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Was ist Stress?

Stress Dauerstress Symptome Folgen Herzrasen
Dauerstress hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit. (kieferpix / Fotolia)

Stress ist eine natürliche körperliche Reaktion auf psychische oder körperliche Belastungen. Sie dient dazu, in angenommenen oder realen Gefahrensituationen kurzfristig die Leistungsbereitschaft zu erhöhen.

Kurzfassung:

  • Bei Stress kommt es zu Symptomen wie Herzklopfen, Schweißausbrüchen und zittrigen Händen.
  • Entwicklungsbiologisch hat dass den Sinn, in Gefahrensituationen kurzfristig mehr Energie zur Verfügung zu stellen.
  • Vereinzelte Stresssituationen sind nicht gesundheitsschädlich.
  • Dauerstress hingegen hat negative Auswirkungen auf nahezu alle Organsysteme.

Unmittelbare Auswirkungen von Stress auf den Körper

Der Begriff Stress ist in unserem Sprachgebrauch größtenteils negativ besetzt, meist wird er für einen Zustand der Überforderung verwendet. Eine Empfindung, die sich in zum Teil heftigen Gefühlen und Körperreaktionen niederschlägt:

  • Herzklopfen
  • schnellere und flachere Atmung
  • angespannte Nacken-, Schulter- und Rückenmuskulatur
  • Schweißausbrüche
  • trockener Mund
  • flaues Gefühl in der Magengegend
  • zittrige Hände und Knie
  • diffuses und durchdringendes Gefühl innerer Unruhe und Nervosität

Obwohl die körperlichen Vorgänge in Stresssituationen bei allen Menschen gleich ablaufen, wird Stress von jedem Menschen anders empfunden. Was als Stress erlebt wird, hängt stark davon ab, wie jeder Einzelne eine herausfordernde Situation und deren Bewältigungschance wahrnimmt.

Entwicklungsbiologischer Sinn

Entwicklungsgeschichtlich gesehen ist Stress nichts anderes als eine körperliche Reaktion auf eine Belastungssituation. Der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt und auf die Bewältigung der Situation vorbereitet. Das Gehirn als Steuerzentrale sorgt in Sekundenbruchteilen dafür, dass Stresshormone ausgeschüttet werden:

  • Der Körper wird mit Botenstoffen wie Adrenalin überflutet.
  • Die Atemfrequenz erhöht sich, der Puls schnellt in die Höhe, die Muskulatur wird besser durchblutet.
  • Der Organismus ist bereit zu reagieren.

Nach Abwendung der Gefahrensituation folgt eine Phase der Entspannung, in der sich die Körperfunktionen wieder normalisieren. Der abgelaufene Mechanismus bleibt ohne langfristige Folgen für den Körper.

Gesundheitliche Folgen bei dauerhafter Stressbelastung

Erst wenn Stress im Übermaß auftritt und der Organismus keine ausreichende Möglichkeit zur Entspannung hat, wird er zum Gesundheitsrisiko. Die Auswirkungen einer lang andauernden Stresssituation spiegeln sich in nahezu allen Organsystemen wider:

Das Immunsystem wird langfristig geschwächt, sodass die Anfälligkeit für Infektionserkrankungen wie Erkältungen oder Herpes-Viren-Infektionen ansteigt. Der Magen-Darm-Trakt reagiert typischerweise mit Verdauungsproblemen, in schweren Fällen können sogar Magengeschwüre auftreten. Chronisch erhöhter Blutdruck als Folge der Dauerbelastung gilt zudem als Risikofaktor für Herzinfarkte.

Ein dauerhaft erhöhter Stresshormonspiegel wirkt sich auch auf den Stoffwechsel aus:

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Autoren:

Medizinisches Review:
Dr. med. Claudia Hadrigan
Redaktionelle Bearbeitung:

Aktualisiert am:

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