Frage den Arzt - Thema: Kindergesundheit

Hat mein Kind einen Tic?

(booleen / Fotolia.com)

Frage: Mein 8-jähriger Sohn zwinkert auffällig oft mit den Augen, der Augenarzt konnte jedoch kein Problem feststellen. Könnte es sich um einen Tic handeln?

Antwort von Univ.-Prof. Dr. Harald Aschauer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Wien: Motorische Tics sind unwillkürliche, plötzliche, schnelle, wiederholte, arrhythmische und stereotype Bewegungen. Bis zu 10% aller Kinder entwickeln einzelne Tics, meistens verschwinden sie nach sechs Monaten auch ohne Behandlung.

Sehr selten bilden sich länger dauernde Tic-Störungen aus, sie sollten von einem Facharzt für Kinderpsychiatrie abgeklärt werden. Eine Behandlung erfolgt nur, wenn der Leidensdruck stark ist: Aufklärung, Vermittlung von Verhaltensstrategien und Vermeiden von Belastungssituationen. Empfohlen wird auch eine Psychotherapie. Medikamente sind bei einzelnen Tics nicht nötig.

+++ Mehr zum Thema: Tics bei Kindern und Jugendlichen +++

+++ 10 Tipps gegen Schluckauf +++

 

 

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Autoren:
Univ. Prof. i.R. Dr. Harald Aschauer
Redaktionelle Bearbeitung:
Mag. Astrid Leitner, Nicole Kolisch

Aktualisiert am:

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