Osteoporose: Knochenschwund vorbeugen

Wenn mit zunehmendem Alter die Knochendichte abnimmt, steigt die Gefahr von Knochenbrüchen. Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko für Osteoporose senken.

Osteoporose, auch als Knochenschwund bekannt, zählt weltweit zu den zehn häufigsten Erkrankungen. Mehr als 600.000 Menschen, vorwiegend Frauen, leiden in Österreich daran. Zu dieser Alterserkrankung der Knochen kommt es ca. ab dem 40. Lebensjahr, wenn der Körper beim natürlichen Knochenumbau mehr Knochengewebe ab- als wieder aufbaut. Die Folge ist eine abnehmende Knochendichte, sodass die Knochen „porös“ werden und die Gefahr von Knochenbrüchen steigt.

Was tun bei Osteoporose?

Das erste Anzeichen für eine mögliche Osteoporose sind meist Knochenbrüche, die plötzlich und unter geringer Belastung passieren. Veränderungen im Kochen können durch Knochendichtemessungen frühzeitig erkannt werden. Da der Körper für den Knochenaufbau Kalzium und Vitamin D braucht, ist es besonders wichtig, auf eine ausreichende Versorgung mit diesen Elemente zu achten. Um ein Fortschreiten des Knochenschwundes zu reduzieren, hilft oft eine Behandlung mit Medikamenten.

Osteoporose vorbeugen

Zu den Risikofaktoren, an Osteoporose zu erkranken, zählen nicht nur ein fortgeschrittenes Alter und das Geschlecht – Frauen ab 60 Jahre sind weit häufiger von Osteoporose betroffen als Männer – sowie eine erbliche Veranlagung. Auch ungesunde Lebensgewohnheiten wie Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum oder mangelnde Bewegung können dazu beitragen, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, an Osteoporose zu erkranken. Eine gesunde, Ernährung mit vielen Milchprodukten, Gemüse und mit Kalzium angereichertem Mineralwasser, und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärken nicht nur das Immunsystem, sondern wirken sich auch positiv auf den Knochenstoffwechsel aus.

Um auch Knochenbrüchen vorzubeugen, sollten im Haushalt Stolperfallen am Boden entfernt werden. Feste Schuhe, gute Beleuchtung, gut eingestellte Sehhilfen (Brille), Handläufe und Gehhilfen im Alter sorgen dafür, dass das Risiko für Stürze reduziert wird.

Auch die Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel kann das Sturz- bzw. Osteoporose-Risiko erhöhen: z.B. Beruhigungs- oder Schlafmittel können über die Wirkdauer hinaus Benommenheit auslösen, Schmerzmittel könnten Tagesmüdigkeit verursachen, und Blutdruckschwankungen können zu Schwindel führen.

Medikamente nehmen – aber richtig!

Da Medikamente gegen Osteoporose in der Regel ein Mal wöchentlich eingenommen werden, hilft Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker gerne, den optimalen Tag für die Einnahme festzulegen. Damit die Einnahme der Medikamente nicht vergessen wird, können sich Betroffene zum Beispiel über die Apo-App am Smartphone daran erinnern lassen. In Ihrer Apotheke werden Sie gut beraten, worauf Sie bei der Einnahme Ihrer Medikamente achten müssen: Einnahmezeitpunkt, Einnahme auf leeren Magen, zeitliche Abstände zu den Mahlzeiten und Abstände zur Einnahme anderer Medikamente sind unbedingt einzuhalten, damit die Arzneien gegen Osteoporose richtig wirken können.

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Redaktionelle Bearbeitung:
Katrin Derler, BA

Aktualisiert am:

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