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Malaria: Idealer Schutz ist abhängig vom Reiseziel

Schwarz-weiß gestreifte Gelse sitzt auf der Haut<br />
(noppharat )

Frage: Ich plane eine Reise nach Namibia. Wie kann ich mich vor Malaria schützen?

Antwort von Univ. Prof. Dr. Heinrich Stemberger, Reise- und Tropenmedizin, Wien:

"Namibia ist zur Gänze ein Malariagebiet. Ausgenommen sind Wüsten und wüstenähnliche Landstriche. Die fast einzige, aber gefährlichste Malariaform (malaria tropica) bestimmt das Malariageschehen auch in diesem Land.

Das Malariarisiko ist während unserer Wintermonate (Oktober bis April) stellenweise so hoch, dass zumindest während dieser Saison der Reisende zusätzlich zur Mückenprophylaxe auch eine medikamentöse Dauerprophylaxe gegen Malaria einnehmen sollte. Für die Praxis bedeutet das, Reisen von April bis November bedürfen nicht die Durchführung der dauerhaften Chemoprophylaxe. Es genügt eine konsequente Mückenprophylaxe.

Malerone sollte jedoch trotzdem zur Selbstbehandlung mitgeführt werden. Lediglich in der Zeit von November bis April ist in der Etosha Pfanne die zusätzliche Einnahme von Malerone zu empfehlen. In allen anderen Gebieten Namibias genügt die Mückenprophylaxe; ein Malariamittel für den Notfall sollte jedoch jeder Reisende bei sich haben."

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Autoren:

Redaktionelle Bearbeitung:
Mag. Astrid Leitner

Aktualisiert am:

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