Frage den Arzt - Thema: Gesund & Fit

Auffälliges Ergebnis bei Routine-Krebsabstrich

Ein PAP IIID Befund ist kontrollbedürftig, aber kein Grund zur Sorge.
Ein PAP IIID Befund ist kontrollbedürftig, aber kein Grund zur Sorge. (YakobchukOlena / Fotolia)

Frage: Bei meinem PAP-Test kam das Ergebnis PAP IIID heraus. Was bedeutet der Befund? Muss ich mich deswegen behandeln lassen?

Antwort von Dr. Eva Lehner-Rothe, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Wien:

Ein PAP IIID ist ein kontrollbedürftiger Abstrichbefund. Er bedeutet, dass Zellen am Muttermund im Sinne von Krebsvorstufen verändert sind. Diese können sich vollständig zurückbilden. Daher besteht bei einem erstmalig aufgetretenen PAP IIID kein Grund zur Sorge, eine Therapie ist nicht unbedingt notwendig.

Bei der Kontrolle nach 3 bis 6 Monaten wird der Frauenarzt dann zusätzlich zum Krebsabstrich die sogenannte HPV-Typisierung (ebenfalls ein schmerzfreier Abstrich) durchführen, um festzustellen, ob eine chronische Infektion mit dem HPV-Virus (Humaner Papillomavirus) vorliegt. Danach wird erst über die Notwendigkeit einer weiteren Abklärung bzw. Therapie entschieden.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.at


Autoren:
Dr. med. Eva Lehner-Rothe
Redaktionelle Bearbeitung:
Tanja Unterberger, Bakk. phil.

Stand der Information: März 2018

Weitere Artikel zum Thema

Der Krebsabstrich des Gebärmutterhalses stellt die wichtigste Methode zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs dar.

zur Übersicht