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Krebserkrankungen in der Schweiz

Patientin mit Krebs
Jährlich sterben rund 16.000 Menschen an Krebs (9.000 Männer und 7.000 Frauen). (FatCamera / iStockphoto)

«Zahl der Krebspatienten nimmt zu – gleichzeitig ist die Sterblichkeit rückläufig» (Bundesamt für Statistik BFS)

Während die Zahl der Krebspatienten und jene der krebsbedingten Todesfälle aufgrund der steigenden Lebenserwartung weiter zunehmen, nimmt aufgrund der modernen Möglichkeiten der Medizin gleichzeitig in jeder Altersgruppe das Risiko ab, an Krebs zu sterben.

In der Zeit von 2008 bis 2012 betrug die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen rund 21.000 bei Männern und rund 17.500 bei Frauen. Dies zeigt eine Zunahme der Neuerkrankungen bei beiden Geschlechtern um je 2.000 Fälle innerhalb von fünf Jahren. Hauptgrund dafür ist die demografische Entwicklung mit einem starken Anstieg älterer Menschen. Das Erkrankungsrisiko stellt hingegen keine Begründung für die Zunahme dar, im Gegenteil: Die Zahl aller Krebsarten blieb zwischen 1998 und 2012 nahezu unverändert. Ebenso blieb das Erkrankungsrisiko bei Kindern in den letzten zwei Jahrzehnten konstant.

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Entwicklung der Sterberaten für Krebs

Im Zeitraum von 1983 bis 2012 sanken die Sterberaten für Krebs bei Frauen um durchschnittlich 27%, bei Männern um durchschnittlich 36%. Das bedeutet, dass sowohl Frauen als auch Männer heute im Vergleich zu gleichaltrigen Frauen vor 30 Jahren ein geringeres Risiko haben, an Krebs zu sterben.

Jährlich sterben rund 16.000 Menschen an Krebs (9.000 Männer und 7.000 Frauen). In der Schweiz sind 30% der Todesfälle bei Männern sowie 23% der Todesfälle bei Frauen durch Krebs bedingt.

Krebstodesfälle nach Krebsarten

  • Das Lungenkarzinom ist bei Männern für 22% der Krebstodesfälle verantwortlich, Prostatakrebs für 15% und Dickdarmkrebs für 10%.
  • Bei den Frauen werden 19% der Krebstodesfälle durch Brustkrebs, 15% durch Lungenkrebs und 10% durch Dickdarmkrebs verursacht.
  • Leukämie und Hirntumore verursachen die meisten Todesfälle bei Kindern.
  • Mit insgesamt 3.000 Todesfällen stellt das Lungenkarzinom die häufigste krebsbedingte Todesursache dar.

Die vier häufigsten Krebsarten

Beim Mann verursachen Prostata-, Lungen- und Dickdarmkarzinome 53% der jährlichen Neuerkrankungen. Bei der Frau sind das Mammakarzinom sowie das Lungen- und Dickdarmkarzinom für 51% der Neuerkrankungen verantwortlich.

Die anderen Krebsarten haben alle jeweils einen Anteil von weniger als 7% an den jährlichen Neuerkrankungen.

Bei Kindern treten Leukämien, Hirntumore und Tumoren aus embryonalem unreifem Gewebe am häufigsten auf.

+++ Mehr zum Thema: Bestrahlung bei Krebs +++

Gute Überlebenschancen bei vielen Krebsarten

Die 5-Jahres-Überlebensrate für alle Krebsarten beträgt im Zeitraum 2008 bis 2012 durchschnittlich 65% für Männer und 68% für Frauen. Bei Kindern hat die 5-Jahres-Überlebensrate mittlerweile sogar 85% erreicht. 

+++ Mehr zum Thema: Krebs und Beruf +++

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Redaktionelle Bearbeitung:

Aktualisiert am:
Quellen

Bundesamt für Statistik (BFS)- www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/gesundheitszustand/krankheiten/krebs.html (25.09.2019)

Nationales Institut für Krebsepidemiologie und –registrierung (NICER) - www.nicer.org/de/statistiken-atlas/ (25.09.2019)

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