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Schwangerschaftsstreifen

  • Schwangere Haut pflegen

    Schwangerschaftsstreifen sind in erster Linie ein kosmetisches Problem, gesundheitsgefährdend sind sie nicht. Auch wenn sie sich nicht ganz vermeiden lassen, kann eine regelmäßige Hautpflege dazu beitragen, das Auftreten der Streifen zu reduzieren. (Syda Productions , Shutterstock)

  • schwanger ausreichend Flüssigkeit

    Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr tut nicht nur der Gesundheit gut, sondern erhöht auch die Elastizität der Haut. (Michal Staniewski , Shutterstock)

  • Hautöl Dehnungsstreifen

    Ein wichtiger Faktor ist regelmäßige Hautpflege: Die tägliche Anwendung von Lotionen oder Hautölen am Bauch sowie an den Brüsten, den Oberschenkeln und am Po macht die Haut elastischer und weicher. (JPC-PROD , Shutterstock)

  • Pflege Schwangere Bauch

    Je früher Sie damit beginnen, Ihre Haut regelmäßig zu pflegen, umso besser wird die Haut auf die Dehnung vorbereitet. Eignen Sie sich ein tägliches Pflegeritual an, noch bevor der Babybauch sichtbar zu wachsen beginnt. (AXL , Shutterstock)

  • Pflegeprodukte Haut Schwangere

    Die Auswahl der Pflegeprodukte sollte sich nach Ihren persönlichen Vorlieben richten. Herkömmliche Hautöle, Lotionen oder Cremes sind dafür genauso geeignet wie oft sehr teure Spezialprodukte. (Michal Staniewski , Shutterstock)

  • Hautmassage Bauch

    Gönnen Sie sich etwa dreimal pro Woche eine Massage. Dies regt die Durchblutung der Haut an und erhöht deren Elastizität. (Boumen Japet , Shutterstock)

  • Sport während der Schwangerschaft.

    Auch ausreichend Bewegung und Sport wirken sich postitiv auf das Bindegewebe aus. Besonders geeignet in der Schwangerschaft sind Schwimmen oder Yoga. (Photobac , Shutterstock)

  • Gewichtskontrolle Schwangerschaft

    Nicht zuletzt sollten Sie darauf achten, nicht zu viel an Gewicht zuzunehmen. Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung hat positive Effekte auf Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden und Ihr Hautbild. (g-stockstudio , Shutterstock)


Schwangerschafts- bzw. Dehnungsstreifen (Striae distensae cutis) entstehen durch starke Dehnung des Hautbindegewebes. Viele Betroffene empfinden diese als kosmetisches Problem, eine Gesundheitsgefährdung stellen sie aber nicht dar.

Dehnungsstreifen können bei jeder übermäßigen, langsamen Dehnung der Haut entstehen:

  • Schwangerschaft
  • Bodybuilder
  • Rasch wachsende Jugendliche in der Pubertät (bei 10%)
  • Starke Gewichtszunahme

Aussehen

Die Dehnstellen treten hauptsächlich an Bauch, Brust und Oberschenkeln auf. Sie sind meist parallel angeordnet und durch längliche Streifen gesunder Haut voneinander getrennt. Dehnungstreifen sind zunächst rot oder rosa, manchmal violett, verblassen dann aber und werden im Laufe der Zeit perlmutt- oder elfenbeinfarben. Schließlich sind nur noch weißliche Linien sichtbar, die aber nicht ganz verschwinden. Sie sind einen bis mehrere Zentimeter lang und wenige Millimeter bis 2 Zentimeter breit, Haare, Schweiß- oder Talgdrüsen fehlen.

Wie entstehen Dehnungsstreifen?

Bei Volumenzunahme eines Körperteils ist das Bindegewebe der Haut, das vor allem aus kollagenen Fasern besteht, anfangs zunächst elastisch genug, um sich mit zu dehnen. Wird der Zug, an der Haut allerdings zu groß, reißen die Bindegewebsfaser: Es kommt zu Bindegewebs-"Löchern“ in den unteren Hautschichten, die an der Hautoberfläche als Dehnungsstreifen (Striae cutis distensae) sichtbar werden.

Während der Schwangerschaft spielt auch der Hormonhaushalt in der Entstehung von Dehnungsstreifen eine Rolle. Unter dem Einfluss des Schwangerschaftshormons Gestagen lockert sich das Bindegewebe, um sich auf die Volumenzunahme vorzubereiten. Die Schwangerschaftstreifen entstehen typischerweise gegen Ende des 2. Schwangerschaftsdrittels ohne äußere Einwirkung. Rund 90% aller Schwangeren sind davon betroffen, insbesondere Erstgebärende. Warum manche Frauen starke, andere wiederum gar keine Dehnungsstreifen bekommen, ist unbekannt.

Faktoren, die das Auftreten von Dehnungsstreifen begünstigen:

+++ Mehr zum Thema: Schwangerschaftsdiabetes rechtzeitig erkennen +++

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Lassen sich Schwangerschaftsstreifen vermeiden?

Ein sicheres Mittel, um Dehnungsstreifen zu vermeiden, gibt es nicht. Es kann jedoch versucht werden, das Bindegewebe möglichst elastisch zu halten, damit die Dehnungsfähigkeit der Haut erhalten bleibt.

  • Flüssigkeitsaufnahme

Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken. Am besten eignen sich Wasser, ungesüßter Tee oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Das tut nicht nur der Gesundheit gut, sondern erhöht auch die Elastizität der Haut.

  • Regelmäßige Hautpflege

Beginnen Sie so früh wie möglich – am besten schon bevor ein Babybauch sichtbar ist – mit regelmäßiger Hautpflege. Durch die tägliche Anwendung von Hautölen oder Lotionen wird die Haut auch äußerlich mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt. Dadurch wird sie elastischer und weicher. Tragen Sie die Pflegeprodukte unmittelbar nach dem Duschen auf die noch leicht feuchte Haut auf.

Die Wahl des Pflegeprodukts ist reine Geschmackssache. Normale Hautöle, Lotionen oder Cremes reichen für die tägliche Pflege vollkommen aus, auch Babyöle sind gut geeignet.

+++ Mehr zum Thema: Die richtige Pflege für jeden Hauttyp +++

  • Massage

Verbinden Sie das Eincremen bzw. Einölen etwa dreimal wöchentlich mit einer Massage. Für die Haut am Bauch eignet sich besonders die sogenannte „Zupfmassage“: Dabei wird mit Daumen und Zeigefinger vorsichtig eine kleine (gut eingeölte) Hautrolle angehoben, kurz massiert und wieder losgelassen – allerdings nur so fest, dass es für Sie angenehm ist. Massieren Sie auf diese Weise Stück für Stück den gesamten Bauch, am besten von der Seite in Richtung Bauchnabel. Die Durchblutung der Haut wird dadurch angeregt, das Bindegewebe gelockert und die Elastizität gesteigert.
Die Zupfmassage sollten Sie in den letzten Wochen der Schwangerschaft, wenn die Haut bereits sehr stark gedehnt ist, nicht mehr anwenden. Alternativ kann die Haut mit kreisenden Bewegungen mit einer weichen Bürste oder einem Massagehandschuh massiert werden – dies kann sich auch gegen Ende der Schwangerschaft noch positiv auf Ihre Haut und Ihr allgemeines Wohlbefinden auswirken.

  • Stützende Kleidung

Tragen Sie stützende Kleidung. So kann etwa ein gut sitzender BH die Brüste stützen und die Haut entlasten. Viele Frauen greifen vor allem gegen Ende der Schwangerschaft auch gerne zu stützenden Bauchbändern.

+++ Mehr zum Thema: Lebensstil in der Schwangerschaft +++

  • Bewegung

Ausreichend Bewegung und Sport sind nicht nur wichtig für Ihre Gesundheit, sondern stärken auch das Bindegewebe. Besonders geeignet in der Schwangerschaft ist etwa Schwimmen oder Yoga.

  • Ernährung

Nicht zuletzt sollten Sie auch in der Schwangerschaft auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten. Dehnungsstreifen können zwar prinzipiell bei jeder Frau auftreten, dennoch sind Frauen mit besonders starker Gewichtszunahme häufiger davon betroffen. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihr Gewicht und achten Sie darauf, sich vitaminreich zu ernähren. Insbesondere die ausreichende Zufuhr von Vitamin E – dieses ist z.B. in Nüssen und pflanzlichen Ölen enthalten – kann dabei helfen, das Auftreten von Schwangerschaftsstreifen zu reduzieren.

+++ Mehr zum Thema: Ernährung in der Schwangerschaft +++

Ist eine Behandlung möglich?

Treten trotz aller vorbeugenden Maßnahmen Schwangerschaftsstreifen auf, sind diese meist nur sehr schwer zu behandeln. Einige Therapiemöglichkeiten (z.B. spezielle Gels, Laserbehandlungen) können zu einer Verbesserung des Hautbilds beitragen, eine komplette Entfernung der Dehnungsstreifen ist in der Regel aber nicht möglich.

+++ Mehr zum Thema: Narbenbehandlung +++

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Quellen

Kainer F, Nolden A: Das große Buch zur Schwangerschaft; Gräfe und Unzer Verlag 2013

Jahn-Zöhrens U: Entspannt erleben – Schwangerschaft und Geburt; Hrsg: Deutscher Hebammenverband e.V.; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011

Huch R.: Glücklich schwanger von A bis Z - Gut beraten in 280 Alltagsfragen: von Autofahren bis Zunehmen; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011

Huch R., Largo R.: Schwangerschaft, Geburt und erste Babymonate; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009
 

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