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Blasenschwäche nach der Geburt: Was kann ich tun?

Harnverlust beim Lachen, Husten oder Niesen können auf eine Blasenschwäche hindeuten.
Nach der Geburt kann es zu einer Blasenschwäche kommen. (bymuratdeniz / iStockphoto)

Frage: Die Geburt meiner Tochter ist zwei Monate her und ich verliere seither Harn beim Husten und Lachen. Muss ich mich behandeln lassen oder verschwindet das wieder von selbst?

Harnverlust beim Lachen, Husten oder Niesen ist typisches Symptom einer Belastungs-Harninkontinenz. Veränderungen des Gewebes und Schwäche der Beckenbodenmuskulatur führen nicht nur mit zunehmendem Alter, sondern oft auch nach einer Geburt zu einem ungenügenden Verschluss der Harnröhre: Belastungen wie Husten oder Heben schwerer Lasten lösen dann ungewollten Harnverlust aus.
Bei vielen Frauen bessert sich die Situation in den Monaten nach der Geburt, ich empfehle aber stets ein Beckenbodentraining unter Anleitung eines speziell geschulten Physiotherapeuten. Ohne dieses bleibt die Besserung oft aus, die Situation kann sich mit weiteren Geburten zudem verschlechtern.
Bleibt das Problem trotz Beckenbodentrainings bestehen, sollte ein Urologe hinzugezogen werden.

 +++ Mehr zum Thema: Was tun bei Blasenschwäche? +++

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Autoren:
Dr. Michael Rutkowski
Redaktionelle Bearbeitung:
Mag. Julia Wild

Aktualisiert am:
Quellen

 

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