Wissen will geteilt werden

Wissen vermehrt sich, wenn man es teilt. (alvarez / iStockphoto)

Das Vienna Open Medical Insitute (OMI) ist ein Initiative mit dem Ziel, Wien als führendes Zentrum für postgraduale Ausbildung sowie professionellen Erfahrungsaustausch zu etablieren.

Haben Sie schon einmal von einem "Observership" gehört? Gemeint ist damit ein Austausch zwischen Medizinern aus aller Welt zu den neuesten Forschungserkenntnissen und Behandlungsmethoden von Krankheiten.

Stets auf dem aktuellsten Stand zu sein, ist fast nirgends so essentiell, wie im Umgang mit erkrankten Menschen. Genau das hat sich das Vienna Open Medical Insitute (OMI) zum Ziel gesetzt: regen, internationalen Wissenstransfer. 

Zugang zu Informationen schaffen

In dem Gemeinschaftsprojekt 

  • des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV),
  • der American Austrian Foundation (AAF),
  • der Medizinischen Universität Wien,
  • der Österreichischen Akademie der Wissenschaften,
  • der Gesellschaft der Ärzte in Wien
  • und der Wiener Ärztekammer 

erhalten hoch qualifizierte Mediziner und Medizinerinnen aus aller Welt die Möglichkeit, in unterschiedlichen Krankenhäusern der Stadt Wien und in Forschungsinstitutionen an einem einmonatigem Observership teilzunehmen. 

Im Rahmen des Programms, das dreimal wiederholt werden kann, werden Ärzte und Ärztinnen meist aus den Schwellenländern Mittel- und Osteuropas, den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion sowie aus Asien und Afrika dazu eingeladen, sich ein Bild von modernen Ausbildungsstandards zu machen und davon zu profitieren. 

Weiterentwicklung benachteiligter Gesundheitssysteme

Hintergrundgedanke ist, dass die Ärzte und Ärztinnen mit den gewonnenen Erkenntnissen in ihre Herkunftsländer zurückreisen und dort etwas zur Förderung ihres Gesundheitssystems beitragen können. 

Nach dem ersten Observership finden sogenannte Satellitensymposien in den Ländern der Teilnehmer und Teilnehmerinnen statt. Die österreichischen Mentoren und Mentorinnen bekommen auf diese Weise einen Einblick in die lokalen und landesspezifischen Gesundheitssysteme. Das führt auf lange Sicht dazu, dass das medizinisches Know-How auf höchstem Niveau gemeinsam und im ständigen Austausch vorangetrieben wird.

Hunderte Fachkräfte profitieren

Seit der Gründung der Initiative 2008 konnten schon über 900 Mediziner und Medizinerinnen aus 100 Ländern von dem Programm profiteren. Amerikanische und österreichische Hochschuldozentinnen und -dozenten halten Seminare und Workshops.

Derzeit unterstützen 38 Abteilungen aus dem Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien (AKH), dem Krankenhaus Hietzing mit neurologischem Zentrum Rosenhügel, der Krankenanstalt Rudolfstiftung inklusive Standort Semmelweis Frauenklinik, des Sozialmedizinischen Zentrum Ost - Donauspital, des Sozialmedizinischen Zentrum Süd - Kaiser-Franz-Josef-Spital mit Gottfried von Preyer'schem Kinderspital und dem Wilhelminenspital die Inititative OMI.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.ch


Autoren:

Redaktionelle Bearbeitung:
Nicole Kolisch

Aktualisiert am:
Quellen

Wiener Krankenanstaltenverbund, http://www.wienkav.at/kav/vomi/
(Letzter Zugriff: 6.2.2018)

Vienna Open Medical Institute, http://vienna-omi.at/de/ 
(Letzter Zugriff: 6.2.2018)

Weitere Artikel zum Thema

mehr...