Gesunde Snacks für die Schule

  • Der gesunde Pausenfüller

    Eine optimal zusammengestellte Schuljause sollte nicht nur satt machen, sondern auch gesund und abwechslungsreich sein. Was diese in jedem Fall enthalten sollte, erfahren Sie in dieser Fotoshow. (Dream79 , Shutterstock)

  • Aus dem vollen Korn schöpfen

    Vollkornprodukte sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Es sollte daher die erste Wahl sein, wenn es darum geht, ein Gebäck für die Jause auszusuchen. Verweigert Ihr Kind Vollkornbrot, probieren Sie es mit "coolen" Produkten wie Bagels oder Pitas. Diese gibt es auch in der Vollkornvariante. (George Dolgikh , Shutterstock)

  • Faustregel: "Dicke Scheibe, dünner Belag"

    Was gehört nun rein ins Pausenbrot? Idealerweise fettarmer Käse, Schinken oder Aufstrich. Butter und Margarine sollten Sie sparsam verwenden. Eine gute und schmackhafte Alternative bietet hier der selbstgemachte Brotaufstrich. Prinzipiell gilt die Faustregel "dicke Scheibe, dünner Belag". Kräuter wie Kresse oder Schnittlauch machen das Aufstrichbrot schmackhaft und gesund. (Dani Vincek , Shutterstock)

  • Obst und Gemüse: Vielfalt statt Einfalt

    Obst und Gemüse darf einer gesunden Jause natürlich auch nicht fehlen. Dabei gilt Vielfalt statt Einfalt im Jausenpaket. Greifen Sie zu regionalen und saisonalen Produkten. Vergessen Sie nicht, dass sich auch ungesündere Speisen wie Pizza mit würzigem Rucola oder eine Wurstsemmel mit einer Gurke aufpeppen lassen. (Sergey Parantaev , Shutterstock)

  • Jeden Tag ein Milchprodukt

    Milchprodukte dürfen einer ausgewogenen Schuljause nicht fehlen! Greifen Sie zu naturbelassenen und fettreduzierten Produkten wie Butter- und Sauermilch, Naturjoghurt, Trinkjoghurt oder Topfencreme. (Juriah Mosin , Shutterstock)

  • Brombeere Joghurt

    Ist Ihrem Kind Naturjoghurt zu langweilig, peppen Sie dieses selbst mit frischem Obst auf. (sarsmis )

  • Richtig Durst löschen!

    Der idealste Durstlöscher ist natürlich (Mineral)wasser. Auch ungesüßte Früchte- oder Kräutertees sind als Durstlöscher gut geeignet. Wem herkömmlicher Tee zu fad ist, kann diesen mit einem Schuss Fruchtsaft verfeinern. (Image Point Fr , Shutterstock)

  • Süßes gehört einfach dazu

    Kinder lieben Süßigkeiten! Aber auch hier kann man tricksen. Backen Sie mit Ihrem Kind selbst einen Kuchen. Dann können Sie den Zucker- und Fettgehalt selbst bestimmen. Wenn Sie den Kuchen zusätzlich mit Obst belegen, wird dieser zu einer "gesunden" Süßigkeit. (Elena Shashkina , Shutterstock)


Eine ausgewogene Jause hilft Kindern, in der Schule konzentriert zu bleiben. Wir zeigen, was in der Jausenbox enthalten sein sollte - und wie Sie Ihren Kindern gesunde Lebensmittel schmackhaft machen können.

Es könnt' alles so einfach sein - ist es aber nicht: In der perfekten Jausenbox enthalten sind ein Vollkornbrot mit magerem Frischkäse und einem Stück Gemüse, ein kleines Naturjoghurt, ein Apfel oder anderes Obst und verdünnter Fruchtsaft oder Wasser.

Zwei Problemfelder tun sich auf: Zum einen die Wahl der richtigen Lebensmittel. Nicht alle Produkte, die laut Werbung "Vollkorn" enthalten, sind auch tatsächlich ballaststoffreich. Und vor allem in verarbeiteten Nahrungsmitteln (Convenience Food) können beträchtliche Mengen an Zucker und Salz versteckt sein.

Zum anderen ist da der Faktor Verführung. Wie verführe ich mein Kind, gesunde Produkte zu essen? Wie bringe ich ihm bei, den Apfel der sauren Gummischlange mit Apfelaroma vorzuziehen?

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Volles Korn

Beginnen wir beim Brot: Vollkornprodukte sind zwar kein Muss, aus gesundheitlicher Sicht aber klar zu bevorzugen. Das Geheimnis: Neben dem Korn wird bei ihrer Herstellung auch die Schale verwendet. In ihr befinden sich wertvolle Inhaltsstoffe wie Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Vitamin B1, B2, Folsäure und sekundäre Pflanzenstoffe. Daneben enthalten Vollkornprodukte auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Calcium sowie Eisen.

Achtung: In vielen Produkten, auf denen "Vollkorn" drauf steht, ist gar kein Vollkorn drin. Achten Sie beim Kauf auf einen Schrot-und-Korn-Anteil von mindestens 50 Prozent. Lassen Sie sich nicht täuschen.

Zu hart, zu bröselig: Viele Kinder mögen Vollkornbrot nicht. Abhilfe schaffen können Sie, indem Sie die gesamte Produktpalette ausreizen. So gibt es heute etwa "exotische" Backwaren wie Pita, Fladenbrot oder Wraps in der Vollkornversion.

Tipp: Kinder brauchen bis zu acht Mal, um sich an den Geschmack neuer Speisen zu gewöhnen. Je öfter Sie Ihrem Kind Vollkornprodukte anbieten, desto eher wird es zulangen.

Aufstrich: Butter, Topfen, Soja

Butter und Margarine sollten Sie sparsam verwenden. Eine gute und schmackhafte Alternative bietet hier der selbstgemachte Brotaufstrich. Die Möglichkeiten reichen vom milden Liptauer aus Eigenproduktion über cremig gerührten Kräutertopfen bis hin zu veganen Aufstrichen aus Linsen oder Kichererbsen. Ebenfalls eine Option sind Aufstriche auf Sojabasis; das entsprechende Sortiment in den Supermärkten wird stetig größer. Achten Sie beim Kauf von Wurst und Käse auf die Verwendung fettarmer Sorten.

Tipp: Egal, ob Butter, Topfen oder Soja - die Faustregel lautet "dicke Scheibe, dünner Belag". Kräuter wie Kresse oder Schnittlauch machen das Aufstrichbrot schmackhaft und gesund.

+++ Mehr zum Thema: Wie super sind die Superfoods? +++

Obst und Gemüse

Hier gilt es, aus dem Vollen zu schöpfen und das Angebot zu variieren. Setzen Sie einerseits auf saisonales Obst - etwa Beeren im Sommer, Äpfel im Winter. Andererseits lohnt es sich, Früchte zu verarbeiten, zum Beispiel zu Obstsalat oder Mus. Bedenken Sie: Das Kinderauge isst mit - je bunter und interessanter die Zubereitung, desto besser.

An Gemüse gewöhnen können Sie Ihr Kind, indem Sie die Lieblingsspeisen mit Grünzeug aufpeppen. Würziger Rucola auf der Pizza wäre hier ein gutes Beispiel, oder der Kartoffelsalat zum Hühnerschnitzel oder die mit Karotte und Spinat gefüllte Hühnerbrust. Auch in Wraps lässt sich Gemüse - Salat und Paradeiser - ganz wunderbar verstecken.

Frisches Joghurt, frische Früchte

Butter- und Sauermilch, Naturjoghurt, Trinkjoghurt, Topfencreme: Die Palette an Milchprodukten ist riesig. Das macht die Auswahl für Eltern und Kinder natürlich schwierig. Da viele Produkte wie etwa Fruchtjogurts jede Menge Zucker enthalten, sind vor allem die naturbelassenen und fettreduzierten Alternativen zu empfehlen.

Eine Möglichkeit ist es, Fruchtjoghurt selbst zu machen. Dazu einfach frische Früchte in Naturjoghurt schneiden. Neben den gesundheitlichen Vorteilen lässt sich so meist auch Geld sparen. Falls Sie zu Ware aus dem Supermarkt greifen, sollten Sie wie erwähnt auf den Fett- und Zuckergehalt achten. Dazu zwei Richtwerte:

  1. Der Gesamtzuckergehalt eines Milchprodukts sollte zwölf Gramm pro 100 Milliliter nicht überschreiten.
  2. Das Produkt darf einen Fettgehalt von maximal 4,2 Prozent aufweisen.

Zudem sollte das Fruchtjoghurt aus dem Kühlregal keine Zuckerersatzstoffe enthalten.

Kinder sind verrückt nach Süßigkeiten. Das ist per se nichts Schlechtes. Allerdings sollten Maß und Ziel gehalten werden. Ein guter Richtwert: Süße Snacks sollten ein Gewicht von 30 Gramm nicht überschreiten. Das entspricht ziemlich genau einem Drittel einer Tafel Schokolade oder einem kleinen Schokoriegel.

Prinzipiell können Sie versuchen, Ihrem Kind Trockenfrüchte (ungeschwefelt) und Studentenfutter oder Kürbiskerne (ungesalzen) schmackhaft zu machen. Das funktioniert zum Beispiel mit Kürbiskernen, Sojabohnen oder Trockenfrüchten im Schokomantel, erhältlich in vielen Supermärkten, Drogerien oder Reformhäusern.

Tipp: Kuchen - aber hausgemacht. Backen ist eine gute Möglichkeit, Zeit mit dem Nachwuchs zu verbringen. Zudem hat man die Möglichkeit, den Zucker- und Fettgehalt von Kuchen, Torten und Keksen selbst zu bestimmen. Geeignet (und meist ohne großen Aufwand herzustellen) sind etwa Kuchen mit Früchten der Saison. Im Sommer wiederum lohnt sich die Eigenproduktion von Eis. Gesunde Rezepte dazu finden sich in Kochbüchern und Rezeptsammlungen im Internet.

Richtig trinken

Müdigkeit, Merk- und Konzentrationsschwierigkeiten sind mögliche Folgen eines unausgeglichenen Flüssigkeitshaushaltes. Durstgefühl ist das erste Anzeichen, dass es den Körperzellen an Flüssigkeit mangelt.

Ideale Durstlöscher sind Leitungswasser, gespritzte Fruchtsäfte (zwei Teile Wasser, ein Teil Saft) oder Gemüsesäfte. Auch ungezuckerte Früchte- oder Kräutertees kommen als Durstlöscher in Frage. Dabei sollten es in etwa 1,5 Liter pro Tag sein. Der Zuckergehalt eines gekauften Getränks sollte 7,4 Gramm pro 100 Milliliter betragen. Eistee, stark gesüßte Limonaden oder gar koffeinhaltige Getränke sind nicht als Durstlöscher geeignet und – falls sie nicht gänzlich ungeeignet sind – als Süßigkeit zu betrachten.

Tipp: Kinder verweigern in manchen Fällen ungesüßten Tee. Ein Schuss Fruchtsaft oder -sirup kann hier Abhilfe schaffen.

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Autoren:

Redaktionelle Bearbeitung:
Philip Pfleger, Katrin Derler, BA (2017)

Aktualisiert am:
Quellen

SIPCAN – Initiative für ein gesundes Leben: Getränkeliste; http://www.sipcan.at/uploads/2/8/1/4/28145439/__sipcan_gl_teil_1_nach_zucker-sstoff_02.2014.pdf (abgerufen am 21.08.2014)

SIPCAN – Initiative für ein gesundes Leben: Milchliste; http://www.sipcan.at/uploads/2/8/1/4/28145439/__sipcan_ml_teil_1_produkte_zum_trinken_02.2014.pdf (abgerufen am 21.08.2014)
 

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