Selbstbefriedigung Frau

Masturbation bei Frauen
Eine gute Kenntnis des eigenen Körpers hilft, die Unsicherheit beim ersten Geschlechtsverkehr zu mindern. (Piotr Marcinski )

Alle tun es, aber kaum jemand redet öffentlich darüber: Selbstbefriedigung galt lange Zeit als Tabuthema. Dabei ist Masturbation ein natürlicher Teil der weiblichen Sexualität und hilft dabei, den Körper und die eigene Lust besser kennenzulernen.

Was ist Selbstbefriedigung?

Wer sich selbst durch manuelle Reize sexuelle Lust verschafft, befriedigt sich selbst. Gemeint ist damit in der Regel die Stimulation der eigenen Geschlechtsorgane. Das kann, muss aber nicht immer zum Orgasmus führen.

Durch Masturbation oder Onanie, wie Selbstbefriedigung häufig genannt wird, lernen Frauen ihren eigenen Körper besser kennen und können zudem herausfinden, welche sexuellen Techniken ihnen guttun und Spaß machen – ob alleine oder mit dem Partner.

Was bedeutet Masturbation?

Die geläufigste Bezeichnung der Selbstbefriedigung, die sogenannte Masturbation, kommt aus dem Lateinischen: masturbieren setzt sich aus den Begriffen „manus“ (Hand) und sturpare (besudeln, beflecken) zusammen. Die Bedeutung der Wörter zeigt, wie verpönt es früher war, sich selbst zu befriedigen. Es wurde sogar vor gesundheitlichen Risiken gewarnt – was aus medizinischer Sicht nachweislich falsch ist.

Wie befriedigt man sich selbst?

Welche Technik erregt und Spaß macht, ist von Frau zu Frau verschieden – so wie die sexuellen Vorlieben selbst. Wichtig ist, eine angenehme, entspannte Atmosphäre zu schaffen und einen Ort zu wählen, an dem man nicht gestört wird. Ist die richtige Atmosphäre gegeben, können verschiedene Arten der Stimulation in Ruhe ausprobiert werden.

Viele Frauen kommen leichter zum Höhepunkt, wenn sie ihre Klitoris und den umliegenden Bereich der Vulva stimulieren. Das kann mit sanftem Streicheln beginnen und mit zunehmender Erregung in festere oder schnellere Berührungen übergehen. Auch ein sanfter Duschstrahl oder andere stimulierende Hilfsmittel können erregend sein und zum Orgasmus führen.

Wollen Sie sich vaginal befriedigen, können Sie zusätzlich einen oder mehrere Finger einführen und bewegen. Die meisten Frauen brauchen auf diese Art etwas länger, um zum Orgasmus zu kommen. Es gibt nur eine Regel: Was immer sich gut anfühlt, ist das Richtige.

++ Mehr zum Thema: G-Punkt und Squirting ++

Auch der Austausch mit anderen Frauen kann hilfreich sein. Wer mit Freundinnen nicht darüber sprechen möchte, kann sich online über unterschiedliche Vorlieben, Techniken und Tricks informieren, die von anderen Frauen vorgestellt werden: Das Projekt OMGYes etwa hat es sich zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Wege zur weiblichen Lust aufzuzeigen.

Mehr als 2.000 Frauen wurden im Zuge der Studie nach ihren Masturbationstechniken gefragt. Einige davon sprechen in Videos offen darüber und zeigen, wie sie sich selbst am liebsten stimulieren.

Warum Selbstbefriedigung gut tut

Frauen, die wissen, welche Berührungen sie erregend finden und ihre sexuellen Bedürfnisse kennen, können sie auch einem Partner gegenüber besser formulieren – und ihre Sexualität in vollen Zügen genießen.

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Autoren:
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Redaktionelle Bearbeitung:
Mag. Julia Wild

Aktualisiert am:

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