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Blähungen & Co von Obst?

Blähung, Obst
Obst ist zwar gesund, kann aber auch zu Bauchbeschwerden wie Blähungen führen. (LightFieldStudios / iStockphoto)

Von Ananas bis Zwetschke, von Apfel bis Zuckermelone: Obst ist gesund und sollte Ernährungsempfehlungen zufolge reichlich und variantenreich genossen werden. Doch es kann auch Blähungen, Bauchweh oder Durchfall verursachen.

Kurzfassung:

  • Obst kann zu Beschwerden wie Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen führen.
  • Ursache für die Beschwerden ist meist eine Fructoseintoleranz. 
  • Ein Obst-Tagebuch kann Aufschluss darüber geben, welches Obst nicht vertragen wird. 
  • Betroffene müssen in vielen Fällen nicht völlig auf Obst verzichten, sollten Früchte allerdings in geringeren Mengen verzehren. 

Für manche Zeitgenossen fühlt sich der Fruchtverzehr alles andere als gesund an - denn sie reagieren mit Blähungen, Bauchweh oder Durchfall auf die fruchtige Mahlzeit. Was daran schuld sein kann und wie empfindliche Mägen trotzdem zu ihrer Vitaminzufuhr kommen, erklären Ernährungsfachleute der deutschen Techniker Krankenkasse (TK) in einer Aussendung.

Ursache für Blähungen

Wenn Obst schwer verträglich ist, so ist dafür meist der enthaltene Fruchtzucker (Fructose) verantwortlich, den Betroffene nicht richtig verarbeiten können, weiß Ernährungswissenschafterin Nadine Müller. "Wer unter Fructoseintoleranz leidet, muss jedoch nicht gänzlich auf Obst verzichten, sondern sollte individuell ausprobieren, welche Sorte er ohne Probleme essen kann", empfiehlt Müller. Um den Ursachen für Blähungen und Bauchweh auf den Grund zu gehen, legt sie überdies nahe, den Obstverzehr eine Weile schriftlich zu dokumentieren.

+++ Mehr zum Thema: Fruchtzucker, gut oder böse? +++

Ein Obst-Tagebuch kann Aufschluss geben

"Mit einem solchen Ernährungsprotokoll kann man besser nachvollziehen, bei welchen fructosehaltigen Lebensmitteln die Symptome auftreten", erklärt die TK-Ernährungsexpertin. Dabei sollten nicht nur Obstsorten berücksichtigt werden, sondern auch andere fruchtzuckerhaltige Lebensmittel wie:

  • Honig
  • Marmelade
  • Süßigkeiten.

Sind die Übeltäter identifiziert, gilt es diese zu meiden, erklärt Müller. Zusätzlich kann eine Abklärung bei Ärztin oder Arzt Aufschluss über eine mögliche Fructoseintoleranz geben. Halten die Beschwerden an, sollte auch eine allfällige Milchzuckerverträglichkeit überprüft werden, denn Fructose- und Lactoseintoleranz gehen der Fachfrau zufolge oftmals Hand in Hand.

Ernährungsempfehlung bei Fructoseunverträglichkeit 

Was gilt es nun beim alltäglichen Speiseplan zu beachten, wenn eine Fructoseunverträglichkeit vorliegt? Wie Müller festhält, braucht die Vitaminzufuhr bei Betroffenen nicht auf der Strecke zu bleiben:

  • "Statt großer Mengen Früchte sollte bei ihnen mehr gedämpftes oder gedünstetes Gemüse auf dem Teller landen."
  • Was den Hunger nach Süßem anbelangt, so müsse auf gewöhnlichen Haushaltszucker meist nicht verzichtet werden, doch sei Traubenzucker eine gute Alternative.
  • Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, die sich oft in Kaugummis, Fertigsaucen oder Ketchup finden, könnten für Menschen mit Fructoseintoleranz dagegen ein Problem darstellen: Sie enthalten Stoffe, die die Fruchtzuckeraufnahme zusätzlich hemmen, erklärt Ernährungswissenschafterin Müller.

+++ Mehr zum Thema: Wie wird Fructoseintoleranz behandelt? +++

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Aktualisiert am:
Quellen

Pressemitteilung/ Techniker Krankenkasse

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