Ein Sprung kann alles verändern

Kopfsprünge sind gefährlich.
Kopfüber ins Wasser springen - das ist oft keine gute Idee. (Violetastock / iStockphoto)

Kommentar von Dr. Ludwig Kaspar zum Thema Kopfsprung in unbekannte Gewässer.

In meiner Zeit als Flugarzt habe ich spannende, aber auch schreckliche Dinge erlebt. Zu den schlimmsten Erinnerungen gehören die durch mich begleiteten Transporte von meist jungen Männern mit gebrochener Halswirbelsäule: Sie waren aufgrund von unachtsamen Kopfsprüngen in Swimmingpools oder seichtes Gewässer querschnittsgelähmt, Arme und Beine für immer unbeweglich.
Bei solchen unüberlegten Sprüngen ins Wasser ist oft Alkohol, gepaart mit jugendlichem Leichtsinn sowie bloße Unachtsamkeit im Spiel. Das Leben ändert sich von einer Sekunde auf die andere unwiederbringlich.
Daher versuche ich – die traurigen Bilder der Patienten immer noch vor Augen – Eltern mit Nachdruck darauf hinzuweisen, ihren Kindern Folgendes einzubläuen: Niemals, vor allem nicht mit dem Kopf voran, in unbekannte Gewässer springen! Die Tiefe von Pools genau prüfen!
Glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage: Mit Köpfchen zu köpfeln zahlt sich lebenslang aus!

 

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Autoren:

Redaktionelle Bearbeitung:
Mag. Julia Wild

Aktualisiert am:

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