsten Ursachen für einen Niereninfarkt sind Embolien, aber auch Thrombosen kommen infrage. In beiden Fällen verstopft ein Blutgerinnsel ein Nierengefäss: Bei Embolien kommt dieser Blutklumpen aus einer anderen Körperregion, meist aus dem Herzen. Bei einer Thrombose entsteht das Gerinnsel (Thrombus) vor Ort.

Niereninfarkt durch eine Embolie

Am häufigsten verursacht eine Embolie einen Niereninfarkt. Der Blutklumpen (Embolus) kommt meist aus dem Herzen, bleibt letztendlich in einer kleinen Nierenarterie hängen und verstopft diese. Im Detail stammt der Embolus aus verschiedenen Bereichen des Herzens oder Körpers:

  • Aus dem linken Vorhof des Herzens (vor allem bei Vorhofflimmern)
  • Aus der linken Herzkammer: Dabei handelt es sich meist um ein Blutgerinnsel der Herzwand sowie Auflagerungen (Vegetationen) bei der Entzündung der Herzinnenhaut (bakterielle Endokarditis).
  • Aus der Hauptschlagader (Aorta): Entzündliche Veränderungen der Blutgefässe, sogenannte arteriosklerotische Plaques, lösen sich in manchen Fällen bei Eingriffen an der Aorta (etwa einer Herzkatheteruntersuchung) oder bei Gefässplastiken ab. Sie verstopfen meist beide Nierengefässe.

Etwa 20 Prozent des Herzzeitvolumens, das ist jenes Blutvolumen, welches das Herz in einer Minute in den Blutkreislauf pumpt, fliesst durch die Niere. Daher gelangen Blutgerinnsel leicht in die Nierengefässe und lösen dort unter Umständen einen Niereninfarkt aus.

In seltenen Fällen sind Cholesterinembolien Ursache für einen Niereninfarkt. Dabei verstopfen Cholesterinkristalle die Nierengefässe und verhindern die Blutversorgung der Niere.

Niereninfarkt durch eine Thrombose

Eine weitere mögliche Ursache für einen Niereninfarkt ist eine Nierenarterienthrombose. Eine Nierenarterienthrombose entsteht durch eine vorher bestehende Verengung oder einen Riss in der Blutgefässwand: Es bildet sich lokal ein Blutgerinnsel, das den Blutfluss behindert und so zu einem Niereninfarkt führt.

Risikofaktoren für einen Niereninfarkt

Viele Patienten mit Niereninfarkt weisen kardiovaskuläre Risikofaktoren auf. Kardiovaskulär bedeutet: das Herz-Kreislauf-System betreffend. Daher ist es wichtig, solche Risikofaktoren sowie vererbte Anlagen, die Gefässverschlüsse begünstigen, rechtzeitig zu erkennen. Zusammengefasst gibt es unter anderem folgende Risikofaktoren:

  • Herzerkrankungen: Vorhofflimmern, Erkrankungen bestimmter Herzklappen (Aorten- und Mitralklappe), Entzündungen der Herzinnenhaut (Endokarditis), Herzwandthrombose, Rechtsherzversagen, Herzinfarkte in der Vergangenheit
  • Gefässerkrankungen: Entzündlich-rheumatische Erkrankung der Gefässe (Vaskulitis) wie beispielsweise die Panarteriitis nodosa, Arteriosklerose, Aortenaneurysma, Kreislaufschock, Diabetes mellitus
  • Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen) wie Lupus erythematodes
  • Gefässverletzungen durch Operationen oder eine Röntgenuntersuchung (Angiografie) der Nierengefässe

Wie ist die Prognose eines Niereninfarkts?

Der Krankheitsverlauf hängt von Ausmass und Dauer der Minderdurchblutung der Niere ab. Von weitgehender Erholung der Niere bis zum letztendlichen Nierenversagen ist alles möglich. Spätfolgen sind in manchen Fällen ein Bluthochdruck (Hypertonie) und eine Nierenschwäche.

Darüber hinaus ist es möglich, dass zusätzliche Embolien, die ausserhalb der Niere auftreten, und die verantwortliche Grunderkrankung den Gesundheitszustand zusätzlich verschlechtern.

Handelt es sich beim Niereninfarkt um eine Cholesterinembolie, ist die Prognose generell schlecht. Meist brauchen die Patienten dann eine regelmässige Dialyse.

Autoren- & Quelleninformationen

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Wissenschaftliche Standards:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Autor:
Dr. med. Mira Seidel
Dr. med.  Mira Seidel

Dr. med. Mira Seidel ist freie Autorin der NetDoktor-Medizinredaktion.

ICD-Codes:
N28
ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen.
Quellen:
  • Bieber, C. et al.: Duale Reihe Innere Medizin. Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2018
  • Frederik, R. P. A. et al.: Seltene Ursachen für Flankenschmerz: Der akute Niereninfarkt. Swiss Med Forum 2021; 21(3738): 652–655
  • Herold G.: Innere Medizin. Selbstverlag, 2022
  • Ludwig, M.: Gefäßmedizin Klinik und Praxis. Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2010
  • Pschyrembel Online, unter: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 17.02.2022)
  • Segerer, K. et al.: Niere und Ableitende Harnwege. Springer Verlag, 1. Auflage, 2014
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