Badboy Krebs

Viruszellen
Krebs ist eine gefürchtete Krankheit. (kirstypargeter / iStockphoto)

Kommentar von Dr. Ludwig Kaspar zum Thema Krebs.

Krebserkrankungen haben einen schlechten Ruf. Sie sind die „Terroristen“ der Medizin, wo sie hinkommen, verbreiten sie Angst und Schrecken. Wer die Diagnose erhält, fürchtet sofort, an dem Tumor zu sterben. Dabei bedeutet Krebs längst nicht immer das Ende. Im Gegenteil: Selbst bösartige Tumore sind heute dank neuer Therapien oft gut behandelbar –  so mutiert der Krebs vielfach zur chronischen Erkrankung, mit der es sich relativ gut leben lässt. Nicht zu vergessen die Vielzahl an gutartigen Geschwüren, die häufig nur zum Problem werden, wenn sie „raumfordernd“ sind, also auf gesundes Gewebe drücken.


Krebs ist überdies zu unrecht Spitzenreiter der gefürchtetsten Krankheiten, denn es geht weit schlimmer: So haben z.B. Menschen mit einer schweren Herzinsuffizienz oft eine kürzere Lebenserwartung als jene mit metastasierendem Krebs. Ich glaube, dass vor allem Unwissen und zu komplizierte, falsch verstandene Informationen dazu beitragen, dass Krebs der Makel des Todes anhaftet.


Als medizinischer Leiter der Gesundheitsplattform netdoktor.at bin ich Teil einer Bewegung, die Krebs in seiner ganzen  Komplexität für jedermann verständlich macht. Vielleicht können wir so dazu beitragen, der Krankheit ihren Schrecken zu nehmen.

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Autoren:

Redaktionelle Bearbeitung:
Mag. Julia Wild

Aktualisiert am:

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