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Frage den Arzt - Thema: Gesund & Fit

Erektionsstörungen bereits mit 20?

Frage: Ich bin 20 Jahre alt und leide unter Erektionsstörungen. Es handelt sich jedoch nicht um eine vollständige Impotenz, sondern ich kann meine Erektion nicht lange halten. Mein "erstes Mal" hatte ich mit 17 und da fing es schon an. Damals schrieb ich es noch der Aufregung zu. Ein Jahr später hatte ich dann eine feste Beziehung, in der sich mein Problem aber auch nicht besserte. Laut einer Untersuchung war rein körperlich aber alles in Ordnung. Mein Arzt meinte, es müsse daher eher ein psychisches Problem sein, ich solle mich beim Sex mehr entspannen. Er gab mir vier Tabletten Viagra ®, mit dem Hinweis, wenn es erst wieder ein paar Mal klappt, würde ich das nicht mehr brauchen. Mit Viagra ® ging es infolge ganz gut, doch ohne war es wie gehabt. Beim Onanieren klappt es mit der Erektion zwar etwas besser, aber auch nicht so toll. Sex ist mir eigentlich sehr wichtig - ich fühle mich jetzt nur als halber Mann. Was kann ich bloß machen?

Antwort: Sie haben durchaus richtig gehandelt, indem Sie sich zunächst einmal urologisch untersuchen ließen. Dadurch kann man zumindest zugrunde liegende körperliche Probleme ausschließen.

+++ Mehr zum Thema: Erektile Dysfunktion - Ursachen, Diagnose, Therapie +++

Mögliche Ursachen für Impotenz

Die Psyche spielt in punkto Potenz und Erektion tatsächlich eine ausgesprochen wichtige Rolle, die Sie nicht unterschätzen sollten. Das bedeutet nicht, dass bei Ihnen eine psychische Störung vorliegt. Die Psyche schließt einfach das Unbewusste, die Schattenseite eines jeden Menschen mit ein. Bei jedem Menschen gibt es Dinge, die nicht ins Bewusstsein gelangen können und dürfen. In diesem Fall sucht sich ein "Problem" einen anderen Weg an die Oberfläche, um selbst nicht erkannt zu werden. Dieser Umstand ist nicht ident mit psychischen Erkrankungen, die einer psychiatrischen Behandlung bedürfen.

+++ Mehr zum Thema: Psychische Ursachen für Impotenz +++

Als Ursache für Erektionsprobleme können darüber hinaus auch neurologische Störungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten, Drogen, Alkohol und Nikotin zum Tragen kommen. Ein Weglassen dieser Substanzen kann durchaus schon zu einer Besserung führen. Trifft dies auf Ihre Person jedoch nicht zu, ist es umso wichtiger, an dem Problem zu arbeiten, zumal es Sie mittlerweile offensichtlich enorm belastet.

+++ Mehr zum Thema: Medikamente als Ursache für Impotenz +++

Eine zielführende Maßnahme wäre es, zunächst eine Sexualberatung in Anspruch zu nehmen. In einem ausführlichen Gespräch mit einem speziell ausgebildeten Therapeuten, in dem sehr genau auf Sie und Ihre Probleme eingegangen werden kann, ergeben sich gewiss Möglichkeiten, die Ihnen dabei helfen, Ihre Potenz so zu leben, wie Sie es sich wünschen.

Mehr zum Thema Behandlung von Potenzproblemen:

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