Knickfuß

Von NetDoktor Redaktion
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Ein Knickfuss (Pes valgus) ist eine Fussfehlstellung, bei der die Ferse leicht nach innen geknickt ist. Meistens senkt sich das gesamte Fusslängsgewölbe ab. Mediziner sprechen dann, je nach Ausprägung, von einem Knick-Senkfuss oder einem Knick-Plattfuss. Diese Fehlstellung ist bei Kindern sehr häufig und meistens angeboren. Sie ist abzugrenzen von dem erworbenen Knickfuss bei Erwachsenen.

Physiotherapie zur Behandlung eines Knickfußes

Kurzübersicht

  • Was ist ein Knickfuss? Fussfehlstellung, angeboren oder später erworben, meist als kombinierte Fehlstellung zum Knick-Senkfuss (Pes planovalgus); Fuss ist in der Längsachse zur Innenseite hin abgesenkt. In Kombination mit dem Senkfuss ist das Fussgewölbe abgeflacht oder fehlt ganz.
  • Wie wir ein Knickfuss behandelt? Keine Behandlung des flexiblen Knick-Senkfusses bei Kindern, Therapie bei Erwachsenen nur bei vorhandenen Beschwerden, Übungen zur Kräftigung der Fussmuskeln, Barfusslaufen, Physiotherapie, orthopädische Schienen (Orthese), Einlagen, bei schweren Fällen Operation
  • Symptome: Meist keine Beschwerden, bei Jugendlichen und Erwachsenen belastungsabhängige Schmerzen im Mittelfuss beziehungsweise im Fussgewölbe, eventuell im Unterschenkel
  • Ursachen: Bei Kindern meistens angeboren und Teil der körperlichen Entwicklung. Bei Erwachsenen Spätfolgen einer Fehlstellung aus der Kindheit oder Schädigung der Sehne an der Innenseite des Fusses
  • Diagnostik: Gekippte Ferse ist gut erkennbar. Ganganalyse, Messung des Fussabdrucks und bildgebende Verfahren
  • Vorbeugen: Möglich für die erworbene Form durch Kräftigung der Fussmuskulatur und gute Schuhe

Was ist ein Knickfuss?

Beim Knickfuss (Pes valgus) handelt es sich um eine Fussfehlstellung, die vor allem bei Kindern sehr häufig auftritt. Dabei ist die Ferse deutlich sichtbar nach innen geknickt, was Mediziner als Valgusstellung bezeichnen. Der innere Fussrand wird dadurch nach unten gedrückt und der äussere Rand leicht angehoben. In den meisten Fällen sinkt das Längsgewölbe des Fusses zusätzlich ab. Dann spricht man von einem Knick-Senkfuss/Senk-Knickfuss oder von einem Knick-Plattfuss (Pes planovalgus) – abhängig davon, wie ausgeprägt diese Veränderungen sind.

Knickfuss bei Kindern

Ein Knickfuss oder Knick-Senkfuss ist vorübergehend bei fast allen Kleinkindern zu beobachten. In dieser Altersgruppe ist er also der Normalzustand. Wenn das Kind weiterwächst und sich die Muskulatur immer stärker ausbildet, richtet sich die Ferse in der Regel auf und gerät wieder ins Lot. Meistens ist der Fuss gut beweglich bis flexibel. Bei einem kleinen Anteil der Kinder bleibt die Fehlstellung jedoch bestehen oder schreitet weiter fort. Die Beweglichkeit ist in einigen Fällen eingeschränkt. Dann liegt ein sogenannter rigider Knickfuss vor.

Selten ist ein angeborener Knick-Senkfuss oder Knick-Plattfuss bei Säuglingen so ausgeprägt, dass Ärzte von vornherein davon ausgehen, dass er sich nicht von selbst wieder zurückbilden wird. Diese schwere Form wird häufig vererbt.

Meistens ist der Knickfuss bei Kindern angeboren. Selten ist er aber auch Folge einer anderen Erkrankung. Mediziner sprechen dann von einem sekundären Knickfuss.

Knickfuss bei Erwachsenen

Auch bei Erwachsenen kommen Knickfuss, Knick-Senkfuss oder Knick-Plattfuss vor. Dabei handelt es sich entweder um eine geknickte Ferse, die seit der Kindheit besteht, oder sie wurde im Laufe des Lebens erworben. In höherem Lebensalter verursacht eine solche Fehlstellung oft Beschwerden.

Symptome des Knickfusses im Kindesalter

Bei Kleinkindern ist das vorherrschende Symptom des Knickfusses die Optik. Für Eltern ist die nach innen geknickte Ferse deutlich zu erkennen. Das gilt besonders dann, wenn die Kinder laufen. Dabei zwingt die Fehlstellung der Füsse mitunter die Beine in eine Schieflage, was zu sogenannten X-Beinen führt. Schmerzen sind bei älteren Kindern mit Knickfüssen zwar möglich, treten aber nur selten auf.

Symptome des Knickfusses bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen fallen Knickfüsse oder Knick-Senkfüsse häufig durch deutlich stärkere Beschwerden auf. Es kommt häufig zu Schwellungen, die vor allem am Innenknöchel auftreten, aber auch am Aussenknöchel. Zum Teil sieht es so aus, als trete der Innenknöchel regelrecht hervor. Diese Anzeichen sind meistens verbunden mit Schmerzen. Sie ziehen vom Fussinnenrand bis in den Unterschenkel. Am stärksten sind sie in der Regel direkt unterhalb des Innenknöchels.

Die Knick-Senkfüsse sind zudem bei Erwachsenen mit ähnlichen optischen Symptomen verbunden wie bei Kindern. Vor allem die Ferse ist deutlich sichtbar nach innen geneigt. Eine ausgeprägte Schrägstellung führt dazu, dass die äusseren Zehen nach aussen abstehen. Erkennbar ist die Fussfehlstellung auch an den Schuhen. Die Sohlen sind am Innenrand stärker abgelaufen. Bei vielen Erwachsenen löst die falsche Haltung weitere Symptome in anderen Körperbereichen aus, etwa Schmerzen in den Knien oder im Rücken.

Wie wird ein Knickfuss oder Knick-Senkfuss behandelt?

Ein Knickfuss oder Knick-Senkfuss muss nicht automatisch behandelt werden. Vor allem die häufige Form im frühen Kindesalter wächst sich in der Regel ohne Therapie aus. Eine Behandlung ist bei einem angeborenen Knickfuss notwendig, wenn Ärzte mit Langzeitfolgen rechnen oder diese sich bereits abzeichnen. Bei Erwachsenen wird die Fussfehlstellung behandelt, wenn Beschwerden auftreten. Es gibt verschiedene Optionen.

Das gesunde Wachstum unterstützen

Über 90 Prozent aller Babys und Kleinkinder haben Knickfüsse, Knick-Senkfüsse oder Knick-Plattfüsse. Die wenigsten davon müssen behandelt werden. Eltern haben die Möglichkeit, das gesunde Wachstum zu fördern, indem sie darauf achten, dass ihre Kinder sich viel bewegen und möglichst häufig barfuss laufen. Schuhe sollten bequem sein und den Füssen genug Platz bieten.

Spielerische Übungen tragen dazu bei, die Muskeln zu kräftigen. Empfehlenswert ist es beispielsweise, wenn Kinder sich regelmässig auf die Zehenspitzen stellen. Von stützenden Schuhen oder Einlagen raten Orthopäden hingegen ab, da sie einer gesunden Entwicklung eher entgegenstehen. Sie nehmen den Muskeln Arbeit ab, statt diese zu fordern.

Sensomotorische Einlagen und Nachtschienen

Einlagen sind empfehlenswert, wenn Kinder wegen der Knick-Senkfüsse Schmerzen haben oder wenn der Fuss im Wurzelbereich, also zwischen Mittelfuss und Unterschenkel, verletzt ist. Abhängig von der genauen Diagnose verschreibt der Arzt spezielle Einlagen oder höhere Orthesen, um den Knöchel zu schützen und zu stützen.

In beiden Fällen sind sensomotorische Elemente enthalten. Das heisst, die Einlagen oder Orthesen sind mit elastischen Kammern ausgestattet, die bei Bewegungen die Sinneszellen der Füsse stimulieren. Sie fördern eine gesunde Entwicklung der Füsse. Rein mechanisch wirkende Einlagen aus einem harten Material sind bei Kindern nicht empfehlenswert. Falls die Wadenmuskeln verkürzt sind, ist es sinnvoll, die Füsse zusätzlich nachts mit Schienen in die richtige Position zu bringen.

Auch Erwachsene mit angeborenen oder erworbenen Knickfüssen profitieren in vielen Fällen von sensomotorischen Einlagen.

Entlastende Einlagen und gute Schuhe

Für Erwachsene gibt es neben den sensomotorischen Einlagen die Option, Einlagen zu verwenden, die bestimmte Partien der Füsse entlasten. Sogenannte Bettungseinlagen etwa tragen dazu bei, die Bewegungsabläufe zu normalisieren und Beschwerden zu lindern. Sie sind am Innenrand erhöht, um die Ferse in eine normale Stellung zu drücken. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Einlagen in stabilen Schuhen getragen werden.

Physiotherapie

Eine gut ausgebildete Muskulatur gleicht Fussfehlstellungen in einem gewissen Masse aus. Bei Kindern, bei denen sich der Knickfuss nicht ausreichend von selbst zurückbildet, ist Physiotherapie daher oft hilfreich. Folgende Gründe sprechen bei Schulkindern und Jugendlichen für Physiotherapie:

  • Das Fussgewölbe hat sich bislang nicht von selbst vollständig aufgerichtet.
  • Die Sprung- und Fussgelenke sind nicht so beweglich, wie es der Fall sein sollte.
  • Die Beinachsen sind nicht gerade.
  • Der Arzt hat festgestellt, dass ein Ungleichgewicht der Muskeln oder des Bandapparats besteht.
  • Das Kind hat bei Belastung Schmerzen im Fuss.

Bei Erwachsenen ist Physiotherapie neben der Versorgung mit Einlagen die wichtigste Säule der Behandlung. Knickfuss-Übungen dienen vor allem dazu, die Muskeln der Füsse, der Waden und die tieferliegenden Muskeln im Bereich des Schienbeins zu kräftigen.

Übergewicht abbauen

Unabhängig vom Alter des Betroffenen ist Übergewicht eine grosse Belastung für die Füsse und verschlechtert mitunter Fehlstellungen wie einen Knickfuss, Knick-Senkfuss oder Knick-Plattfuss. Zur Behandlung sollte es daher gehören, zusätzliche Kilos nach Möglichkeit abzubauen, um den Bewegungsapparat zu entlasten.

Knickfuss-Operation bei Kindern

Es ist nur sehr selten nötig, einen Knickfuss, Knick-Senkfuss oder Knick-Plattfuss bei Kindern zu operieren. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn der Orthopäde aufgrund der Fehlstellung davon ausgeht, dass die Fehlstellung nicht von selbst zurückgehen wird. Oder er stellt fest, dass sich die Funktionsfähigkeit des Fusses verschlechtert und Symptome wie Schmerzen stärker werden.

Für die Knickfuss-OP stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Sie werden danach ausgewählt, welche Fehlbildungen (Deformitäten) die Probleme im Einzelnen verursachen. Gegebenenfalls werden verschiedene Methoden kombiniert. Das sind die wichtigsten Eingriffe:

Die Wadenmuskulatur und Achillessehne werden verlängert, falls zusätzlich eine Tendenz zum Spitzfuss besteht, die Zehen also nach unten geneigt sind.

Der Ansatz des vorderen Schienbeinmuskels wird versetzt, damit er durch seinen Zug den Fuss dabei unterstützt, sich aufzurichten.

Die sogenannte subtalare Arthrorise ist die häufigste Knickfuss-OP bei Kindern. Dabei wird die Beweglichkeit des Sprunggelenks durch ein Hindernis eingeschränkt, sodass es nicht mehr nach innen einknickt. Im Ergebnis entwickelt sich das Längsgewölbe des Fusses in der Regel normal. Die Arthrorise wird minimalinvasiv durchgeführt, also nur mit einem kleinen Schnitt. Zwischen Sprungbein und Fersenbein setzt der Chirurg als Hindernis eine Schraube oder einen Knochenspan ein.

Bei der sogenannten OP nach Evans, auch Calcaneus-Verlängerung genannt, wird der Fersenknochen erst durchtrennt und dann verlängert. Dafür setzen die Ärzte ein Knochentransplantat ein, das sie beispielsweise dem Becken entnehmen.

Es ist auch möglich, den relevanten Bereich des Fersenbeins ein Stück zu versetzen.

Chirurgen haben zudem die Möglichkeit, vorübergehende Schrauben am unteren Schienbeinende anzubringen, um das dortige Wachstum zu lenken und so den Knick-Senkfuss zu korrigieren. Dieses Verfahren ist nur möglich, solange das Wachstum der Knochen noch nicht abgeschlossen ist.

Operation des Knickfusses bei Erwachsenen

Auch bei Erwachsenen lässt sich eine Knickfuss-OP meistens durch Einlagen und Physiotherapie umgehen. Ärzte empfehlen sie, wenn die Betroffenen trotz dieser konservativen Massnahmen unter Beschwerden leiden. Welches Verfahren den grössten Erfolg verspricht, hängt davon ab, welche Bereiche des Fusses in welchem Ausmass von der Fehlstellung betroffen sind. Bei Erwachsenen beziehen die Ärzte zudem Folgeerkrankungen wie Gelenkverschleiss (Arthrose) in die Bewertung mit ein. Diese OP-Methoden sind bei einem Knickfuss oder Knick-Senkfuss besonders wichtig:

Bei einem erworbenen Knickfuss kommt es in der Regel zu Entzündungen der zu stark belastete Sehne an der Innenseite des Fusses (Tibialis-posterior-Sehne). Häufig hilft es, die entzündeten Bereiche zu entfernen oder die Sehne sogar durch ein Transplantat zu ersetzen. Wenn sich diese Sehne durch die Entzündung verlängert hat, verkürzt der Chirurg sie operativ ein wenig. Erfolgversprechend sind Eingriffe an dieser Sehne vor allem dann, wenn es durch den Knickfuss oder Knick-Senkfuss noch nicht zu einem Gelenkverschleiss gekommen ist.

Nicht nur Kindern, auch Erwachsenen hilft es unter Umständen, die Stellung des Fersenbeins zu verändern. Dafür setzt der Arzt einen Knochenkeil im äusseren Bereich des Fersenbeins ein, den er beispielsweise dem Beckenkamm entnimmt. Das Fersenbein wird falls nötig durch eine Knickfuss-OP auch verschoben, um die Fehlstellung zu korrigieren.

Ein weiteres Operationsverfahren besteht darin, den Knochen am Aussenrand des Fusses künstlich zu verlängern. Dafür verwenden Mediziner meistens Knochenteile aus dem Beckenkamm oder dem Wadenbein.

Wenn der Knickfuss oder Knick-Senkfuss bereits zu einer sehr schmerzhaften Arthrose geführt hat, versteift der Chirurg verschiedene Bereiche des Fussgelenks, schränkt also die Beweglichkeit ein. Diese sogenannte Arthrodese ermöglicht es vielen Betroffenen, wieder beschwerdefrei zu gehen.

Wie entsteht ein Knickfuss oder ein Knick-Senkfuss?

Bei den Ursachen eines Knickfusses ist es wichtig, zwischen angeborenen und erworbenen Formen zu unterscheiden. Der häufigste Knickfuss, Knick-Senkfuss oder Knick-Plattfuss bei Babys und Kindern ist eine normale Entwicklungsstufe im Wachstum. Die Ferse neigt sich nach innen, weil Muskeln und Bänder noch nicht in der Lage sind, sie in der korrekten Position zu halten. Sobald diese Strukturen kräftiger werden, bildet sich die Fehlstellung in der Regel zurück. Handelt es sich aber um eine vererbte Erkrankung, muss sie in der Regel behandelt werden.

Sekundärer Knickfuss oder Knick-Senkfuss bei Kindern

Selten entsteht die Fussfehlstellung als Folge einer anderen Erkrankung. Mediziner sprechen dann von einem sekundären Knickfuss. Meistens handelt es sich dabei um Krankheiten, die eine verringerte Muskelspannung mit sich bringen. Beispiele sind die genetische Fehlbildung Trisomie 21, auch als Down-Syndrom bekannt, die neurologische Entwicklungsstörung Rett-Syndrom oder ein frühkindlicher Hirnschaden (Cerebralparese). Auch die Wirbelsäulenfehlbildung offener Rücken (Spina bifida) sowie Erkrankungen der Nerven wirken sich häufig auf die Stellung der Füsse aus.

Erworbener Knickfuss bei Erwachsenen

Ein deutlicher Risikofaktor für Beschwerden im Erwachsenenalter ist ein kindlicher Knickfuss oder Knick-Senkfuss, der sich nicht vollständig wiederaufgerichtet hat. Im Laufe des Lebens führt er zu Beschwerden. Die Wahrscheinlichkeit dafür steigt, wenn die Betroffenen starkes Übergewicht haben.

Die zweite wichtige Ursache für einen Knickfuss bei Erwachsenen ist ein Ungleichgewicht der Strukturen im Fuss. Denn verschiedene Sehnen und Muskeln sind dafür zuständig, den Fuss in der korrekten Position zu halten. Wenn sie diese Aufgabe nicht mehr erfüllen, kommt es zu Fehlstellungen. Meistens ist eine Schwächung der Tibialis-posterior-Sehne die Ursache für einen Knickfuss bei Erwachsenen. Sie verläuft an der Innenseite des Fusses. Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass sie in ihrer Funktion beeinträchtigt wird, etwa durch Verletzungen oder Unfälle, rheumatische Erkrankungen oder eine Sehnenscheidenentzündung.

Risikofaktoren sind unter anderem eine Störung des Zuckerstoffwechsels (Diabetes mellitus) und eine jahrelange Einnahme des entzündungshemmenden Medikaments Kortison. Frauen sind von einem Knickfuss oder Knick-Senkfuss dreimal so häufig betroffen wie Männer. Die Ursache dafür ist nicht bekannt. Falsches Schuhwerk begünstigt Fussfehlstellungen. Wer beispielsweise häufig hohe Absätze trägt, fördert ein Ungleichgewicht in den Muskeln. Dabei erhöht sich der Druck auf den Vorderfuss, sodass sogar ein Senk-Spreiz-Knickfuss wahrscheinlicher wird, bei dem zusätzlich die einzelnen Knochen des Vorderfusses zu weit auseinanderstehen.

Wie wird ein Knickfuss festgestellt?

Einen Knickfuss, Knick-Senkfuss oder Knick-Plattfuss diagnostizieren Orthopäden sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen normalerweise bereits durch einfache körperliche Untersuchungen. Die Fehlstellung ist durch die nach innen geknickte Ferse speziell von hinten gut erkennbar. Bei Erwachsenen stehen die äusseren Zehen häufig ab. Eine Ganganalyse per Video oder eine Belastungsmessung des Fussabdrucks (Pedobarografie) unterstützen die Diagnose.

Weitere Untersuchungen sind notwendig, um das Ausmass der Fussfehlstellung zu bestimmen und zu analysieren, welche Bereiche im Einzelnen betroffenen sind. Bei Erwachsenen prüfen die Mediziner auch, ob es bereits zu Folgeerscheinungen wie Gelenkverschleiss gekommen ist. Dafür kommen bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchung, Ultraschall (Sonografie), Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT) zum Einsatz.

Vorbeugen

Es ist möglich, einem erworbenen Knickfuss in einem gewissen Rahmen vorzubeugen. Dafür ist es wichtig, die Funktion der Strukturen zu erhalten. Regelmässige Bewegung, vor allem Barfusslaufen und Fussgymnastik, tragen dazu bei, Muskeln zu kräftigen und Schäden am Bandapparat zu verhindern. Ausserdem sind bequeme Schuhe ein wichtiger Faktor, um Fussfehlstellungen wie einen Knickfuss zu vermeiden.

Autoren- & Quelleninformationen

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Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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M21Q66
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