Anpassungsstörung

Von , Masterstudium in Psychologie
und , Medizinredakteurin und Biologin
Aktualisiert am
Julia Dobmeier

Julia Dobmeier absolviert derzeit ihr Masterstudium in Klinischer Psychologie. Schon seit Beginn ihres Studiums interessiert sie sich besonders für die Behandlung und Erforschung psychischer Erkrankungen. Dabei motiviert sie insbesondere der Gedanke, Betroffenen durch leicht verständliche Wissensvermittlung eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen.

Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für NetDoktor - zuerst als Redakteurin und seit 2012 als freie Autorin.

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Eine Anpassungsstörung beschreibt Ängste und depressive Verstimmungen, die nach belastenden Lebensveränderungen, wie zum Beispiel einer Trennung, auftreten. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, ihren alltäglichen Verpflichtungen nachzukommen. Im Unterschied zu anderen psychischen Störungen ist die Anpassungsstörung in der Regel zeitlich begrenzt. Lesen Sie hier, was eine Anpassungsstörung ist und wie man sie erkennt.

Anpassungsstörung nach belastenden Erlebnissen

Kurzübersicht

  • Symptome: Ähneln denen von Depressionen und Angststörungen, Konzentrations-/Schlafprobleme, Rückzug aus dem Sozialleben oder Störung des Sozialverhaltens; teilweise körperliche Symptome wie Verdauungsprobleme
  • Behandlung: Psychotherapeutische Massnahmen, selten medikamentöse Therapie
  • Ursachen und Risikofaktoren: Auslösendes Ereignis; Risiko hängt von individuellen Faktoren wie der weiteren Belastung und der Fähigkeit zur Verarbeitung Stress erzeugender Ereignisse ab
  • Diagnose: Erhebung Krankengeschichte, Gespräche; Psychiater oder Therapeut ermittelt im Rahmen weiterer Gespräche genaue Diagnose
  • Krankheitsverlauf und Prognose: In den meisten Fällen nicht länger als sechs Monate; bei Depressionen bis zu zwei Jahre

Was ist eine Anpassungsstörung?

Lebensverändernde Ereignisse, sowohl positive als auch negative, erzeugen Stress. Sie fordern Menschen heraus, sich an die neue Situation anzupassen. Die Belastung betrifft oft das soziale Netz, beispielsweise wenn es zu einem Unfall oder einer Trennung kam. Fehlt zum Beispiel nach der Einwanderung oder Flucht in ein unbekanntes Land das gewohnte soziale Umfeld, führt das häufig zu einer Anpassungsstörung.

Auch eigentlich positive Ereignisse werden manchmal zum Auslöser, wenn sie die Lebenssituation stark verändern. Es ist nicht überraschend, wenn jemand nach der Geburt eines Kindes, beim Besuch einer neuen Schule oder sogar beim Erreichen des Ruhestands Probleme hat, sich an die neue Situation anzupassen. Betroffene sind von den Veränderungen überfordert und sowohl Körper als auch Psyche reagieren mit Symptomen auf die neue Situation.

Eine Anpassungsstörung hält in der Regel einige Wochen bis Monate an. Wenn die Belastungsreaktion auf traumatischen Erfahrungen beruht und längere Zeit bestehen bleibt, ist eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wahrscheinlich.

Die Anpassungsstörung wird zusammen mit der akuten Belastungsreaktion und der PTBS den Reaktionen auf schwere Belastungen zugeordnet. Im Gegensatz zur PTBS, die nach schweren Traumata auftritt, wird die Anpassungsstörung schon durch weniger gravierende Erlebnisse ausgelöst. Die Symptome bestehen jedoch länger als bei der akuten Belastungsreaktion. Die Diagnose der Anpassungsstörung stellen Ärzte und Therapeuten, wenn Symptome vorliegen, die stärker sind als eine normale Reaktion auf Belastungen. 

Anpassungsstörung: Häufigkeit

Die Diagnose der Anpassungsstörung wird sehr häufig gestellt. Das liegt unter anderem daran, dass es schwierig ist, diese Störung von anderen abzugrenzen. Es gibt derzeit keine eindeutigen Zahlen dazu, bei wie vielen Betroffenen tatsächlich eine Anpassungsstörung vorliegt. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa ein Prozent der Bevölkerung darunter leidet. Eine Anpassungsstörung tritt unabhängig vom Alter auf. Alleinstehende sind gefährdeter, eine Anpassungsstörung zu erleiden.

Wie erkennt man eine Anpassungsstörung?

Trauer, Sorge, Ängste und Verlust von Freude sind typische Anzeichen einer Anpassungsstörung. In einem gewissen Ausmass sind solche Symptome eine normale Reaktion auf belastende Ereignisse. Sind sie jedoch stark ausgeprägt oder halten längere Zeit an, beeinträchtigen sie das Leben der Betroffenen. Sie haben dann grosse Schwierigkeiten, ihren alltäglichen Aufgaben nachzugehen. Sie fühlen sich überfordert und entwickeln häufig Anzeichen von Depressionen und Angststörungen.

Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafprobleme
  • Gefühl der Überforderung
  • Rückzug aus dem Sozialleben oder (häufig bei Kindern und Jugendlichen) Störung des Sozialverhaltens
  • Anzeichen von Angststörungen oder Depressionen

Eine Anpassungsstörung zeigt sich bei Betroffenen oft auch körperlich in Form von Bauchschmerzen, Verspannungen oder Herz-Kreislauf-Problemen.

Wie ist die Anpassungsstörung nach ICD-10 definiert?

Nach derInternationalen Klassifikation psychischer Störungen ICD-10 müssen folgende Symptome für die Diagnose der Anpassungsstörung vorliegen:

  1. Die Betroffenen haben eine identifizierbare psychosoziale Belastung erlebt, die nicht aussergewöhnlichen oder gar katastrophalen Ausmasses war. Die Symptome müssen innerhalb eines Monats nach dem Erlebnis auftreten.
  2. Die Betroffenen haben Symptome und Verhaltensstörungen, wie sie auch bei affektiven (zum Beispiel Depression) und neurotischen Störungen, bei Belastungsstörungen, bei Störungen des Sozialverhaltens oder somatoformen Störungen (körperliche Beschwerden ohne erkennbare physische Ursache) vorkommen. Die Symptome variieren in Art und Schwere.
  3. Die Symptome der Anpassungsstörung dauern nicht länger als bis sechs Monate nach dem Ende des belastenden Ereignisses an. Ausnahme ist eine depressive Anpassungsstörung, die teils um einiges länger anhält.

Abhängig davon, welche Symptome im Vordergrund stehen, unterscheiden Fachleute verschiedene Unterformen von Anpassungsstörungen:

  • Kurze depressive Reaktion
  • Längere depressive Reaktion (bis zu zwei Jahre Dauer)
  • Angst und depressive Reaktion gemischt
  • Mit vorwiegender Beeinträchtigung von anderen Gefühlen
  • Mit vorwiegender Störung des Sozialverhaltens
  • Mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten
  • Mit sonstigen vorwiegend genannten Symptomen

Anpassungsstörung bei Säuglingen

Eine Geburt ist für Mutter und Baby belastend. Die Geburt ist für beide mit Stress verbunden und verläuft nicht immer ohne Komplikationen. Es besteht die Möglichkeit, dass es durch diese Belastung bei beiden zu einer Anpassungsstörung kommt. Anpassungsschwierigkeiten zeigen sich bei Säuglingen zum Beispiel durch exzessives Schreien, Schlaf- und Fütterstörungen. Diese Probleme werden als frühkindliche Regulationsstörungen bezeichnet.

Eine Regulationsstörung weist potenziell auf eine Störung in der Eltern-Kind-Beziehung hin. Denn Säuglinge sind vollständig auf die Versorgung durch ihre Eltern angewiesen. Wenn Eltern mit der Betreuung des Kindes überfordert sind, sind beide Seiten schnell frustriert. Die Kinder reagieren mit vermehrter Unruhe und Schreien. Die Verzweiflung der Eltern wird dadurch weiter verstärkt. Eltern sollten sich daher schnell professionelle Hilfe bei Kinderärzten oder speziellen Kliniken suchen, wenn sie spüren, dass sie mit der Situation nicht zurechtkommen.

Anpassungsstörung bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern sind starkes Daumenlutschen und Bettnässen sowie ein Rückfall in solche Verhaltensweisen ein möglicher Hinweis auf eine Anpassungsstörung.

Bei älteren Kindern und Jugendlichen äussert sich eine Anpassungsstörung oft in einem gestörten Sozialverhalten. Sie reagieren auf eine belastende Situation unter anderem mit Aggressionen, Lügen, Schwänzen, Stehlen und weiteren dissozialen Verhaltensweisen.

Wie wird eine Anpassungsstörung behandelt?

Die Therapie der Anpassungsstörung findet hauptsächlich psychotherapeutisch statt. Je nach Schwere der Anpassungsstörung wird der Therapeut verschiedene Hilfemassnahmen vorschlagen. Bei einer leichten Anpassungsstörung hilft häufig bereits die Unterstützung durch Freunde und Familie.

Bei stärkeren Symptomen empfehlen Experten eine Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse. Für die Anpassungsstörung-Therapie haben sich vor allem die Gesprächstherapie nach Carl Rogers sowie die kognitive Verhaltenstherapie bewährt.

In der Gesprächstherapie spielt die Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Klienten eine entscheidende Rolle. Rogers vertrat die Ansicht, dass jeder Mensch nach Wachstum und Reifung strebt. Der Therapeut versucht daher, ein besonders positives Klima zu schaffen und dem Klienten die Selbstverwirklichung zu ermöglichen. Zur Lösung der Probleme orientiert sich der Therapeut an den Ressourcen des Klienten.

Die kognitive Verhaltenstherapie konzentriert sich vor allem auf den Umgang des Klienten mit der Situation und auf mögliche Fehlinterpretationen. Der Betroffene erlernt in den Therapiesitzungen neue Strategien, um seine Probleme zu bewältigen und Situationen realistischer zu interpretieren. Wichtig ist auch, dass der Klient wieder den Kontakt zu seinem sozialen Umfeld herstellt. Wenn möglich, bindet der Therapeut Angehörige in den Therapieprozess mit ein.

Wenn der Leidensdruck sehr hoch ist, verschreibt der Therapeut in einzelnen Fällen zusätzlich für kurze Zeit Medikamente, um bestimmte Symptome zu lindern. Infrage kommen zum Beispiel Schlafmittel, Beruhigungsmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine sowie Antidepressiva (bei leichter depressiver Verstimmung ist die Heilpflanze Johanniskraut eine weitere Option).

Wie entsteht eine Anpassungsstörung?

Im Vergleich zu anderen Störungen gibt es bei Anpassungsstörungen eine eindeutige Ursache, nämlich eine konkrete belastende Situation. Auslöser der Anpassungsstörung sind keine schwer traumatischen Erlebnisse, sondern Krisen und belastende Lebensveränderungen. Dazu zählen zum Beispiel Schwierigkeiten bei der Arbeit, Trennung vom Partner, der Übergang in den Ruhestand oder körperliche Erkrankungen. Bei Kindern und Jugendlichen tritt die Anpassungsstörung häufig in Zusammenhang mit schulischen Problemen auf.

Dennoch erleidet nicht jeder, der solchen Belastungen ausgesetzt ist, eine Anpassungsstörung. Verschiedene Faktoren wirken zur Entstehung zusammen.

Die individuelle Anfälligkeit spielt eine wichtige Rolle. Manche Menschen haben im Leben Strategien entwickelt, um erfolgreich mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen. Es fällt ihnen daher leichter, Probleme zu bewältigen. Entscheidend ist zudem, wie die Betroffenen das Erlebnis bewerten. Menschen mit einer ängstlichen Tendenz erleben Situationen schnell als Bedrohung und fühlen sich eher überfordert.

Die Intensität und Dauer des Ereignisses beeinflussen die Anpassungsstörung ebenso wie das Umfeld. Denn die Unterstützung durch Freunde und Familie ist extrem wichtig für eine gesunde Psyche und das Wohlbefinden. Wenn jedoch mehrere stresserzeugende Ereignisse zusammenkommen, erkranken teils auch widerstandsfähige Menschen. Welche Anteile die Gene und biologische Faktoren an der Entstehung der Anpassungsstörung haben, ist noch unklar.

Untersuchungen und Diagnose

Die Diagnose "Anpassungsstörung" wird gestellt, wenn die Symptome auf eine bestimmte Ursache zurückzuführen sind und innerhalb eines Monats nach dem einschneidenden Erlebnis aufgetreten sind.

Wenn Sie den Verdacht auf eine Anpassungsstörung haben, wenden Sie sich zunächst an Ihren Hausarzt. Der Arzt wird zunächst einige Untersuchungen durchführen, um eine körperliche Ursache auszuschliessen. Je nach Beschwerden wird er beispielsweise ein Elektrokardiogramm (EKG) des Herzens machen, den Bauch abtasten oder das Blut untersuchen.

Im weiteren Verlauf wird er zum Beispiel folgende Fragen zu den psychischen Symptomen stellen:

  1. Hat Sie in den letzten Wochen ein Erlebnis belastet?
  2. Haben Sie seitdem wenig Freude oder Interesse an Ihren Tätigkeiten?
  3. Fühlen Sie sich traurig oder antriebslos?
  4. Haben Sie das Gefühl, dass Ihnen alles zu viel ist?
  5. Haben Sie Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren?

Bestätigen sich die Hinweise auf eine Anpassungsstörung, vermittelt Sie der Arzt in der Regel an einen Therapeuten oder Psychiater. Diese stellen eine genaue Diagnose und schliessen aus, dass es sich um eine andere psychische Störung handelt. Eine korrekte Diagnose ist wichtig für die weitere Behandlung.

Anpassungsstörung: Krankheitsverlauf und Prognose

Eine Anpassungsstörung tritt nach einem belastenden Ereignis auf und dauert nach dessen Abschluss nicht länger als ein halbes Jahr an. Bei langfristigem Stress, zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit, hält der Verlauf im Zusammenhang mit Depressionen mitunter bis zu zwei Jahre an. Depressive Symptome erhöhen auch das Risiko, dass sich langfristig eine Depression entwickelt.

In vielen Fällen verschwinden die Symptome einer Anpassungsstörung nach einiger Zeit entweder von alleine oder durch eine therapeutische Behandlung. Im Kindes- und Jugendalter dauert eine Anpassungsstörung länger an und hat eine schlechtere Prognose. Betroffene Kinder und Jugendliche zeigen oft starke Verhaltensauffälligkeiten. Der Verlauf der Anpassungsstörung hängt jedoch auch vom Ausmass der Belastung und der sozialen Unterstützung ab. 

Autoren- & Quelleninformationen

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Wissenschaftliche Standards:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Autoren:
Julia Dobmeier
Julia Dobmeier

Julia Dobmeier absolviert derzeit ihr Masterstudium in Klinischer Psychologie. Schon seit Beginn ihres Studiums interessiert sie sich besonders für die Behandlung und Erforschung psychischer Erkrankungen. Dabei motiviert sie insbesondere der Gedanke, Betroffenen durch leicht verständliche Wissensvermittlung eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen.

Martina Feichter
Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für NetDoktor - zuerst als Redakteurin und seit 2012 als freie Autorin.

ICD-Codes:
Z60F43
ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen.
Quellen:
  • Bengel, J. & Hubert, S.: Anpassungsstörung und Akute Belastungsreaktion. Hogrefe Verlag, 1. Auflage, 2010
  • Bernhard, B. et al.: Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter. Schattauer Verlag, 1. Auflage, 2006
  • Cierpka, M.: Frühe Kindheit 0-3 Jahre. Beratung und Psychotherapie für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern. Springer Verlag, 2. Auflage, 2014
  • Dilling, H. & Freyberger, H.J.: Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen. Hogrefe Verlag, 9. Auflage, 2019
  • Infoportal der Berufsverbände und Fachgesellschaften für Psychiatrie et al.: Anpassungsstörungen, unter: www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org (Abruf: 11.01.2022)
  • Maercker, A. et al: Adjustment disorders: prevalence in a representative nationwide survey in Germany. Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology (2012), 47(11), 1745–1752.
  • Zaudig, M. et al.: Therapielexikon. Psychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie. Springer Verlag, 1. Auflage, 2006
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