Schubförmige Multiple Sklerose (MS)

MS schubförmiger Verlauf
Bei 80% aller MS-Patienten beginnt die Erkrankung mit einem schubförmigen Verlauf. ((c)gpointstudio / Shutterstock)

Bei über 80% der MS-Patienten beginnt die Erkrankung mit einem schubförmigen Verlauf. Sie ist gekennzeichnet durch klar definierte Schübe. Ein Schub kann einige Tage bis mehrere Wochen anhalten, die Abstände zwischen zwei Schüben können Wochen oder auch viele Monate oder sogar Jahre betragen.

Kurzfassung:

  • Bei den meisten MS-Patienten beginnt die Erkrankung mit einem schubförmigen Verlauf. 
  • Unter einem „Schub“ versteht man einen objektiv erfassbaren, neu auftretenden neurologischen Ausfall bzw. eine gravierende Verschlechterung eines bereits bestehenden Ausfalls für die Dauer von mindestens 24 bzw. 48 Stunden.
  • Nach einem Schub können sich die Symptome wieder vollständig zurückbilden (komplette Remission).
  • Die Symptome können nach einem Schub bestehen bleiben oder sich nur unvollständig zurückbilden (inkomplette Remission). Dies ist häufig in späteren Krankheitsstadien der Fall.

Unter einem „Schub“ versteht man einen objektiv erfassbaren, neu auftretenden neurologischen Ausfall bzw. eine gravierende Verschlechterung eines bereits bestehenden Ausfalls für die Dauer von mindestens 24 bzw. 48 Stunden.

  • Nach einem Schub können sich die Symptome wieder vollständig zurückbilden (komplette Remission).
  • Die Symptome können nach einem Schub bestehen bleiben oder sich nur unvollständig zurückbilden (inkomplette Remission). Dies ist häufig in späteren Krankheitsstadien der Fall.

Die Erkrankung beginnt mit einem ersten Erkrankungsschub (KIS). Treten im weiteren Verlauf neuerlich Schübe auf, spricht man von einem schubförmigen Erkrankungsverlauf.

Etwa 80% der MS-Patienten weisen zumindest am Beginn der Erkrankung einen schubförmigen Verlauf auf. Das bedeutet, dass die neurologischen Ausfälle im Laufe der Zeit in Schüben auftreten. Diese können sich entweder vollständig zurückbilden, oft aber auch nur teilweise. Je öfter es zu Schüben kommt, die sich nicht wieder zurückbilden, desto eher ist mit einer zunehmenden Behinderung zu rechnen. In den ersten fünf Jahren der Erkrankung wird die Schubrate als am höchsten angegeben und sinkt in weiterer Folge allmählich ab.

+++ Mehr zum Thema: Verlaufsformen bei MS +++

Übergang in die sekundär progrediente Verlaufsform

Die schubförmige MS kann mit der Zeit in eine progrediente Form übergehen. Nach zehn Jahren hat mehr als die Hälfte der MS-Patienten eine sekundär progrediente MS (SPMS) entwickelt, nach 25 Jahren sind es etwa 90% aller Patienten. Die SPMS äußert sich durch eine langsam schleichende Verschlechterung der Symptome.

+++ Mehr zum Thema: Therapie der schubförmigen MS +++

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Autoren:

Medizinisches Review:
Univ.-Prof. Dr. Siegrid Fuchs
Redaktionelle Bearbeitung:
Mag. Julia Wild

Stand der medizinischen Information:
Quellen

Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose;https://www.dgn.org/leitlinien/2333-ll-31-2012-diagnose-und-therapie-der-multiplen-sklerose
(letzter Zugriff am 12.12.2018)

AMBOSS: Multiple Sklerose, Stand 2018; https://www.amboss.com/de/wissen/Multiple_Sklerose
(letzter Zugriff am 12.12.2018)

Pharmazeutische Zeitung: Therapie, die an die Nerven geht; https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-032018/therapie-die-an-die-nerven-geht/(letzter Zugriff am 12.12.2018)
 

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