Akutgeriatrie: Wieder auf die Beine kommen

Die Akutgeriatrie hilft älteren Menschen zurück in den Alltag.
Eine ältere Dame wird von einer Pflegerin betreut. (Alexander Raths)

Wenn betagte und hochbetagte Menschen nach einer Operation wieder zurück in den Alltag finden, steht ihnen die Akutgeriatrie zur Seite.

Viele alte Menschen haben den Wunsch, möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden leben zu können. Eine akute Erkrankung, ein Sturz oder ein manchmal notwendiger chirurgischer Eingriff stellen dabei ein großes Hindernis dar. Den betagten Patientinnen und Patienten fehlen oft die Kraftreserven, um nach gesundheitlichen Rückschlägen wieder auf die Beine zu kommen – insbesondere dann, wenn eine internistische Grunderkrankung vorliegt.

Genau hier setzen die die akutgeriatrischen Einrichtungen der Wiener KAV-Spitäler an: Hier werden die Betroffenen so lange (nach-)betreut, bis sie den Alltag wieder alleine meistern können. Dabei geht es um Remobilisation und um das Trainieren von Aktivitäten des täglichen Lebens wie etwa Ankleiden, Kochen oder Stiegen steigen. Mit Hilfe eines multiprofessionellen Teams werden funktionelle Fähigkeiten nach Möglichkeit wieder hergestellt. Je nach Indikation kommen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und physikalische Behandlungen zum Einsatz. Oberstes Ziel: Den Patientinnen und Patienten wieder ein selbstständiges Leben daheim zu ermöglichen.

Vom Sophienspital ins Kaiser-Franz-Josef-Spital

Im Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital freut man sich über die neu eröffnete, moderne Akutgeriatrie. Der Bereich wurde aus dem – nunmehr geschlossenen – Sophienspital übersiedelt und mit der bestehenden Abteilung im Kaiser-Franz-Josef-Spital zusammengelegt. "Die sechs Stationen mit insgesamt 136 Betten sind bestens ausgestattet. In freundlichen Ein- und Zweibett-Zimmern mit Bad, Balkon und Behandlungs- und Therapieräumen finden künftige Patientinnen und Patienten alle Rahmenbedingungen für ihre rasche Rehabilitation vor", so Michaela Riegler-Keil, die neue Ärztliche Direktorin des Spitals.

Wichtiger Schritt für die Zukunft

Auch Michael Binder, Bereichsleiter für medizinische Angelegenheiten im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), sieht in der neuen Akutgeriatrie einen wichtigen Schritt in die Zukunft der Wiener Gesundheitsversorgung: "Glücklicherweise werden wir alle immer älter – für das Gesundheitssystem bedeutet das, dass es sich auf diese Entwicklung einstellen muss. Genau das setzen wir mit der Ausweitung geriatrischer Angebote wie hier im Kaiser-Franz-Josef-Spital um. Wir garantieren damit, dass wir eine für alle Altersgruppen adäquate medizinische Versorgung anbieten können."

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Autoren:

Redaktionelle Bearbeitung:
Katrin Derler, BA

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