Matomo pixel

Ischämischer Schlaganfall

Ichämischer Schlaganfall Hirninfarkt
Der ischämische Schlaganfall wird aufgrund seiner Ähnlichkeit zum Herzinfarkt oft auch als Hirninfarkt bezeichnet. (undefined undefined / iStockphoto)

Der ischämische Schlaganfall wird durch den Verschluss eines oder mehrerer Blutgefäße im Gehirn verursacht.

Kurzfassung:

  • Beim ischämischen Schlaganfall kommt es zu Sauerstoffmangel, durch den Nervenzellen im Gehirn absterben können.
  • Ursache sind sind mein ein Blutpfropf oder ein Blutgerinnsel im Gehirn.
  • Riskofaktoren sind unter anderem Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen, das Alter und Fragen der Lebensführung wie Ernährung und das Rauchen.

Dadurch kommt es im von diesen Gefäßen versorgten Gebiet zu einer Minderversorgung mit Blut und Sauerstoff. Hält der Sauerstoffmangel länger als einige Minuten an, gehen die Nervenzellen zu Grunde. Das betroffene Hirngewebe stirbt ab und es bildet sich an der Stelle – ähnlich wie beim Herzinfarkt – eine Narbe. Deshalb wird der ischämische Schlaganfall auch Hirninfarkt genannt.

Welche Ursachen für den Verschluss von Blutgefäßen gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei mögliche Ursachen für den Verschluss von Blutgefäßen im Gehirn:

Thrombus (Blutpfropf)

Häufigster Grund für den ischämischen Schlaganfall ist ein thrombotischer Verschluss. Er entsteht durch einen Blutpfropf, der sich in einem Blutgefäß des Gehirns gebildet hat. Ursache dafür ist fast immer eine Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose).

Embolie

Als Embolus bezeichnet man ein Blutgerinnsel, das sich vom Blutstrom von der Innenwand eines Gefäßes ablöst und im Kreislaufsystem weiterbewegt. Wird ein Embolus in ein Hirngefäß eingespült und verstopft dieses, resultiert daraus ein Schlaganfall.

Welche Risikofaktoren für einen ischämischen Schlaganfall gibt es?

Besonders gefährdet für arteriosklerotische Veränderungen, die das Risiko für eine Thrombenbildung erhöhen, sind Menschen mit Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), bestimmten Fettstoffwechselstörungen sowie Personen, die rauchen. Da die Arteriosklerose, eine Verkalkung der Gefäße, der Hauptgrund für einen ischämischen Insult ist, sind dies auch die wichtigsten Risikofaktoren für diese Form des Schlaganfalls. Hinzu kommen Übergewicht, Bewegungsmangel und – als unabänderlicher Risikofaktor – das Alter.

Blutgerinnsel, die über das Gefäßsystem ins Gehirn gelangen und dort Embolien auslösen, entstehen hauptsächlich in Bereichen, in denen das Blut langsam fließt, sowie an vorgeschädigten Gefäßwänden. Vor allem das Vorhofflimmern, eine relativ häufige Herzrhythmusstörung, bei der die Vorhöfe unregelmäßig schlagen, und ein "frischer" Herzinfarkt begünstigen die Entstehung von Embolien.

Darüber hinaus gibt es noch einige seltenere Ursachen für einen ischämischen Hirninfarkt wie beispielsweise Gefäßentzündungen (Vaskulitiden) oder Störungen der Blutgerinnung.

+++ Mehr zum Thema: Schlaganfall - Symptome & Diagnose +++

In nachfolgendem Video erklären wir Ihnen, wie Sie einen Schlaganfall erkennen:

Schlaganfall erkennen (netdoktor.at)

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.ch


Autoren:
, , ,
Medizinisches Review:

Redaktionelle Bearbeitung:

Stand der medizinischen Information:
Quellen

AWMF online: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Schlaganfall (letzte Überprüfung: Oktober 2009)

AWMF online: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Schlaganfallgesellschaft. Akuttherapie des ischämischen Schlaganfalls. Aktualisierte Version, Mai 2009

Patienten-Leitlinie des Berufsverbands Deutscher Neurologen (BDN) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: Vorbeugung des Schlaganfalls (letzte Überarbeitung 2007)

Willeit J et al: Positionspapier der Österreichischen Gesellschaft für Schlaganfallforschung. Akutmanagement und Sekundärprävention des Schlaganfalls. NeuroLogisch, Suppl. 2009

The European Stroke Organisation (ESO) Executive Committee and the ESO Writing Committee: Guidelines for the Management of Ischaemic Stroke an Transient Ischaemic Attack. 2008

Homepage der Österreichischen Gesellschaft für Schlaganfallforschung; www.schlaganfall-info.at (Zugriff im April 2012)

Furlan AJ et al: CLOSURE I Investigators. Closure or medical therapy for cryptogenic stroke with patent foramen ovale. N Engl J Med, 2012 Mar 15; 366(11): 991-9

Weitere Artikel zum Thema

Schlaganfall
Newsletter-Anmeldung
×
Newsletter Anmeldung Hintergrund