Brustkrebs: Früherkennung dank modernster Mammographiegeräte

Frau mittleren Alters beim Arztgespräch.
Die Untersuchung und Behandlung wird zur Gänze von der Krankenkasse bezahlt. (dolgachov / iStock )

Im neu eröffneten Brustgesundheitszentrum des Wilhelminenspitals steht allen Wienern und Wienerinnen eines der modernsten Hightech-Mammographiegeräte zur Verfügung.

Frühe Diagnose - bessere Heilungschance

Eine Veränderung an der Brust ist für jede Patientin und jeden Patienten – 2 Prozent aller Brustkrebspatienten sind Männer - mit Ungewissheit und Unsicherheit verbunden. Im Wilhelminenspital steht allen Wienerinnen und Wienern nun zur raschen Abklärung von Brustveränderungen eines der modernsten Mammographiegeräte zur Verfügung.

Eröffnung des neuen Brustgesundheitszentrums im Wilhelminenspital

In Wien gibt es derzeit neun zertifizierte Brustgesundheitszentren, sechs davon in den Häusern des KAV. Das neue Brustgesundheitszentrum im Wilhelminenspital gehört, nicht zuletzt wegen der Anschaffung eines neuen Hightech- Mammographiegerätes, zu den modernsten mit jährlich 150 Patientinnen und Patienten und zu den drei größten Zentren Wiens.

Das Brustgesundheitszentrum im Wilhelminenspital besteht bereits seit 2008 und ist mehrfach zertifiziert, zuletzt 2017. „Früher waren Ambulanz, Untersuchungs- und Behandlungsräume an unterschiedlichen Orten im Wilhelminenspital. Jetzt ist alles an einem Ort zentriert - Erstgespräche, Radiologie und Biopsie erfolgen nun in den gleichen Räumlichkeiten“, so Karl Glaser, Leiter der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie. Zudem bietet das neue BGZ zwei Untersuchungsräume, wodurch sich auch die Wartezeit für die Patientinnen und Patienten deutlich verringert.

Dreidimensionale Mammographie mit Tomosynthese

Das multiprofessionelle Team des BGZ Wilhelminenspital gewährleistet im Kampf gegen den Brustkrebs eine kompetente und individuell abgestimmte Spitzenmedizin auf modernstem Niveau. Möglich wird dies durch den Einsatz eines der weltweit modernsten Mammographiegeräte, das nicht nur hochauflösende Röntgenbilder der Brust liefert, sondern bereits während der Untersuchung eine punktgenaue und nahezu schmerzfreie Entnahme einer Gewebeprobe ermöglicht. „Hier handelt es sich um ein modernes Mammographiegerät, welches nicht nur die konventionelle zweidimensionale Mammographie ermöglicht, sondern auch die moderne Tomosynthese – damit können wir das Gewebe in verschiedenen Schichten und dreidimensional betrachten“, sagt Gerhard Mostbeck, Leiter des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.

Die Entnahme erfolgt mittels einer dünnen Kanüle unter lokaler Betäubung, insbesondere bewegungseingeschränkte Patientinnen und Patienten profitieren von der Möglichkeit, die Biopsie im Sitzen oder in Seitenlage durchführen zu können. Die Bildinformation wird ähnlich wie bei einer CT aus dünnen Einzelschichten gewonnen. So können bereits kleinste Gewebeveränderungen früh erkannt und untersucht werden.

Die Untersuchung und Behandlung wird zur Gänze von der Krankenkasse bezahlt.

Webseite des Brustgesundheitszentums

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Autoren:

Redaktionelle Bearbeitung:
Nicole Kolisch

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